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Arthritis, rheumatoid (RA)
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Arthritis?

Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung und gilt als Volkskrankheit. Durch die Entzündung sind die betroffenen Gelenke häufig gerötet und erwärmt, geschwollen und von Blutergüssen begleitet. Durch die starken Schmerzen wird häufig vermieden, das betroffene Gelenk zu belasten. 240 Gelenke besitzt der menschliche Körper. Sie alle können von Arthritis betroffen sein.

Die häufigste rheumatische Krankheit ist die Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis), bei der die Innenhaut von Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnenscheiden entzündet sind.

Symptome

Typische Symptome sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit, leichtes Fieber, Morgensteifigkeit, Griffschwäche, Gewichtsabnahme, Sehnenscheidenentzündung und Beeinträchtigungen im Bewegungssystem. Die Gelenkschmerzen kommen manchmal erst später hinzu. Meist sind die Gelenke parallel auf beiden Körperseiten betroffen, also beide Kniegelenke, beide Fußgelenke, etc.

Rheumatoide Arthritis (RA)

Ein Krankheitsbild, das zu den rheumatischen Erkrankungen zählt, ist die Rheumatoide Arthritis, auch chronische Polyarthritis genannt, weil häufig mehrere Gelenke betroffen sind. Sie ist weit verbreitet und verläuft wie die übrigen Arthritisformen oft sehr schmerzhaft. Sie kann ab dem Kindesalter auftreten, sehr viel häufiger ist sie als Alterserscheinung verbreitet, insbesondere bei Frauen ab 50 Jahren.

Wie entsteht Arthritis?

Arthritis kann ganz verschiedene Ursachen haben.

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Eine mögliche Ursache für Rheumatoide Arthritis ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Bestimmte Lebensmitteln lösen eine überzogene Immunantwort aus, bei der körpereigene Substanzen fälschlicherweise als schädlich einstuft werden und in der Folge der eigene Körper angegriffen wird.

Diese sogenannten Autoimmunreaktionen können verschiedenste Erkrankungen nach sich ziehen. Eine davon ist die Schwellung und Wucherung der Schleimhautschicht um den Gelenkknorpel, der im Verlauf den Knorpel zerstören kann. Wenn der Knorpel als Puffer nicht mehr existiert, trifft bei jeder Bewegung schmerzhaft Knochen auf Knochen. Der Abrieb schädigt die Gelenkknochen, begleitet von Entzündungen.

Gicht-Arthritis

Infolge einer Störung des Harnstoffwechsels kann Gicht-Arthritis auftreten. Im Röntgenbild sind in den gelenknahen Knochen sogenannte „Stanzeffekte“ zu erkennen.

Bakterielle Arthritis

Arthritis kann bei einer Infektion durch Keime ausgelöst werden, zum Beispiel durch Erreger wie Borrelien (durch Zecken), Streptokokken, Staphylococcus aureus oder Staphylococcus epidermis. Auf dem Blutweg, bei Unfällen, Injektionen oder Operationen können die Erreger in die Gelenke gelangen und dort schmerzhafte Entzündungen auslösen.

Eine eitrige Arthritis vermag innerhalb von Stunden oder Tagen den Gelenkknorpel vollständig zu zerstören. Gefährlich wird es, wenn sich die Keime im Körper ausbreiten und Entzündungszustände auslösen, die bis zum Tod führen können (Sepsis).

Arthritis und Arthrose, ist das nicht das Gleiche?

Die entscheidende Unterscheidung von Arthritis gegenüber der Arthrose ist die Entzündlichkeit. Die Arthrose hingegen entsteht durch Gelenkverschleiß, ohne dass eine Entzündung beteiligt ist.

Das kann helfen bei Arthritis

Bei Nahrungsunverträglichkeit kann eine Eliminierungsdiät Abhilfe schaffen, bei der durch gezielten Verzicht auf bestimmte Lebensmittel eine Unverträglichkeit herausgefiltert werden kann.

Unerkannte Mangelerscheinungen können ebenfalls zu Arthritis beitragen. Wenn bestimmte Nährstoffe aus der Nahrung nicht ausreichend resorbiert werden, müssen diese zusätzlich zugeführt werden. Ernährung spielt zur Erhaltung der Gesundheit eine entscheidende Rolle. So können fettreiche Speisen die Arthritis verschlimmern.

Empfehlenswerte Nährstoffe bei Arthritis

Die Naturheilkunde hält viele wirksame Möglichkeiten bereit, die Beschwerden zu bekämpfen oder zu lindern.

Bromelain ist ein Naturstoff, der aus der Ananas gewonnen wird und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Durch den Rückgang von Entzündungen kann die Schwellung der Gelenke reduziert werden. Die Schmerzen können zurückgehen und die Beweglichkeit wird verbessert.

Vitamin E (Tocopherol) kann den Schmerzmittelbedarf herabsetzen. In zahlreichen Studien hat es Potenzial für den Einsatz bei entzündlichen Gelenkerkrankungen bewiesen und es wird von vielen Ärzten hochdosiert eingesetzt. Das Vitamin ist in der Lage, die Produktion von Schmerzbotenstoffen zu hemmen. Durch den Einsatz von Vitamin E können oftmals antirheumatische Medikamente heruntergefahren werden, was besonders begrüßenswert ist, weil diese Medikamente starke Nebenwirkungen haben können.

Omega-3-Fette können gesundheitsfördernde Wirkung bei Arthritis entfalten. Sie hemmen Entzündungsbotenstoffe und können so zur Schmerzlinderung beitragen. Omega-3-Fette sind in Fettfischen enthalten wie Lachs und Makrele, aber auch in Hering, Thunfisch und Forelle. Sie werden auch in Kapselform als gezielte Nahrungsergänzung angeboten.

Die Kombination von MSM (Methylsulfonylmethan, eine organische Schwefelverbindung), Glukosamin und Chondroitin kann die Nährstoffversorgung der Gelenke positiv beeinflussen und für einen Wiederaufbau von Knorpelgewebe und Gelenkschmiere vorteilhaft sein. Die spezielle Kombination der Wirkstoffe steigert die Wirkung der Einzelsubstanzen durch eine verbesserte Aufnahme. Die Entspannung von Muskeln kann die Schmerzen verringern.

Glucosamin zusammen mit Vitamin C und Selen konnte bei vielen Patienten die Knorpelstruktur verbessern.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Karpaltunnelsyndrom
– was kann helfen?

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Frauen sind dreimal mehr betroffen

Das in der Bevölkerung weit verbreitete Karpaltunnelsyndrom (KTS, auch Carpaltunnelsyndrom) äußert sich durch ein schmerzhaftes Kribbeln oder Schmerzen am Handgelenk oder in der Hand. Von dort aus können die Schmerzen in den Arm ausstrahlen, in schweren Fällen kann es zu einer Beeinträchtigung des Tastgefühls kommen und einer Greifschwäche.

Wodurch entsteht das Karpaltunnelsyndrom?

Ausgelöst werden die Symptome durch Druck (Kompression) auf den Medianerv (Nervus medianus) durch eine Einengung des Nerventunnels an der Handwurzel, den sogenannten Karpaltunnel, durch den Nerv und Sehnen laufen. Durch eine Gewebeschwellung oder eine Entzündung kann dieser Nervenkanal zu eng werden und auf den Nerv drücken. Dadurch wird der Versorgungsbereich des Nervs beeinträchtigt und bei anhaltender Enge kann der Nerv selbst geschädigt werden. Folgende Ursachen können einem Karpaltunnelsyndrom zugrunde liegen:

Manuelle Belastung: Eine motorische Überbeanspruchung kann zu der Schwellung des Karpaltunnels führen, zum Beispiel bei ständig wiederholten Bewegungen mit Kraftaufwand wie am Fließband oder durch vibrierende Maschinen.

Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe: Flüssigkeitsstau kann eine Enge im Nervenkanal auslösen, beispielsweise bei Menstruation, Schwangerschaft, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Allergien) oder Übergewicht. Manchmal treten gleichzeitig Schwellungen in anderen Körperregionen auf wie geschwollene Kniegelenke oder schmerzende Ellenbogen.

Allgemeinerkrankungen: Krankheiten können das Karpaltunnelsyndrom auslösen oder in Kombination mit anderen Risikofaktoren begünstigen, beispielsweise Diabetes mellitus, Schilddrüsenunterfunktion, Sehnenscheidenentzündung der Fingerbeuger, Polyarthritis, Akromegalie (wachstumshormongesteuerte Vergrößerung der Extremitäten wie Hände, Füße, etc.), Amyloidose oder Alkoholmissbrauch.

Was kann helfen bei Karpaltunnelsyndrom?

  • In manchen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden. Da eine Operation ein nicht unerhebliches Risiko ohne Garantie auf Besserung darstellen kann, ist es sinnvoll, zunächst auf andere Maßnahmen zurückzugreifen.
  • Magnesiumreiche Ernährung unterstützt die Muskel- und Nervenentspannung. Magnesiumglukonat oder Magnesiumzitrat wird in zahlreichen Darreichungsformen angeboten. Besonders viel Magnesium enthalten Hülsenfrüchte, Schalentiere, Blattgemüse und Nüsse.
  • Bromelain gilt als ein wirksames alternatives Mittel gegen Schmerzen. Das natürliche Enzym aus der Ananas kann bei akuten Schwellungen abschwellend wirken und begünstigt eine rasche Regeneration.
  • Vitamin B6 hilft gegen Schwellungen und Entzündungen. Diese Vitamingruppe ist für zentrale Stoffwechselabläufe im Körper zuständig. Fleisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse, Hefe und Walnüsse enthalten Vitamin B6.
  • Vitamin E aus pflanzlichen Ölen kann die Heilung von Entzündungsprozessen unterstützen. Das Zellschutzvitamin aus pflanzlichen Ölen gilt als äußerst effizient im Fettstoffwechsel.
  • Gamma-Linolensäure ist beispielsweise besonders konzentriert in Nachtkerzenöl enthalten. Sie kann Entzündungsprozessen entgegenwirken, die häufig Auslöser für das Karpaltunnelsyndrom sind.
  • Arnikasalbe kann die Durchblutung anregen und für Linderung sorgen. Zweimal täglich das Handgelenk mit dem Daumen auf der Unterseite einreiben.
  • Johanniskraut ist ein probates alternatives Hausmittel, das gegen Nervenschäden und Schmerzen helfen kann.
  • Überbelastungen sollten vermieden werden, insbesondere Bewegungen, die das Handgelenk drehen, beugen oder dehnen. Beim Geradehalten des Handgelenks kann eine Schiene helfen.
  • Wassereinlagerungen durch Allergien können durch eine Eliminierungsdiät ausgeschlossen werden, bei der Lebensmittel vermieden werden, die eine Schwellung auslösen können.
  • Abnehmen bei Übergewicht kann das Risiko für das Karpaltunnelsyndrom deutlich verringern bzw. die Beschwerden möglicherweise zum Abklingen bringen. Verantwortlich dafür ist die Neigung zu verstärkten Wassereinlagerungen im Gewebe bei Übergewicht, was den Druck auf den Nervus Medianus verstärken kann.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Bromelain (Bromelin)

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Hilfreiches Enzym für die Verdauung

Als Bromelain (auch Bromelin) werden zwei Eiweiß-spaltende Enzyme aus der Familie der Cysteinproteasen bezeichnet. Der Wirkstoff wurde 1891 entdeckt und 1957 erfolgreich aus der frischen Ananas gewonnen und therapeutisch eingesetzt. Sowohl der Stamm der Pflanze als auch die Frucht besitzen eine hohe Konzentration des Wirkstoffs und werden zur Gewinnung genutzt. Bromelain ist beteiligt am Abbau von Fibrin, einem Eiweißstoff im Blut, der die Blutzirkulation vermindern kann. Daher hat Bromelain Wirkung auf die natürlichen Fließeigenschaften des Blutes, es wirkt gerinnungshemmend und auch entzündungshemmend.

Eiweiße zu zerlegen, ist für den Körper kompliziert und der Eiweißstoffwechsel muss störungsfrei funktionieren. Bromelain kann als natürliche Verdauungshilfe Proteine in kleinere Untereinheiten spalten, die vom Körper leichter aufgenommen werden können.

In Industrie und heimischer Küche

Bromelain wird in der Lebensmittelindustrie als Zartmacher für Fleisch eingesetzt, zur Fruchtsaftklärung, zum Stabilisieren von Latexfarben und zur Lederaufbereitung. Gelatine bekommt eine weichere Konsistenz durch den Zusatz von Bromelain. Der eiweißabbauende Effekt von natürlichem Bromelain kann beispielsweise bei einem gelatinehaltigen Tortenguss auf Obstkuchen beobachtet werden, wenn frische Ananasstückchen das Gelieren verhindert oder sich ein bitterer Geschmack einstellt. Bei Dosenananas findet diese Reaktion nicht statt, da Bromelain beim Erhitzen über 50° verloren geht.

Therapeutischer Einsatz von Bromelain

Als Verdauungshilfe wird Bromelain therapeutisch verwendet und kann beispielsweise bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, die normalerweise Verdauungsenzyme bereitstellt, durch seine eiweißspaltenden Eigenschaften die Verdauung unterstützen.

Laut der deutschen Fertigarzneimittelzulassung kann es eingesetzt werden bei akuten Schwellungszuständen nach Operationen und Verletzungen, besonders bei Nase und Nebenhöhlen. Der Wirkstoff kann Schwellungen hemmen und Blutgerinnung hinauszögern.

In Kombination mit einem Antibiotikum gehört Bromelain zum therapeutischen Spektrum der zahnärztlichen Implantologie. Dabei werden meist magensaftresistente Tabletten oder Kapseln verwendet, die den Wirkstoff erst im Dünndarm freisetzen, da das Bromelain sonst im Magen bereits abgebaut wird. Eine Selbstmedikation ohne ärztliche Aufsicht wird nicht empfohlen. In vitro-Studien deuten auf wundheilende und antimetastasische Eigenschaften des Ananas-Wirkstoffs hin. Es werden positive Effekte auf Enddarmveränderungen und verschiedene Arten Krebs vermutet. Als wissenschaftlich belegt können die Studien nicht gelten und eine ausschließlich Therapie mit Bromelain ist keineswegs möglich.

Bromelain findet sich außerdem in zahlreichen Nahrungsergänzungsmitteln und diätischen Lebensmitteln. Mit zunehmendem Alter kann die Fähigkeit des Körpers, Enzyme herzustellen, sich vermindern und Verdauungsstörungen auslösen. Bromelain kann eine unterstützende Verdauungshilfe bieten.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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