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Prämenstruelles Syndrom (PMS)
– was kann helfen?

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PMS – die Tage vor den Tagen

PMS, das berühmte Prämenstruelle Syndrom, bezeichnet die Tage vor den Tagen (Die Silbe „prä“ bedeutet vor, „menstruell“ bedeutet im Zusammenhang mit der Monatsblutung). Je nach Veranlagung und Stresssituation äußert sich das PMS bei Frauen sehr unterschiedlich. Etwa sieben Tage bevor die Regelblutung (Menstruation) einsetzt, können Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression auftreten. Reizbarkeit, Unterleibsschmerzen, Rückenschmerzen, Brustschmerzen, Verdauungsprobleme und Durchfall sowie zahlreiche andere Symptome sind möglich.

Obwohl die Auswirkungen des Prämenstruellen Syndroms seit dem 2. Jahrhundert nach Christus bekannt sind und beschrieben werden, gilt PMS erst seit dem Jahr 2000 als anerkanntes Krankheitsbild. Was genau die Ursachen für das PMS sind, ist umstritten. Fest steht nur, dass es mit den Hormonschwankungen im Monatszyklus der Frau zusammenhängt. Ab dem 30. Lebensjahr können die Beschwerden verstärkt auftreten.

Das kann helfen bei PMS

Die Symptome von PMS sind sehr vielfältig und unterschiedlich. Was der einen Frau Linderung bringt, kann bei einer anderen Frau wirkungslos bleiben und umgekehrt. Es lohnt sich also, auszuprobieren und zu erforschen, was dem eigenen Körper und der Psyche in diesen Tagen besonders gut tut. Da viele Naturheilmittel und Ernährungsbausteine einige Zeit benötigen, bis sich ihre Wirkung im Organismus deutlich entfaltet, ist es sinnvoll, etwas Geduld mitzubringen.

Ernährung

Die Hormonschwankungen wirken auch auf den körpereigenen Verbrauch an Vitaminen und anderen Vitalstoffen. Ein erhöhter Östrogenspiegel zehrt die Vitamin-Speicher auf. Besonders Vitamin B hat bei vielen Patientinnen sehr gute Eigenschaften gezeigt, um das PMS in den Griff zu bekommen. Es unterstützt die Produktion der „Glückshormone“ von Serotonin und Dopamin. Die Vitamin B6-Speicher aufzufüllen lohnt sich also. Es wird außerdem als erwiesen angesehen, dass Kalzium und Vitamin E das Gleichgewicht zwischen Östrogenen und Progesteron positiv beeinflussen. Vitamin E plus Kalzium in einer Dosierung von etwa 1000 und 1200 Milligramm täglich gilt als ein probates Mittel bei PMS. Folsäure (Vitamin B9) kommt in Lebensmitteln nur in relativ geringer Dosis vor. Eine Zufuhr durch Nahrungsergänzungsmittel kann das allgemeine Wohlbefinden verbessern.

Magnesium ist beteiligt an der Muskelentspannung und kann zur Linderung von Unterleibschmerzen und Beruhigung beitragen. Es vermag entzündungsfördernde Gewebshormone zu hemmen. Nachtkerzenöl und hochwertige Omega-3-Fettsäuren können auf die hormonellen Systeme positiv wirken.

Die Zufuhr von Salz sollte reduziert werden, um Wassereinlagerungen im Gewebe zu vermeiden. Kalium und Magnesium wirken günstig auf die Entwässerung.

Uralt erprobte Naturheilkunde

Mönchspfefferfrüchte, oder auch Agnus castus genannt, enthalten natürliches Progesteron und gehören zu den hormonell ausgleichenden Naturheilmitteln, die bei vielen Frauen positiv auf PMS wirken. Viele Arzneimittel basieren auf Mönchspfefferpräparaten. Ebenso wird Frauenmanteltee (Alchemilla) seit Jahrhunderten als ausgleichendes Naturheilmittel eingesetzt, das krampflösend und hormonausgleichend wirkt, auch wenn keine hormonartigen Stoffe in dem Heilkraut enthalten sind. Brennnesseltee enthält Kalzium, Magnesium und Eisen, die bei PMS und der Periode benötigt werden. Darüber hinaus wirkt Brennnessel entwässernd und kann gegen Wassereinlagerungen und Ödeme helfen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Prostatabeschwerden
– was kann helfen?

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Wie äußern sich Prostatabeschwerden?

Probleme beim Wasserlassen bei Männern können Symptome der Vergrößerung der Vorsteherdrüse sein, der sogenannten Prostata. Der medizinische Begriff dafür lautet benignes Prostatasyndrom oder benigne Prostatahyperplasie, abgekürzt BPH. (Das Wort „benigne“ steht für gutartig).
Die Vergrößerung der Drüse ist schmerzfrei. Deshalb wird das Prostatasyndrom meist erst wahrgenommen, sobald Probleme beim Wasserlassen auftreten.

Weniger

Das vollständige Entleeren der Blase in vollem Strahl wird eingeschränkt. Die Harnblasenentleerungsstörung äußert sich in verzögertem Start des Wasserlassens. Der Strahl wird schwächer. Es bleibt das Gefühl zurück, die Blase nicht vollständig entleert zu haben.

Öfter

Die Toilette muss häufiger aufgesucht werden (Pollakisurie), auch nachts muss die Toilette aufgesucht werden (Nykturie).

Überfallartig

Oftmals entsteht der Harndrang sehr plötzlich, fast überfallartig (imperativer Harndrang oder Urgesymptomatik).

Speicherprobleme

Es kann zur Inkontinenz (Probleme, das Wasser zu halten) kommen, muss es aber nicht. Es kann zum Nachtröpfeln nach der Blasenentleerung kommen oder auch zu ungewolltem Absondern von Urin.

Komplikationen

Wenn die Blase gar nicht mehr entleert werden kann und voll ist (akuter Harnverhalt), können starke Schmerzen auftreten. Es muss dann sofort ein Katheter gelegt werden.
Es kann auch zu einer schleichenden Überdehnung der Blase kommen mit chronischem Harnverhalt. Ein Überlauftröpfeln kündigt diese Variante an, die behandelt werden muss. Ansonsten können die Nieren dauerhaft geschädigt werden.

Üblich ab 75 Jahren

Die Prostata kann sich auch schon bei jungen Männern vergrößern. Das Phänomen ist keine Krankheit, solange es sich um ein gutartiges Prostatasyndrom handelt. Ab dem Alter von 75 Jahren ist eine Vergrößerung der Vorsteherdrüse bei fast allen Männern feststellbar.

Nicht automatisch Krebs

Die benigne Prostatahyperplasie ist weit verbreitet und gutartig. Sie hat nicht automatisch mit dem gefährlichen Prostatakrebs zu tun. In jedem Falle sollte jedoch der Befund ärztlich abgeklärt werden.

Wie entstehen Prostatabeschwerden?

Die Vorsteherdrüse liegt unterhalb der Harnblase und umschließt die Harnröhre wie ein Ring. Wenn die Vorsteherdrüse an Volumen zunimmt, engt sie die Harnröhre ein. In der Folge bleibt ein Rest des Urins nach dem Wasserlassen in der Blase zurück.

Die genauen Ursachen für die gutartige Prostatavergrößerung sind noch nicht medizinisch erklärbar. Es werden Zusammenhänge mit starkem Übergewicht (Adipositas), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Bluthochdruck und erhöhten Cholesterinwerten vermutet. Möglicherweise spielt auch eine Fehlfunktion des Immunsystems eine Rolle.

Was kann helfen bei Prostatabeschwerden?

Je nach Ausfallen der Prostatavergrößerung und der Symptome reicht die Therapie von Operation bis zu pflanzlichen Heilmitteln in leichteren Fällen. Pflanzliche Präparate sehen auf eine sehr lange Tradition zurück.

Traditionelle Pflanzenheilkunde

Besonders wenn Naturheilmittel (Phytopharmaka) bereits frühzeitig eingesetzt werden, können sie die gutartige Prostatavergrößerung stoppen oder verlangsamen. Die Fertigarzneimittel dazu werden meist aus dem Arzneikürbis hergestellt, der Sägepalme oder der Brennnessel sowie Roggenpollenextrakt.

Linderung

Der Vorteil ist, dass die pflanzlichen Medikamente nahezu keine Nebenwirkungen besitzen. Extrakte aus der Brennnessel, Kürbiskernen oder der Sägepalme lindern das Nachtröpfeln des Harns, können den Harnstrahl stärken und den häufigen Harndrang lindern. Das Wachstum der Vorsteherdrüse kann möglicherweise verlangsamt oder gestoppt werden.
Eine medizinische Studie hat das synthetische Präparat Finasterid und ein Kombipräparat aus Brennnessel und Sägepalme verglichen. Die Erfolge waren nahezu gleichauf, mit 39 Prozent Rückgang der Prostatabeschwerden bei Finasterid und 37 Prozent beim pflanzlichen Präparat.

Gegen weiteres Wachstum

Roggenpollen und Afrikanische Pflaume werden verstärkt eingesetzt, um das Wachstum der Vorsteherdrüse zu stoppen. Ihnen wird eine entzündungshemmende Wirkung und die Senkung der Blutfülle in der Drüse zugesagt. 69 Prozent der Testpersonen in einer Studie haben Roggenpollen positiv bewertet. Zu der Afrikanischen Pflaume liegen keine Daten vor.

Pharmakologische Behandlung

Mit Alpha1-Rezeptorenblockern wie Alfuzosin, Doxazosin, Tamsulosin oder Terazosin soll die glatte Muskulatur am Blasenhals und in der Vorsteherdrüse entspannt werden. Dadurch wird der Harnfluss verbessert.
Die hormonelle Therapie setzt auch 5-Alpha-Reduktase-Inhibitoren ein. Das körpereigene Enzym 5-Alpha-Reduktase wird bei der Umwandlung des männlichen Geschlechtshormons gehemmt. Durch die verringerte Hormonwirkung wird die Prostata wieder kleiner.

Achtung

Hinter Problemen mit dem Wasserlassen können verschiedene medizinische Erkrankungen stehen. Keinesfalls sollte man sich mit der Selbstdiagnose begnügen. Ein ärztliches Abklären durch den Arzt oder Therapeuten ist unbedingt erforderlich.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersäuerung, Mineralmangel
– was kann helfen?

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Was ist Übersäuerung und Mineralmangel ?

Basische Mineralien wie Calcium, Kalium und Magnesium können Säuren im Organismus neutralisieren. Säuren (Schlacken), Gifte und Abfallprodukte des Stoffwechsels können so leichter abtransportiert werden. Der Körper produziert neutralisierende Substanzen wie Natriumhydrogencarbonat, das diese Funktion ebenfalls übernimmt. Die Pufferdepots werden von einer säureüberschüssigen Nahrungsaufnahme allerdings relativ rasch überfordert.

In der Folge wird der Säure-Basen-Haushalt gestört und es kann zu einer Übersäuerung (Azidose oder Acidose) kommen. Gut zu wissen: Der Begriff Azidose wird in der Schulmedizin allerdings für etwas anderes verwendet, nämlich nur das lebensbedrohliche Absinken des ph-Wertes im Blutspiegel in den sauren Bereich, etwa bei Insulininsuffizienz. In der Schulmedizin wird die Übersäuerung von Zwischenzellgewebe, Bindegewebe, Dünndarm, Lymphen etc. nicht berücksichtigt.

Wie entsteht Übersäuerung?

Das Auffüllen von Basenspeichern und Mineralvorräten erfordert eine ausreichende Versorgung mit basisch verstoffwechselten Lebensmitteln und entsprechenden Mineralien. Wenn die Zufuhr an Säuren überwiegt und dazu Stress und mangelnde Bewegung kommen, kann die Übersäuerung gesundheitsschädigend wirken.

Probleme der Übersäuerung

Der Körper reagiert auf überschüssige Säuren mit der Einlagerung von Fett, denn im Fettgewebe können Säuren geparkt werden, wenn die Zellen mit dem Abtransport nicht hinterherkommen. Durch Ablagerung in Blutgefäßen kann Bluthochdruck befördert werden und es kann zu Arteriosklerose kommen. Säuren können ausfallen und zu Blasensteinen und Nierensteinen kristallieren. In den Gelenken kann es zu Problemen kommen. Auch in anderen Zellen macht ein Säureüberschuss Probleme, sei es mit der Haut, den Haaren oder der sensiblen Netzhaut im Auge. Viele weitere Krankheiten werden mit Übersäuerung in Verbindung gebracht.

Wo welcher ph-Wert?

Der ph-Wert von 1 bis 6 gelten als sauer, der Messwert 7 ist neutral und die Werte von 7 bis 14 sind basisch.

Das Blut sollte immer einen basischen ph-Wert von rund 7,4 haben. Auch der Speichel und die Lymphflüssigheit sollten basisch sein, ebenso wie Gallenflüssigkeit, der größte Teil des Dünndarms und das Bindegewebe. Stark sauer dagegen muss der Magen sein, denn die Magensäure schließt im Verdauungsprozess die Nahrung auf und bietet eine wesentliche Barriere gegen Krankheitskeime. Die Scheide benötigt einen natürlichen leicht sauren Schutz und auch der Dickdarm profitiert von einem leicht sauren Milieu.

Eine Störung im Säure-Basen-Haushalt kann diese ph-Werte verschieben, was Infektionen begünstigt, Auslöser für Krankheiten sein kann und das Immunsystem schwächt.

Das kann helfen bei Übersäuerung

Basische Ernährung

Basen können Säure neutralisieren. Daher können körpereigene Basenspeicher diesen Säureüberschuss abfedern – aber nur solange Vorrat reicht. Allerdings sorgen die Ernährungsgewohnheiten der meisten Menschen dafür, dass die Basenspeicher nicht so rasch wieder aufgefüllt werden, wie es notwendig wäre. Selbst der Verzehr von rund 20 Prozent der Nahrung in Form von frischem Obst, Salat, Gemüse und Mineralwasser wird von vielen Alternativmedizinern als nicht ausreichend betrachtet, um einen zuverlässigen Basenüberschuss aufzubauen.

Ein gesunder Säure-Basen-Haushalt basiert letztlich auf der Zufuhr von genügend basischen Lebensmitteln, um die Basenspeicher als Pufferung der Säuren zuverlässig aufzufüllen. Eine basenüberschüssige Ernährung schafft diese Puffer als Voraussetzung für eine verbesserte Funktionsfähigkeit und Gesundheit.

Schönheit und Gesundheit

Die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion und die Versorgung mit basischen Mineralien kann einen Puffer gegen Übersäuerung schaffen. In der Folge stellen sich oftmals positive Veränderungen im Hautbild, an den Gelenken, schöne und gesunde Haare und eventuell sogar Sehverbesserungen ein.

Basische Mineralien

Mineralmangel kann bei Übersäuerung leicht entstehen, weil sich der Organismus die benötigten Stoffe für die Neutralisierung und den Abtransport aus den körpereigenen Reserven holt. Aus Knochen, Haaren, Fingernägeln und den Speicherdepots werden Mineralien mobilisiert, um die Säuren auszugleichen. Zum Beispiel kann es zu Osteoporose kommen, wenn deshalb Kalzium aus den Knochen entzogen wird.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse ist daher wichtig. In stressigen Zeiten oder bei Anzeichen einer latenten Übersäuerung kann es sinnvoll sein, die körpereigenen Depots gezielt aufzufüllen mit Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Spurenelementen aus Nahrungsergänzungsmitteln. Zur Remineralisierung bietet der Handel spezielle Basenmischungen.

Sangomeereskoralle und Chlorella

Besonders ergiebig zeigt sich die Sangomeereskoralle. Sie bietet rund siebzig bioverfügbare basische Mineralien, darunter Kalium, Eisen, Zink, Jod und Mangan. Die hochwertigen basischen Mineralien können Säuren wirkungsvoll neutralisieren und die Mineraliendepots des Organismus wieder auffüllen.

Eine positive Wirkung auf die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion besitzt auch die Chlorella-Mikroalge, eine Süßwasseralge, die für zahlreiche Prozesse im Organismus nützlich ist. Die großen Mengen an Chlorophyll und basischen Mineralien wie Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium wirken nicht nur stark basisch, sondern helfen auch bei der Produktion neuer Blutzellen. Das Immunsystem wird unterstützt und der Reinigungsprozess von Säuren, Giften und anderen Abfallprodukten in Gang gebracht.

Basenbäder

Basenbäder ein bis drei Mal die Woche stimulieren das größte Organ des Menschen, die Haut. Die Haut ist ebenfalls ein wichtiges Ausscheideorgan für Säuren und Gifte. Durch die Wärme kann der Lösungsprozess unterstützt werden. Darüberhinaus sind Basenbäder eine Wohltat für die Seele, und man darf nicht vergessen, dass auch seelischer Stress für Säurebelastung verantwortlich sein kann.

Unterstützung der Niere

Die Niere als wichtiger Säurenausscheide-Organ kann in ihrer Funktion unterstützt werden, beispielsweise durch viel Kräutertee und Frischpflanzentropfen aus Urtinkturen, zum Beispiel 20 ml Brennnessel, 10 ml Kamille, 40 ml Goldrute und 30 ml Zinnkraut. Das kurbelt die Leistungsfähigkeit des Entgiftungsorgans an.

Heilpflanzen und Präparate mit natürlichen Inhaltsstoffen von Brennnessel, Eisenkraut, Birkenblätter, Goldrutenkraut, Schöllkraut oder Preiselbeerblättern sind gut für die Nieren.

Mittelmeerküche ist grundsätzlich basen-orientiert und daher geeignet für die Nierenunterstützung, denn sie ist eiweißreduziert aber nicht eiweißfrei und verwendet viel Obst und Gemüse. Salzarm zu kochen ist ebenfalls gesund für die Nieren. Omega-3-Fettsäuren wie in Krillöl, Hanföl oder Leinöl wirken entzündungshemmend und entlastend.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Übersäuerung?

Unter einer Übersäuerung kann der gesamte Organismus leiden. Oft werden die Symptome wie Antriebslosigkeit und Appetitlosigkeit, schnelle Ermüdungserscheinungen, Hautprobleme und Gelenkschmerzen nicht sofort auf ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt zurückgeführt. Deshalb kann das Leiden auch unentdeckt bleiben und leicht chronisch werden. Der Fachbegriff der Übersäuerung lautet Azidose (auch Acidose), wobei zwischen akuter und chronischer Azidose unterschieden wird. Akute Azidose im naturheilkundlichen Sinne kann mit einer Ernährungsumstellung auf basische Lebensmittel behoben werden, mit einer chronischen oder latenten Übersäuerung (CLA) wird der Körper nicht so leicht fertig.

Achtung, Begrifflichkeit

In der Schulmedizin wird der Begriff Azidose nur für den lebensgefährlichen Abfall des ph-Werts unter etwa 7,4 im Blut verwendet, wie er beispielsweise bei einer Insulininsuffizienz auftritt. Naturheilkundlich geht es bei Azidose um etwas ganz anderes, nämlich um ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts und die dadurch verursachte Übersäuerung im Bindegewebe, in Lymphen oder Dünndarm. Die Übersäuerung kann auch den ph-Wert in Körperregionen wie Magen, Dickdarm oder Scheide, der bei gesunden Menschen leicht sauer ist, in zu wenig saure Richtung verschieben.

Zivilisationskrankheit

Ein Mangel an Sport und körperlicher Betätigung kann bei Stoffwechselprozessen zur Übersäuerung im Körper beitragen. Durch eine schlechtere Durchblutung der Muskeln wird die Sauerstoffversorgung schlechter und es entsteht mehr Milchsäure. Azidose gilt daher auch als Zivilisationskrankheit, die wiederum weitere Krankheiten nach sich ziehen kann, die ebenfalls als Zivilisationskrankheiten bezeichnet werden.

Was passiert bei Übersäuerung?

Wenn sich permanent zu hohe Mengen an Säuren im Blut befinden, wird nach einiger Zeit Kalzium im Knochen abgebaut. Die Knochendichte nimmt ab. Das kann zu Osteoporose führen. Viele weitere Störungen können möglicherweise mit Übersäuerung in den Zellen beziehungsweise im Zwischenzellgewebe zu tun haben, zum Beispiel Übergewicht, Haarausfall, Konzentrationsmangel, Sehschwäche und Cellulitis. Dadurch, dass im Zwischenzellgewebe Säuren (Schlacken) die Versorgung der Zelle mit Nährstoffen behindern, kann deren normale Funktion nachhaltig gestört werden. Die zusätzliche Leistung der Zellen, diese Abfallstoffe abzutransportieren, sorgt für Extrastress, der auch krank machen kann. Das Immunsystem wird geschwächt. Das kann weitere Erkrankungen begünstigen.

Für zahlreiche weitere ernsthafte Krankheiten wird ein Zusammenhang mit Übersäuerung vermutet, so für Gicht, Arthrose, Neurodermitis, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen und Allergien, möglicherweise sogar für Krebs.

Diät als Ursache

Fastenkuren und Diäten können unter Umständen eine Übersäuerung erst auslösen. Denn Ursache für das Übergewicht sind eingelagerte Fettsäuren. Der Fettabbau geht einher mit der Produktion von sogenannten Ketosäuren, die einen Anstieg an Säuren in den Zellen nach sich ziehen.

Das kann helfen für einen Säure-Basen-Ausgleich

Säuren aus dem Stoffwechsel werden bis zu einem gewissen Maß über die Niere ausgeschieden, über Schweiß, Stuhlgang oder im Kohlendoxid beim Ausatmen. Mit zunehmendem Alter oder bei Krankheit sinkt jedoch die Leistungsfähigkeit der Niere. Durch schlechtere Versorgung von Zellen durch die Belastung der Zwischenzellspeicher mit Säuren (Schlacken) bei einem unausgeglichenen Säure-Basen-Gleichgewicht ist der Abtransport dieser Abfallprodukte zusätzlich erschwert. Es kann zu einem Säureüberschuss kommen. Die Entsäuerung über den Magen-Darm-Trakt, die in zahlreichen Produkten angeboten wird, entschlackt nicht die Zellen.

Basenpuffer

Basen können Säure neutralisieren. Daher können körpereigene Basenspeicher diesen Säureüberschuss abfedern – aber nur solange Vorrat reicht. Allerdings sorgen die Ernährungsgewohnheiten der meisten Menschen dafür, dass die Basenspeicher nicht so rasch wieder aufgefüllt werden, wie es notwendig wäre. Selbst der Verzehr von rund 20 Prozent der Nahrung in Form von frischem Obst, Salat, Gemüse und Mineralwasser wird von vielen Alternativmedizinern als nicht ausreichend betrachtet, um einen zuverlässigen Basenüberschuss aufzubauen.

Ein gesunder Säure-Basen-Haushalt basiert letztlich auf der Zufuhr von genügend basischen Lebensmitteln, um die Basenspeicher als Pufferung der Säuren zuverlässig aufzufüllen. Eine basenüberschüssige Ernährung schafft diese Puffer als Voraussetzung für eine verbesserte Funktionsfähigkeit und Gesundheit.

Ernährung

Ob ein Lebensmittel basisch oder sauer ist, richtet sich nicht danach, wie es schmeckt oder wie sein ph-Wert sich bemisst, sondern wie es verstoffwechselt wird. Bei der Energiegewinnung aus eiweißhaltigen Lebensmittel entsteht Säure. Hingegen werden Zitrusfrüchte, von denen man annehmen könnte, dass sie zu sauren Lebensmitteln gehören, weil sie einen hohen ph-Wert aufweisen, basisch verstoffwechselt und können positiv auf den Säure-Basen-Haushalt wirken.

Der PRAL-Wert

Der PRAL-Wert (Potential Renal Acid Load) zeigt an, ob ein Lebensmittel eher zur basischen oder zur säurebildenden Gruppe gehört, wenn es vom Körper aufgenommen wird.

Zu sauren Lebensmittel gehören (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Nicht auf alle säurebildenden Lebensmittel und Mineralien kann der Organismus bei einer gesunden Ernährung verzichten, aber auf die Verhältnismäßigkeit kommt es an. Saure Lebensmittel sollten maximal 20 Prozent der Nahrung ausmachen.

  • Fleisch, Fisch, Wurst und Eier
  • Zucker
  • Quark und Käse
  • Kaffee und schwarzer Tee
  • Weißmehl
  • Cola, Limonade und zuckerhaltige Softdrinks
  • Alkohol

Zu basischen Lebensmittel gehören (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Sie sollten 80 Prozent der Nahrungsaufnahme ausmachen.

  • Obst
  • Kartoffeln
  • Salat
  • Spinat
  • Trockenfrüchte
  • Zwiebeln
  • Oliven
  • Avocados
  • Algen wie besipielsweise Chlorella
  • Rote Beete
  • Spargel
  • Paprika
  • Gurke
  • Austernpilze und Shitake
  • Mandeln und Esskastanien
  • Lupinenmehl mit viel Eiweiß

Schönheit und Gesundheit

Die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion und die Versorgung mit basischen Mineralien kann einen Puffer gegen Übersäuerung schaffen. In der Folge stellen sich oftmals positive Veränderungen im Hautbild, an den Gelenken, schöne und gesunde Haare und sogar Sehverbesserungen ein.

Sangomeereskoralle und Chlorella

Die Sangomeereskoralle enthält hochwertige basische Mineralien, die Säuren wirkungsvoll neutralisieren und die Mineraliendepots des Organismus wieder auffüllen. Eine positive Wirkung auf die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion besitzt auch die Chlorella-Mikroalge, eine Süßwasseralge, die für zahlreiche Prozesse im Organismus nützlich ist. Die großen Mengen an Chlorophyll und basischen Mineralien wie Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium wirken nicht nur stark basisch, sondern helfen auch bei der Produktion neuer Blutzellen. Das Immunsystem wird unterstützt und der Reinigungsprozess von Säuren, Giften und anderen Abfallprodukten in Gang gebracht.

Basenbäder

Basenbäder ein bis drei Mal die Woche stimulieren das größte Organ des Menschen, die Haut. Die Haut ist ebenfalls ein wichtiges Ausscheideorgan für Säuren und Gifte. Durch die Wärme kann der Lösungsprozess unterstützt werden. Darüberhinaus sind Basenbäder eine Wohltat für die Seele, und man darf nicht vergessen, dass auch seelischer Stress für Säurebelastung verantwortlich sein kann.

Unterstützung der Niere

Die Niere als wichtiger Säurenausscheide-Organ kann in ihrer Funktion unterstützt werden, beispielsweise durch viel Kräutertee und Frischpflanzentropfen aus Urtinkturen, zum Beispiel 20 ml Brennnessel, 10 ml Kamille, 40 ml Goldrute und 30 ml Zinnkraut. Das kurbelt die Leistungsfähigkeit des Entgiftungsorgans an.

Heilpflanzen und Präparate mit natürlichen Inhaltsstoffen von Brennnessel, Eisenkraut, Birkenblätter, Goldrutenkraut, Schöllkraut oder Preiselbeerblättern sind gut für die Nieren.

Mittelmeerküche ist grundsätzlich basen-orientiert und daher geeignet für die Nierenunterstützung, denn sie ist eiweißreduziert aber nicht eiweißfrei und verwendet viel Obst und Gemüse. Salzarm zu kochen ist ebenfalls gesund für die Nieren. Omega-3-Fettsäuren wie in Krillöl, Hanföl oder Leinöl wirken entzündungshemmend und entlastend.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Brennnessel (Urtica)

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Universales Heilkraut mit Unkraut-Image

Die Brennnessel (Urtica) aus der Gattung der Brennnesselgewächse (Urticaceae) ist praktisch überall auf der Welt zuhause. Lediglich an der Antarktis wird sie nicht gefunden. Über 30 Arten sind bekannt. Je nach Standort werden die einjährigen Pflanzen 10 Zentimeter bis drei Meter groß. In Deutschland wachsen vor allem die Große Brennnessel und die Kleine Brennnessel, seltener die Röhricht-Brennnessel und die Pillen-Brennnessel.

Die wichtige Futterpflanze für Bienen und Schmetterlinge dient auch dem Menschen seit Jahrhunderten als Heilmittel. Durch die sengende Nesselkraft bei Hautkontakt gilt die Brennnessel heutzutage als Unkraut. Im Kräutergarten findet man sie daher viel zu selten. Dabei hält die Brennnessel eine erstaunliche Vielfalt an Einsatzgebieten für die Menschen bereit, die in vergangenen Jahrhunderten in gängiger Praxis genutzt wurde: als Viehfutter, Nährstoffquelle in der Küche, Heilkraut, Düngemittel und als Faserspender für Nesselstoff.

Brennhaare statt Dornen

Auch wenn die Brennnessel in der Ordnung der rosenartigen Gewächse steht, besitzt sie weder Dornen noch Stacheln. Dafür hat sie als Schutz gegen Fraßfeinde Brennhaare entwickelt, die Blätter und Stängel wie einen Pelz umgeben. Das Brennhaar erhält seine Festigkeit und Härte durch Kieselsäure. Das Haar ist wie eine sehr feine, nach oben gerichtete Kanüle aufgebaut, durch die beim Abbrechen an der Sollbruchstelle eine ameisensäurehaltige Brennflüssigkeit in die Wunde spritzt, die außerdem Serotonin, Histamin, Acetylcholin und Natriumformiat enthält. Der brennende Schmerz hat der Pflanze ihren Namen gegeben (von lat. urere, brennen). Manchmal entstehen Quaddeln auf der Haut an den Kontaktstellen mit der Brennflüssigkeit.

Inhaltsstoffe der Brennnessel

Brennnesselkraut- und blätter enthalten mehr Eisen als ein Rindersteak. Neben ungesättigten Fettsäuren, Caffeoylchinasauren wie die Caffeoyläpfelsäure, Kaliumsalzen (nur in den Blättern) und Calciumsalzen enthält die Brennnessel Flavonoide. In den Brennhaaren finden sich biogene Amine wie Serotonin, Histamin und Acetylcholin. Die Wurzel enthält Cumarin, Lignane und Polysaccharide sowie Sterole und 3-β-Sitosterin.

2x mehr Vitamin C wie Orange

Die jungen Brennnesseltriebe werden im Frühjahr wegen ihres hohen Gehalts an Flavonoiden geschätzt, Mineralien wie Eisen, Magnesium, Kalzium, Silizium sowie Vitamin C und Vitamin A und wegen ihres Eiweißgehalts. Der feinsäuerliche Geschmack macht sie küchenfein, besonders in Notzeiten wurde sie wie Spinat eingesetzt. Der Nesselwirkung kann leicht entgangen werden, wenn man die Blätter von unten nach oben ausstreicht oder sie ein Tuch einwickelt und durchwalkt. Da Brennnesselblätter die Vermehrung bestimmter Bakterien verhindert, wurden sie früher auch verwendet, um Butter, Milch, Fleisch und Fisch länger haltbar zu machen. Nach wie vor wird gehackte Brennnessel als Vitaminfutter an Ferkel und Schweine, Kälber, Kühe und Küken gegeben.

Heilwirkung

In der Naturheilkunde wurden getrocknete Brennnesselsamen für gesunde, glänzende Haare und gegen Haarausfall verwendet. Angeblich sollen die Samen durch hormonartige Inhaltsstoffe auch als Stärkungsmittel eingenommen worden sein sowie gegen Impotenz, zur Steigerung der Libido und der Milchproduktion bei stillenden Müttern. Mönchen soll aus diesem Grund im Mittelalter der Verzehr von Brennnesselsamen verboten gewesen sein.

Ein positiver Einfluss auf den Bluthochdruck durch gefässerweiternde Eigenschaften wird der Brennnessel ebenfalls nachgesagt. Als Vitamin C-Lieferant kann die Brennnessel das Immunsystem stärken. Laut einer Studie der Philipps-Universität Marburg soll ein Präparat aus Brennnesselwurzelextrakt bei Prostatakrebs das Wachstum der Krebszellen hemmen können. Bei Harnwegsinfekten entfaltet der Kaliumgehalt der Brennnessel einen verdünnenden und harnreibenden Effekt. Die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften der Brennnessel können laut klinischen Untersuchungen eine Therapie von Arthrose oder rheumatischer Arthritis unterstützen. Bei Anämie (Blutarmut) wird gerne von Naturheilkundlern auf die Brennnessel mit ihrem hohen Eisengehalt zurückgegriffen. Je nach Boden liefert die Brennnessel bis zu drei Mal so viel Eisen wie Spinat und mindestens doppelt so viel Eisen wie ein Rindersteak. Ein positiver Einfluss auf Leber, Galle und Darmerkrankungen sowie Hepatitis (Gelbsucht) wird der Brennnessel aus der Volksmedizin nachgesagt. Sie galt als allgemeines Heilmittel bei Frühjahrsmüdigkeit und zur Entschlackung.

Nesseltuch

Die Fasern der Brennnessel wurden wie Hanf für die Textilherstellung genutzt. Noch um 1900 galt das Nesseltuch als das „Leinen der armen Leute“.

Färberpflanze

Als Färberpflanze wurde insbesondere die Wurzel der Brennnessel eingesetzt. Nach dem Vorbeizen der Wolle mit Alaun erreicht Brennnesselwurzel einen Gelbton. Die grünen Pflanzenteile konnten graugrün färben, allerdings war eine Vorbeize mit Zinn, ein Entwicklungsbad mit Ammoniak und eine Nachbeize mit Kupfer erforderlich. Aus diesem Grunde wurde die Brennnessel durch einfachere Färbetechnikern ersetzt.

Dünger und Pflanzenschutzmittel

Hobbygärtnern ist sicher die „Brennnesseljauche“ ein Begriff. Der kalt angesetzte Auszug klein geschnittener Brennnessel mit Wasser stärkt durch Kieselsäure die Zellwände der gegossenen Pflanzen gegen Schädlingsbefall. Zusätzlich werden Stickstoff und Spurenelemente in dem Sud freigesetzt, der eine gute Düngewirkung besitzt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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