Schlagwort-Archive: Citrullin

Wassermelone: Kerne nicht wegwerfen

wassermelonen-kerne
© seekeaw, hjschneider – fotolia.com

Kernlose Melonen?

Es ist eigentlich ein Skandal, dass Wassermelonen die Kerne weggezüchtet werden. Denn genau in den Kernen stecken viele gesundheitsfördernde Wirkstoffe drin. Der Verzehr der Kerne kann daher viele gute Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Zum Wegwerfen eindeutig zu schade!

Wertvolle Inhaltsstoffe

Melonenkerne haben mit ihren vielen Ballaststoffen eine positive Wirkung auf die Verdauung. Ebenso können sie für eine gesunde Darmflora sorgen. Die in den Kernen enthaltene Aminosäure Citrullin fungiert als Antioxidant. Citrullin sorgt dafür, dass sich die Gefäße erweitern und die Durchblutung gefördert wird. Ideal für Herz, Kreislauf und das Gedächtnis. Viele Vitamine und Spurenelemente in den Kernen (Magnesium, Vitamin A, B, C und Eisen) tragen dazu bei die gesamten Körperfunktionen gesund zu erhalten und zu optimieren.

Vorbereitung

  • 1 Handvoll Wassermelonen-Kerne
  • Im Backofen (Alternativ: Pfanne) erhitzen
  • Sobald ein süßlicher Geruch aufsteigt sind die Kerne vollkommen getrocknet
  • Die getrockneten Kerne mit einem Mörser zermahlen

Dieses gesunde Melonenkern-Pulver ist die Grundlage von 2 Rezepten!

Melonenkern-Tee

  • 4 Teelöffel frisch gemahlener Wassermelonen-Kerne
  • In ungefähr 2 Liter kochendes Wasser geben
  • Ungefähr 15 Minuten köcheln lassen

Dieser Tee ist nicht nur lecker. Er ist auch sehr gesund, da auf diese Weise wirklich alle guten Wirkstoffe aktiviert werden. Auch gekühlt ein erfrischendes Getränk!

Milchshake aus Melonen-Kernen
  • 1 Teil frisch gemahlener Wassermelonen-Kerne
  • 10 Teile warme oder kalte Milch (Verhältnis 1:10)
  • Gut verrühren

Bei Verdauungsbeschwerden und Nierenproblemen ist dieser Milchshake sehr geeignet. Wassermelonen wirken als  ein gutes Diuretikum und unterstützen die Nierenfunktion. Die Inhaltsstoffe werden durch die Milch langsam aufgenommen, so dass der Körper über einen längeren Zeitraum gleichmäßig versorgt wird.

Tipp

Auch die Schale der Wassermelone hat viele gesundheitsfördernde Wirkstoffe. Die Schale zu essen klingt ungewöhnlich, kann aber sehr hilfreich sein. weiterlesen

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Citrullin

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

citrullin
© FC Photography – fotolia.com

Von Muskelkater und Manneskraft

Nach der Wassermelone (Citrullus vulgaris), in der besonders viel von der Aminosäure enthalten ist, ist der Wirkstoff benannt. Es handelt sich um eine nicht-essentielle Aminosäure, die biosynthetisch vom Körper hergestellt werden kann und nicht zwingend über die Nahrung zusätzlich zugeführt werden muss. Normalerweise ist diese Aminosäure nicht an Eiweißbildung beteiligt, sie ist nicht-proteinogen. Gemeint ist stets L-Citrullin, ein Zwischenprodukt aus dem Harnstoffzyklus. Unter nitrosativem Stress beim schädlichen Einwirken hochreaktiver Stickstoffspezies scheidet der Körper mehr Citrullin mit dem Urin aus. Daher kann die Substanz als Marker in der medizinischen Diagnostik verwendet werden.

Natürliche Vorkommen von Citrullin

In der Wassermelone kommt Citrullin besonders konzentriert vor, allerdings in der Schale oder am äußeren Rand unter der Schale. Doch auch in der Zwiebel und im Knoblauch ist die nicht-proteinogenen Aminosäure enthalten.

Funktionsweise

Citrullin wird im menschlichen Stoffwechsel von Enterozyten im Darm aus Glutamin produziert. Citrullin wird in den Nieren zur Argininsynthese verwendet. Der Citrullinspiegel im Blut kann einen Hinweis auf die Leberfunktion geben, die für den Harnstoffwechsel verantwortlich ist. Gleichzeitig ist die Substanz ein Marker für die Funktion der Enterozyten. Eine Zufuhr von Citrullin wird zu Arginin verstoffwechselt.

Sportlern wohlbekannt

Besonders in Sportlerkreisen ist die Substanz bekannt, da Citrullin den Abbau von Ammoniak unterstützt, das sich bei erschöpfenden Anstrengungen vom Körper in den Muskeln anreichert. Das wird als Übersäuerung der Muskeln bezeichnet, oder als Muskelkater. Die Energieerzeugung in den Mitochondrien und die Ceratin-Sythese für Muskelaufbau werden gefördert.

Blutgefäße

Citrollin ist eine Vorstufe von Arginin, eine weitere Aminosäure. Arginin ist die Ausgangsbasis für die Produktion von Stickoxid (NO), ein gasförmiger Botenstoff für die Blutversorgung der Organe, dem unter anderem auch eine antioxidative Eigenschaft zugesprochen wird. Da es die Blutgefäße erweitert gilt Citrullin auch als Potenzmittel oder als Mittel bei erektiler Dysfunktion (Erektionsstörung).

Autoimmunreaktion

Wenn Antikörper gegen den körpereigenen Stoff gebildet werden, spricht man von einer Rheumatoiden Arthritis. Die Antikörper befinden sich auf der Oberfläche von Fibrin, das vor allem bei Entzündungen der Gelenke vorkommt, und lösen schmerzhafte Autoimmunreaktionen aus.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.