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Wunschgewicht: Mit der richtigen Darmflora

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Der Darm ist der Schlüssel

Fast jeder hat schon einmal versucht mit einer Diät abzunehmen. Obwohl dieser Weg sehr populär ist, sind Diäten immer schwierig und zum Teil auch ungesund. Mehr Obst, mehr Kartoffeln, nur Kohlsuppe, FdH, Verzicht auf Kohlenhydrate… Viele probieren es, wenige schaffen es. Der Schlüssel zur dauerhaften Fitness mit dem richtigen Körpergefühl liegt nämlich im Darm. Der Darm wird auch das „zweite Gehirn“ genannt. Was sich hier tut, wirkt sich auf den gesamten Körper aus: Auf das Immunsystem, die Hirnfunktion, die Stimmungslage, die Vitaminversorgung oder auch die Wirksamkeit von Arzneistoffen.

Darmbakterien

Unzählige Bakterien besiedeln unseren Darm. Sie leisten die Verdauungsarbeit und sind dafür verantwortlich, wie gut oder schlecht wir unser Essen verwerten. Dabei sind längst nicht alle Bakterien „gut“. „Falsche“ Bakterien aktivieren das Enzym Lipoproteinlipase, das für die Anlage von Fettpolstern verantwortlich ist. Wer also die falschen Bakterien im Darm hat, wird trotz gesunder Ernährung schneller dick. Wichtig ist deshalb die Kenntnis, welche Darmbakterien zu den guten zählen, damit man sich durch die Ernährung von den schlechten trennen kann. Es ist nämlich möglich durch die Ernährung Einfluss auf die Darmbakterien zu nehmen.

Schlank mit Darm

Die Hautfachärztin und Sportmedizinerin Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann stellt in Ihrem Ratgeber „Schlank mit Darm“ ihre Darmbakterien-Diät vor. Seit acht Jahren hat sie eine Professor für Gesundheitsförderung und Medical Wellness an der Hochschule Coburg inne.

„Warum können manche Menschen essen so viel sie wollen und nehmen trotzdem nicht zu? Andere aber schauen ein Stück Schokolade nur an und schon landet es auf den Hüften.“
(Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann)

Die von ihr vorgestellte Diät zielt auf gesteigerten Kalorienverbrauch pro Tag, schnelleren Fettzellen-Abbau, eine Blockade neuer Fettpolster-Bildung, die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels und ein längeres Sättigungsgefühl.

Strategien

Die Darmbakterien-Diät vermittelt Strategien, wie Sie Ihrer Darmflora helfen und ihre Darmbarriere stärken können. Dabei dreht sich alles um Präbiotika, um Probiotika oder auch die Synbiotika und alle entsprechenden konkreten Nahrungsmittel. Mythen über bestimmt Nahrungsmittel werden aufgedeckt und der Leser kann einige erstaunliche Entdeckungen machen.

Schlank mit Darm: Sehr zu empfehlender Ratgeber von Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann, 186 Seiten, durchgehend farbig illustriert.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Beta-Glucan (Beta-Glukan)

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Power für das Immunsystem

Glucane sind natürliche Vielfachzucker (Polysaccharide), die aus Hefe, Hafer und bestimmten Pilzen gewonnen werden. Unter den Glucanen sind besonders die Beta-Glucane mit β-glycosidischen Bindungen von medizinischer Bedeutung. Beta-1,3-Glucan/Beta-1,6-Glucan werden als qualitativ am hochwertigsten eingestuft, im Folgenden bezeichnet als Beta-Glucan. Diese Substanz kann beispielsweise aus der Zellwand von Backhefe in sehr reiner Form extrahiert werden.

Es wird international geforscht

Empirisch konnten mit Beta-Glucan bereits beeindruckende Erfolge bei Mensch und Tier erzielt werden. Aus diesem Grund gilt Beta-Glucan als äußerst erfolgversprechend. In Asien wird intensiv geforscht. Von der Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) der USA soll eine positive Einschätzung vorliegen. Ergebnisse aus internationalen Studien werden betrieben, um die medizinische Verwendbarkeit der Substanz zu prüfen. Positive Effekte von Beta-Glucan werden insbesondere vermutet für die Senkung des Cholesterinspiegels, die Regulierung des Blutzuckerspiegels und die Steigerung der Immunabwehr. Dadurch könnten sich hoffnungsvolle Einsatzgebiete ergeben für Menschen mit bakterieller oder viraler Infektion, Allergien, geschwächter Immunabwehr, erhöhten Cholesterin oder Blutzuckerwerten oder unter Strahlenbehandlung und Chemotherapie.

Wirkungsweise von Beta-Glucan

Als Polysaccharid gehört Beta-Glucan zu den Ballaststoffen und entfaltet seine Wirkung im Darm. Die körpereigene Abwehr wird unterstützt, indem es die Makrophagen im Immunsystem des Körpers aktiviert. Makrophagen sind die Zellen, die schädliche Viren und Bakterien, Pilze oder Krebszellen aktiv bekämpfen. Deshalb spielen sie für die Leistungskraft des Immunsystems eine wichtige Rolle.

Was könnte Beta-Glucan für Mensch und Tier leisten?

Im North American Journal of Medical Sciences 10/2013, S. 580-588 wird von den Autoren V. Vetvicka, L. Vannucci und P. Sima unter anderem von einem empirischen Experiment bei norwegischen Lachsen 1990 berichtet, bei der große Teile der Zuchtlachspopulation und damit ein wirtschaftlich sensibles Exportgut des Landes von multiresistenten Keimen bedroht war. Durch ein Extrakt von Beta-Glucan aus Bierhefezellen des Mikobiolagen Dr. Jan Raa konnte die Epidemie in den Lachszuchtstationen eingedämmt werden. In Frage stellt sich, inwieweit sich diese Wirkung zuverlässig auf den Menschen übertragen lässt, beispielsweise beim unterstützenden Einsatz in der Orthomolekularen Medizin bei Infektion mit Herpes-Viren oder HIV. Da die Viren bei einem geschwächten Immunsystem zum Ausbruch kommen, kann es hilfreich sein, die Abwehrkräfte zu stärken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Amylase

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Zucker aus Stärke

Amylase ist ein Verdauungsenzym, das Stärke in Zucker umwandelt und dadurch für den Körper verwertbar macht. Sie wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet und befindet sich im Speichel und im Dünndarm. Beim Verdauungsvorgang spaltet die Amylase zusammen mit weiteren Enzymen lange Kohlenhydrate in kleine Zuckereinheiten auf. Kohlenhydrate sind für den menschlichen Organismus wichtige Energielieferanten und Treibstoff für Gehirn und Muskeln. Sie bestehen aus Zuckermolekülen. Mehrfachzucker wie in Stärke können jedoch nicht vom Körper aufgenommen werden, wenn sie nicht zuvor in Einfachzucker aufgespalten werden. Für diesen Vorgang sorgt die Amylase.

Kohlenhydrate liegen in drei Gruppen vor:

Einfachzucker (Monosaccharide) in Traubenzucker (Glukose) oder Fruchtzucker (Fruktose). Er lässt Schokolade und andere Süßigkeiten süß schmecken und fungiert meist als Energieträger, enthält meist jedoch keine Vitamine oder Mineralstoffe. Er lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen, da er nach der Aufnahme schnell verfügbar ist. Zur Sättigung trägt er allerdings nicht viel bei, da das starke Ansteigen des Blutzuckerspiegels eine direkte Insulinausschüttung zur Folge hat, wodurch der Blutzuckerspiegel nach kurzer Zeit wieder absinkt.

Zweifachzucker (Disaccharide) wie Haushaltszucker, Malz- und Milchzucker. Zweifachzucker kommt in Süßigkeiten vor, enthält aber keine Vitamine oder Mineralstoffe, es sei denn, es handelt sich um Obst. Er lässt den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe schießen mit ähnlichem Effekt wie beim Einfachzucker.

Mehrfachzucker (Polysaccharide), die in Form von Stärke in Getreide, Vollkornprodukte, Kartoffeln und Hülsenfrüchten vorliegt. Mehrfachzucker lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, da sie in Mikro-Nährstoffe aufgespalten werden müssen, bevor sie ins Blut aufgenommen werden können. Stärkehaltige Lebensmittel sind zudem oftmals reich an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen und enthalten wenig Fett.

Kohlenhydrate sind an der Regulierung des Stoffwechsels von Proteinen und Fetten beteiligt. Am besten werden diese drei Makro-Nährstoffe vom Körper verarbeitet, wenn sie zusammen aufgenommen werden. Ohne Kohlenhydrate werden auch Eiweiße und Fette nicht optimal verwertet.

Amylasewert als Indikator für
Erkrankungen

Ein erhöhter Amylasespiegel im Blut kann auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis) oder Mumps (Parotitis) hindeuten. Auch für Abflusstörungen der Gallenwege (Cholestase) oder Nierenversagen kann der Amylasewert aufschlussreich sein.

Insbesondere bei akuten Schmerzen im Oberbauch kann die Messung des Amylasewerts angezeigt sein. Ebenso wird die Messung der Amylase bei Verdacht auf eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse (Parotitis) oder einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse angewendet. Der Amylasewert im Urin kann Pankreatitis im späten Stadium nachweisen. Normalerweise messen Labore entweder den Wert der gesamten Amylase oder nur der Pankreas-Amylase. Bei der ausschließlichen Messungen der Pankreas-Amylase ist der Nachweis von Speicheldrüsenerkrankung nicht möglich.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Alpha-Liponsäure

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Unschätzbar wertvoll für wichtige Stoffwechselprozesse

Entdeckt wurde die Alpha-Liponsäure (α-Liponsäure, abgekürzt nach der englischen Bezeichnung lipoid acid) während einer Studie mit Milchsäurebakterien in den 50er Jahren. Die schwefelhaltige Fettsäure kommt als Coenzym bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien fast aller Zellen mit Zellkern vor, bei Menschen, Tieren und mehrzelligen Pilzen. Das Coenzym funktioniert ähnlich wie ein Vitamin, es ist wasser- und fettlöslich und kann in praktisch alle Körperregionen gelangen und auch die die Blut-Hirn-Schranke passieren. Seine starke antioxidative Wirkung wird in der Medizin für Prävention und Therapie geschätzt. Seit 1966 wird Alpha-Liponsäure in Deutschland als Arzneistoff eingesetzt, insbesondere bei Erkrankungen der Leber oder peripheren Polyneuropathien. In der Alternativmedizin kommt Alpha-Liponsäure für ausleitende Verfahren z.B. bei Quecksilbervergiftung oder anderen Schwermetallvergiftungen zur Anwendung. Der menschliche Körper kann Alpha-Liponsäure selbst herstellen, der Naturstoff kann jedoch auch gut über die Nahrung aufgenommen werden. Alpha-Liponsäure ist enthalten in rotem Fleisch, beispielsweise Rindfleisch und Innereien wie Leber, Nieren und Herz.

Die gesundheitsförderlichen Eigenschaften der Alpha-Liponsäure sorgen für zahlreiche weiterführende Studien zum Einsatz des wertvollen Naturstoffes. Naturheilkundler Urs Buergi verfolgt mit Interesse die laufenden medizinischen Studien, die sich mit der körpereigenen Substanz befassen: „Nicht umsonst wird die Alpha-Liponsäure als Antioxidans aller Antioxidantien bezeichnet“. Es gibt Hinweise darauf, dass sie die Eisenaufnahme begünstigt, die Leber unterstützt und positiv auf den Blutzuckerspiegel sowie die Optimierung der Energiegewinnung aus der Nahrung und den Aufbau des Bindegewebes wirkt. Der Histaminspiegel wird reguliert, Zellalterung verzögert. Die Fettsäure spielt eine Rolle bei der Produktion von Nervenbotenstoffen und kann Schwermetalle binden. Es kann davon ausgegangen werden, dass Alpha-Liponsäure bei der Steuerung vieler Stoffwechselfunktionen beteiligt ist.

Umfassender Einsatz von Alpha-Liponsäure für die Gesundheit

Antioxidatives Multitalent

Freie Radikale greifen die menschlichen Körperzellen an und schädigen sie in ihrer Substanz. Als vielseitiges Antioxidans macht Alpha-Liponsäure eine Vielzahl unterschiedlicher Freier Radikale Art unschädlich. Die körpereigene Fettsäure schützt sogar das Gehirn, denn sie kann in wasser- wie fettlösliche Strukturen gelangen und auch die Blut-Hirn-Schranke passieren. Außerdem kann sie leicht umgesetzt werden in Dihydroliponsäure, ein noch stärkerer Radikalfänger. Bereits oxidierte Antioxidantien wie beispielsweise Vitamin C, Vitamin E, Glutathion und Coenzym Q10 können durch Alpha-Liponsäure und Dihydroliponsäure wieder in ihre aktive Form zurückverwandelt werden, so dass diese ihrerseits wieder antioxidativ wirken können. Die starken antioxidativen Eigenschaften von Alpha-Liponsäure wirken entzündungshemmend, antimutagen, antikarzinogen, neuroprotektiv und beeinflussen Insulinempfindlichkeit und Zellalterung positiv. Damit ist Alpha-Liponsäure äußerst wichtig für die Immunabwehr.

Blutzuckerstoffwechsel, Diabetes und Diabetesnebenerkrankungen

Alpha-Liponsäure ist an der zellulären Energieproduktion essentiell beteiligt. Ihre positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel gilt als medizinisch gesichert. Die Senkung des Blutzuckerspiegels durch die Erhöhung der Insulinempfindlichkeit gehören zu ihren hilfreichen Wirksamkeiten. Die Glucoseaufnahme im Muskel- und Fettgewebe wird gefördert und bei der Insulinsynthese ist Alpha-Liponsäure ebenfalls beteiligt. Die Fettverbrennung und der gesamte Fettstoffwechsel wird unterstützt. In einer placebokontrollierten Studie konnten adipöse Patienten bei einer Kombination von hypokalorischer Diät zusammen mit einer Einnahme von 1.800 mg Alpha-Liponsäure täglich über die Dauer von 20 Wochen deutlich abnehmen. Über 20 Prozent der Patienten wogen danach 5 Prozent weniger (vgl. Koh EH et al. Effects of Alpha-lipoic acis on body weight in obese subjects. Am J Med. 2011, 124; 85e1-85e8). Bei Neben- und Folgeerkrankungen von Diabetes kann es zur Schädigung des peripheren Nervensystems wie Neuropathie oder Schädigung von Nervenleitungen kommen. In verschiedenen Studien wurde der wirksame Einsatz von Alpha-Liponsäure untersucht und hat die Verbesserung verschiedener neuropathischer Beschwerden ergeben. Bei schulmedizinischen Therapien von Neuropathie wird Alpha-Liponsäure seit Jahrzehnten verwendet. Ein positiver Einfluss wird auch für das bei Diabetikern erhöhte Risiko für grauen Star und diabetischer Retinopathie vermutet. Die antioxidative Kraft des körpereigenen, vitaminähnlichen Stoffs erhöht die Konzentration von Glutathion sowie Vitamin C und E in der Augenlinse und hemmt das Enzym Aldosreduktase.

Leber präventiv schützen und
Lebererkrankungen therapieren

Alpha-Liponsäure kann die Leber schützen durch die oben beschriebenen antioxidativen Eigenschaften, indem sie die oxidative Schädigung von Lipopolysaccharide, Arsen, Giftstoffen aus Umwelt oder Arzneimitteln reduziert. Sie regeneriert andere wichtige Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und Glutathion und bereitet das Coenezym Q10 und NAD (NicotinamidAdeninDinucleotid) wieder körperwirksam auf. Die Fettsäure wird gegen das Fortschreiten von nicht-alkoholischer Leberverfettung, Leberfibrose und Leberzirrhose sowie in der Prävention eingesetzt.

Schwermetallvergiftung

Schwermetalle werden im Körper gespeichert und reichern sich im Gewebe an. Auch wenn der Organismus von der weiteren Einwirkung einer schädlichen Schwermetallquelle entfernt wurde, bleibt eine Belastung des Körpers durch die gespeicherten Schwermetalle bestehen, die nach und nach freigesetzt werden. Chelatbildner wie Alpha-Liponsäure können das natürliche Ausscheiden von Schwermetallen begünstigen, indem sie zweiwertige Ionen komplexieren. Hier sind die besonderen Eigenschaften der Alpha-Liponsäure hilfreich, denn sie kann in allen Bereichen des zentralen und peripheren Nervensystems wirken, sogar im Gehirn, im Gegensatz zu vielen anderen Chelatbildern.

Zellalterung aufhalten

Mit dem Alter nimmt die körpereigene Produktion von Alpha-Liponsäure ab. Die gleichzeitige Zellalterung lässt mehr freie Radikale entstehen. Dagegen kann eine zusätzliche Einnahme von Alpha-Liponsäure den oxidativen Stress reduzieren. Als Radikalfänger und Unterstützer weiterer antioxidativer Substanzen wie Vitamin C und E sowie mitochondrialer Enzyme wie Isocitrat-Dehydrogenase, Succinat-Dehydrogenase und Cytochrom-c-Oxidase kann Alpha-Liponsäure unterstützend dem Alterungsprozess entgegenwirken.

Hinweis

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Sibirischer Ginseng (Taigawurzel)

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An die Situation anpassen

Sibirischer Ginseng (Eleutherococcus senticosus) ist eine Arzneipflanze aus der Familie der Araliengewächse (Araliaceae). Es handelt sich um einen dornigen Strauch, der in China, Japan, Korea und dem östlichen Russland verbreitet ist. Er wird auch Taigawurzel genannt.

Anwendung

Verwendet werden die unterirdischen Teile der Taigawurzel. Sie sind bei Apotheken und Drogerien als geschnittene und getrocknete oder auch im Ganzen getrocknete Taigawurzel erhältlich.

Wirkung

Taigawurzel gilt als antiviral und nimmt positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Ihr wird eine stimulierende und tonisierende Wirkung attestiert. In Untersuchungen wurde eine leistungssteigernde Wirkung beobachtet werden und die Widerstandsfähigkeit gegen Müdigkeit wurde verbessert. Als Tonikum kann es in der Rekonvaleszenz oder bei Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche angewendet werden.

Anpassungsfähig

Taigawurzel wird in der Alternativmedizin als adaptogene Heilpflanze eingesetzt, die dem Immunsystem helfen soll, sich auf eine Stresssituation einzustellen und sich ihr anzupassen. Dadurch soll diversen Krankheiten vorgebeugt werden und ein positiver Effekt für das Wohlbefinden und die Gesundheit ausgelöst werden.

Inhaltsstoffe

In sibirischem Ginseng sind als Hauptwirkstoff Eleutheroside enthalten, die sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen: In erster Linie handelt es sich um Triterpensaponine und Phenylpropane. Außerdem um Lignane wie beispielsweise Eleutherosid B4 und Eleutherosid E, Cumarine, und das Sterol Eleutherosid sowie neutrale Glucane, Betacarotin, Vanillin und Vitamin E.

Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich. Insbesondere wird über eine Wechselwirkung mit Insulinen, Barbituraten, Antidiabetika und Antikoagulantien berichtet. Bei Bluthochdruck sollte sibirischer Ginseng nicht zu Anwendung kommen.

In der Schweiz ist seit 2009 ein Präparat von Swissmedic zugelassen, das den Wurzeltrockenextrakt Eleutherococci radicis extractum ethanolicum siccum enthält.

Hinweis

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Alanin

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Wichtig für Energiestoffwechsel und Immunsystem

Alanin (abgekürzt Ala oder A) gehört zu den nicht essentiellen Aminosäuren. Das bedeutet, dass es vom menschlichen Stoffwechsel biosynthetisch selbst hergestellt werden kann. Die α-Aminosäure von Alanin tritt chiral auf, also in zwei spiegelbildlichen Formen, man unterscheidet L-Alanin und D-Analin. Speziell von dem L-Alanin (in der Literatur auch unter dem Namen (S)-2-Aminopropansäure oder (S)-Alanin bekannt) soll hier die Rede sein, da es sich um eine proteinogene Aminosäure handelt, die für rasche Energielieferung und den Muskelaufbau von Bedeutung ist. Alaninsynthese spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel zwischen Muskulatur und Leber. Die Aminosäure hilft bei der Energiebereitstellung und bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels. Alanin kommt in Eiweißprodukten vor wie Fleisch, Eier, Milch und Milchprodukte, aber auch in pflanzlichen Proteinspendern, beispielsweise aus Sojabohnen.

Anwendungsgebiete von Alanin

Bei einer proteinarmen Ernährung über einen längeren Zeitraum kann ein Alanin-Mangel auftreten. Zu Auswirkungen eines Alanin-Mangels existieren nur wenige medizinische Studien, es gibt aber Hinweise darauf, dass zu geringe Alanin-Mengen eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) auslösen können. (vgl. Porcellati F. et al: Effect of the amino acid alanine on glucagon secretion in nondiabetic and type 1 diabetic subjects during hyperinsulinaemic euglycaemia, hypoglycaemia and posthypoglycaemic hyperglycaemia; Diabetologia; 2007; 50; S. 422430). Niedrige Alanin-Werte im Blutserum können auf Hypoglykämie hinweisen. Alanin-Zusätze können hilfreich bei Unterzuckerung wirken, da sie helfen, den Glucosespiegel zu erhöhen, indem die Ausscheidung von Glucagon anregt wird. Dieses Hormon ist der Gegenspieler von Insulin und fördert die Glucoseherstellung aus Aminosäuren (Glukoneogenese). Gleichzeitig kann Alanin bei einem Mangel an Glucosereserven in Kohlenhydrate umgewandelt werden. So wird die Regulierung des Blutzuckerspiegels positiv beeinflusst und der Körper kann genügend Energiereserven zur Verfügung stellen. (vgl. Müller W. A. et al: The effect of alanine on glucagon secretion; J Clin Invest. 1971; 50; S. 2215-2218). Sportler schätzen Alanin, um Muskeln vor vorzeitiger Ermüdung und vor Übersäuerung zu schützen. Alanin wird vom Körper in Carnosin umgewandelt, das Muskelaufbau und Ausdauer unterstützt. Alanin kann das Immunsystem stärken und reduziert das Risiko von Nierensteinen.

In besonders hohen Konzentrationen tritt Alanin Untersuchungen zufolge in der Prostataflüssigkeit auf. Es wird davon ausgegangen, dass es die Vorsteherdrüse möglicherweise vor krankhaften Vergrößerungen schützt. Bei Patienten mit Prostatahyperplasie, verbunden mit Schmerzen beim Wasserlassen, konnte Alanin in Kombination mit weiteren Aminosäuren wie Glutaminsäure und Glycerin die Symptome lindern. Die genaue Wirkungsweise ist noch nicht erforscht, es wird vermutet, dass Alanin bei der abschwellenden Wirkung des Drüsengewebes beteiligt ist. (vgl. Shiga H. et al: Amino acid therapy for hypertrophy of the prostate; Hinyokika Kiyo 1968; S. 625632).

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