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Das tägliche Probiotikum

probiotika
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Darmbakterien werden unterschätzt

Leider wird die Tatsache, dass eine gesunde Darmflora die Grundvoraussetzung für unsere körperliche und geistige Gesundheit ist, nach wie vor völlig unterschätzt. Die 400 bis 500 verschiedenen Bakterienarten in unserem Darmtrakt leisten täglich ganze Arbeit. Nicht nur die Verdauung, sondern auch das in Gangsetzen von Reaktionen des Immunsystems wird von den Darmbakterien gesteuert. Unter Anderem aktivieren sie die T-Zellen. Wir können sie mit natürlichen Probiotika dabei unterstützen.

Das Kräfteverhältnis 85:15

Ob unser Immunsystem wirksam arbeiten kann, kommt zu zwei Dritteln darauf an, welche Bakterien unseren Darmtrakt besiedeln. Wenn 85% guter Bakterien vorhanden sind, reicht das aus, um die krankmachenden Bakterien in Schach zu halten. (Dr. David Williams)

Kleiner Leitfaden

Probiotika finden Sie im Bioladen, in der Apotheke oder im Internet. Besonders während oder nach einer Behandlung mit einem Antibiotikum sind sie wichtig. Sie helfen, die Darmflora wieder optimal zu besiedeln.
Wir möchten Ihnen hier fünf ganz natürliche Quellen für gute Darmbakterien nennen, die Sie einfach essen und trinken können.

Natürliche Probiotikaquellen:

  • Sauerkraut (natürlich fermentiert, ohne Zusatzstoffe)
  • Miso (natürlich fermentiert, ohne Zusatzstoffe)
  • Kimchi (natürlich fermentiert, ohne Zusatzstoffe)
  • Milchkefir (am besten aus Kefirknollen selbst herstellen )
  • Wasserkefir (am besten aus Kefirknollen selbst herstellen)
Viele Gründe für Probiotika

Stärkung des Immunsystems durch Probiotika:

Verstärkung des Immunschutzes durch die Muttermilch:

  • Wenn die Mutter vor und während der Schwangerschaft Probiotika einnimmt, kann das Kind besseren Immunschutz genießen.
  • Wenn die Mutter nicht stillen kann, sollte sie auf Babynahrung ohne fluoriertes Wasser und Süßmittel zurückgreifen und zusätzlich Probiotika und Präbiotika zusetzen. (Von Präbiotika ernähren sich die Probiotika.)

Linderung bei Darmerkrankungen:

Bei Unverträglichkeiten:

  • Zöliakie
  • Glutenempfindlichkeit

Vorbeugend gegen Candida

  • Verschiebt sich das Kräfteverhältnis der guten Darmbakterien (<85%) zu Gunsten der schlechten (>15%), drohen Pilzinfektionen wie Candida.

Präventiv gegen Krebserkrankungen

  • Probiotika ernährt Enzyme, die die Bildung von Krebs hemmen.

Schutz vor Röntgen- und Computertomografiestrahlen

  • Röntgenstrahlen und die Strahlungen bei Computertomografien können Dick- und Dünndarm schädigen. Eine gesunde Darmflora kann davor schützen.

Schutz der bestehenden Darmflora

  • Industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten oftmals gentechnisch veränderte Zutaten und Antibiotika. Sehr oft ist dies bei Fleisch und Milchprodukten der Fall. Steuern Sie der Zerstörung Ihrer probiotischen Bakterien entgegen und nehmen Sie zusätzlich Probiotika ein.

Unterstützung der Psyche

  • Der Zusammenhang zwischen Darm und Psyche  wurde von Dr. Natasha Campbell-McBride bewiesen. Die Ernährung ihres an Autismus leidenden Sohnes wurde durch viel Probiotika ergänzt und entzündliche Prozesse in seinem Körper konnten dadurch beruhigt werden. Der Begriff GAPS, gut and psychology syndrome (deutsch: Darm-und-Psyche-Syndrom) stammt von ihr.
Quellen

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Pilzinfektionen
– was kann helfen?

pilzerkrankungen
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Wie äußern sich Pilzinfektionen?

Eine Pilzinfektion (Mykose) wird durch einzellige Pilze verursacht. Schimmelpilze, Hefepilze oder Dermatophythen (Hautpilze) sind typische Erreger. Pilze können sich im ganzen Organismus ausbreiten. Die Infektionen sind äußerst unangenehm und lästig. Man sollte sie nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn sie belasten den Körper und das Immunsystem stark.

In einem sauren Milieu können sich viele schädliche Keime besonders gut entwickeln. Wenn die Ernährungsgewohnheiten und zu wenig Sport einen übersäuerten Blutspiegel verursachen, treten Infektionen durch Bakterien, Viren und Pilze immer wieder auf, auch wenn man sie schon abgeheilt glaubte. Bei einem unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt liegt das daran, dass das Immunsystem geschwächt ist, weil die Zellen mit einem Säureüberschuss zu kämpfen haben.

Menschen mit einem übersäuerten Organismus werden häufig von einem wiederkehrenden Candida-Pilzkeim geplagt, beispielsweise im Genitalbereich.

Candida, Fußpilz & Co

Pilzerkrankungen an den Schleimhäuten (Mund, Rachen, Nase, Darm, Genitalbereich) werden meist durch Candida-Pilzkeime verursacht, insbesondere Candida albicans. Bei der Infektion stellt sich eine Rötung mit einem weißlichen Belag ein. Scheidenpilz und Infektionen im Genitalbereich des Mannes können zu einer lästigen Plage werden.

Als Dermaphyten werden die Hautpilzerreger bezeichnet. Meist sind Schlauchpilze der Gattung Fungi imperfecti beteiligt, die von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Die daraus folgende Pilzinfektion kann an jeder beliebigen Körperstelle auftreten. Besonders bekannt ist der Fußpilz (Tinea pedis), der bereits beim Barfußlaufen an Stellen, an denen vorher ein erkrankter Mensch gelaufen ist, übertragen werden kann, zum Beispiel in Turnhallen, Schwimmbädern, Sauna, Badezimmer, etc.

Das kann helfen gegen Pilzinfektionen

Pilzinfektionen treten meist dann auf, wenn die Erreger ein saures oder krankes Gewebe als Nährboden vorfinden. Eine funktionierende Immunabwehr ist daher ein guter Schutz gegen Pilzinfektionen. Ein großer Teil der Immunabwehr ist abhängig von einer gesunden Darmflora und einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Eine Übersäuerung kann Pilzerkrankungen begünstigen. Deshalb ist eine ausgewogene Ernährung wichtig, insbesondere ein Verhältnis von 20:80 aus sauren und basisch wirkenden Lebensmitteln.

Grapefruitextrakt

Als hervorragendes Anti-Mykotikum gilt Grapefruitkernextrakt. Der Wirkstoff der Grapefruitkerne zeigt sich nicht nur gegen Pilzkeime heilsam, sondern auch gegen Viren und Bakterien. Es handelt sich um ein nahezu universelles Naturheilmittel, das nur entdeckt wurde, weil ein Hobbygärtner und Arzt in den 80er Jahren beobachtete, dass die Grapefruitkerne auf seinem Kompost nicht verrotteten. Er untersuchte die Inhaltsstoffe und stieß auf ein unschätzbar wertvolles Naturheilmittel, das spezielle Flavonoide (Naringin, Hesperidin, Neohesperidin, Quercitin, Kämpherol, Rutin, Limonin, Poncirin) enthält, Ascorbinsäure und Thiamin und weitere Stoffe. Zusätzlich hält Grapefruitkernextrakt entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften bereit, es kann die Fließeigenschaften des Blutes verbessern und gefäßstärkend wirken.

Bei Pilzerkrankungen sollte die Behandlung über mindestens sechs Wochen erfolgen, damit die Infektion nicht nach kurzer Zeit wiederkehrt.

Sangomeereskoralle und Chlorella

Die Sangomeereskoralle enthält hochwertige basische Mineralien, die Säuren wirkungsvoll neutralisieren und die Mineraliendepots des Organismus wieder auffüllen. Eine positive Wirkung auf die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion besitzt auch die Chlorella-Mikroalge, eine Süßwasseralge, die für zahlreiche Prozesse im Organismus nützlich ist. Die großen Mengen an Chlorophyll und basischen Mineralien wie Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium wirken nicht nur stark basisch, sondern helfen auch bei der Produktion neuer Blutzellen. Das Immunsystem wird unterstützt und der Reinigungsprozess von Säuren, Giften und anderen Abfallprodukten in Gang gebracht.

Basenbäder

Basenbäder ein bis drei Mal die Woche stimulieren das größte Organ des Menschen, die Haut. Die Haut ist ebenfalls ein wichtiges Ausscheideorgan für Säuren und Gifte. Durch die Wärme kann der Lösungsprozess unterstützt werden. Darüber hinaus sind Basenbäder eine Wohltat für die Seele, und man darf nicht vergessen, dass auch seelischer Stress für Säurebelastung verantwortlich sein kann.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Zink

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zink
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Bezugsquelle: Zink Chelat

Das essentielle Spurenelement aller Lebewesen

Zink ist ein wichtiges Spurenelement für alle Lebewesen, auch für den menschlichen Organismus. Es gehört zu den unentbehrlichen Spurenelementen für den Stoffwechsel. Über 300 Enzyme haben Zink als wichtigen Bestandteil. Als chemisches Element gehört es zu den Übergangsmetallen mit der Ordnungszahl 30 und dem Elementsymbol Zn. Der Name Zink kommt von Zinke oder Zind für Zacke, Zahn, da Zink zackenförmig erstarrt.

Große Vorkommen auf der Erde

Zink befindet sich hauptsächlich in Erzen gebunden. Auf der Erde zählt es zu den relativ häufig vorkommenden Elementen an Platz 24, noch vor Kupfer und Blei.

Zweithäufigstes Element im menschlichen Körper

Im Körper ist Zink das zweithäufigste Spurenelement. Ein Erwachsener besitzt in allen Körperzellen insgesamt 2 bis 3 Milligramm Zink, insbesondere in den Knochen, Muskeln, Ovarien, Hoden, Prostata, Haaren, Augen und in den Inselzellen der Bauspeicheldrüse.

Zink kann nicht im Körper gebildet oder gespeichert werden. Eine ständige Zufuhr durch die Nahrung ist daher besonders wichtig. Zinkmangel führt zu Wachstumsstörungen, Blutarmut und Unterfunktion der Keimdrüsen. Eine geschwächte Immunabwehr und Wundheilungsstörungen, Haarausfall, trockene Haut und brüchige Nägel können ebenfalls auf unzureichende Zinkversorgung hinweisen. Phytinsäurehaltige Nahrungsmittel können eine Aufnahme von Zink im Darm behindern.

Vorkommen in Lebensmitteln

Zink ist in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Rotes Fleisch
  • Meeresfrüchte und Krustentiere
  • Käse
  • Vollkornprodukte, Weizen, Weizenkeime
  • Walnüsse, Pekannüsse
  • Pilze und Hefen
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen
  • Grüner Tee

In Erdnüssen ist zwar viel Zink enthalten, gleichzeitig jedoch auch eine hohe Konzentration an Phytinsäure, die die Zinkaufnahme erschwert. Nur zehn Prozent des aufgenommenen Zinks können vom Körper absorbiert werden, der rest wird ungenutzt ausgeschieden.

Chelat

Anorganische Mineralien wie Zink sind vom Körper nicht verwertbar. Erst wenn sie „durch eine Pflanze“ gegangen sind, sind Spurenelemente für den Menschen verfügbar. Chelate sind Verbindungen aus Mineralien und pflanzlichen Aminosären und dadurch bioverfügbar. Urs Buergi rät beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln auf den Hinweis „Chelat“ zu achten.

Funktionen im menschlichen Organismus

Zink ist an sehr unterschiedlichen Abläufen im Körper beteiligt. Eine Schlüsselfunktion übernimmt es im Eiweiß-, Fett- und Zuckerstoffwechsel. Der Stoffwechsel von Vitamin A sowie von Hormonen wie Wachstums- und Sexualhormone werden von Zink beeinflusst. Der Aufbau der Erbsubstanz (DNA) und das Zellwachstum hängen wesentlich von Zink ab. Während der Schwangerschaft sorgt Zink für die Übertragung des Genmaterials und ein differenziertes Zellwachstum. Viele weitere Hormone benötigen das Spurenelement, um reibungslos zu funktionieren, darunter Insulin, die Schilddrüsenhormone und Gewebehormone. Außerdem ist das Spurenelement Bestandteil sehr vieler wichtiger Enzyme, unter anderem der RNA-Polymerase.

Besonders das Immunsystem ist auf Zink angewiesen. Zink wirkt antioxidativ und begegnet der Zellalterung. Freie Radikale bei oxidativem Stress werden durch Zink unschädlich gemacht und so die Zellschädigung vermindert. Im Knochenaufbau und bei der Bildung fester Knochen ist Zink maßgeblich beteiligt. Zink kommt im Blut in der Bindung mit Albumin vor. Bei der Zellteilung und an der Wundheilung ist Zink beteiligt. Für die mentale Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit hat sich Zink als essentiell bedeutsam erwiesen. Untersuchungen deuten auf die Bedeutsamkeit des Spurenelements bei Gehirnfunktionen und im Umkehrschluss auf mögliche Wirksamkeit bei Schizophrenie und anderen psychischen Erkrankungen hin.

Am besten wirkt Zink zusammen mit Vitamin A, Calcium und Phosphor. Der Proteinumsatz im Körper wird gesteigert, was Zellverjüngung und Wachstum unterstützt.

Zinkmangel

Einseitige Ernährung und die unterschiedliche Zinkdurchdringung verschiedener Böden können zu Zinkmangel führen. Bei übermäßigem Schwitzen kann der Körper bis zu drei Milligramm Zink am Tag verlieren. Bei der Verarbeitung von Lebensmitteln wird Zink oftmals reduziert, so dass ein aktueller Bedarf oft nicht sofort zutage tritt. Die Liste der möglichen Symptome ist lang und kann vielleicht am besten kennzeichnen, wie wichtig Zink für die menschliche Gesundheit ist.

Anämie, Appetitlosigkeit, Chronische Müdigkeit, Depression, Geschmacks- und Geruchssinn sind vermindert, Glucoseintoleranz, Haarausfall, Hautstörungen, Infektionsanfälligkeit , Konzentrationsschwäche, Lernschwäche, Candida-Erkrankungen, Psychosen, Unfruchtbarkeit, Verzögerte sexuelle Entwicklung, Wachstumsverzögerung, Wundheilungsstörungen, uvm.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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