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Oregano (Origanum vulgare)

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oregano
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Bezugsquelle: Oregano-Öl

Aus der mediterranen Bergwelt

Oregano (Origanum vulgare) ist eine Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Heutzutage ist das Aromakraut als Pizzagewürz überall bekannt. Ursprünglich stammt es aus der Bergwelt der Mittelmeerländer und wird heute überall in Europa angebaut und genutzt.

Von alters her

Die Griechen des Altertums schätzten das heilkräftige Kraut. Dioscurides berichtet über die Verwendung in seiner De materia medica aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Im Mittelalter wurde Oregano gegen Hämorrhoiden eingesetzt und zur Geburtsbeschleunigung. In der Natur- und Pflanzenheilkunde gilt Organo als gängiges Mittel gegen Magen- und Darmbeschwerden.

Wirkstoffe

Aufgrund seines hohen Gehalts an Phenolen gilt Oregano-Öl in der Aromatherapie als wirksam gegen Bakterien. Es kann zu Hautreizungen kommen, weshalb eine mit neutralen Pflanzenölen verdünnte und innerliche Anwendung (z.B. in Kapselform) empfohlen wird. Der Inhaltsstoff Carvacrol besitzt entzündungshemmende Wirkung. Der positive Einfluss auf Verdauungsbeschwerden und Erkrankungen der Atemwege ist wissenschaftlich belegt. Arzneiliche Wirkung zeigen offenbar auch die Gerb- und Bitterstoffe und die ätherischen Öle. Man spricht vom stärksten natürlichen Antibiotikum.

Antibakterielles Potenzial

Biomedizinerin Vyv Salisbury von der Universität von West England in Bristol forscht an der antibakteriellen Wirkung des aromatischen Krauts. Sie hat Hinweise gefunden, dass eine Oregano-Essenz ebenso effektiv oder noch effektiver als manche Antibiotika wirken können. Insbesondere trifft dies auf das gegen gebräuchliche Antibiotika resistente Bakterium Staphyloccus aureus(MRSA) zu, das sich in vielen Krankenhäusern zum Problem auswächst. Der resistente Krankheitserreger kann geschwächte Patienten angreifen und zu Geschwüren oder Lungenentzündung führen. Offenbar scheint sich Oregano-Essenz dazu zu eignen, Krankenhäuser von dem Keim zu säubern durch Abwischen von Türklinken, Oberflächen, Ritzen und als Waschmittel. Angeblich kann bereits der ätherische Duft von Organo das Ausbreiten des Bakteriums verringern. (vgl. Die Zeit, 4.11.2009)

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Ionisch-kolloidales Silber

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silber
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Bezugsquelle: Ionisch-kolloidales Silber

Kostbar und kostspielig

Ionisch-kolloidales Silber (von lat. argentum colloidale, griech. Kolla, leimartig) ist eine besondere Verwendungsform von Silber zu medizinischen Zwecken. Es handelt sich um ultrafeine Partikel von Nanosilber, dem elementaren Silber in einer flüssigen Dispersion. Diese wird auch als Silberwasser oder Silbersol bezeichnet. Seit je her wird Silberwasser zur Infektionsbekämpfung äußerlich oder innerlich verwendet.

Die Herstellung ist kostspielig und trat zur Infektionsbekämpfung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Hintergrund, als günstigere Mittel mit ähnlicher Wirksamkeit erhältlich wurden. Kolloidales Silber wurde in der „Roten Liste“ bis 1938 als Arzneimittel geführt, danach wurde es aus der Liste entfernt. Zeitgleich begann die Produktion von Antibiotika, die damals billiger herzustellen waren. – Über schädliche Nebenwirkungen, Allergien und resistente Bakterienstämme machte man sich damals noch keine Gedanken.

Ionisch

Zur Herstellung von ionisch-kolloidalem Silber wird eine professionelle Elektrolyse verwendet. Das bedeutet, dass Strom durch die Rohstoffe Silber 99,9% und hochgereinigtes Wasser fließt.
Dadurch entstehen positiv geladenen Silber-Ionen. Das sind die eigentlich wirksamen winzigen Teilchen. Gutes ionisch-kolloidales Silber besteht aus 96 – 98% dieser hochreaktiven Ionen. In einem Teelöffel ionisch-kolloidales Silber der Konzentration 10 ppm (parts per million) befinden sich so etwa 500 Millionen Silber-Ionen. Die  wirksame Oberfläche entspricht sechs Fussballplätzen.
Die positiv geladenen Silberionen schweben im Wasser, weil sie sich durch ihre gleiche Ladung abstoßen. Sie haben eine Winzigkeit von 5 bis 15 Atomen. Durch Lichteinwirkung kann die Ladung der Teilchen verloren gehen.
Silber-Ionen (10ppm) sind so winzig klein, dass sie Zellmembranen von Mikroben durchdringen können. Dazu zählen Bakterien, Viren oder Pilze. Diese krankmachenden Mikroben sind viel, viel kleiner als menschliche Zellen.
Um einer viel größeren menschlichen oder tierischen Säugetierzelle gefährlich zu werden, müssten über Jahre hinweg exorbitant riesige Mengen an Silberpartikeln konsumiert werden. Das macht doch kein Mensch! Seriösen Produkten liegt immer eine Anwendungsempfehlung bei, die Richtlinien für die Dosierung klar angibt.

▶️ Studie zur Wirksamkeit von Silber-Ionen

Rennaissance

Der gesundheitsfördernde Nutzen von ionisch-kolloidalem Silber erfährt seit einigen Jahren eine gewisse Renaissance: Heute wird ionisch-kolloidales Silber verwendet zur Beschichtung von künstlichen Hüft- oder Kniegelenken, Beschichtung von Kühlschränken innen (Bosch), Beschichtung von Waschmaschinentrommeln (Siemens), Beschichtung von Folien zur Abdeckung von Nahrungsmitteln. Silberfäden werden mit Baumwollfäden zusammen verarbeitet zur Herstellung von Neurodermitisbekleidung oder antimikrobiellen Haushaltstüchern. Die Firma Logitech beschichtet Computertastaturen und -Mäuse mit Silberionen, die NASA und u.a. die Firma Britta verwenden Silber bei der Wasseraufbereitung.

Partikelgröße entscheidend

Die Größe der Partikel je nach Herstellung durch Elektrolyse, chemisch oder gemahlen kann von einem bis zehn Nanometer reichen. Zur Herstellung empfiehlt Urs Buergi das „constant-current-Verfahren“. Das ist ein Elektrolyseverfahren, bei dem der Stromfluss permanent elektronisch überprüft und stabil gehalten wird. Nur bei diesem Verfahren entstehen äußerst kleine Teilchen in der Größe von 5 bis 15 Atomen.

Die Silberkonzentration wird bei ionisch-kolloidalem Silber in ppm (parts per million) angegeben. Je länger die Elektrolyse arbeitet, desto höher sind die ppm. Es sind Produkte von 5 ppm – 100 ppm im Handel. Doch Vorsicht! Eine große ppm-Zahl bedeutet nicht, dass eine größere Wirksamkeit besteht.

▶️ ppm im Vergleich: Ein Blick durchs Elektronenmikroskop

Wirkung

Bei Kontakt tötet kolloidales elementares Silber Mikroorganismen ab. Silber reagiert unter anderem stark mit Schwefelwasserstoffgruppen in den Bakterienzellen und zerstört dessen Strukturen. Dadurch werden die Enzyme  einzelliger Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilzen funktionsuntüchtig gemacht. Das Ergebnis: Diese Keime ersticken einfach. Im Gegensatz zu vielen Antibiotika verhindert diese Wirkungsweise, dass Bakterienstämme resistent werden.

▶️ Studie zur Ungiftigkeit von ionisch-kolloidalem Silber

Auch die Rohstoffe entscheiden über die Wirksamkeit

Wasser: Weiterhin ist bekannt, dass Wasser ein Gedächtnis hat und so nicht nur positive sondern auch sämtliche negativen Informationen speichert, wie die von ca. 3000 giftigen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, chemischen Arzneimitteln und allen bekannten Umweltgiften. Deshalb legen verantwortungsvolle Hersteller großen Wert auf die Behandlung des Rohstoffs Wasser.
Zur Reinigung des verwendeten Wassers empfiehlt Urs Buergi ein Drei-Stufen-Verfahren, das aus Aktivkohlefilter, einem Umkehr-Osmose-Gerät und schließlich einen Ionenaustauscher besteht. Nach einer solchen gründlichen Reinigung hat das Wasser hat eine Restverschmutzung von nur noch 0,1 bis 0,4 microsiemens. (Zum Vergleich: medizinisches Wasser zur Herstellung von Medikamenten und Injektionslösungen hat eine Restverschmutzung von 1 bis 4 microsiemens)

Silber: Die zweite Komponente des Kolloids ist das Silber. Auch hier gibt es Qualitätsunterschiede. Die höchste erhältliche Reinheitsstufe von Silber beträgt 99,99%. Dieses sogenannte Feinsilber ist die Bezeichnung für chemisch reines Silber. Es wird mit 1000/1000 Promille angegeben. Wählen Sie nur Produkte mit dem Silber-Reinheitswert von 99,99%.

Bitte nicht selbst herstellen

Anleitungen zum selbst herstellen von kolloidalem Silber (etwa aus dem Internet) sind mit Vorsicht zu genießen. Es wird behauptet, man könne kolloidales Silber mit Mineralwasser selbst herstellen oder destilliertem Wasser Salz beifügen, damit der Herstellungsprozess in Gang kommt. Setzt man dieses „Rezept“ um, dann erhält man jedoch Silbersalze statt Kolloidales Silber. Silbersalze sind ungesund, führen zu einer Schwermetallvergiftung und haben nicht die nachfolgend beschriebenen Wirkungen.

▶️ WARNUNG vor Amateur-Anleitungen von ionisch-kolloidalem Silber

Studien und Experimente

Außerhalb des Körpers hat Silber bei In-Vitro-Untersuchungen tatsächlich antimikrobielle Eigenschaften gezeigt, mit denen Bakterien und Pilze deaktiviert werden konnten. Für die Wirkung verantwortlich sind Silber-Ionen, die den Stoffwechsel von Mikroorganismen hemmen. Dieser oligodynamische Effekt ist auch bei anderen Metallen beobachtet worden wie Quecksilber, Kupfer, Zinn, Eisen, Blei und Gold. Bei Viren konnten Nanosilberpartikel deren Oberfläche binden und so die Bindung an die Wirtszellen unterdrücken.

▶️ Studien zu ionisch-kolloidalem Silber

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung wird ionisch-kolloidales Silber getrunken (3 Schnapsgläser à ca. 3 cl pro Tag). Hierbei empfiehlt es sich, die Flüssigkeit einige Sekunden unter der Zunge zu belassen, so wird ein Teil des ionisch-kolloidales Silber bereits über die Mundschleimhaut aufgenommen. Achten Sie bitte darauf, dass Ihr ionisch-kolloidales Silber nicht mit einem Metall-Löffel in Berührung kommt.

Silberwasser wird zur innerlichen Anwendung vielfach beworben gegen Grippe, Erkältungskrankheiten, Schmerzen und Fieber oder Magen-Darm-Infekten und einer großen Reihe weiterer Erkrankungen.

Schwermetallausleitung

Zusammen mit ozonisiertem Olivenöl eignet sich Kolloidales Silber hervorragend zur Entgiftung und Schwermetallausleitung. Kolloidales Silber bindet Quecksilber an sich und schleust es aus dem Körper.
Das Rezept ist denkbar einfach: Morgens auf nüchternen Magen einen Esslöffel ozonisiertes Olivenöl möglichst zehn Minuten im Mundraum bewegen und danach ausspucken. Das kolloidale Silber wird über den ganzen Tag verteilt getrunken. 3-5x je 20 ml sind hier eine gute Empfehlung.

Äußerliche Anwendung

Antibakterielle Eigenschaften von Kolloidalem Silber kommen bei Wundauflagen und Verbandsmaterialien zum Tragen. Auch wird es als unterstützende Ingredienz bei Mitteln gegen atopische Hauterkrankungen verwendet. Die äußere Anwendung empfiehlt sich daher bei Erkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis, Akne, Warzen, Herpes, offenen Schnitt- und Schürfwunden, Fußpilz, etc. In Kosmetika wirkt Kolloidales Silber pflegend in Cremes und Seifen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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