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Natürliche Mittel gegen Verdauungsbeschwerden

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Ob Darmgrippe, Norovirus-Infektion oder Magenverstimmung – Heilpflanzen wie Ingwer, Lakritz und Pfefferminz können viele Beschwerden lindern. Probiotika in Form von Joghurt und andere fermentierte Lebensmittel sind ebenso hilfreich.

Ingwer

Ingwer unterstützt die Verdauung auf ganz natürliche Weise. Er beruhigt bei Übelkeit, kann Reisekrankheit lindern und bei Schwangerschaftserbrechen Erleichterung verschaffen. Ingwerwurzeln können roh, getrocknet oder als Tee konsumiert werden. Es werden auch Ingwerkapseln und Kautabletten angeboten. Achten Sie jedoch hier auf das BIO-Siegel.

Lakritz

Die Lakritz-Wurzel ist bekannt für ihre antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Als Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden wirkt sie leicht abführend. Kaufen können Sie die Lakritz-Wurzel in Spezialgeschäften. Als Tee oder zuckerreduziertes Bonbon wirkt Lakritze jedoch auch.

Joghurt

Bei Magenverstimmungen können die guten Bakterien im Joghurt helfen. Achten Sie beim Einkauf jedoch auf Natur-Joghurt mit lebendigen Kulturen. Gezuckerte oder aromatisierte Sorten enthalten oft nicht genug Probiotika, um überhaupt wirksam zu sein. Nehmen Sie täglich Joghurt zu sich und stärken Sie so Ihre Immunabwehr und Ihre Verdauung.

Beruhigende Tees

Bei akuten Verdauungsbeschwerden  sind warme Tees aus Pfefferminze und Kamille hilfreich. Pfefferminze löst Verkrampfungen, befreit von Blähungen und mindert Übelkeit und Brechreiz. Kamille wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt und die Nerven. Sie kann auch zu besserem Schlaf verhelfen. Bei Durchfall-Erkrankungen helfen die Tannine im schwarzen Tee.

Kümmel

Dieses Gewürz ist auch eine effektive Heilpflanze. Zur Förderung einer gesunden Verdauung kann Kümmel bei Darmkrämpfen, Fettverdauungs-Problemen, Koliken, Magenkrämpfen und Völlegefühl eingesetzt werden. Die häufigste Art, Kümmel als Heilpflanze anzuwenden ist der Tee. Aber es existieren auch Tinkturen oder Pulver zum Einnehmen. Die Samen können auch einfach gekaut oder in der Küche als verdauungsförderndes Gewürz angewendet werden.

BRAT-Diät

Bei Beschwerden mit der Verdauung sollte die Nahrung reduziert werden, damit der Darm nicht zusätzlich belastet wird. Ein altes Hausmittel ist die BRAT-Diät: Bananen, Reis, Apfelmus und Toast. Diese leichte Mahlzeit fördert die Verdauung ohne zu belasten. Bei dem Weizen im Toastbrot scheiden sich die Geister. Es wird empfohlen ihn durch weißen Reis in Bio-Qualität zu ersetzen. Vollkorn-Naturreis ist in diesem Falle nicht so gut, weil er etwas schwer verdaulich ist.

Geriebener Apfel

Ebenfalls ein Hausmittel aus Omas Zeiten ist der geriebene Apfel. Um die Schadstofflast im Körper zu reduzieren ist es ratsam, möglichst sauberes Essen zu sich zu nehmen. Frische Bio-Äpfel, roh gerieben und ohne Zugabe von Zucker, ist eine sehr gut verdauliche kleine Mahlzeit.

Stampfkartoffeln

Kartoffeln enthalten viele darmgesunde Ballaststoffe. Gekochte und zerstampfte Kartoffeln können deshalb bei Verdauungsbeschwerden helfen.

Viel Flüssigkeit

Das A und O bei Verdauungsbeschwerden ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Durch Erbrechen und Durchfall verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit, die durch warme Getränke, verdünnte Fruchtsäfte, Gemüsesuppe oder Brühe ersetzt werden sollte.

Bleiben Sie gesund!

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Transplantierte Adipositas: Durch fremde Darmbakterien?

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Stark personalisiert

Bei der Geburt ist ein Neugeborenes noch nicht mit Mikroorganismen besiedelt. Erst mit der Ernährung beginnt die Besiedlung des Verdauungstraktes des Kindes. Dabei ist die Zusammensetzung der Organismen stark personalisiert. Die Mutter übergibt ihr Mikrobiom über die Muttermilch an das Kind weiter. Die Besiedlung beginnt. Aber auch die Babynahrung beeinflusst die Darmflora. Während des ganzen Lebens werden die Karten immer wieder neu gemischt: Je nach Ernährung und Umwelteinflüsse des Einzelnen.

Darmbakterien

Die Vielzahl der mikroskopisch kleinen Organismen, die unseren Körper besiedeln, steht noch nicht lange im Fokus der Wissenschaft. Dabei steht dieses menschliche Mikrobiom in einem sehr engen Zusammenhang mit unserer Gesundheit. Dieses System ist bei der kleinsten Veränderung der Kräfteverhältnisse unsere Gesundheit massiv beeinflussen kann.

Transplantierte Adipositas

Das Beispiel einer Patientin, die eigentlich einen Superkeim loswerden wollte, macht dies offensichtlich: Durch die Transplantation von Stuhl ihrer übergewichtigen Tochter wurde sie selbst dick. Dieser Fall (Fallstudie) zeigt ganz deutlich, dass die Auswirkungen der Darmflora auf unsere Gesundheit direkt und unmittelbar sind.

Mikroben im ganzen Körper

Sie besiedeln Nasenschleimhäute, die Lungenflügel und die Haut. Aber wir kennen sie hauptsächlich aus dem Verdauungstrakt: Bakterien, Archaeen, Pilze, Protisten und Viren. Ist ihre Anzahl in einem gesunden Gleichgewicht, geht es auch dem Menschen gut.

Veränderungen der Darmflora 

Nicht nur funktionelle Darmstörungen und das Reizdarmsyndrom haben ihre Ursache in einem Ungleichgewicht der Darmbakterien. Auch Allergien, Diabetes oder Fettleibigkeit stehen im Verdacht durch Veränderungen der Darmflora zu entstehen. Gerät das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht, so spricht man von einer Dysbiose.

Antibiotika 

Antibiotika verändert erwiesenermaßen Ihre Darmflora. Es tötet nicht nur die schädlichen Keime, sondern auch nützliche Bakterien ab. Gerät die Darmflora dadurch in eine Schieflage, so kann dies zu Komplikationen führen, wie etwa eine Clostridium-difficile-Infektion (CDI). Das Stäbchenbakterium Clostridium difficile ist einer der häufigsten Krankenhauskeime. Das eigentlich ganz harmlose Darmbakterium kann sich aber stark vermehren und Gifte produzieren, wenn konkurrierende Arten der normalen Darmflora z.B. durch Antibiotika zurückgedrängt wurden. Das typische Krankheitsbild der Clostridium-difficile-Infektion ist die Darmentzündung mit Durchfall, dass sich allerdings auch zu einer lebensbedrohenden Durchfallerkrankung (Antibiotikaassoziierte Kolitis) entwickeln kann.

Stuhltransplantation

Auf den ersten Blick befremdet uns eine Stuhl-Transplantation etwas. Aber man sollte bedenken, dass diese Methode eine Möglichkeit darstellt, eine kranke Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Beim oben beschriebenen Krankheitsbild CDI ist dies gängige und erfolgreiche Praxis. Der Überbevölkerung des Darmbakteriums Clostridium difficile werden wieder genug „gute“ Bakterien gegenüber gesetzt. Das Gleichgewicht stimmt wieder.

Unser Beispiel

Die Frau in unserem Beispiel litt an CDI und bekam deshalb eine Stuhltransplantation von ihrer Tochter. Leider war die Tochter übergewichtig, was sie mit der persönlichen Zusammensetzung ihrer Darmflora an ihre Mutter weiter gegeben hat.
Vor der Transplantation wog die Frau 60kg und hatte einen Body-Mass-Idex von 26. 16 Monate nach der Stuhltransplantation lag ihr BMI bei 33 und nach drei Jahren bei 34,5. Die Diagnose lautet Fettleibigkeit. Auch eine Umstellung der Ernährung und ein umfassendes Sportprogramm blieben ergebnislos.

Mäuse

Die Wissenschaftler konnten den Zusammenhang zwischen der Gewichtszunahme der Frau und der Stuhltransplantation nicht fundiert beweisen. Versuche mit schlanken Mäusen, die nach einer Stuhltransplantation von übergewichtigen Mäusen fetter werden, sind aber ein Hinweis auf den Zusammenhang. Aber auch andere Faktoren tragen zu einer raschen Gewichtszunahme bei: Genetische Faktoren, Alter oder einfach nur ein gesteigerter Appetit nach der neuen Zusammensetzung der Darmflora?

Geeignete Spender 

Der beschriebene Fall sollte uns bei der Wahl eines Spenders für eine Stuhltransplantation wählerisch werden lassen. Übergewichtige Spender bringen neben dem Nutzen offenbar auch unerwünschte Folgeerscheinungen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Brombeerblätter
(Rubi fruticosi folium)

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Sanfte Medizin

Der heilkräftige Tee aus Brombeerblättern (Rubi fruticosi folium) gehört zu den traditionellen Hausmitteln gegen Durchfallerkrankungen, gegen leichte Entzündungen im Munde- und Rachenbereich und zur Geburtsvorbereitung. Die Brombeere (Rubus fructicosus) aus der Familie der Rosengewächse ist allein in Europa in über 2.000 verschiedenen Arten verbreitet. Ihre Beeren sind botanisch gesehen Sammelsteinfrüchte. Sie sind vitaminhaltig und besitzen durch ihre dunkelblaue Farbe besonders viel Anthocyane.

Inhaltsstoffe

Die enthaltenen Gerbstoffe (Gallotanine und dimere Ellagitannine) wirken zusammenziehend (astringierend). Weitere Inhaltsstoffe sind Flavonoide, Fruchtsäuren (Zitronensäure, Isozitronensäure) und Vitamin C. Die Wirkung von Brombeerblättern gegen Durchfallerkrankungen beschreibt bereits der antike Schriftsteller Plinius.

Schwangerschaft

Brombeerblättertee soll zum Ende der Schwangerschaft eine Lockerung von Gebärmutter, Darm und Beckenboden bewirken. Die Inhaltsstoffe sollen auch geburtseinleitend wirken. Die Anwendung sollte mit dem Arzt, Heilpraktiker oder der Hebamme abgesprochen sein.

Angenehmer Tee

Neben den schmackhaften Beeren der stacheligen Ranken werden die Blätter frisch, fermentiert oder getrocknet zur Zubereitung eines Teeaufgusses verwendet.

Zubereitung

2 gehäufte Teelöffel frische oder getrocknete Brombeerblätter werden mit kochendem Wasser aufgegossen und für 10 Minuten ziehen gelassen. Neben der therapeutischen Verwendung ist der Brombeerblättertee auch als coffeinfreier Haustee verbreitet wegen des angenehmen Geschmacks.

Hinweis

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Menstruationskrämpfe
– was kann helfen?

menstruationskraempfe
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Wenn die Regel schmerzt

Manche Frauen erleben ihre monatliche Regelblutung (Menstruation) als völlig problemlos. Sehr viele Frauen sind im Zusammenhang mit ihrer Periode jedoch von unterschiedlich starken Unterleibschmerzen betroffen, in einigen Fällen sogar begleitet von Kopfschmerzen oder Migräne, Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.

Wie kommt es zu den Krämpfen?

Der weibliche Zyklus ist stetiges Auf und Ab von Hormonen. Besonders die Regelblutung ist ein Kraftakt der Gebärmutter. Jeden Monat baut sich die Gebärmutterschleimhaut neu auf. Wenn sich kein befruchtetes Ei eingenistet hat, also keine Schwangerschaft vorliegt, dann wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und es kommt zur Blutung. Ausgelöst wird dieser Vorgang durch Hormone, die Prostaglandine.

Die Gebärmuttermuskeln müssen sich für die Ablösung der Schleimhaut stark zusammenziehen. Sobald diese Kontraktion einsetzt, beginnen die Schmerzen im Unterleib. Sie können bis zum Ende der Blutung andauern. Diese krampfartigen Unterleibsbeschwerden können auch schon bei jungen Frauen und Mädchen ab der ersten Blutung (Menarche) auftreten. Sie werden als primäre Regelschmerzen (oder Dysmenorrhö) bezeichnet und sind je nach Veranlagung und Stresssituation mehr oder weniger unangenehm – aber völlig normal.

Komplikationen

Bei sekundären Regelschmerzen liegen organische Veränderungen vor, die unter Umständen die Regelblutung verstärken oder verlängern. Die Spirale als Verhütungsmittel kann ein Auslöser sein. Eine Gebärmutterentzündung, Eileiterentzündung oder Zysten in den Eierstöcken können zusätzliche Schmerzen verursachen und sollten behandelt werden. Gutartige Muskeltumore, sogenannte Myome, oder ein Wuchern der Gebärmutterschleimhaut über die Gebärmutter hinaus, die sogenannte Endometriose, gehören zu den behandlungsbedürftigen Erkrankungen im Zusammenhang mit sekundären Regelschmerzen, die dem Arzt vorgestellt werden sollten.

Das kann helfen bei Menstruationskrämpfen

Wärme, beispielsweise durch eine Wärmflasche, kann die Schmerzen verringern. Eine gute Durchblutung durch Bewegung kann hilfreich sein. Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt kann bei vielen Symptome unterstützend wirken. Eine Entsäuerung ist immer ein Plus für die Gesundheit.

Heilpflanzen

Heilpflanzen sind seit Jahrhunderten eine Quelle zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden, die die Naturheilkunde auch heute erfolgreich nutzt. Die krampflösende Wirkung von Alkaloiden im Schöllkraut ist eine der bekanntesten Heilpflanzenanwendungen, die einer gewissen Fachkundigkeit in der Dosierung bedarf, da Schöllkraut giftig sein kann. Ein überliefertes Rezept sieht einen Aufguss von zwei Teelöffeln frischem Schöllkraut mit kochend heißem Wasser vor, der eine Viertelstunde lang ziehen sollte. Drei bis vier Mal täglich eine Tasse von dem Sud wirkt krampflösend und beruhigend.

Kermesbeerenwurzel, Kornblumenblüten und Liebstöckelwurzel sowie Petersilienfrüchte und Pfingstrosenblüten wurden seit jeher von den Kräuterkundigen eingesetzt. Positive Studienergebnisse existieren für die Anwendung von Agnus castus Früchten, Hirtentäschelkraut und Kapuzinerkresse.

Magnesium

Magnesium ist beteiligt am Stoffwechsel der Prostaglandine, die den Abstoßungsvorgang der Gebärmutterschleimhaut einleiten und auch die Schmerzentstehung dabei beeinflussen. Die Zufuhr von Magnesium in der zweiten Zyklushälfte ist eine hilfreiche Unterstützung, besonders weil Magnesium auch die Muskelentspannung begünstigt. Als besonders effektiv hat sich die Kombination mit dem Vitamin B6 erwiesen.

Vitamin-B-Komplex

Besonders bei Frauen, die die Pille zur Verhütung einnehmen, entsteht ein erhöhter Vitamin-B-Bedarf. Folsäure sowie Vitamin B1, B3 und B6 können Schmerzen in der Periode wirksam lindern. Zusammen mit Vitamin C kann das Vitamin B3 eine besonders gute Wirkung entfalten. Eine gewisse Kontinuität in der Einnahme ist eine Voraussetzung für die Wirksamkeit.

Vitamin E

Vitamin E ist in der zweiten Zyklushälfte ein guter Begleiter, der Regelschmerzen dämpfen kann. Der Wirkstoff Topopherol ist für die heilsame Wirkung verantwortlich.

Omega-3-Fettsäuren

Schmerzen können durch Omega-3-Fettsäuren generell positiv beeinflusst werden. Das gilt auch für Regelschmerzen. Diese hochwertigen ungesättigten Fettsäuren können regulierend auf den Hormonstoffwechsel wirken. Sie kommen in Fettfischen wie Lachs und Makrele vor, sind aber auch als Fertigpräparate gut bioverwertbar.

Hinweis

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Lactobazillus
(Lactobacillus acidophilus)

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Wichtiges Bakterium für die Darmgesundheit

Lactobazillus lautet der eingedeutschte Name des Lactobacillus, der zusammen mit anderen Bakteriengattungen zu den Milchsäurebakterien gehört. Wie der Name schon andeutet, können Milchsäurebakterien durch Gärung Milchsäure erzeugen.

Die Arten des Lactobazillus werden in der Lebensmittelindustrie für Milchprodukte verwendet und auch in der Bierspezialität Berliner Weiße. Durch die Besiedlung des menschlichen Magen-Darm-Traktes ab der kann der Lactobazillus viel Gutes für eine funktionierende Darmflora ausrichten.

Lactobazillus in der Darmflora

Lactobazillus ist ein natürlicher Bestandteil der gesunden Darmflora des Menschen und unterstützt das Immunsystem und die Verdauung. Der Darm mit seiner großen Oberfläche ist dem Angriff vieler Krankheitskeime ausgesetzt. Durch die Milchsäure wird das Milieu im Darm angesäuert, was für viele Krankheitserreger verdrängend wirkt. Gerade bei Durchfall und Blähungen kann oftmals Lactobazillus hilfreich wirken. Die Ansäuerung kann zudem impulsgebend auf den Ausscheidungsprozess wirken.

Zu den festen Darmsiedlern gehören Lactobacillus salivarius und Lactobacillus ruminis. Weitere Arten des stäbchenförmigen Lactobazillus können ebenfalls partiell auftreten.

Der Laktobazillus kann in der weiblichen Scheide beitragen, Krankheitskeime zu bekämpfen.

Hinweis

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Bifidobakterien
(für gesunden Darm)

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bifidobakterien
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Krankheitsvermeidung und
Vitaminbildung

Bifidobakterien gehören zu den wichtigsten Bakterien der menschlichen Darmflora. Sie gehören zur Bakteriengattung Bifidobacterium (von lat. gespalten, gabelförmig) und der Familie der Bifidobacteriaceae. Im menschlichen Darm bauen diese nützlichen Bakterien in einem komplizierten Energiestoffwechsel Zucker ab und bilden ihn zu Essigsäure und Milchsäure um, verbunden mit einem positiven Effekt auf den ph-Wert im Darm. Der Magen-Darm-Trakt wird für gewöhnlich von mehreren hundert nicht pathogenen (unbedenklichen) Bakterien bevölkert, darunter den besonders bedeutsamen Stämmen des Bifidobakteriums, B. bifidum, B. adolescentis, B. breve, B. longum und B. infantis.

Wächter gegen schädliche Keime

Die Funktion des Bifidobakteriums schützt vor zahlreichen schädlichen Bakterien, Pilzen und anderen Keimen, die sich in dem sauren Milieu aus Milchsäure und Essigsäure nicht vermehren können. Diese spezielle Form der heterofermentativen Milchsäuregärung wird Bifidobaterium-Gärung genannt und ist unabdingbar für eine gute Gesundheit. Vor allem im Dickdarm sind die keimhemmenden Mikroorganismen in großer Zahl vorhanden, aber auch in der weiblichen Scheide. Außerdem bildet das Bifidobakterium wertvolle Vitamin, die der menschliche Organismus direkt über den Darm in den Blutkreislauf aufnehmen kann. Das Bifidobakterium kann das saure Milieu im Magen problemlos überstehen und es liegt daher nahe, den keimhemmenden Mikroorganismus für probiotische Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel ins Auge zu fassen.

Schutz vor Krankheiten
schon bei Neugeborenen

Wie wichtig die Bifidobakterien für den Menschen sind zeigt sich daran, dass sie zu den ersten Mikroorganismen gehören, die sich im Verdauungstrakt von Neugeborenen durch Aufnahme der Muttermilch ansiedeln und so für einen frühen Schutz vor Krankheiten sorgen. Auch bei Säuglingen, die nicht gestillt werden, siedeln sich die säurebildenden Bakterien im Magen-Darm-Trakt an. Der Anteil an Bifidobakterien macht bei Neugeborenen rund 90 Prozent der Mikroorganismen im Darm aus, bei Erwachsenen noch 25 Prozent.

Helfer bei vielen Lebensmitteln

Ein Gemisch von Bifidobakterien und anderen Milchsäurebakterien (Laktobazillen) wird bei der Herstellung von Joghurt, Kefir und anderen fermentierten Milchprodukten verwendet. Ebenso spielen Milchsäurebakterien eine Rolle bei Sauerkraut, fermentiertem Tee oder anderen vergorenen pflanzlichen Produkten. Durch Laktobazillen und Bifidobakterien fermentierte Lebensmittel sind länger haltbar, da sich Keime nicht so gut ausbreiten können. Bifidobakterien produzieren nicht so viele Säure wie andere Laktobazillen und werden daher gerne für mildschmeckende Produkte verwendet. Milchprodukte, die mit B. longum fermentiert wurden, können den Cholesterinwert im Blut senken. Das wird wahrscheinlich zurückgeführt auf Enzyme der Bifidobakterien, die die Cholesterol-Kontrolle des Körpers unterstützen. (vgl. J Dairy Sci, 2003 Jul, 86(7), S. 2452-2561).

Linderung nicht nur bei Durchfall und Reizdarm

Wenn Antibiotika die Darmbakterien angreifen, wodurch sich beispielsweise Durchfallkeime im Darm vermehren können, kann das B. longum bei Antibiotika-assoziierter Diarrhö helfen.

Reizdarm

Im Deutschen Ärzteblatt 2005, 102(28-29); A-2031 / B-1716 / C-1620 wird berichtet, wie in einer achtwöchigen Studie mit 77 Patienten mit Reizdarmsyndrom die Besserung aller Symptome außer Stuhlkonsistenz- und frequenz eintrat unter der Einnahme von Probiotika mit Lactobacillus salivarius oder Bifidobacterium infantis. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung leidet unter dem Reizdarmsyndrom. Es wird mittlerweile vermutet, dass das Fehlen von Bifidobakterien für das Reizdarmsyndrom überhaupt verantwortlich sein könnte. Nachweislich wirkt sich das Bakterium positiv bei Durchfallerkrankungen aus.

Scheideninfektion

Die säurebildenden Bifidobakterien schützen nicht nur im Darm vor Infektionen sondern auch in der weiblichen Vagina.

Immunsystem

Offenbar können Bifidobakterien die Antikörperproduktion für die Immunabwehr stimulieren. Außerdem bilden sie wertvolle Vitamine, die direkt durch die Darmwand in den Blutkreislauf gelangen. Durch die große Schleimoberfläche bietet der Darm ein Einfallstor für schädliche Keime, wenn die Darmflora geschwächt ist. Der Kontakt mit pathogenen Keimen kann schwerste Erkrankungen auslösen sowie Folgeerscheinungen wie Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Neurodermitis. Deshalb ist die Aufrechterhaltung der Darmflora für das immunologische Abwehrsystem eine große Rolle.

Krebserkrankungen

Seit 1940 wird vermutet, dass Krebserkrankungen, insbesondere im Dickdarmbereich, durch den abnormalen Abbau von Gallensäuren hervorgerufen werden könnten. 1974 wurden die ersten statistischen Daten zu täglichem Konsum von Fleisch und tierischem Eiweiß und der Häufigkeit von Coloncarcinomen veröffentlicht. Fett- und Eiweißkonsum spielen statistisch auch eine Rolle für Brustkrebsentwicklung. Steroidsubstrate, die in Verbindung mit täglicher Fettaufnahme stehen, können möglicherweise Östrogene aus Steroiden der Gallenflüssigkeit bilden.

Wie kann die keimhemmende
Darmflora unterstützt werden?

Zum Abbau von Zucker benötigt das Bifidobakterium bestimmte pflanzliche Ballaststoffe wie Inulin. Wer regelmäßig pflanzliche Nahrungsmittel mit geringem Stärkeanteil zu sich nimmt wie zum Beispiel Bohnen, Brokkoli oder Kohl kann das Wachstum der Bifidobakterien im Darm begünstigen. Milchsäurebakterien wie beispielsweise Lactobacillus gasseri können beim Wiederaufbau der Darmflora helfen. Die Ernährung beeinflusst die Darmflora.

Hinweis

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Studentenblume (Tagetes)

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Sonnengelbe Blütenköpfe

Die Studentenblume (Tagetes) wird auch türkische Nelke oder Sammetblume genannt. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Name Tagetes leitet sich ab von dem etruskischen Halbgott Tages.

Aus Mexiko in heimische Blumentöpfe

In der Gattung existieren rund 50 bis 60 Arten, die ursprünglich aus Mexiko und Mittelamerika stammen. Heute sind Tagetes in Europa als sommerliche Balkonkastenbepflanzung und Schnittblume sehr beliebt. Die Blüten fallen durch eine sonnige Farbe und einen relativ unangenehmen Geruch auf. Die Studentenblume enthält einen gelben Farbstoff, der unter der Bezeichnung E161b in der Lebensmittelindustrie und als Futtermittelzusatz eingesetzt wird.

Inhaltsstoffe

Aufgrund ihres hohen Gehalts des Pflanzenfarbstoffes Lutein werden Tagetes zu pharmazeutischen Zwecken angebaut. Das Carotinoid Lutein besitzt große Bedeutung für das scharfe Sehen.

Sekundärer Pflanzenstoff fürs Auge

Bei Lutein-Mangel kann eine Macula-Degeneration auftreten. Im gelben Fleck (macula lutea) der Netzhaut im menschlichen Auge ist Lutein zusammen mit Zeaxanthin in besonders konzentrierter Form gespeichert und ist beteiligt am Sehvorgang und dem Zellschutz. Es handelt sich um ein sehr starkes Antioxidans.

In der Behandlung von Macula-Degeneration können mit Lutein positive Effekte verbucht werden. Vorbeugend kann Lutein das Risiko, an grauem Star oder anderen Augenkrankheiten zu erkranken, reduzieren.

Weitere Anwendungen

Durch seine antioxidativen Eigenschaften kann Lutein aus der Tagetes dem Alterungsprozess der Haut und der Zellen entgegenwirken.

In Lateinamerika gilt die Tagetes als volksmedizinisches Hausmittel bei Durchfall, Blähungen, Verdauungsstörungen und Koliken. Bei fiebrigen Erkältungskrankheiten kommen die Blüten und Blätter zum Einsatz. Das ätherische Öl aus Tagetes besitzt offenbar antiinsektizide, entzündungshemmende und pilzhemmende Eigenschaften.

Hinweis

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Hamamelis (Zaubernuss)

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Zauberhaft duftende Zaubernuss

Hamamelis ist die lateinische Bezeichnung für Zaubernuss, ein stark duftend blühender Strauch aus der Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae). Hamamelis ist auf der Nordhalbkugel beheimatet.

Die Heilpflanze

Als Heilpflanze wird die Virginische Zaubernuss (Hamamelis virginiana) genutzt. Sie besitzt astringierende (zusammenziehende) und Juckreiz stillende Eigenschaften. Auch sagt man ihr eine blutstillende und entzündungshemmende Wirkung zu. Daher kann sie laut der Kommission E bei Hautverletzungen, entzündlichen Hautreizungen, Schleimhautentzündung, Krampfadern und Hämorrhoiden im Anfangsstadium verwendet werden. Die Volksmedizin wendet Hamamelis auch innerlich bei Durchfallerkrankungen an.

Innerliche und äußerliche Anwendungen

Es gibt positive Erfahrungen mit der Anwendung von Hamamelis bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Analfissuren und Entzündungen im Genitalbereich. Auch wenn die wissenschaftlichen Belege ausstehen, ist ein traditionelles Wissen um diese hilfreichen Verwendungen vorhanden. Äußerlich soll Hamamelis bei Venenproblemen wie Besenreiser oder Krampfadern helfen. Vor allem in der Homöopathie wird frische Hamamelisrinde für die Therapie venöser Gefäße oder Erkrankungen der Haut eingesetzt. Innerlich sollen Rinde und Blätter bei Bakterienruhr helfen.

Inhaltstoffe

Genutzt werden Hamamelisrinde und die Pflanzenblätter. Die Rinde enthält mehr Gerbstoffe als die Blätter (8 bis 12 Prozent, unter anderem das Hamamelitannin). Ätherisches Öl und Ellagitannin sowie Catechingstoffe sind außerdem Inhaltsstoffe der Rinde.

Die Blätter enthalten 3 bis 8 Prozent Gerbstoffe, insbesondere Catechingerbstoffe und etwas Gallootannin. Ebefalls enthalten sind ätherische Öle (bis zu 0,5 Prozent), Flavonoide, Kaffeesäurenderivate und Proanthocyanidine.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Grüne Mineralerde

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Entgiftung aus der Hausapotheke

Grüne Mineralerde wird aus eiszeitlichen Lößablagerungen gewonnen und wird für verschiedene Heilanwendungen verwendet. Im Gegensatz zur Braunen Mineralerde, die hitzesterilisiert ist, wird Grüne Mineralerde sonnengetrocknet.

Als Arzneimittel zugelassen ist nur die Braune Mineralerde. „Heilerde“ darf sich laut Arzneimittelgesetz nur die Braune Mineralerde nennen, die von der Firma Luvos vertrieben wird.

Mineralerde wird besonders für seine entgiftenden Eigenschaften geschätzt.

Ein natürliches Geschenk der Erde

Grüne Mineralerde ist ein tonhaltiges, kreideartiges Gesteinspulver, das bei der Verwitterung vulkanischer Asche entstanden ist. Sie enthält das Tonmaterial Montmorillonit, ein Aluminiumhydrosilikat aus der Gruppe der Blätterstruktur-Silikate. Montmorillonit gehört zu den Dreischichtsilikaten. Ein weiterer Bestandteil ist Bentonit.

Anwendungen der Mineralerde

Grüne Mineralerde ist relativ geschmacksneutral, was angenehm für innerliche Anwendungen ist. Sie wird im Hausgebrauch verwendet bei Magen-Darmproblemen wie Durchfall, Verstopfung, Sodbrennen oder Blähungen. Säuren und Fette werden gebunden und ausgeschieden, was den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen kann.

Mineralerde kann Schwermetalle und Giftstoffe binden, beispielsweise auch bei Lebensmittelvergiftungen hilfreich, und zur Entgiftung über den Darm ausscheiden. Die große Oberfläche der Partikel ist dabei förderlich. Für eine Entgiftung wird gerne ein Zusatz von Ballaststoffen gewählt, zum Beispiel Psylliumschalenpulver  und viel Wasser.

Äußerlich angewendet kann sie bei unreiner Haut und Ausschlägen helfen, wirkt wohltuend bei Sonnenbrand, Neurodermitis und Durchblutungsstörungen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Flohsamenschalen (Psyllium)

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psyllium
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Natürliches Darmregulativ

Die Samenschalen der Pflanze Plantago ovata sind unter der Bezeichnung Flohsamenschalen, Indische Flohsamenschalen oder Psyllium ein gebräuchliches Heilmittel gegen Durchfall und Blähungen in der Alternativmedizin. Die Wegerichgewächse werden überwiegend in Indien, im Iran und Pakistan angebaut sowie in Frankreich und Spanien.

Hilfreiche Wirkung der dunkelbraunen glänzenden Samen

Die Darmflora profitiert von Flohsamenschalen, die das Wachstum nützlicher Bakterien im Magen-Darm-Trakt unterstützen. Es gibt Hinweise darauf, dass sie positiven Einfluss auf entzündliche Prozesse im Darm besitzen. Offenbar sind Flohsamenschalen in der Lage, Gallensäure im Darm zu binden und dadurch zu einer erhöhten Cholesterinausscheidung beizutragen.

Quellwirkung von Ballaststoffen

Unbestritten ist die Quellwirkung durch die Ballaststoffe in Flohsamenschalen. Sie binden mehr als das 50-fache an Flüssigkeit. Bei Verstopfung ebenso wie bei Durchfall helfen Sie, durch ein gesteigertes Volumen des Nahrungsbreis die Darmfunktion zu regulieren, die natürliche Muskelbewegung des Darms anzuregen (Peristaltik) und die Darmentleerung zu begünstigen. Der Stuhl wird weicher und lockerer.

Flohsamenschalen wird ein möglicher Effekt zur Unterstützung bei Diabetes zugesprochen. Durch die darmregulierenden Eigenschaften wird Zucker durch die Damwände weniger schnell ins Blut transportiert. Der Blutzuckerspiegel muss daher nicht so hoch ausschlagen und in der Folge auch der Insulinspiegel. Diese These gilt noch nicht als wissenschaftlich ausreichend fundiert für arzneilichen Einsatz.

Die Quellwirkung von Flohsamenschalen beginnt bereits im Magen. Das kann möglicherweise ein günstiger Effekt zur Unterdrückung des Hungergefühls bei Gewichtsreduzierung und hilfreich bei Adipositas.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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