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Lieber auf Abstand: Handystrahlen

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Gefährliche Mikrowellen

Ca. 95 Prozent aller deutschen Haushalte besitzen mindestens ein Handy. Allerhöchste Zeit sich bewusst zu machen, dass unsere unverzichtbaren Helfer im Alltag permanent Strahlen aussenden: Selbst ein gering strahlendes Handy erzeugt ein Energiefeld, das rund 1.000.000 x stärker ist als die Felder der Körperzellen. Je näher wir das Handy am Körper tragen, desto schädlicher kann es für unsere Gesundheit sein.

Im Kleingedruckten steht es

Der Mindestabstand eines Smartphones zum Körper sollte mehr als 15 mm betragen. Trageetuis, Gürtelclips oder ähnliche Vorrichtungen zum Mitführen eines Handys müssen ebenfalls diesen Mindestabstand gewährleisten. Der Grund: Im Kleingedruckten steht, oftmals versteckt, dass die Expositionsrichtlinien der FCC womöglich überschritten werden können, wenn das Gerät am Körper getragen wird.

So reduzieren Sie die Strahlenexposition

  1. Handy nicht direkt am Körper tragen: Abstand mindestens 15 mm.
  2. Handynutzung begrenzen. Telefonieren Sie so kurz wie möglich.
  3.  Auf den Empfang achten: Bei gutem Empfang ist die Belastung geringer!
  4. Beim Telefonieren die Antenne nicht abdecken.
  5. Freisprechmöglichkeit nutzen.
  6. Bedienungsanleitung lesen: SAR-Wert nennt Strahlungsintensität Ihres Handymodells
  7. Handys sind kein Kinderspielzeug!
  8. Blauer Engel: Modelle mit dieser Auszeichnung haben einen SAR-Wert von höchstens 0,6 W/kg.
Gesundheitliche Risiken

Mikrowellenstrahlung ist gut erforscht. Mögliche Folgen einer permanenten Strahlenbelastung sind Überproduktion von freien Radikalen, Unterdrückung der körpereigenen Antioxidantien, Anstieg der Stresshormone, oxidative Organschäden, Unfruchtbarkeit bis zu Tumorerkrankungen. Das Risiko für eine dieser Erkrankungen wächst, je näher das Handy am Körper getragen wird.

Warnung

Die Federal Communications Commission, kurz FFC genannt, ruft seit Jahren die  Handyhersteller dazu auf, die Verbraucher endlich vor der Strahlengefahr Ihrer Mobilfunkgeräte zu warnen. Sie fordert die Strahlungsbelastung klar und deutlich anzugeben. Der SAR-Wert ist dabei die entscheidende Einheit: Er gibt die Energiemenge an, die vom Körpergewebe bei der höchsten Sendeleistung aufgenommen wird. Der von Baubiologen empfohlene SAR-Wert liegt unter 0,4 W/kg. Die Ermittlung des SAR-Wertes ist gesetzlich vorgeschrieben. Obwohl die Nennung des Strahlungswertes in Bedienungsanleitungen und im Internet per EU-Gesetz Pflicht ist, sind die Angaben meist so gut versteckt, dass sie vom Verbraucher nicht gefunden werden können.

SAR-Wert oft zu hoch

Leider wird dieser Richtwert von unter 0,4 W/kg von zahlreichen Handyherstellern weit überschritten. Das absolute Limit liegt laut FFC bei 1,6 W/kg. Der Verbraucher sollte auf diese Strahlenbelastung ausdrücklich hingewiesen werden.

Aussagekraft?

Laut neuesten Forschungsergebnissen ist die Definition des SAR-Wertes, so wie er heute ermittelt wird, nicht allgemeingültig. Denn ihm liegt ein Plastikmodell eines Kopfes zugrunde, das der durchschnittlichen Größe eines US-Soldaten entspricht. Diese Puppe ist als „Specific Anthropomorphic Mannequin“, kurz SAM, bekannt. Unsere Köpfe entsprechen aber nicht alle dieser Normgröße. Ein 10jähriges Kind hat aufgrund seiner Kopfgröße, verglichen mit SAM, einen ca. 153% höheren SAR-Wert und ist damit wesentlich mehr Strahlen ausgesetzt. Die FCC fordert ein qualitativ besseres Zulassungsverfahren auf Grundlage einer Computersimulation.

Krebsrisiko

Zwölf Forschergruppen aus sieben europäischen Ländern haben in einer von der EU geförderten REFLEX-Studie festgestellt, dass Mikrowellen die menschliche Erbsubstanz schädigen. Durch diese Schädigung steigt das Krebsrisiko enorm. Wird das Handy direkt am Körper getragen, multipliziert sich das Risiko an Krebs zu erkranken um ein vielfaches. Wenn eine Körperstelle dauerhaft der Strahlenexposition ausgeliefert wird, kann eine anormale Zellteilung aktiviert werden und Tumorerkrankungen entstehen.

Deshalb stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) die Handystrahlung als krebserregend ein. Umfangreiche Überprüfungen der Forschung zu Krebs und Hochfrequenzstrahlung lagen dieser Entscheidung zugrunde.

Unfruchtbarkeit bei Männern

Die Unfruchtbarkeit bei Männern wird in Zusammenhang mit der Handynutzung auch wissenschaftlich untersucht. Im Labor weisen Spermien unter Handystrahlung weniger Beweglichkeit auf. Das British Columbia Centre for Disease Control (BCCDC) warnt ausdrücklich vor Spermienschäden, die es im März 2013 wissenschaftlich belegen konnte. Smartphones haben deshalb nichts in der Nähe der Geschlechtsorgane zu suchen, dazu gehört auch die Hosentasche.

Gebärmutter und Eierstöcke

Auch für Frauen empfiehl es sich nicht das Handy in der Nähe der Eierstöcke zu tragen. Das Risiko für Hormonstörungen und Zystenbildung kann dadurch steigen. Auch die Endometriose (Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle) wird durch das ständige Aussetzen dieser Körperregionen mit Mikrowellen gefördert.

Brustkrebs

Mikrowellen wirken sich besonders auf die Körperteile aus, die in direktem Kontakt mit dem Handy stehen. Deshalb ist es gefährlich das Handy im BH mit sich zu führen. Wissenschaftler wie die Epidermiologin Dr. Devra Davis gehen davon aus, dass sich der Tumor an der Stelle bildet, wo die Antenne des Handys den Körper dauerhaft (über Jahre hinweg) berührt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Menstruationskrämpfe
– was kann helfen?

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Wenn die Regel schmerzt

Manche Frauen erleben ihre monatliche Regelblutung (Menstruation) als völlig problemlos. Sehr viele Frauen sind im Zusammenhang mit ihrer Periode jedoch von unterschiedlich starken Unterleibschmerzen betroffen, in einigen Fällen sogar begleitet von Kopfschmerzen oder Migräne, Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.

Wie kommt es zu den Krämpfen?

Der weibliche Zyklus ist stetiges Auf und Ab von Hormonen. Besonders die Regelblutung ist ein Kraftakt der Gebärmutter. Jeden Monat baut sich die Gebärmutterschleimhaut neu auf. Wenn sich kein befruchtetes Ei eingenistet hat, also keine Schwangerschaft vorliegt, dann wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und es kommt zur Blutung. Ausgelöst wird dieser Vorgang durch Hormone, die Prostaglandine.

Die Gebärmuttermuskeln müssen sich für die Ablösung der Schleimhaut stark zusammenziehen. Sobald diese Kontraktion einsetzt, beginnen die Schmerzen im Unterleib. Sie können bis zum Ende der Blutung andauern. Diese krampfartigen Unterleibsbeschwerden können auch schon bei jungen Frauen und Mädchen ab der ersten Blutung (Menarche) auftreten. Sie werden als primäre Regelschmerzen (oder Dysmenorrhö) bezeichnet und sind je nach Veranlagung und Stresssituation mehr oder weniger unangenehm – aber völlig normal.

Komplikationen

Bei sekundären Regelschmerzen liegen organische Veränderungen vor, die unter Umständen die Regelblutung verstärken oder verlängern. Die Spirale als Verhütungsmittel kann ein Auslöser sein. Eine Gebärmutterentzündung, Eileiterentzündung oder Zysten in den Eierstöcken können zusätzliche Schmerzen verursachen und sollten behandelt werden. Gutartige Muskeltumore, sogenannte Myome, oder ein Wuchern der Gebärmutterschleimhaut über die Gebärmutter hinaus, die sogenannte Endometriose, gehören zu den behandlungsbedürftigen Erkrankungen im Zusammenhang mit sekundären Regelschmerzen, die dem Arzt vorgestellt werden sollten.

Das kann helfen bei Menstruationskrämpfen

Wärme, beispielsweise durch eine Wärmflasche, kann die Schmerzen verringern. Eine gute Durchblutung durch Bewegung kann hilfreich sein. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt kann bei vielen Symptome unterstützend wirken. Eine Entsäuerung ist immer ein Plus für die Gesundheit.

Heilpflanzen

Heilpflanzen sind seit Jahrhunderten eine Quelle zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden, die die Naturheilkunde auch heute erfolgreich nutzt. Die krampflösende Wirkung von Alkaloiden im Schöllkraut ist eine der bekanntesten Heilpflanzenanwendungen, die einer gewissen Fachkundigkeit in der Dosierung bedarf, da Schöllkraut giftig sein kann. Ein überliefertes Rezept sieht einen Aufguss von zwei Teelöffeln frischem Schöllkraut mit kochend heißem Wasser vor, der eine Viertelstunde lang ziehen sollte. Drei bis vier Mal täglich eine Tasse von dem Sud wirkt krampflösend und beruhigend.

Kermesbeerenwurzel, Kornblumenblüten und Liebstöckelwurzel sowie Petersilienfrüchte und Pfingstrosenblüten wurden seit jeher von den Kräuterkundigen eingesetzt. Positive Studienergebnisse existieren für die Anwendung von Agnus castus Früchten, Hirtentäschelkraut und Kapuzinerkresse.

Magnesium

Magnesium ist beteiligt am Stoffwechsel der Prostaglandine, die den Abstoßungsvorgang der Gebärmutterschleimhaut einleiten und auch die Schmerzentstehung dabei beeinflussen. Die Zufuhr von Magnesium in der zweiten Zyklushälfte ist eine hilfreiche Unterstützung, besonders weil Magnesium auch die Muskelentspannung begünstigt. Als besonders effektiv hat sich die Kombination mit dem Vitamin B6 erwiesen.

Vitamin-B-Komplex

Besonders bei Frauen, die die Pille zur Verhütung einnehmen, entsteht ein erhöhter Vitamin-B-Bedarf. Folsäure sowie Vitamin B1, B3 und B6 können Schmerzen in der Periode wirksam lindern. Zusammen mit Vitamin C kann das Vitamin B3 eine besonders gute Wirkung entfalten. Eine gewisse Kontinuität in der Einnahme ist eine Voraussetzung für die Wirksamkeit.

Vitamin E

Vitamin E ist in der zweiten Zyklushälfte ein guter Begleiter, der Regelschmerzen dämpfen kann. Der Wirkstoff Topopherol ist für die heilsame Wirkung verantwortlich.

Omega-3-Fettsäuren

Schmerzen können durch Omega-3-Fettsäuren generell positiv beeinflusst werden. Das gilt auch für Regelschmerzen. Diese hochwertigen ungesättigten Fettsäuren können regulierend auf den Hormonstoffwechsel wirken. Sie kommen in Fettfischen wie Lachs und Makrele vor, sind aber auch als Fertigpräparate gut bioverwertbar.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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