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Bio-Obst, Gemüse und Vollkorn unter der Lupe

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Warum ist Bio besser?

Wie groß ist der gesundheitliche Nutzen, der mit einem erhöhten Verzehr von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten in Bio-Qualität einhergeht? Hat Bio-Nahrung wirklich einen höheren Nährwert? Eine Studie zu diesem Thema wurde Finanziert wurde von der Europäischen Union und einer nicht-gewinnorientierten Einrichtung finanziert, die sich für ökologische Landwirtschaft stark macht. Die Ergebnisse aus der Analyse von 343 Peer-Review-Studien aus aller Welt wurden im anerkannten Fachmagazin British Journal of Nutrition veröffentlicht.

19 – 69% mehr Antioxidantien

Die Analyse von Obst, Gemüse und Frühstücksflocken in Bio-Qualität und in Nicht-Bio-Qualität ergab, dass Bio-Nahrung mehr gesundheitsförderliche Antioxidantien enthält als herkömmliche Nahrung. Die gemessenen Werte schwankten zwischen 19 und 69%, waren aber in allen Fällen deutlich höher als der Gehalt von Antioxidantien bei herkömmlichen Lebensmitteln.

Tägliche Portion Obst und Gemüse

Diese hohen Werte entsprechen ein bis zwei der fünf Portionen Obst und Gemüse, die man täglich zu sich nehmen soll. Der gesundheitliche Nutzen von Antioxidantien ist inzwischen weitgehend unbestritten: Pflanzen produzieren Antioxidantien, mit denen sie sich gegen Schädlingsbefall zur Wehr setzen. Da ökologische Landwirtschaft auf Chemie verzichtet, enthalten diese natürlich-kräftigen Pflanzen auch mehr Antioxidantien.

Weniger giftige Schwermetalle 

Die Rückstände an Pestiziden an Pflanzen aus konventioneller Landwirtschaft sind vier Mal so hoch wie bei ökologischen Pflanzen. Vor allem das giftige Schwermetall Kadmium konnte bei Standard-Erntepflanzen in hoher Konzentration nachgewiesen werden. Obst, Gemüse und Getreide in Bio-Qualität  weist also geringere Werte an giftigen Schwermetallen und Pestiziden auf, die in den Nahrungskreislauf gelangen könnten.

Lebensmittelstandard

Ca. 80 Prozent aller verarbeiteten Lebensmittel in den USA enthalten genetisch veränderte Inhaltsstoffe. Als eine der wenigen Industrienationen müssen Lebensmittelhersteller in den USA nicht angeben ob ihre Produkte genetisch veränderte Organismen enthalten. Der Lebensmittelstandard ist in der Europäischen Union wesentlich höher.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Immer diese Nebenwirkungen

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Chemische Prozesse

In allen Lebewesen finden chemische Prozesse statt. Chemie ist also nichts Künstliches, sondern die Grundlage allen Lebens. Warum gibt es also bei den pharmazeutischen Medikamenten so viele Nebenwirkungen? Was macht die Pharmaindustrie anders als das Naturheilmittel?

Imitierte Natur

Naturstoffe sind meistens die Ausgangsstoffe für Medikamente in der Pharmaforschung. Diese nimmt dann bewusst chemische Eingriffe vor, um die Wirkung zu optimieren und Nebenwirkungen zu reduzieren. Da nicht immer genügend Pflanzen für bestimmte Stoffe zu Verfügung stehen, werden Naturstoffe auch teilsynthetisch, unter Beteiligung weiterer Pflanzenstoffe hergestellt. Am besten jedoch vollsynthetisch! Denn mit einem patentierten synthetischen Produkt lässt sich mehr verdienen, als mit mühsam gesammelten Kräutern und Gewürzen. Bei all diesen künstlich hergestellten Medikamenten wird der natürliche Ausgangsstoff aber nur imitiert. Und genau diese Isolierung eines einzelnen Stoffes ist das Problem.

Chemische Arzneimittel kopieren die Natur und bestehen meist nur aus Einzelstoffen. Das Zusammenspiel der naturgegebenen Stoffe fehlt hier und daher sind diese Mittel mit erheblichen Nebenwirkungen belastet.

Naturheilmittel

Natürliche Präparate setzen sich meist aus den Stoffen der ganzen Pflanze zusammen und diese entwickeln dann in Synergie die gewünschten Heilkräfte bzw. regen die Selbstheilung des Organismus an. Pflanzliche Heilpflanzen-Produkte rufen in den seltensten Fällen Nebenwirkungen hervor. Sie vertragen sich in der Regel gut mit anderen Medikamenten.

Die Natur ist also nicht so ohne weiteres zu kopieren. Die Konzentration auf einen einzigen Wirkstoff bringt zwar eine Linderung des fokussierten Symptoms, aber es bringt den gesamten Körper aus dem Gleichgewicht, so dass Nebenwirkungen auftreten.

Die Natur ist auch giftig

Auch bei Stoffen aus der Natur gibt es chemische Verbindungen, die einer gesunden Ernährung förderlich sind, und welche, die giftig sind. Die sekundären Pflanzenstoffe sind ein gutes Beispiel dafür, dass es innerhalb einer Stoffgruppe gute und schädliche Wirkungen geben kann.
Gute sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Phytochemikalien:

Giftige sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Alkaloide:

Expertenwissen

Das Wissen um die aktiven Wirksubstanzen der Pflanzenwelt ist die Basis der Naturheilkunde. Wir raten deshalb stets dazu, einen Fachmann zu befragen. Ein guter Therapeut hat den Menschen als Ganzes im Blick und konzentriert sich nicht – wie Schulmediziner das oft tun – auf ein bestimmtes Symptom oder einen bestimmten Messwert.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Fracking-Chemie fast in jedem Haushalt

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Dieselben Chemikalien wie in der Küchenspüle?

Bekanntlich werden beim Fracking toxische Substanzen verwendet. Doch nicht nur da: In dem Abwasser unserer Privathaushalte können diese Chemikalien in praktisch identischer Form nachgewiesen werden. Forscher der Universität von Colorado in Boulder wollten wissen, wo die Quellen dieser gefährlichen Stoffe in unseren Haushalten sind. Das Ergebnis ist schockierend: Viele unserer Alltagsgegenstände enthalten genau die Giftstoffe, die man beim Fracking ebenfalls nachweisen kann. Fracking ist für viele Menschen der Grund für die Verunreinigungen von Boden und Trinkwasser.

Waschmittel, Eiscreme und Abführmittel

Achten Sie auf umweltfreundliche Inhaltsstoffe? Dann ist es ernüchternd zu erfahren, dass Sie sich das Gift selbst ins Haus holen: Beim Wasch- oder Frostschutzmittel erwartet man ja schon Chemie. Aber wie steht es um Dinge, die wir in den Mund nehmen, oder sogar verzehren? Zahnpasta, Kosmetika, Eiscreme, Gewürzen oder Abführmittel? Einfach unglaublich! Die grenzflächenaktiven Substanzen enthalten zwei Serien von Ethylenoxid Surfactants, Polyethylenglycol und linearen Alkyl-Ethyloxylaten.

„Es handelt sich um die erste veröffentlichte Studie, in der einige der
organischen Fracking-Chemikalien identifiziert werden, die die Firmen
in ihre Quellen pumpen. In den Proben, die wir untersuchten, fanden
wir Chemikalien, wie sie beim Großteil von uns zu Hause ins Abwasser gehen.“

(Michael Thurman, Lead-Autor der Studie, Gründer des Labors für Umwelt-Massenspektrometrie am College of Engineering and Applied Science, Universität Boulder. Analytical Chemistry, Fachmagazin)

Folgen für unsere Gesundheit

Die US-Behörde OSHA ist für Arbeitssicherheit zuständig. Sie bringt das Ethylenoxid in unseren herkömmlichen Haushaltsmitteln mit gesundheitlichen Beschwerden wie Schwindel, spontanem Schwangerschaftsabbruch, Nervenschäden und Gedächtnisstörungen in Verbindung.

Untersuchungen von Fracking-Flüssigkeit

Da der Wettbewerb innerhalb der Fracking-Branche sehr groß ist, tun sich die Firmen schwer damit offenzulegen, mit welcher Chemikalienmischung sie arbeiten. Den Bundesregierungen der einzelnen amerikanischen Staaten reichen bei der Benennung der Substanzen grobe chemische Kategorien. Die Proben stammen daher aus fünf verschiedenen amerikanischen Bundesstaaten. Die Analyse erfolgt mithilfe der hochmodernen massenspektrometrischen Geräte. Diese wurden von Agilent Technologies zur Verfügung gestellt.

Geologische Unterschiede rund um die Förderstellen beeinflussen die Proben in der Zusammensetzung der Flüssigkeiten, so dass Wissenschaftler ihre Ergebnisse nicht einfach auf andere Förderstellen übertragen können. Eine größere, umfassendere Studie ist geplant.

Erde, Wasser, Luft

Außer auf den Boden hat Fracking auch negative Einflüsse auf die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken und das Wasser, das wir entsorgen. Durch die hochbelastete Abwasserentsorgung könnten sogar Erdbeben ausgelöst werden. Alles Faktoren, die Michael Thurman genauer untersucht haben möchte.

Luftproben aus der Nähe von Fracking-Quellen

Dr. David Carpenter, Leiter des Instituts für Gesundheit und Umwelt an der Universität von Albany, Staat New York, untersuchte die Luft in der Nähe von Fracking-Quellen. Die gemessene Konzentration an Schwefelwasserstoff überschritt die zulässige Obergrenze um das 90- bis 60 000-Fache.

Benzol und Formaldehyd

Ebenso stark erhöht waren die Werte für Benzol und Formaldehyd in diesen Gebieten. Formaldehyd gilt als krebserregend und wird mit Leukämie und Nasenrachenkrebs in Verbindung gebracht. Schwefelwasserstoff reizt die Sinnesorgane und kann Gesundheitsbeeinträchtigungen wie Augenreizungen und Asthma mit sich bringen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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