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Infektionen des Ohres
– was kann helfen?

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Wie äußert sich eine Mittelohrentzündung?

Starke Ohrenschmerzen, die stechend oder pulsierend sein können, Ohrensausen oder andere Ohrgeräusche, Schwindelgefühle und Druck im Ohr können Symptome einer Infektion des Ohres sein. Oft wird diese Erkrankung begleitet von hohem Fieber. Insbesondere Kinder bis zum sechsten Lebensjahr sind relativ häufig betroffen von der Mittelohrentzündung (Otis media acuta).

Nicht unterschätzen

Es sollte nicht bei einer Selbstdiagnose bleiben. Wenn diese Krankheit nicht richtig behandelt wird, können Komplikationen auftreten, die Infektion kann chronisch werden und es können Folgeschäden bis hin zur Taubheit zurückbleiben.

Ursachen für Mittelohrentzündung

Durch die Eustachische Röhre, den Verbindungsweg zwischen Mittelohr und dem Nasen-Rachen-Raum, können Krankheitserreger ins Ohr gelangen. Als Auslöser genügt oft schon ein harmloser Schnupfen. Dann entzünden sich die Schleimhäute des Ohres in der Ohrtrompete und / oder der Paukenhöhle des Mittelohrs.

Es kann vorkommen, dass sich hinter dem Trommelfell ein Sekretstau bildet. In diesem Falle sollte das Sekret in den Gehörgang nach außen ablaufen können. Entweder reißt das Trommelfell von selbst ein oder der Arzt sorgt für einen sauberen Abflusskanal unter einer lokalen Betäubung und saugt das Sekret ab. Der nachlassende Druck führt normalerweise zu einem Nachlassen der Schmerzen.

Die Krankheitserreger können Viren oder Bakterien sein. Manchmal zieht eine virale Infektion auch eine zusätzliche bakterielle Infektion nach sich. Mittelohrentzündung kann auch eine Begleiterscheinung von Scharlach oder Masern sein.

Komplikationen

Wenn im Zuge einer Mittelohrentzündung Bakeriengifte (Toxine) in das Innenohr (Labyrinth) gelangen, kann es in der Folge zu einer toxischen Labyrinthitis kommen. Symptome können Ohrgeräusche wie Tinnitus sein oder eine Innenohr-Schwerhörigkeit.

Schwerwiegend ist die Ausbreitung der Mittelohrentzündung auf die Schleimhäute der benachbarten Hohlräume im knöchernen Warzenfortsatz (Mastoid). Die Infektion kann dann zu einer Schwellung hinter der Ohrmuschel führen, begleitet von einer starken Rötung. Die Ohrmuschel kann regelrecht abstehend wirken. Die Infektion kann auf die Hirnhäute (Hirnhautentzündung, Meningitis) oder das Gehirn übergreifen. Es kann zur einer Lähmung von Gesichtsmuskeln kommen.

Bei chronischer Mittelohrentzündung kann das Trommelfell Schaden nehmen und vernarben.

Das kann helfen bei Mittelohrentzündung

Linderung bewirkt ein Abschwellen der Schleimhäute. Dafür werden meist Nasensprays eingesetzt, nicht jedoch Ohrentropfen. Das Mittelohr wird durch das Abschwellen entlastet und ein Sekretabfluss erleichtert. Fiebersenkende Mittel sind förderlich. Antibiotika können bakterielle Krankheitserreger bekämpfen. Oft sind Schmerzmittel angebracht, denn die Mittelohrentzündung gilt als äußerst schmerzhaft.

Heilmittel bei Mittelohrentzündung

Grundsätzlich ist es wie bei jeder fieberhaften Infektion wichtig, viel zu trinken. Ein altes Hausmittel scheint durch eine Studie an der Universität Seoul bestätigt worden zu sein: Einen Tropfen Apfelessig oder Weinessig in das betroffene Ohr mit einer Pipette träufeln und drei bis vier Mal täglich wiederholen.

Weitere bekannte Hausmittel sind Zwiebelwickel, gehackte Zwiebel (roh oder kurz blanchiert) in einem Stoffsäckchen, das hinter das Ohr gelegt durch ätherische Öle plus zusätzlich aufgelegte Wärme, zum Beispiel durch ein Kirschkernsäckchen, die Ausleitung des Sekrets nach außen begünstigt. Ähnliche Effekte werden auch dem Auflegen von Kohlblättern zugesagt. Fencheldampfbäder werden wie beim Inhalieren durchgeführt. In der Ayurvedischen Medizin wird warmer Knoblauchsaft ins Ohr getropft, auch hier wird auf die antibakteriellen Eigenschaften gesetzt.

Immunabwehr

Insbesondere bei wiederkehrender Mittelohrentzündung kann davon ausgegangen werden, dass das Immunsystem geschwächt ist.

Darmflora

Naturheilkundler wenden aus diesem Grunde gerne eine Darmsanierung an, da Zusammenhänge zwischen einer gestörten Darmtätigkeit und Mittelohrentzündung vermutet wird. Eine funktionierende Darmflora bietet einen guten Schutz gegen zahlreiche Krankheitserreger.

Sonnenhut

Zur Stärkung der Immunabwehr hat sich besonders Sonnenhut (Echinacea) bewährt. Entsprechende Phytotherapeutika werden in Apotheken gehandelt und verwenden Zubereitungen aus der Wurzel von Echinacea purpurea oder Echinacea pallida. Entzündungshemmende, antivirale und antioxidative Eigenschaften machen Sonnenhut zu einem ausgezeichneten Mittel gegen eine große Bandbreite von Infekten und stärken das Immunsystem. Gemäß der Auflagen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sollte Echinacea nicht länger als zwei Wochen am Stück eingenommen werden und danach eine ebenso lange Pause eingelegt werden.

Propolis

Propolis, der Wirkstoff, mit dem die Bienen ihren Stock vor Infektionen mit Bakterien, Viren und Pilzen schützen, wird in der Volksmedizin erfolgreich auch zur Bekämpfung von Infekten und der allgemeinen Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt. Es gibt verschiedene Darreichungsformen und Dosierungen.

Thuja

In Esberitox, einem häufig verwendeten natürlichen Medikament, wird neben Sonnenhut und Wildem Indigo auch die giftige Thuja zur Stimulierung der körpereigenen Immunabwehr verwendet. Das in Thuja enthaltene Öl Thujon ist eigentlich ein Nervengift, das sparsam angewendet oder stark verdünnt als Reizmittel bei entzündlichen zuständen fungiert.

Taigawurzel

Die Taigawurzel (Eleutherococcus) wird häufig auch unter der Bezeichnung sibirischer Ginseng geführt. Teeaufgüsse oder wässrig-alkoholische Auszüge stärken das Immunsystem und steigern die Leistungs- und Konzentrationfährigkeit. Aus diesem Grunde ist die Taigawurzel aus Nordostasien nicht nur als gesundheitsförderndes Naturheilmittel bekannt, sondern auch als Dopingmittel.

Kapland-Pelargonie

Unter dem Namen Umckaloabo wird ein Präparat aus Kapland-Pelargonie für Erkrankungen der oberen Atemwege, entzündete Mandeln oder bei Erkältungskrankheiten für die Lösung von Schleim eingesetzt. Auch bei Mittelohrentzündung gibt es gute Erfahrungswerte. Wirkstoffe der Wurzelknolle der Kapland-Pelargonie sind Gerbstoffe, Cumarine und Öle. Die Aktivierung der Immunabwehrkräfte ist die wichtigste Eigenschaft des Naturheilstoffs.

Homöopathie

Globuli mit folgenden Wirkstoffen haben bereits zu positiven Ergebnissen bei Mittelohrentzündung führen können: Belladonna (meist bei begleutendem Fieber und Rötung des Ohrs), bei starken Schmerzen eher Aconitum. Ferrum Phosphoricum zielt auf das Abklingen der Entzündung, Hepar Sulfaris wird gerne eingesetzt, wenn es um wiederholt auftretende Mittelohrentzündung geht. Weitere Präparate der Wahl sind Dulcamara, Mercurius solubilis und Pulsatilla. Die richtige Therapie ist mit dem Arzt oder Therapeuten abzustimmen.

Naturheilkunde

Eine bewährte aber nicht unumstrittene Methode aus der Naturheilkunde bei Mittelohrentzündung ist das Cantharidenpflaster. Der Wirkstoff besteht aus einer Paste aus pulverisierter spanischer Fliege mit dem Gift Cantharidin. Es regt die Immunabwehr an und kurbelt die Durchblutung an. Das Pflaster wird hinter dem Ohr angebracht. Blasen oder Quaddeln an der Stelle, wo sich das Pflaster befunden hat, werde hinterher steril behandelt wie eine Wunde.

Sanfter erscheint das leichte Anritzen des Warzenfortsatzes hinter dem Ohr bei der Baunscheidtherapie und soll ebenfalls die Durchblutung und den Stoffwechsel anregen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Parasiten
– Ausleitung Kur

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Der Feind in Dir

Parasiten – oder auch Schmarotzer – gibt es für praktisch jede Lebensform. Parasiten, die vom menschlichen Körper schmarotzen, lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: In Würmer und die mikroskopisch kleinen Einzeller Protozoen.
Fadenwürmer, Bandwürmer, Madenwürmer, Rundwürmer, Spulwürmer, Peitschenwürmer gehören zu den verbreitetsten Wurmparasiten, die sich im menschlichen Körper einnisten können. Auch Giardien und Amöben gehören zur Palette. Es gibt Parasiten, die sich über die Blutbahn oder das Lymphsystem im Körper verbreiten und von dort auch bis Gehirn gelangen können oder in Organe wie Lunge oder Herz etc. befallen können.

Jeder kann betroffen sein

Wer denkt, dass von Parasiten nur Menschen in der Dritten Welt betroffen sind, liegt falsch. Auch in Europa ist die Mehrheit der Menschen von mindestens einem Parasiten befallen, der von Nahrung und Zellen lebt. Sie können so gut wie jedes Gewebe betreffen. Von Parasiten und ihren toxischen Stoffwechsel-Abfallprodukte kann ein oft unterschätztes Gesundheitsrisiko ausgehen.

Wie gelangen Parasiten in den Körper?

Wurmeier oder Protozoen können mit der Nahrung aufgenommen werden, eingeatmet, über die Schleimhäute aufgenommen oder auch über die Haut absorbiert werden, zum Beispiel durch Barfußlaufen auf verseuchtem Boden.
Verunreinigtes Wasser, Fäkalien, die beispielsweise beim Düngen in den Boden und Nutzpflanzen gelangen oder nicht durchgebratenes Fleisch sind typische Ansteckungsherde. Insekten wie beispielsweise Stechmücken können als Wirtstiere Parasiten übertragen und Haustiere sie an den Menschen herantragen.

Immunabwehr schützt

Ob sich die Parasiten jedoch im Körper festsetzen, hängt stark mit einem gut funktionierenden Immunsystem zusammen. Organismen, die gut versorgt sind mit ausreichend Vitalstoffen werden weitaus weniger betroffen sein. Wichtig ist daher, die Vitalfunktionen stets durch ausgewogene Ernährung und zu unterstützen.
Das ist umso wichtiger, wenn der Organismus geschwächt ist von Medikamenteneinnahme wie die Pille oder Antibiotika, Strahlentherapie oder Quecksilberbelastung, die aus Zahnfüllungen herrühren kann.

Parasitäre Risiken

Medizinische Test existieren nur für etwa 50 von rund 1.000 existierenden Arten von Schmarotzern. Meistens werden Stuhlanalysen eingesetzt, die jedoch nicht greifen, wenn es sich um Parasiten in anderen Organen handelt wie Herz und Lunge oder sie verkapselt sind, selbst wenn es sich um die Darmwände handelt.
Manche Parasiten besitzen Stoffe, die das Immunsystem unterdrücken, so dass sich die Parasiten ungestört entwickeln und vermehren können. Eine geschwächte Immunabwehr wiederum bietet ein Einfalltor für weiteren Befall oder Infektionskrankheiuten.
Für folgende Erkrankungen sind schon Parasiten als Auslöser vermutet worden.

  • Allergien
  • Heißhunger auf Süßes
  • Reizdarm
  • Durchfall (Diarrhöe)
  • Verstopfung
  • Blähungen und Unterleibkrämpfe
  • Fatigue-Syndrom (permanente Erschöpfung)
  • Schlafprobleme
  • Afterjucken
  • Verwirrtheit
  • Bettnässen
  • Nabelschmerzen
  • Zähneknirschen
  • Prostatitis (Entzündung der Vorsteherdrüse beim Mann)
  • Anämie (Blutarmut)
  • Gelenkschmerzen
  • Granulomas, tumorähnliche Geschwüre, die Parasiten einkapseln
  • Ständige Hautprobleme

Das kann helfen bei Parasiten

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind ein wirksames Basisinstrument, um für eine gute Ausscheidung von Parasiten zu sorgen, die über die Nahrung aufgenommen werden. Die Pflanzenfasern quellen im Darm auf und schrubben die Darmwände von innen. Sie binden Giftstoffe, auch solche, sie beispielsweise aus Abfallprodukten von Parasiten kommen, und sorgen für eine natürliche Entsorgung – und obendrein eine gute Verdauung.
Wenn zu wenig Ballaststoffe über frische Gemüse etc. aufgenommen werden, kann man leicht mit natürlichen Stoffen wie beispielsweise Flohsamen unterstützen.

Enzyme

Bei der Nahrungsaufnahme fungiert die Salzsäure im Magen bereits als erste Sperre für Parasiten und Keime. Eine funktionierende Verdauung ist stets ein guter Schutz.
Enzyme sind für die Zerlegung der Nahrung in ihre Bausteine zuständig, die dann über die Schleimhaut ins Blut aufgenommen werden. Wenn ein Enzymmangel entsteht, beispielsweise durch Enzymzerfall beim Kochen, Konservierung oder durch einen Parasitenbefall, können gut verwertbare Enzyme aus Pflanzen zusätzlich die Aufnahme von wichtigen Vitalnährstoffen unterstützen.
L-Glutamin und N-Acetyl-Glucosamin können helfen, die Darmschleimhaut zu erneuern und so die Abwehrfunktion zu stärken.

Darmflora

Eine gesunde Darmflora ist ebenfalls eine Grundvoraussetzung für Parasitenentgiftung und vorbeugenden Schutz. Die Darmflora ist auf die vielen hilfreichen Bakterien angewiesen, die im gesunden Darm natürlich angesiedelt sind.
Nach Darmreinigungsprogrammen oder falls die Darmflora geschädigt ist, sollte zumindestens auf eine ausreichende Versorgung mit Lactobacillus acidophilus, Bifidobakterien bifidum und infantis geachtet werden, die auch als Fertigpräparate im Handel angeboten werden.

Reinigungsheilkräuter

Die Natur hält eine große Palette an antiparasitäten Heilpflanzen bereit, die seit Jahrtausenden angewendet werden. Tiere kennen die wirksamen Pflanzen intuitiv und holen sich ihre Medizin bei einem Parasitenbefall direkt aus der Natur.

Schwarzwalnuss-Extrakt ist einer der Hauptinhaltsstoffe für viele Fertigpräparate. Aus der grünen Hülle der Nuss wird der Wirkstoff Alkaloid gewonnen, der stark gegen Parasiten und Pilzinfektionen wirkt.

Olivenblätterextrakt wird seit Jahrtausenden zur antibakteriellen, antiviralen, entzündungshemmenden und immunsteigernden Stärkung der Gesundheit eingesetzt. Unter anderem enthalten die Blätter des Olivenbaums auch einen Wirkstoff, der sich gegen Parasiten durchsetzen kann.

Kürbiskerne mit ihrem Wirkstoff Piperazin können sich positiv bei Befall durch Spul- und Bandwürmer auswirken.

Papayakerne sind ein natürliches und einfach anzuwendendes Mittel gegen verbreitete Wurmarten, die im Darm angesiedelt sind. Eine Handvoll Papayakerne zerkauen, darin besteht die ganze Therapie, zu der auch Studien existieren. Grapefruitkerne können einen ähnlichen Effekt besitzen.

Knoblauch enthält einen hohen Gehalt an Allacin. Frischer Knoblauch kann daher eine gute Waffe gegen Giardien und sogar Spul- und Bandwürmer. Wichtig ist die frische Verarbeitung, da der Wirkstoff Allacin rasch in schwefelhaltige Verbindungen zerfällt.

Oregano-Öl besitzt eine deutlich höhere Wirkkraft als frischer oder getrockneter Organo. Neben antibiotischen Effekten ist das Öl als antiparasitäres Naturheilmittel tradiert. Auch für Rosmarin und Thymian wird eine ähnliche Wirkung überliefert.

Wermut ist seit dem Altertum für seine gesundheitsstärkende Wirkung bekannt, die nicht zuletzt auch effektiv gegen Darmparasiten einsetzbar ist. Medizin muss bitter schmecken, diese Weisheit ist eng verknüpft mit Wermut, einer der bittersten Heilpflanzen überhaupt. Die Pflanze trägt auch den Beinamen Wurmkraut. Achtung, reines Wermutöl ist giftig. Wermut kann als Tee, Flüssigkeitsextrakt oder Kapseln im Handel erworben werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Darmflora

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Königsweg zur gesunden Immunabwehr

Die Darmflora bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen im Darm, insbesondere im Dickdarm. Eine gesunde Darmflora ist sehr wertvoll für eine gute Verwertung der Nahrung und die Immunabwehr. Stark vertreten in der Darmflora sind vor allem Bakterien der Gruppe Enterobactericae, Enterokokkus, Bacillus und Bacteroides. Da das Wort „Flora“ sich eigentlich auf Pflanzen bezieht, wäre der Ausdruck Darmmikrobiota eigentlich richtiger. Man findet ihn auch gelegentlich, aber der alte Ausdruck Darmflora bleibt weiterhin geläufig. Die Bakterien der Darmflora sind überaus nützlich und wichtig für die menschliche Gesundheit und sind nicht gleichzusetzen mit Krankheitserregern.

Entwicklung beginnt mit der Geburt

Der menschliche Darm wird von einer Vielzahl Kleinstlebewesen besiedelt, die Rede ist gelegentlich von bis zu 400 Bakterienstämmen, 1.800 Bakteriengattungen und 36.000 Arten, hauptsächlich anaerobe Bakterien. Innerhalb dieses bakteriellen Ökosystems können sich zwischen 10 und 100 Billionen Bakterien bewegen. Das kann dem durchschnittlichen Volumen von 1,5 Kilogramm im Darm eines gesunden Erwachsenen entsprechen. Diese Besiedlung ist nicht von Anfang an vorhanden. Vielmehr beginnt sie bei Säuglingen mit der Aufnahme der Muttermilch und sorgt so für einen ersten Schutz. In Muttermilchpulver bei nicht gestillten Babys werden Kulturen beigesetzt, die für die Entwicklung der Darmflora sorgen. (siehe Bifidobakterien)

Unabdingbar für die Gesundheit

Die Bakterien der Darmflora sind überaus nützlich und wichtig für die menschliche Gesundheit und sind nicht gleichzusetzen mit Krankheitserregern. Wichtige Verdauungsvorgänge finden erst im Darm statt. Ohne die Darmflora könnten zahlreiche Nahrungsbestandteile nicht oder nicht vollständig vom Körper aufgenommen werden (siehe Vitamin D3, Cholecalciferiol). Gerade zum Abnehmen ist die optimale Verwertung des Nahrungsbreis wichtig. Die Bakterien bilden unter anderem Vitamin K, das für die Blutgerinnung wichtig ist.

Wichtig für das Immunsystem

Zum allergrößten Teil befindet sich unser Immunsystem im Magen-Darm-Trakt oder hängt unmittelbar mit ihm zusammen. Ein funktionierendes Immunsystem setzt voraus, dass die enorm große Oberfläche der Schleimhäute den Umwelteinflüssen, Krankheitserregern, Giften und krebserregende Substanzen standhält. Der Darm versorgt aus der Ernährung den Körper mit Kraft und Energie. Bakterien der Darmflora sind unmittelbar am Funktionieren der Darmschleimhaut beteiligt. Im Darm werden die Nähr- und Vitalstoffe herausgefiltert, die für einen gesunden Organismus benötigt werden und die gesundheitsschädlichen Substanzen werden ausgeschieden. Bakterien der Darmflora bauen unter anderem krebserregende Substanzen ab.

Darmflora ist beeinflussbar

Um am Inhalt und der Funktionsfähigkeit des Darms etwas zu ändern, ist grundsätzlich die Ernährung der Dreh- und Angelpunkt. Die Darmflora kann sich individuell je nach Ernährungsgewohnheiten verändern. Bakterien, die von der Nahrungsaufnahme profitieren, können andere Bakterien zurückdrängen. Insbesondere die Ballaststoffe  werden erst von den Mikroorganismen im Darmtrakt in den Verdauungsprozess einbezogen. Die Fettverdauung spielt sich im Wesentlichen hier ab. Viele Versorgungsabläufe des Energiestoffwechsels und Aufnahmemechanismen von lebensnotwendigen Substanzen sind auf eine funktionierende Darmflora angewiesen.

Schädigung durch Medikamente

Bei der Einnahme von Antibiotika, beispielsweise zur Bekämpfung einer bakteriellen Infektion, kann es vorkommen, dass die bakterienzerstörende Wirkung sich auch auf nützliche Bakterien der Darmflora ausweitet. Normalerweise erholen sich die Bakterien wieder im Laufe von wenigen Wochen, manchmal brauchen die Kulturen jedoch auch länger. Die Einnahme von Antibiotika sollte daher stets ärztlich verordnet erfolgen und die Notwendigkeit gegeben sein.

Gewichtsreduzierung und Darmentleerung

Eine Darmreinigung kann einen sanften Beginn für eine Ernährungsumstellung begleitend gestalten oder einen Kur-Effekt bewirken. Auch zum Abnehmen wird eine Darmentleerung als hilfreich angesehen, vor allem, wenn dabei ein Bewusstsein für die Ernährung einhergeht. Die Darmflora beseitigen soll eine solche Darmentleerung nicht. Letztlich hat die Aufnahme von Nährstoffen im Magen-Darm-Trakt direkt mit Stoffwechselabläufen zu tun, die unter anderem auch Fettverbrennung und Blutzucker beeinflussen. Für eine Gewichtsreduzierung kann es günstig sein, nicht nur mit der Menge der Nahrungsaufnahme sondern auch die Zusammensetzung zu prüfen.

Wenn der Darm nicht funktioniert

Neben Verstopfung, Blähungen und anderen kleineren Unannehmlichkeiten können mit dem Darm auch schwerwiegendere Krankheiten zusammenhängen. Beim Reizdarmsyndrom weist die Darmflora gegenüber einem gesunden Darm Veränderungen auf, unter Anderem eine Überbesiedlung des Dünndarms mit Bakterien. Auch bei Morbus Crohn ist das Gleichgewicht im bakteriellen Ökosystem Darm gestört. Ob es sich um die Ursache oder die Folge der Krankheit handelt ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Ein Zusammenhang von Darmfunktion und einigen Allergien und Darmkrebs wird vermutet.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Darmreinigung (Clean-me-out)

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Darm pflegen – Seele pflegen

Mit einer Darmreinigung führt man eine Entleerung des Darms herbei. Neben medizinischen Indikationen wird die Darmreinigung bereits seit langer Zeit als gesundheitsförderlich durch eine gründliche Reinigung von sogenannten Schlacken angesehen. Auch wenn der Nutzen einer Darmreinigung wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist, besteht dafür eine lange jahrtausendealte Tradition in der Heilkunde mit Fastenkuren, Einläufen oder Abführmittel. Nicht zuletzt lehrt die traditionelle chinesische Medizin schließlich, dass die Leber der Sitz der Seele ist. Und eine funktionierende Verdauung wurde auch im Westen stets als emotional entspannend empfunden. Das Clean-me-out-Modell ist unter den vielen Modellen und Kuren zur Darmreinigung eine Methode, die relativ neu auf dem Markt ist. Sie setzt auf einen bestimmten Kräuter-Mix, Bindungssubstanzen und Ballaststoffe sowie die Säure-Basen-Haushalt-Theorie. Diese Form der Darmreinigung wird üblicherweise während einer Dauer bis zu 28 Tagen angewendet wird.

Die grundlegende Idee

Zum allergrößten Teil befindet sich unser Immunsystem im Magen-Darm-Trakt oder hängt unmittelbar mit ihm zusammen. Ein funktionierendes Immunsystem setzt voraus, dass die enorm große Oberfläche der Schleimhäute den Umwelteinflüssen, Krankheitserregern, Giften und krebserregende Substanzen standhält. Der Darm versorgt aus der Ernährung den Körper mit Kraft und Energie. Er filtert die Nähr- und Vitalstoffe heraus, die wir für einen gesunden Organismus benötigen und scheidet die gesundheitsschädlichen Substanzen aus.

Um am Inhalt und der Funktionsfähigkeit des Darms etwas zu ändern, ist grundsätzlich eine bewusste Ernährung notwendig. Viele Menschen sehen den Sinn einer Darmreinigung darin, einen Anfang für Ernährungsumstellung effektiv zu gestalten oder setzen auf einen Kur-Effekt. Auch zum Abnehmen wird eine Darmentleerung als hilfreich angesehen, vor allem, wenn dabei ein Bewusstsein für die Ernährung einhergeht.

Die Clean-me-out-Methode geht davon aus, dass zur Immunabwehr auf schädliche oder reizende Stoffe eine zusätzliche Schleimschicht im Darm erstellt wird, die verkrusten kann, so dass wertvolle Mineralien und andere Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden können. Eine Darmentleerung soll diese sogenannten Schlacken entfernen und den Darm sanieren. Es wird bei dieser Methode auf meterlange Schlackenausscheidungen verwiesen, die der Gründer der Kur unter Einwirkung seiner Kräuterexperimente im Selbstversuch beobachtet haben will.

Methode nach Dr. Anderson

Durch Experimentieren stellte der Gründer der Clean-me-out eine Kräuterformel zusammen, die das Aufbrechen und Lösen von Schlacken bewerkstelligen, die seiner Meinung nach durch eine moderne und falsche Ernährung an den Darmschleimhäuten entstehen. Gleichzeitig sollen Kräuter eingenommen werden, die die Abführung begünstigen. Die Peristaltik, die selbsttätige Darmbewegung, soll durch Ballaststoffe in Schwung gebracht werden und der Inhalt zügig ausgeschieden werden. In der Mischung sollen Mineralstoffe, Verdauungsenzyme und Aminosäuren in einem abgestimmten Verhältnis für eine optimale Versorgung des Körpers vorhanden sein. Mit dem Bindungsmittel Bentonit, einer Heilerde, sollen Schwermetalle und Gifte in gebundener Form abtransportiert werden. Und damit sich der Nahrungsbrei zügig bewegt, wird mit Ballaststoffen und Flüssigkeitszufuhr unterstützt. Einläufe können begleitend eingesetzt werden. Eine Entgiftung, gute Abwehrfunktionen gegen Pilze und Infekte, sowie eine rundum reibungslos funktionierende Darmflora werden vom Anbieter in Aussicht gestellt, insbesondere zusammen mit einer basenlastigen Diät.

Peristaltik

Die selbsttätige Muskelkontraktion des Darms wird durch einen gewissen Druck des Nahrungsbreis gegen die Darmwände gefördert. Das sorgt für einen zügigen Transport des Nahrungsbreis und eine schnelle Ausscheidung der Nahrungsreste, nachdem ihnen die Nährstoffe entzogen wurden. Entscheidend ist dabei, dass der Nahrungsbrei ein geeignetes Volumen aufweist, was durch Ballaststoffe befördert werden kann und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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