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Warum Krillöl dem Fischöl überlegen ist

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Gesünder und umweltfreundlicher

Der Vergleich von Krillöl mit Fischöl wird häufig gemacht.
Wo liegen aber genau die Unterschiede?
Im Laufe der Jahre wurde Krillöl in immer neuen wissenschaftlichen Studien untersucht. Die Ergebnisse zeigen die Vorteile und Unterschiede:

Krillöl ist frei von Giftstoffen

Leider lagern sich in Fischen wegen der weitverbreiteten Wasserverschmutzung Quecksilber und andere Schwermetallablagerungen an. Antarktischer Krill wird nur aus reinerem Gewässer gefischt und ist deshalb von dieser Kontaminierung nicht bedroht. Außerdem steht Krill am Anfang der Nahrungskette und ernährt sich von Phytoplankton – nicht von bereits kontaminiertem Fisch.

Krillöl ist umweltfreundlich

Krill ist die größte Biomasse der Welt. Trotzdem ist gewährleistet, dass nur ein bis zwei Prozent gefangen wird. Kontrolliert wird die Krillpopulation von der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources, CCAMLR). Der Marine Stewardship Council (MSC) stellt sicher, dass der Fang gemäß strenger nachhaltiger Kriterien erfolgt, um Überfischung zu vermeiden.

Krillöl wirkt bis zu 48x stärker wirkt als Fischöl

In einer Studie wurde 2011 eine Krillöl- und eine Fischölgruppe miteinander verglichen: Die Probanden der Krillölgruppe bekamen 63% weniger essenzielle Omega-3-Fettsäuren aus Krill als die Probanden der Fischöl-Gruppe. Trotzdem besserten sich die Blutwerte in beiden Gruppen ähnlich. Krillöl wirkte bis zu 48x stärker und wurde deshalb weniger gebraucht.

Krill enthält Phospholipide

In Krillöl sind die Omega-3-Fettsäuren an Phospholipide gekoppelt. Das ist wichtig, weil die wasserlöslichen Fettsäuren in ihrer freien Form nicht im Blut transportiert werden können. Sie brauchen diese Trägersubstanz, damit der Körper sie leichter absorbieren kann.

Außerdem sind Phospholipide auch einer der wichtigsten Bausteine des „guten“ HDL-Cholesterins. Sie tragen zur strukturellen Unversehrtheit der Zellen bei und unterstützen die Zellfunktion.

Krillöl wird 10 – 15x besser absorbiert

In Fischöl sind die Omega-3-Fettsäuren an Triglyceride gekoppelt. Diese müssen im Darm mühsam in die grundlegenden Fettsäuren DHA und EPA aufgespalten werden. 80 bis 85% der wertvollen  Omega-3-Fettsäuren gehen dabei verloren. Krillöl kann dagegen 10 – 15% besser vom Körper absorbiert werden.

Krillöl überwindet die Blut-Hirn-Schranke

Krillöl kann in wichtige Gehirnregionen gelangen, weil es in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden.

Krillöl enthält Phosphatidylcholin

Phospholipide setzen sich aus Fettsäuren, Glycerin, Phosphorsäure und Cholin zusammen. Auch zu erwähnen ist das darin enthaltene, leberschützende Trimethylglycin. Krillöl enthält Phosphatidylcholin, was sofortige Bioverfügbarkeit garantiert. Für die Absorption von Fischöl muss die Leber es zuerst an Phosphatidylcholin koppeln. Erst über diesen Umweg ist Fischöl bioverfügbar.

Krillöl ist 300x so antioxidativ wie A- und E-Vitamine

Fischöl ist sehr arm an Antioxidantien und damit sehr anfällig für die Oxidation. Krillöl dagegen enthält, das vermutlich stärkste Antioxidans in der Natur: Astaxanthin.

Die Messung des ORAC-Werts (Oxygen Radical Absorbance Capacity) ergab, dass Krillöl über 300x so stark antioxidativ wirkt wie die Vitamine A und E, 47x so stark wie Lutein und über 34x  so stark wie CoQ10.

Krillöl wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus

Im Gegensatz zu Fischöl unterstüzt Krillöl den Glukosestoffwechsel in der Leber, den Lipidstoffwechsel und trägt zur Regulierung der mitochondrialen Atmungskette bei. Außerdem hemmt Krillöl die Cholesterinsynthese und trägt damit dazu bei, den Triglycerid- und den Cholesterinspiegel zu senken und die Energieproduktion zu erhöhen.

Viele Vorteile für Krillöl zur Unterstützung der Nahrung

Der Körper selbst kann keine Omega-3-Fettsäuren bilden. Er muss sie über die Nahrung zu sich nehmen. Krillöl-Kapseln sind hochwertige tierische Omega-3-Ergänzungsmittel, die in der täglichen Ernährung eine der einfachsten und effektivsten Methoden sein können, um gesund zu bleiben oder zu werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Tryptophan

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Bezugsquelle: Inka Gold (sehr guter Tryptophan-Lieferant)

Stimmungsaufhellende Aminosäure

Tryptophan ist eine essentielle und proteinogene (eiweißbildende ) Aminosäure. Sie gehört zu den aromatischen Aminosäuren wie auch Histidin, Phenylalanin und Tyrosin. Diese Aminosäure kann nicht im Körper gebildet werden und muss daher über die Nahrung zugeführt werden.

Tryptophan ist der Hauptbaustein des als Glückshormon bekannten Serotonins, das im Gehirn gebildet wird. Tryptophan ist in Schokolade und in Bananen enthalten, aber um ein Quantum davon zu sich zu nehmen, das einen richtigen Kick auslöst, müssen schon große Mengen davon verzehrt werden.

Serotonin

Serotonin ist als Glücks-Botenstoff bekannt, der die Stimmung hebt. Es besitzt natürlich noch viele weitere Aufgaben im menschlichen Organismus, unter anderem spielt es eine Rolle für das Herz-Kreislaufsystem, den Magen-Darm-Trakt, den Schlafrhythmus, den Sexualtrieb, die Körpertemperatur und den Augeninnendruck.

Im Winter ist der Serotoninspiegel im Blut niedriger, bedingt durch die Dauer und die Intensität der Lichteinwirkung. In dieser Zeit kann man durch bewusste Ernährung mit Tryptophan-reichen Lebensmitteln etwas für die seelische Gesundheit tun.

Warum nicht Serotonin direkt einnehmen?

Das Serotonin aus Lebensmitteln können nicht ins Gehirn gelangen, da das aufgenommene Serotonin die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann. Das wiederum vermag die Aminosäure Tryptophan mittels eines Transportmoleküls. Um die Serotonin-Produktion im Gehirn anzukurbeln, muss es dort vor Ort gebildet werden.

Tagesbedarf

Tryptophan ist in Proteinen und Peptiden in gebundener Form enthalten, nicht aber als freies Tryptophan. Der Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen ist individuell verschieden. Als Faustformel wird rund 3 bis 6 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gerechnet.

Vorkommen

Einen hohen Gehalt an Tryptophan besitzt die Sojabohne. Ebenfalls gute Tryptophan-Lieferanten sind ungesüßtes Kakaopulver, das auch in Schokolade enthalten ist, Cashew-Kerne, Haferflocken, ungeschälter Reis, Mais-Vollkornmehl, Pilze, getrocknete Erbsen und Samen wie Amaranth, Sesam, Quinoa und Hirse. Bananen, Ananas, reife Früchte allgemein gehören ebenso zu den Favoriten. In Fleisch und Fisch ist ebenfalls Tryptophan enthalten.

Unterstützend tätig

Cofaktoren für die Serotonin-Synthese sind Vitamine aus dem Vitamin-B-Komplex (besonders Vitamin B6), Omega-3-Fettsäuren und Mineralstoffe wie Magnesium, Mangan und Zink.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Alpha-Liponsäure

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Unschätzbar wertvoll für wichtige Stoffwechselprozesse

Entdeckt wurde die Alpha-Liponsäure (α-Liponsäure, abgekürzt nach der englischen Bezeichnung lipoid acid) während einer Studie mit Milchsäurebakterien in den 50er Jahren. Die schwefelhaltige Fettsäure kommt als Coenzym bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien fast aller Zellen mit Zellkern vor, bei Menschen, Tieren und mehrzelligen Pilzen. Das Coenzym funktioniert ähnlich wie ein Vitamin, es ist wasser- und fettlöslich und kann in praktisch alle Körperregionen gelangen und auch die die Blut-Hirn-Schranke passieren. Seine starke antioxidative Wirkung wird in der Medizin für Prävention und Therapie geschätzt. Seit 1966 wird Alpha-Liponsäure in Deutschland als Arzneistoff eingesetzt, insbesondere bei Erkrankungen der Leber oder peripheren Polyneuropathien. In der Alternativmedizin kommt Alpha-Liponsäure für ausleitende Verfahren z.B. bei Quecksilbervergiftung oder anderen Schwermetallvergiftungen zur Anwendung. Der menschliche Körper kann Alpha-Liponsäure selbst herstellen, der Naturstoff kann jedoch auch gut über die Nahrung aufgenommen werden. Alpha-Liponsäure ist enthalten in rotem Fleisch, beispielsweise Rindfleisch und Innereien wie Leber, Nieren und Herz.

Die gesundheitsförderlichen Eigenschaften der Alpha-Liponsäure sorgen für zahlreiche weiterführende Studien zum Einsatz des wertvollen Naturstoffes. Naturheilkundler Urs Buergi verfolgt mit Interesse die laufenden medizinischen Studien, die sich mit der körpereigenen Substanz befassen: „Nicht umsonst wird die Alpha-Liponsäure als Antioxidans aller Antioxidantien bezeichnet“. Es gibt Hinweise darauf, dass sie die Eisenaufnahme begünstigt, die Leber unterstützt und positiv auf den Blutzuckerspiegel sowie die Optimierung der Energiegewinnung aus der Nahrung und den Aufbau des Bindegewebes wirkt. Der Histaminspiegel wird reguliert, Zellalterung verzögert. Die Fettsäure spielt eine Rolle bei der Produktion von Nervenbotenstoffen und kann Schwermetalle binden. Es kann davon ausgegangen werden, dass Alpha-Liponsäure bei der Steuerung vieler Stoffwechselfunktionen beteiligt ist.

Umfassender Einsatz von Alpha-Liponsäure für die Gesundheit

Antioxidatives Multitalent

Freie Radikale greifen die menschlichen Körperzellen an und schädigen sie in ihrer Substanz. Als vielseitiges Antioxidans macht Alpha-Liponsäure eine Vielzahl unterschiedlicher Freier Radikale Art unschädlich. Die körpereigene Fettsäure schützt sogar das Gehirn, denn sie kann in wasser- wie fettlösliche Strukturen gelangen und auch die Blut-Hirn-Schranke passieren. Außerdem kann sie leicht umgesetzt werden in Dihydroliponsäure, ein noch stärkerer Radikalfänger. Bereits oxidierte Antioxidantien wie beispielsweise Vitamin C, Vitamin E, Glutathion und Coenzym Q10 können durch Alpha-Liponsäure und Dihydroliponsäure wieder in ihre aktive Form zurückverwandelt werden, so dass diese ihrerseits wieder antioxidativ wirken können. Die starken antioxidativen Eigenschaften von Alpha-Liponsäure wirken entzündungshemmend, antimutagen, antikarzinogen, neuroprotektiv und beeinflussen Insulinempfindlichkeit und Zellalterung positiv. Damit ist Alpha-Liponsäure äußerst wichtig für die Immunabwehr.

Blutzuckerstoffwechsel, Diabetes und Diabetesnebenerkrankungen

Alpha-Liponsäure ist an der zellulären Energieproduktion essentiell beteiligt. Ihre positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel gilt als medizinisch gesichert. Die Senkung des Blutzuckerspiegels durch die Erhöhung der Insulinempfindlichkeit gehören zu ihren hilfreichen Wirksamkeiten. Die Glucoseaufnahme im Muskel- und Fettgewebe wird gefördert und bei der Insulinsynthese ist Alpha-Liponsäure ebenfalls beteiligt. Die Fettverbrennung und der gesamte Fettstoffwechsel wird unterstützt. In einer placebokontrollierten Studie konnten adipöse Patienten bei einer Kombination von hypokalorischer Diät zusammen mit einer Einnahme von 1.800 mg Alpha-Liponsäure täglich über die Dauer von 20 Wochen deutlich abnehmen. Über 20 Prozent der Patienten wogen danach 5 Prozent weniger (vgl. Koh EH et al. Effects of Alpha-lipoic acis on body weight in obese subjects. Am J Med. 2011, 124; 85e1-85e8). Bei Neben- und Folgeerkrankungen von Diabetes kann es zur Schädigung des peripheren Nervensystems wie Neuropathie oder Schädigung von Nervenleitungen kommen. In verschiedenen Studien wurde der wirksame Einsatz von Alpha-Liponsäure untersucht und hat die Verbesserung verschiedener neuropathischer Beschwerden ergeben. Bei schulmedizinischen Therapien von Neuropathie wird Alpha-Liponsäure seit Jahrzehnten verwendet. Ein positiver Einfluss wird auch für das bei Diabetikern erhöhte Risiko für grauen Star und diabetischer Retinopathie vermutet. Die antioxidative Kraft des körpereigenen, vitaminähnlichen Stoffs erhöht die Konzentration von Glutathion sowie Vitamin C und E in der Augenlinse und hemmt das Enzym Aldosreduktase.

Leber präventiv schützen und
Lebererkrankungen therapieren

Alpha-Liponsäure kann die Leber schützen durch die oben beschriebenen antioxidativen Eigenschaften, indem sie die oxidative Schädigung von Lipopolysaccharide, Arsen, Giftstoffen aus Umwelt oder Arzneimitteln reduziert. Sie regeneriert andere wichtige Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und Glutathion und bereitet das Coenezym Q10 und NAD (NicotinamidAdeninDinucleotid) wieder körperwirksam auf. Die Fettsäure wird gegen das Fortschreiten von nicht-alkoholischer Leberverfettung, Leberfibrose und Leberzirrhose sowie in der Prävention eingesetzt.

Schwermetallvergiftung

Schwermetalle werden im Körper gespeichert und reichern sich im Gewebe an. Auch wenn der Organismus von der weiteren Einwirkung einer schädlichen Schwermetallquelle entfernt wurde, bleibt eine Belastung des Körpers durch die gespeicherten Schwermetalle bestehen, die nach und nach freigesetzt werden. Chelatbildner wie Alpha-Liponsäure können das natürliche Ausscheiden von Schwermetallen begünstigen, indem sie zweiwertige Ionen komplexieren. Hier sind die besonderen Eigenschaften der Alpha-Liponsäure hilfreich, denn sie kann in allen Bereichen des zentralen und peripheren Nervensystems wirken, sogar im Gehirn, im Gegensatz zu vielen anderen Chelatbildern.

Zellalterung aufhalten

Mit dem Alter nimmt die körpereigene Produktion von Alpha-Liponsäure ab. Die gleichzeitige Zellalterung lässt mehr freie Radikale entstehen. Dagegen kann eine zusätzliche Einnahme von Alpha-Liponsäure den oxidativen Stress reduzieren. Als Radikalfänger und Unterstützer weiterer antioxidativer Substanzen wie Vitamin C und E sowie mitochondrialer Enzyme wie Isocitrat-Dehydrogenase, Succinat-Dehydrogenase und Cytochrom-c-Oxidase kann Alpha-Liponsäure unterstützend dem Alterungsprozess entgegenwirken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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