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Blasenentzündung, Harnwegsinfekt
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Blasenentzündung?

Schmerzhaftes Brennen beim Wasserlassen (Dysurie), ständiger Harndrang (Pollakisurie) – auch bei leerer Blase – und Unterleibschmerzen, das macht eine Blasenentzündung so unangenehm. Frauen sind statistisch deutlich häufiger davon betroffen als Männer. Erst ab einem Alter von sechzig Jahren verteilt sich das Risiko gleichermaßen auf beide Geschlechter.
Der medizinische Begriff für Blasenentzündung oder Harnwegsinfektion ist akute Zystitis (auch Cystitis). Die Entzündung der Harnblase kann in schwereren Fällen auch mit Blut im Urin einhergehen (Hämaturie) oder Trübung und Geruchsveränderung des Urins.

Komplikationen

Wenn eine Blasenentzündung nicht vollständig abheilt, kann sie auf den Harnleiter übergreifen. Chronische Harnwegsinfektion oder gar Nierenbeckenentzündung mit hohem Fieber und gesteigertem Risiko für eine Blutvergiftung können die Folge sein.

Wie entsteht eine Blasenentzündung?

Die häufigste Ursache für Blasenentzündung sind Escherichia coli-Bakterien, die normalerweise in der Darmflora vorkommen. Seltener sind Viren oder Pilzinfektionen der Auslöser.
Intimhygiene ist daher unerlässlich – auch beim Sexualpartner. Bereits ein Reinigen von hinten nach vorne nach dem Stuhlgang (falsche Wischrichtung) kann die Bakterien zum Harnröhre transportieren und eine Infektion in der Harnblase auslösen.
Häufiger Geschlechtsverkehr begünstigt eine Infektion. Dauerkatheter, Stoffwechselerkrankungen, Diabetes mellitus und diverse Vorerkrankungen können zu Blasenentzündung führen. Auslöser können auch psychischer Stress oder Schwangerschaft sein.

Das kann helfen bei Blasenentzündung

Häufig verschreibt der Arzt ein Antibiotikum. Das ist sinnvoll, wenn Bakterien die Erreger sind. Gegen Viren oder Pilzinfektionen dagegen hilft ein Antibiotikum nicht. Oft helfen Antibiotika gar nicht mehr, weil sie viel zu oft und gedankenlos verschreiben werden. Lesen Sie hierzu: Mensch versus Bakterien

Das Hausmittel Nr. 1

Zunächst kann geprüft werden, ob das uralte Hausmittel „viel trinken“ hilft. Eine große Trinkmenge von bis zu drei Litern täglich kann die Erreger mit dem gebildeten Urin auf natürlichem Wege aus der Blase spülen. Geeignet sind Wasser und Kräutertees.

Pflanzliche Heilwirkung

Senföle aus Meerrettich und Kapuzinerkresse sind für ihre heilende Wirkung bei Blasenentzündung bekannt und haben in Studien auf gute Wirksamkeit hingedeutet. Saft aus Preiselbeeren und Cranberry-Beeren gelten besonders in der Vorbeugung für wirksam, da ihre Wirkstoffe einer Ansiedlung von Keimen in der Schleimhaut entgegenwirken können.
Eine finnische Studie veröffentlichte 2002 Ergebnisse zu Blasenentzündungstherapie, bei denen durch die ernährungsphysiologische Gabe von Preiselbeersaft und Cranberrysaft der Einsatz von Antibiotika bei Frauen im Durchschnittsalter von 30 Jahren signifikant gesenkt werden konnte und die Rückfallquote einer erneuten Infektion stark abgesenkt wurde.

Mehr Phytotherapie

Zahlreiche Kräutertees, Frischpflanzenpresssaft oder Urtinktur enthalten zur Therapie gegen Blasenentzündung meist die erprobten Zutaten wie Goldrutenkraut, Schachtelhalm, Erdrauchkraut, Kamille, Brennnesselblätter oder Birke. Die keimhemmenden und antientzündlichen oder harntreibenden und krampflösenden Wirkstoffe stehen dabei im Vordergrund.

Immunabwehr stärken

Grundsätzlich sind die Schleimhäute ständig im Einsatz für die Abwehr von Keimen und Krankheitserregern. Wenn sie gut versorgt sind mit Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen können sie diese Aufgaben besser bewältigen.
Vitamin C, A, D und E können hilfreich sein. Sie wirken antioxidativ und stimulieren wichtige Stoffwechselprozesse. Magnesium, Eisen und lebensnotwendige Spurenelemente wie Zink und Selen beeinflussen die Immunabwehr positiv. Viele biochemische Prozesse können nicht ohne Zink in Gang gebracht werden. Die entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren können auch vorbeugend genommen werden.

Kein Kaffee oder Alkohol

Reizarme Kost ist die beste Vorbeugung und Genesungsstrategie. Kaffee und Alkohol sollte vermieden werden.

Säure-Basen-Haushalt

Ein saurer Urin kann die Blasenschleimhaut reizen. Basische Lebensmittel mit viel Obst und Gemüse sollten Fleisch und Fisch daher vorgezogen werden. In einem basischen Milieu können sich Bakterien weniger gut ansiedeln.

Homöopathische Mittel

Erfolge gegen Blasenentzündung wurden auch durch homöopathische Arzneimittel erzielt. In Absprache mit dem Arzt oder Therapeuten sind Sarsaparilla, Cantharis oder Dulcamara beliebte Mittel der Wahl. Je nach individueller Ausrichtung sind auch Kombinationen möglich.
Für gewöhnlich werden die Globuli drei Mal halbstündlich, dann drei Mal stündlich, danach alle zwei bis drei Stunden und am Folgetag morgens, mittags und abends gegeben.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Meerrettich (Armoracia rusticana)

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Winterwurzel in der Natur-Apotheke

Der europäische Meerrettich (armoracia rusticana) gehört zur großen Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Verwendet wird die Wurzel der Meerrettichpflanze als Gewürz- und Heilmittel. In der Volksheilkunde wurde Meerrettich schon reißerisch als „Antibiotikum der Bauern“ bezeichnet, da er die Abwehrkräfte stärkt. Doch schon im Mittelalter scheint der Glaube an die Heilkraft der winterharten Wurzel so stark gewesen zu sein, dass Amulette und Halsketten aus getrockneten Meerrettichscheiben getragen wurden.

Inhaltsstoffe

Meerrettichwurzel enthält Vitamin C mit einem Gehalt von 177 mg pro 100 Gramm Frischgewicht. Dazu die Vitamine B1, B2 und B6 aus dem Vitamin-B-Komplex, Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor. Wirksam sind auch die Senfölglykoside Sinigrin und Gluconasurtiin sowie Allicin, Flavone und ätherische Öle. Die Senföle besitzen antimikrobielle Eigenschaften.

Meerrettich in der Pflanzenheilkunde

Meerrettich wird in zahlreichen Heilmitteln gegen Erkältungen und Atemwegserkrankungen enthalten, da er die Abwehrkräfte stärkt. Allein der Vitamin C-Gehalt ist dabei bereits wirksam um das Immunsystem zu unterstützen.

Antibiotische Stoffe, die nicht nur gegen Bakterien wirken sondern angeblich sogar krebsvorbeugend wirksam sind, kommen aus den schwefelhaltigen Substanzen wie Allicin und Sinigrin. Die ätherischen Öle mit Senfölen wirken nachweislich antimikrobiell, wie bereits Untersuchungen der 50er Jahre belegt haben. Es gibt Hinweise auf antivirale und fungistatische Eigenschaften. Meerrettich soll auch positiven Einfluss auf Erkrankungen der Harnwege nehmen.

Außerdem wirkt Meerrettich hustenlösend und wirkt anregend auf die Durchblutung und den Kreislauf. Als anregend wird die Einnahme für die Verdauungssäfte beschrieben und daher als geeignet für Magen-Darm-Beschwerden.

Zur äußerlichen Verwendung soll Meerrettich gegen Kopfschmerzen und Verspannung der Nacken Muskulatur helfen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Kürbiskerne

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kuerbiskerne
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Vitamin- und Enzymlieferant

Der Kürbis (Cucurbita) gehört zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und ist botanisch gesehen eine Beere. Folgende Sorten sind am häufigsten: Der Riesen-Kürbis, der Moschus-Kürbis, der Feigenblatt-Kürbis und der Garten-Kürbis. Der Sattmacher liefert außer seinem ballaststoffreichen Fruchtfleisch gleichzeitig in seinen Kernen wertvolle Nähr- und Vitalstoffe. Allgemein wird Kürbiskernöl aus dem gehackten und gerösteten Samen des Gartenkürbis gewonnen, die hydraulisch gepresst werden. Bis zu 1.000 Kerne können in einem Kürbis enthalten sein. Noch die ausgepressten Rückstände sind nutzbar als eiweißreiches Futtermittel.

Das Öl mit der Herkunftsbezeichnung „Steirisches Kürbiskernöl“ aus dem Steirischen Gartenkürbis genießt Regionenschutz.

Inhaltsstoffe

Kürbiskerne enthalten ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E, Betacarotin, Arginin, Phytosterole (auch Phytosterine, sekundäre Pflanzenstoffe), Selen, Magnesium, Calcium und Kalium sowie gesundheitsfördernde Enzyme. Durch wärmeintensives Raffinieren verlieren viele Inhaltsstoffe ihre Wirksamkeit. Native, unbehandelte Öle sind daher zu bevorzugen. Kürbisöl kann leicht ranzig werden und ist daher im Kühlschrank gut aufgehoben.

Kürbiskernkerne

Kürbiskernkerne eignen sich für Salate oder zum Knabbern und schmecken auch im Kürbiskernbrot.

Kürbiskernöl

Die dunkelgrüne Farbe von Kürbiskernöl verursachen Carotinoide und Porphyrine, die im Körper den Schutz gegen UV-Strahlung und die Abwehr von Umwelteinflüssen unterstützen.

Der hohe Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Kürbiskernöl kann durch gefäßerweiternde Eigenschaften blutdrucksenkend wirken. Das kann vorbeugend gegen das Risiko von Herzinfarkt sein. Linolsäure und Phytosterine sollen sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken. Vitamin E plus Selen besitzen antioxidative Eigenschaften zum Zellschutz. Sie gelten als wirksame Radialfänger. Freie Radikale entstehen bei oxidativem Stress durch vielfältige Einflüsse wie Umweltgifte, Krankheit oder Stress und gelten als Auslöser diverser Krankheiten. Antioxydantien können die Lebensdauer von Zellen verlängern und die Immunabwehr stärken.

Es gibt Hinweise aus Untersuchungen, die auf eine positive Wirkung von Kürbiskernöl bei Prostatavergrößerungen, bzw. Prostata-Adenomen im Anfangsstadium hindeuten.

Volksheilkunde

Die Volksheilkunde kennt Kürbiskernöl für viele Anwendungen, von der bereits erwähnten Blutdrucksenkung angefangen über Blasenentzündung und Reizblase aufgrund harntreibender Wirkung, Arteriosklerose und Bandscheibenprobleme bis hin zu Nierenproblemen und Muskelkrämpfen. Das Öl aus Kübiskernen ist auch schon gegen Wurmbefall eingesetzt worden.

Hinweis

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Goldrute (Solidago virgaurea)

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Wundkraut der alten Germanen

Goldrute (Solidago) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es existieren rund 100 Arten, die aus Nordamerika kommend auch in Mitteleuropa heimisch geworden sind, dort insbesondere die gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea).

Wegen ihrer Bedeutung als Heilpflanze wird in christlicher Überlieferung die Goldrute als „Laurenzlorbeer“ bezeichnet als Erinnerung an den Heiligen Laurentius von Rom (3. Jh.), der das Gold aus dem Kirchenschatz von Rom lieber an die Armen verteilte, als es an den Kaiser Valerian herauszugeben und dafür zum Märtyrer wurde. Die Heilpflanze ist seit langer Zeit bekannt. Wahrscheinlich nutzen schon die Germanen die Goldrute als Heil- und Wundkraut.

Achtung

Die Goldrute steht im Verdacht, Heuschnupfen auszulösen. In mittelalterlichen Schriften, so auch bei Hildegard von Bingen, wird die Bezeichnung „Solidago“ nicht für Goldrute, sondern für Beinwell benutzt.

Pflanzenheilkunde

In der Pflanzenheilkunde wird die Gewöhnliche Goldrute als Heilmittel gegen Harnwegsinfekte und zur Vorbeugung von Harnsteinen oder Nierengrieß eingesetzt. Sie wirkt harntreibend, entzündungshemmend und schwach krampflösend und kann Niere und Harnleiter durchspülen.

Verwendet wird das ganze Kraut außer der Wurzel. Für die Heilwirkung ist das Zusammenspiel verschiedener Inhaltsstoffe ausschlaggebend, wie Flavonoide, Leicarposid, Triterpensaponine und Phenolglykoside.

Hinweis

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Arctostaphylus Uva Ursi (Bärentraube)

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In vielen Ländern der Welt als Heilpflanze angebaut

Die Echte Bärentraube oder Immergrüne Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Die strauchförmige Heilpflanze bildet Matten mit einer Wuchshöhe von fünf bis zehn Zentimetern Höhe und horizontalen Ästen, die bis zu 50 Zentimeter Länge erreichen können. Die Sträucher können bis zu 120 Jahre alt werden.

Natürliche Vorkommen

Die Echte Bärentraube ist eine von drei der 66 Arctostaphylos -Arten, die außerhalb von Nordamerika vorkommt. Sie ist zirkumpolar auf der Nordhalbkugel verbreitet. In Europa wächst die Echte Bärentraube besonders im Gebirge in trockenen, sonnigen Höhenlagen bis zu 3.100 Metern. Die Blüten sind weiß bis rosa und besitzen eine glockige Form. Die scharlachroten, eiförmigen Beeren erscheinen von August bis Oktober und haben einen mehligen, säuerlich-herben Geschmack. Sie können roh, getrocknet oder gekocht gegessen werden. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit der Preiselbeere.

In Deutschland gilt der Bestand als gefährdet und steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Die Heilpflanze wird in vielen Ländern der Welt angebaut.

Inhaltsstoffe

Arbutin, Gerbstoffe, Flavone und Glykoside. Das Arbutin kann im menschlichen Organismus in Hydrochinon umgewandelt werden. Es wirkt leicht desinfizierend. Seine antibakterielle Wirkung entfaltet es beim Ausscheiden über die Niere und die Harnwege. Bärentraubenblätter findet man oft als Bestandteile von Blasen- und Nierentees.

Anwendung in Naturheilkunde und Volksmedizin

Die Laubblätter der Echten Bärentraube werden getrocknet. Sie sind unter verschiedenen Bezeichnungen im Handel: Bärentraubenblätter, Achelblätter, Moosbeerenblätter, Sandblätter, Steinbeerenblätter oder Wolfsbeerenblätter. Die Blätter werden als Tee aufgegossen, der in der Volksheilkunde als förderlich bei Harnwegserkrankungen, bei Durchfall sowie Gallenbeschwerden galt sowie als Wehenmittel. In englischen Kräuterbüchern des 13. Jahrhunderts soll die Bärentraube als Heilpflanze erwähnt sein. Die Moderne Medizin hat keine Hinweise auf seine Wirksamkeit gefunden. Untersuchungen legen nahe, dass das aus Arbutin entstehende Hydrochinon potenziell krebserregend sein kann, weshalb die Einnahme nicht länger als acht Tage hintereinander erfolgen sollte. Bei Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern unter 12 Jahren wird die Anwendung nicht empfohlen.

Zubereitungshinweis für Tee

Tee aus Bärentraubenblättern sollte kalt aufgegossen werden, da heißes Wasser möglicherweise zu viele Gerbstoffe auslöst. Die Dosierungsanleitung ist zu beachten. Es gibt Hinweise darauf, dass die antibakterielle Wirksamkeit unterstützt wird, wenn der Urin basisch ist. Aus diesem Grunde sollte auf den Verzehr von ausreichend Obst und Gemüse geachtet werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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