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Zivilisationskrankheiten
(gestörter Säure-Base-Haushalt)

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Wie entstehen Zivilisationskrankheiten?

Krankheiten sind immer auch Spiegel der Gesellschaft. Der Begriff der Zivilisationskrankheit bezeichnet die Häufung von Erkrankungen, die von verbreiteten und ungesunden Lebensgewohnheiten in unserer Wohlstandgesellschaft verursacht oder begünstigt werden. Allein beispielsweise an Karies leiden 98 Prozent der Bevölkerung in Europa.

Bewegungsmangel, Umweltbelastungen und ungesunde Ernährung sind als Auslöser dafür ausschlaggebend. Eine verbesserte medizinische Versorgung, Krankheitsvorsorgeuntersuchungen und gute Hygienestandards haben viele Krankheiten zurückgehen lassen, die vor der Industrialisierung noch häufig zum Tod geführt haben. Dafür haben in der heutigen Zeit Krankheiten zugenommen, die vielfach zusammenhängen mit Gewohnheiten, die der physiologischen Anlage des Menschen nicht entsprechen.

Die lange Liste der Zivilisationskrankheiten

Einige Beispiele für bekannte und verbreitete Zivilisationskrankheiten sind:

Das kann helfen gegen Zivilisationskrankheiten

Sport

Regelmäßige Bewegung und Sport ist eine gute Vorbeugung gegen viele chronische Erkrankungen. Die Durchblutung wird gefördert, das Herz-Kreislaufsystem angekurbelt und Kondition und Immunsystem werden gestärkt. Die Muskelbildung unterstützt das Stützsystem des Körpers aus Skelett und Kollagen. Dadurch werden Gelenke und die Venen weniger belastet. Wiederum die regelmäßige Bewegung der Gelenke sorgt für Gelenkschmiere und beugt Versteifungen vor.

Ernährung

Eine ungesunde Ernährung ist Ursache vieler Krankheiten. Einseitige Zufuhr von Lebensmitteln und ein großes Angebot an lecker schmeckenden aber ungesunden Genussmitteln kann sogar zu Mangelerscheinungen führen – mitten im Überfluss des Angebots. Es ist grundsätzlich sinnvoll, sich mit den Grundbegriffen einer ausgewogenen Ernährung auseinanderzusetzen.

Dazu gehört viel frisches Obst und Gemüse, Ballaststoffe aus Pflanzenfasern und ein mäßiger Konsum von Fleisch und ungesättigten Fettsäuren. Vitalstoffe wie Vitamine, Antioxidantien, Mineralstoffe und Spurenelemente helfen, die Immunabwehr des Organismus gegen viele Krankheiten und Infektionen zu schützen und tausende von Stoffwechselprozessen richtig zu steuern. Es ist heute möglich, sich vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren, und trotzdem eine gesunde Grundversorgung des Körpers zu gewährleisten. Dazu gehört lediglich etwas mehr Bewusstsein und Kenntnis der biophysiologischen Bedürfnisse des Körpers. In jedem Falle ist es sinnvoll, auf Anzeichen des Körpers zu achten, die auf Störungen hinweisen.

Säure-Basen-Ausgleich

Eine bewusste Ernährung ist nicht nur hinsichtlich der Inhaltsstoffe eines Lebensmittels von Bedeutung sondern auch, wie das Nahrungsmittel im Körper verstoffwechselt wird. Sie können basisch oder sauer auf den Organismus wirken. Die heutiges Lebensgewohnheiten zeigen bei vielen Menschen einen Überschuss an säurebildenden Nahrungsmitteln. Der natürlich Säure-Basen-Haushalt gerät aus dem Gleichgewicht und kann Auslöser zahlreicher Zivilisationskrankheiten sein.

Übersäuerung als häufiges Ernährungsmerkmal

Säuren aus dem Stoffwechsel können bis zu einem gewissen Maß über die Niere ausgeschieden werden, über Schweiß, Stuhlgang oder im Kohlendoxid beim Ausatmen. Mit zunehmendem Alter oder bei Krankheit sinkt jedoch die Leistungsfähigkeit der Niere. Durch schlechtere Versorgung von Zellen durch die Belastung der Zwischenzellspeicher mit Säuren (Schlacken) bei einem unausgeglichenen Säure-Basen-Gleichgewicht ist der Abtransport dieser Abfallprodukte zusätzlich erschwert. Es kann zu einem Säureüberschuss kommen.

Was passiert bei Übersäuerung?

Wenn sich permanent zu hohe Mengen an Säuren im Blut befinden, wird nach einiger Zeit Kalzium im Knochen abgebaut. Die Knochendichte nimmt ab. Das kann zu Osteoporose führen. Viele weitere Störungen können möglicherweise mit Übersäuerung in den Zellen beziehungsweise im Zwischenzellgewebe zu tun haben, zum Beispiel Übergewicht, Haarausfall, Konzentrationsmangel, Sehschwäche und Cellulitis. Dadurch, dass im Zwischenzellgewebe Säuren (Schlacken) die Versorgung der Zelle mit Nährstoffen behindern, kann deren normale Funktion nachhaltig gestört werden. Die zusätzliche Leistung der Zellen, diese Abfallstoffe abzutransportieren, sorgt für Extrastress, der auch krank machen kann. Das Immunsystem wird geschwächt. Das kann weitere Erkrankungen begünstigen.

Für zahlreiche weitere ernsthafte Krankheiten wird ein Zusammenhang mit Übersäuerung vermutet, so für Gicht, Arthrose, Neurodermitis, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen und Allergien, möglicherweise sogar für Krebs.

Diät als Ursache

Fastenkuren und Diäten können unter Umständen eine Übersäuerung erst auslösen. Denn Ursache für das Übergewicht sind eingelagerte Fettsäuren. Der Fettabbau geht einher mit der Produktion von sogenannten Ketosäuren, die einen Anstieg an Säuren in den Zellen nach sich ziehen.

Das kann helfen: Basische Ernährung

Basen können Säure neutralisieren. Daher können körpereigene Basenspeicher diesen Säureüberschuss abfedern – aber nur solange Vorrat reicht. Allerdings sorgen die Ernährungsgewohnheiten der meisten Menschen dafür, dass die Basenspeicher nicht so rasch wieder aufgefüllt werden, wie es notwendig wäre. Selbst der Verzehr von rund 20 Prozent der Nahrung in Form von frischem Obst, Salat, Gemüse und Mineralwasser wird von vielen Alternativmedizinern als nicht ausreichend betrachtet, um einen zuverlässigen Basenüberschuss aufzubauen.

Ein gesunder Säure-Basen-Haushalt basiert letztlich auf der Zufuhr von genügend basischen Lebensmitteln, um die Basenspeicher als Pufferung der Säuren zuverlässig aufzufüllen. Eine basenüberschüssige Ernährung schafft diese Puffer als Voraussetzung für eine verbesserte Funktionsfähigkeit und Gesundheit.

Schönheit und Gesundheit

Die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion und die Versorgung mit basischen Mineralien kann einen Puffer gegen Übersäuerung schaffen. In der Folge stellen sich oftmals positive Veränderungen im Hautbild, an den Gelenken, schöne und gesunde Haare und eventuell sogar Sehverbesserungen ein.

Basische Mineralien

Mineralmangel kann bei Übersäuerung leicht entstehen, weil sich der Organismus die benötigten Stoffe für die Neutralisierung und den Abtransport aus den körpereigenen Reserven holt. Aus Knochen, Haaren, Fingernägeln und den Speicherdepots werden Mineralien mobilisiert, um die Säuren auszugleichen. Zum Beispiel kann es zu Osteoporose kommen, wenn deshalb Kalzium aus den Knochen entzogen wird.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse ist daher wichtig. In stressigen Zeiten oder bei Anzeichen einer latenten Übersäuerung kann es sinnvoll sein, die körpereigenen Depots gezielt aufzufüllen mit Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Spurenelementen aus Nahrungsergänzungsmitteln. Zur Remineralisierung bietet der Handel spezielle Basenmischungen.

Sangomeereskoralle und Chlorella

Besonders ergiebig zeigt sich die Sangomeereskoralle. Sie bietet rund siebzig bioverfügbare basische Mineralien, darunter Kalium, Eisen, Zink, Jod und Mangan. Die hochwertigen basischen Mineralien können Säuren wirkungsvoll neutralisieren und die Mineraliendepots des Organismus wieder auffüllen.

Eine positive Wirkung auf die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion besitzt auch die Chlorella-Mikroalge, eine Süßwasseralge, die für zahlreiche Prozesse im Organismus nützlich ist. Die großen Mengen an Chlorophyll und basischen Mineralien wie Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium wirken nicht nur stark basisch, sondern helfen auch bei der Produktion neuer Blutzellen. Das Immunsystem wird unterstützt und der Reinigungsprozess von Säuren, Giften und anderen Abfallprodukten in Gang gebracht.

Basenbäder

Basenbäder ein bis drei Mal die Woche stimulieren das größte Organ des Menschen, die Haut. Die Haut ist ebenfalls ein wichtiges Ausscheideorgan für Säuren und Gifte. Durch die Wärme kann der Lösungsprozess unterstützt werden. Darüberhinaus sind Basenbäder eine Wohltat für die Seele, und man darf nicht vergessen, dass auch seelischer Stress für Säurebelastung verantwortlich sein kann.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Übersäuerung?

Unter einer Übersäuerung kann der gesamte Organismus leiden. Oft werden die Symptome wie Antriebslosigkeit und Appetitlosigkeit, schnelle Ermüdungserscheinungen, Hautprobleme und Gelenkschmerzen nicht sofort auf ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt zurückgeführt. Deshalb kann das Leiden auch unentdeckt bleiben und leicht chronisch werden. Der Fachbegriff der Übersäuerung lautet Azidose (auch Acidose), wobei zwischen akuter und chronischer Azidose unterschieden wird. Akute Azidose im naturheilkundlichen Sinne kann mit einer Ernährungsumstellung auf basische Lebensmittel behoben werden, mit einer chronischen oder latenten Übersäuerung (CLA) wird der Körper nicht so leicht fertig.

Achtung, Begrifflichkeit

In der Schulmedizin wird der Begriff Azidose nur für den lebensgefährlichen Abfall des ph-Werts unter etwa 7,4 im Blut verwendet, wie er beispielsweise bei einer Insulininsuffizienz auftritt. Naturheilkundlich geht es bei Azidose um etwas ganz anderes, nämlich um ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts und die dadurch verursachte Übersäuerung im Bindegewebe, in Lymphen oder Dünndarm. Die Übersäuerung kann auch den ph-Wert in Körperregionen wie Magen, Dickdarm oder Scheide, der bei gesunden Menschen leicht sauer ist, in zu wenig saure Richtung verschieben.

Zivilisationskrankheit

Ein Mangel an Sport und körperlicher Betätigung kann bei Stoffwechselprozessen zur Übersäuerung im Körper beitragen. Durch eine schlechtere Durchblutung der Muskeln wird die Sauerstoffversorgung schlechter und es entsteht mehr Milchsäure. Azidose gilt daher auch als Zivilisationskrankheit, die wiederum weitere Krankheiten nach sich ziehen kann, die ebenfalls als Zivilisationskrankheiten bezeichnet werden.

Was passiert bei Übersäuerung?

Wenn sich permanent zu hohe Mengen an Säuren im Blut befinden, wird nach einiger Zeit Kalzium im Knochen abgebaut. Die Knochendichte nimmt ab. Das kann zu Osteoporose führen. Viele weitere Störungen können möglicherweise mit Übersäuerung in den Zellen beziehungsweise im Zwischenzellgewebe zu tun haben, zum Beispiel Übergewicht, Haarausfall, Konzentrationsmangel, Sehschwäche und Cellulitis. Dadurch, dass im Zwischenzellgewebe Säuren (Schlacken) die Versorgung der Zelle mit Nährstoffen behindern, kann deren normale Funktion nachhaltig gestört werden. Die zusätzliche Leistung der Zellen, diese Abfallstoffe abzutransportieren, sorgt für Extrastress, der auch krank machen kann. Das Immunsystem wird geschwächt. Das kann weitere Erkrankungen begünstigen.

Für zahlreiche weitere ernsthafte Krankheiten wird ein Zusammenhang mit Übersäuerung vermutet, so für Gicht, Arthrose, Neurodermitis, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen und Allergien, möglicherweise sogar für Krebs.

Diät als Ursache

Fastenkuren und Diäten können unter Umständen eine Übersäuerung erst auslösen. Denn Ursache für das Übergewicht sind eingelagerte Fettsäuren. Der Fettabbau geht einher mit der Produktion von sogenannten Ketosäuren, die einen Anstieg an Säuren in den Zellen nach sich ziehen.

Das kann helfen für einen Säure-Basen-Ausgleich

Säuren aus dem Stoffwechsel werden bis zu einem gewissen Maß über die Niere ausgeschieden, über Schweiß, Stuhlgang oder im Kohlendoxid beim Ausatmen. Mit zunehmendem Alter oder bei Krankheit sinkt jedoch die Leistungsfähigkeit der Niere. Durch schlechtere Versorgung von Zellen durch die Belastung der Zwischenzellspeicher mit Säuren (Schlacken) bei einem unausgeglichenen Säure-Basen-Gleichgewicht ist der Abtransport dieser Abfallprodukte zusätzlich erschwert. Es kann zu einem Säureüberschuss kommen. Die Entsäuerung über den Magen-Darm-Trakt, die in zahlreichen Produkten angeboten wird, entschlackt nicht die Zellen.

Basenpuffer

Basen können Säure neutralisieren. Daher können körpereigene Basenspeicher diesen Säureüberschuss abfedern – aber nur solange Vorrat reicht. Allerdings sorgen die Ernährungsgewohnheiten der meisten Menschen dafür, dass die Basenspeicher nicht so rasch wieder aufgefüllt werden, wie es notwendig wäre. Selbst der Verzehr von rund 20 Prozent der Nahrung in Form von frischem Obst, Salat, Gemüse und Mineralwasser wird von vielen Alternativmedizinern als nicht ausreichend betrachtet, um einen zuverlässigen Basenüberschuss aufzubauen.

Ein gesunder Säure-Basen-Haushalt basiert letztlich auf der Zufuhr von genügend basischen Lebensmitteln, um die Basenspeicher als Pufferung der Säuren zuverlässig aufzufüllen. Eine basenüberschüssige Ernährung schafft diese Puffer als Voraussetzung für eine verbesserte Funktionsfähigkeit und Gesundheit.

Ernährung

Ob ein Lebensmittel basisch oder sauer ist, richtet sich nicht danach, wie es schmeckt oder wie sein ph-Wert sich bemisst, sondern wie es verstoffwechselt wird. Bei der Energiegewinnung aus eiweißhaltigen Lebensmittel entsteht Säure. Hingegen werden Zitrusfrüchte, von denen man annehmen könnte, dass sie zu sauren Lebensmitteln gehören, weil sie einen hohen ph-Wert aufweisen, basisch verstoffwechselt und können positiv auf den Säure-Basen-Haushalt wirken.

Der PRAL-Wert

Der PRAL-Wert (Potential Renal Acid Load) zeigt an, ob ein Lebensmittel eher zur basischen oder zur säurebildenden Gruppe gehört, wenn es vom Körper aufgenommen wird.

Zu sauren Lebensmittel gehören (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Nicht auf alle säurebildenden Lebensmittel und Mineralien kann der Organismus bei einer gesunden Ernährung verzichten, aber auf die Verhältnismäßigkeit kommt es an. Saure Lebensmittel sollten maximal 20 Prozent der Nahrung ausmachen.

  • Fleisch, Fisch, Wurst und Eier
  • Zucker
  • Quark und Käse
  • Kaffee und schwarzer Tee
  • Weißmehl
  • Cola, Limonade und zuckerhaltige Softdrinks
  • Alkohol

Zu basischen Lebensmittel gehören (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Sie sollten 80 Prozent der Nahrungsaufnahme ausmachen.

  • Obst
  • Kartoffeln
  • Salat
  • Spinat
  • Trockenfrüchte
  • Zwiebeln
  • Oliven
  • Avocados
  • Algen wie besipielsweise Chlorella
  • Rote Beete
  • Spargel
  • Paprika
  • Gurke
  • Austernpilze und Shitake
  • Mandeln und Esskastanien
  • Lupinenmehl mit viel Eiweiß

Schönheit und Gesundheit

Die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion und die Versorgung mit basischen Mineralien kann einen Puffer gegen Übersäuerung schaffen. In der Folge stellen sich oftmals positive Veränderungen im Hautbild, an den Gelenken, schöne und gesunde Haare und sogar Sehverbesserungen ein.

Sangomeereskoralle und Chlorella

Die Sangomeereskoralle enthält hochwertige basische Mineralien, die Säuren wirkungsvoll neutralisieren und die Mineraliendepots des Organismus wieder auffüllen. Eine positive Wirkung auf die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion besitzt auch die Chlorella-Mikroalge, eine Süßwasseralge, die für zahlreiche Prozesse im Organismus nützlich ist. Die großen Mengen an Chlorophyll und basischen Mineralien wie Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium wirken nicht nur stark basisch, sondern helfen auch bei der Produktion neuer Blutzellen. Das Immunsystem wird unterstützt und der Reinigungsprozess von Säuren, Giften und anderen Abfallprodukten in Gang gebracht.

Basenbäder

Basenbäder ein bis drei Mal die Woche stimulieren das größte Organ des Menschen, die Haut. Die Haut ist ebenfalls ein wichtiges Ausscheideorgan für Säuren und Gifte. Durch die Wärme kann der Lösungsprozess unterstützt werden. Darüberhinaus sind Basenbäder eine Wohltat für die Seele, und man darf nicht vergessen, dass auch seelischer Stress für Säurebelastung verantwortlich sein kann.

Unterstützung der Niere

Die Niere als wichtiger Säurenausscheide-Organ kann in ihrer Funktion unterstützt werden, beispielsweise durch viel Kräutertee und Frischpflanzentropfen aus Urtinkturen, zum Beispiel 20 ml Brennnessel, 10 ml Kamille, 40 ml Goldrute und 30 ml Zinnkraut. Das kurbelt die Leistungsfähigkeit des Entgiftungsorgans an.

Heilpflanzen und Präparate mit natürlichen Inhaltsstoffen von Brennnessel, Eisenkraut, Birkenblätter, Goldrutenkraut, Schöllkraut oder Preiselbeerblättern sind gut für die Nieren.

Mittelmeerküche ist grundsätzlich basen-orientiert und daher geeignet für die Nierenunterstützung, denn sie ist eiweißreduziert aber nicht eiweißfrei und verwendet viel Obst und Gemüse. Salzarm zu kochen ist ebenfalls gesund für die Nieren. Omega-3-Fettsäuren wie in Krillöl, Hanföl oder Leinöl wirken entzündungshemmend und entlastend.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Alfalfa Luzerne

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Vitalquelle und Geheimwaffe

Alfalfa lautet der arabische Name der Luzerne (Medicago sativa), auch Saat-Luzerne, engl. Lucerne, Schneckenklee oder Ewiger Klee genannt. Sie ist eine winterharte Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceneae), Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Durch symbiotische Knöllchenbakterien (Rhizobien) ist die Luzerne in der Lage Proteine zu bilden, unabhängig vom Stickstoffgehalt im Boden. Sie kommt in Asien, Mittelamerika, Australien und Europa vor. In Mitteleuropa wächst sie am besten auf tiefgründigen und nur mäßig nährstoffreichen Lehm- und Lößböden. Die Luzerne wird seit Jahrtausenden als Futter- und Heilpflanze eingesetzt und gilt als wertvolle Nährstoffquelle. Als Futterpflanze gilt die Luzerne nicht nur ökologisch sondern auch als ökonomisch interessant, denn sie liefert doppelt so viel Protein wie Sojabohnen, verzichtet auf Stickstoffdüngung und bietet Bienen und Insekten eine Nahrungsquelle (Pressemitteilung 28.08.2014, Bayrisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten).

Wirksame Inhaltsstoffe von Alfalfa

Die Araber nannten die Pflanze Alfalfa, was so viel bedeutet wie „Vater aller Nährstoffe“. Unter diesem Namen ist wurde sie auch in Amerika bekannt. Sie enthält viel Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenwirkstoffe und Spurenelemente. Medizinisch wirksam ist die gesamte Alfalfa-Pflanze. Besonders beliebt ist Alfalfa als Sprossengemüse. Außer den Vitaminen A, B1, B6, C, E und K befinden sich in den Keimlingen viel Calcium und Kalium sowie Magnesium, Eisen, Zink und Phosphor und die essentiellen Aminosäuren Tyrosin und Tryptophan. Calcium und Phosphor sind wichtig für gesunde Knochen und Zähne und gelten als förderlich bei Osteoporose oder Rheuma. Die entwässernde Wirkung von Kalium kann helfen, den Wasserhaushalt zu regulieren und reduziert das Risiko von Cellulitis und Übergewicht.

Sekundäre Pflanzenstoffe, die unterschätzte Quelle für Gesundheit

Darüber hinaus schätzen Ernährungswissenschaftler sekundäre Pflanzenstoffe, die wertvolle Antioxidantien und Chlorophyll liefern. Im Keimprozess steigt der Saponin-Gehalt in den Alfalfasprossen schlagartig an und an dieser Substanz sind die Wissenschaftler derzeit besonders interessiert. Es gibt Hinweise darauf, dass Saponine sich nützlich im Darm und damit auf das Immunsystem auswirken, man sagt ihnen die Förderung nützlicher Bakterien nach, wie auch eine Wirksamkeit gegen bestimmte Viren und Pilze. Laut Dr. A. Venketeshwer Rao von der University of Toronto könnten Saponine möglicherweise unterstützend in der Krebsbekämpfung wirksam werden durch vielfach Stärkung des Immunsystems. Saponinen wird eine Hemmung der Cholesterin-Absorption zugesagt und reguliert so den Cholesterinspiegel. Natürliche sekundäre Pflanzenwirkstoffe können gegen freie Radikale wirksam werden und verringern so das Herzinfarktrisiko.

Insbesondere als Chlorophylllieferant macht Alfalfa immer wieder auf sich aufmerksam. Ernährungswissenschaftler haben schon früh auf die gesundheitsförderlichen Wirkungen des grünen Pigments der Pflanzen hingewiesen. Mit Chlorophyll beschäftigten sich mehrere Nobelpreisgewinner, so beispielsweise Dr. Alexis Carrel, der 1912 eine Entgiftungswirkung des Chlorophylls auf die Zellen vermutete. 1915 gelang es Dr. Richard Willstatter, die chemische Struktur von Chlorophyll zu entschlüsseln und erhielt dafür einen Nobelpreis. Fünfzehn Jahre später folgte der Nobelpreis für die Entschlüsselung der chemischen Struktur von Hämoglobin an Dr. Hans Fischer. Der Wissenschaftler zeigte sich überrascht darüber, dass die Struktur von Hämoglobin fast identisch sei mit der von Chlorophyll.

Historische Anwendungen in der Heilkunst

Die traditionelle chinesische Medizin kennt Alfalfa unter dem Namen Zi Mu. Die getrockneten Blätter wurden vorwiegend für Behandlungen des Magen-Darm-Trakts angewendet, bei Nierensteinen, Wassereinlagerungen und Schwellungen. Die Indianer verwendeten Mehl aus den Samen der Luzerne als Mittel zur Blutgerinnung und für Magen-Darm-Erkrankungen. Die Pflanze hat hohe Bedeutung in der ayurvedischen Heilkunst Indiens. Alfalfa soll auch regulierend auf den Säure-Basen-Haushalt wirken, die Leber entgiften, fiebersenkend, blutstillend und appetitanregend sein sowie durch pflanzliche Hormone bei Wechseljahrbeschwerden hilfreich sein. Die Hirnanhangdrüse soll durch den Verzehr von Alfalfa zu einer optimalen Hormonausschüttung angeregt werden. Bereits die Römer setzten auf die Wirksamkeit von Alfalfa gegen Bluthochdruck.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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