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Die Eigenschaften der Karotte

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Beta-Carotin

Das Provitamin Beta-Carotin aus der Karotte wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Zur Deckung des Vitamin A-Bedarfs ist die Karotte geradezu ideal. Übrigens nimmt der Körper nur so viel Beta-Carotin auf, wie er benötigt. Eine Überdosierung mit Vitamin A ist mit natürlicher Nahrungsaufnahme deshalb ausgeschlossen. Es sei denn, man nimmt hochdosierte synthetische Vitaminpräparate zu sich.

Vitamin A Lieferanten

Unsere Grundnahrungsmittel liefern dem Körper nicht sehr viel Vitamin A. Back- und Teigwaren, gewöhnliches Muskelfleisch, die meisten Wurstsorten und auch Milch sind sehr arm an Vitamin A.
Zu den Vitamin A Lieferanten gehören Käse, Innereien (z.B. Leber, Nieren) und Eier. Rein pflanzliche Beta-Carotin-Lieferanten sind Brokkoli, Chicoree, Kresse, Portulak, Spinat, Mangold, Feldsalat, Kräuter, Süßkartoffeln und Spinat. Betacarotin ist in zahlreichen gelb-orangenen Gemüse- und Obstsorten enthalten, wie beispielsweise in Pfirsich, Aprikose, Mango, Papaya, Sanddorn, Süßkartoffel, Kürbis und natürlich in der Karotte.

Faktoren zur Resorption von Beta Carotin

Der offizielle Mindestbedarf an Vitamin A liegt bei 0,8 bis 1,2 mg. Rein rechnerisch würden 100g Karotten ausreichen, um daraus 1,7 mg Vitamin A zu bilden. Allerdings hängt die Aufnahme von Betacarotin in den Körper von vielen Faktoren ab:

  1. Der Bedarf bestimmt die Aufnahme. Je mehr Beta-Carotin vom Körper benötigt wird, umso mehr nimmt er davon auf.
  2. Alkoholkonsum hemmt die Aufnahme von Beta-Carotin. Zur optimalen Beta-Carotin-Versorgung deshalb besser keinen Alkohol trinken.
  3. Die Verdauung, der Säure-Basen-Haushalt, die Magensäurebildung beeinflussen ebenfalls die Aufnahme von Beta-Carotin. Medikamentöse Hemmung der Magensäurebildung verschlechtert deshalb die Aufnahme.
  4. Je gründlicher die Karotte gekaut wird, desto besser wird Beta Carotin vom Körper aufgenommen. Die unverdauliche Cellulose, die das Beta Carotin umschließt, kann so besser aufgespalten werden. Das Wurzelgemüse deshalb möglichst klein zu schneiden, als Saft zu trinken oder als Salat zu essen, fördert also die Resorption.
  5. Beta-Carotin ist recht hitzestabil. Karotten können deshalb gedämpft, gedünstet oder gekocht werden ohne dass eine vitalstoffschädigende Wirkung durch das Erhitzens eintritt. Hitze schadet der Karotte nicht.
  6. Fettbeigabe erhöht die Resorption des Beta Carotins immens. Dazu reichen jedoch sehr kleine Fettmengen von 2,5 g pro Mahlzeit völlig aus.
  7. Vitamin E fördert die Aufnahme von Beta-Carotin. Butter ist jedoch sehr arm an Vitamin E. Besser wäre Weizenkeimöl oder rotes Palmöl.
Für die Augen

Nachlassendes Sehvermögen wird oft auf das Alter zurückgeführt. Oft ist es jedoch der im Alter steigende Vitalstoffbedarf, der nicht mehr gedeckt wird. Ein Mangel an Vitamin A kann zu Seh-Beschwerden wie Nachtblindheit führen. Ein halber Liter Karottensaft täglich kann diese Mangelversorgung wieder ausgleichen.

In den Wechseljahren

Vitamin A ist auch für gesunde Schleimhäute verantwortlich. Frauen in den Wechseljahren wird deshalb empfohlen, sich ausreichend mit Vitamin A zu versorgen. Wenn Haut und Schleimhäute trocken und rissig werden, dann benötigt der Körper verstärkt Vitamin A um wieder ausreichend Feuchtigkeit zu bilden. Bei Männern ist Vitamin A bei der Produktion von Spermien beteiligt.

Als Hautschutz

Beta Carotin arbeitet als hoch wirksames Antioxidans. So schützt es viele körpereigenen Strukturen vor den schädlichen (auch krebserregenden) Einflüssen der freien Radikalen. Bis zu 1000 Mal kann Beta-Carotin so freie Radikale zerstören, bevor es selbst zerfällt. Als wichtiger Hautschutz gegen Sonnen UV-Bestrahlung und sogar vorbeugend gegen Hautkrebs.

Körpereigene Abwehr

Beta-Carotin unterstützt die körpereigene Abwehr, indem es die Bildung von natürlichen Killerzellen fördert. Diese Killerzellen vernichten virusinfizierte Zellen und Krebszellen.

Energiefluss in den Zellen

Für einen gesunden Körper ist die interzelluläre Kommunikation sehr wichtig: Alle Zellen stehen untereinander in Verbindung und tauschen sich aus. Carotinoide, Beta-Carotin und Vitamin A kümmern sich gemeinsam darum, dass der Körper wieder den Weg zurück zu Ordnung und Gesundheit einschlagen kann.

Brustkrebs

Laut Studien unterstützt Karottensaft das Immunsystem so sehr, dass sogar die Blutwerte von Brustkrebsüberlebenden auf jedem Level verbessert werden konnten. Als Vorsorge vor Brustkrebs und Schutz vor Brustkrebsrückfällen ist die Karotte also ein starker Verbündeter.

Krebsprävention

Der sekundäre Pflanzenstoff Falcarinol soll die Karotte vor Pilzerkrankungen schützen. Für uns Menschen ist dieser natürliche Wirkstoff zur Krebsprävention oder Krebsbekämpfung interessant. Da der Anteil an Falcarinol während des Kochvorgangs sinkt, sind hier vor allem rohe Karotten geeignet. An der Sheffield Hallam University wurde erforscht, dass Falcarinol aus Karotten gegen lymphatische Leukämiezellen wirksam ist, weil es sowohl die Ausbreitung der Krebszellen hemmte als auch deren Zelltod herbeiführte.

Tipp

Wer Karotten kochen und dennoch einen möglichst hohen Falcarinolgehalt erhalten möchte, der kocht die Karotten am besten im Ganzen und zerkleinert oder püriert sie erst dann. Damit liegt der Gehalt an Falcarinol mindestens 25 Prozent höher als in Karotten, die vor dem Kochen zerteilt wurden. Diese weisen nämlich einen Verlust von 70% dieses natürlichen Wirkstoffes auf.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin A (Betacarotin, Retinol)

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Ein Zuviel an Betacarotin gibt es nicht

Betacarotin gehört zu der Gruppe der Carotine (von lat. carota, Karotte). Als Naturfarbstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sorgen sie beispielsweise für die typisch orangene Farbe der Karotte. Und in der Karotte ist Betacarotin in besonders hoher Konzentration enthalten. Als Vorstufe von Vitamin A besitzt das Betacarotin im menschlichen Körper große Bedeutung für Knochenwachstum, Immunsystem, gesunde Haut, Stoffwechsel und das Hell-Dunkel-Sehen. Retinol und Vitamin A werden in vielen Lehrbüchern gleichgesetzt. Streng genommen handelt es sich bei Vitamin A jedoch um eine ganze Stoffgruppe, zu der neben Retinol (Vitamin A1) auch Retinal, Retinsäure und Retinylpalmitat gehören.

Vom Betacarotin leitet sich der Name der gesamten Gruppe der Carotine mit über 600 bekannten Varianten ab. Sie sind fettlöslich und können im menschlichen Körper nur zusammen mit Fett verarbeitet werden.

Betacarotin unterstützt Vitamin A

Betacarotin wird durch die Nahrung im Körper aufgenommen, von Enzymen zerlegt und in Vitamin A konvertiert. Deshalb wird es manchmal auch als Provitamin A bezeichnet. Im Darm aber auch in Zellen der Netzhaut, der Leber und in den Nieren findet der Aufspaltungsprozess statt. Betacarotin kann vom Körper gespeichert und bedarfsorientiert abgerufen werden.

Natürliche Vorkommen von Betacarotin

Betacarotin ist in zahlreichen gelb-orangenen Gemüse- und Obstsorten enthalten, wie beispielsweise in Pfirsich, Aprikose, Mango, Papaya, Sanddorn, Süßkartoffel, Kürbis und Karotte. Es kommt auch in grünen pflanzlichen Lebensmitteln vor wie in Brokkoli, Chicoree, Kresse, Portulak, Spinat, Mangold und Feldsalat.

Die Aufnahme von Betacarotin im Körper hängt stark von der Form des Verzehrs ab. Aus der rohen Karotte nimmt der Körper etwa zehn Prozent des enthaltenen Betacarotins auf. In geriebener Form, beispielsweise als Salat oder Smoothie, zusammen mit Fett erhöht sich die Ausnutzung deutlich, weil Betacarotin fettlöslich ist. Die Aufnahme von zu viel Betacarotin braucht nicht befürchtet werden, denn anders als bei einer übermäßigen Zufuhr von Vitaminen, kann es nicht zu einer Hypervitaminose kommen. Ein Überschuss kann sich höchstens durch eine Gelbfärbung der Haut manifestieren, der zurückgeht, wenn die Überversorgung eingestellt wird.

Essentielle Bedeutung für die Gesundheit

Vitamin A ist an unterschiedlichsten wichtigen Prozessen im Körper beteiligt. Proteinstoffwechsel und Fettstoffwechsel hängen von einer ausreichenden Versorgung durch Vitamin A durch die Nahrung ab, denn Vitamin A gehört zu den essentiellen Vitaminen, die nicht biosynthetisch im Körper hergestellt werden können. Da sich Vitamin A in großen Mengen im Körper speichern lässt, deutet eine Mangelerscheinung wahrscheinlich auf Unterernährung oder zu proteinlastige Ernährung hin oder aber eine Störungen des Fettstoffwechsels.

Vitamin A ist bei der Zellteilung des Embryos beteiligt an der Entwicklung und Differenzierung der Zellen. Für Aufbau und Wachstum der Knochen ist das Vitamin verantwortlich. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder in der Wachstumsphase gut mit Vitamin A versorgt sind und später im Erwachsenenalter zur Heilung von Knochenbrüchen. Die Synthese von Östrogen und Testosteron wird von dem Vitamin gesteuert, ebenso wirkt es sich auf die Spermatogenese aus, die Anzahl und Form der männlichen Samenzellen. Mit Eisen zusammen arbeitet das Vitamin an der Produktion neuer roter Blutkörperchen. Vitamin A spielt eine Rolle beim Aufbau körpereigener Eiweiße (Proteine). Bei Stress steigt der Vitaminbedarf.

Karotten sind gut für die Augen? Stimmt!

Der alte Spruch, dass Karotten gut für die Augen sind, stimmt. Sie enthalten besonders viel Betacarotin, das in Vitamin A umgebildet werden kann. Vitamin A ist in den Stäbchen der Netzhaut im Auge dafür verantwortlich, die Lichtreize in Nervensignale für das Gehirn umzuwandeln. Das Farbsehen, Hell-Dunkel-Sehen und die Sehkraft unter schlechten Lichtverhältnissen ist daher besonders abhängig von dem Vitamin. Bei Dämmerlicht oder sehr hellem Licht wird mehr Sehpurpur verbraucht, als bei normalem Tageslicht. Zur Regeneration wird Vitamin A benötigt. Bei Vitamin A-Mangel leidet die Nachtsicht und die Augen ermüden schneller.

Immunsystem

Als Radikalfänger reduziert Betacarotin die Schädigung von Zellstrukturen und Proteinen. Seine antioxidativen Eigenschaften sind ein wichtiger Teil seiner Bedeutung für die Immunabwehr. Betacarotin und Vitamin A können außerdem die Produktion von Antikörpern und weißen Blutkörperchen unterstützen.

Wichtig für das Immunsystem sind auch eine gesunde Haut und intakte Schleimhäute, an denen Vitamin A maßgeblich beteiligt ist. Sie würden ein Einfallstor für bakterielle und virale Krankheitserreger bieten, wenn sie geschädigt wären. Die Schleimhäute allein in Mund und Darm besitzen bereits eine sehr große Oberfläche.

Antioxidans und natürlicher Sonnenschutz

Der Eigenschutz der Haut gegen UV-Strahlung kann durch Betacarotin positiv unterstützt werden als eine Art natürlicher Sonnenschutz. Zum einen macht es den bei UV-Strahlung entstehenden reaktiven Singulettsauerstoff unschädlich, indem es dessen Energie aufnimmt und als Wärme wieder abgibt. Betacarotin ist durch seine antioxidativen Eigenschaften auch als Radikalfänger nützlich. Dadurch wird die Schädigung der Zellstruktur abgewendet.

Als Vorstufe von Vitamin A, das für die Differenzierung von Zellen verantwortlich ist, kann Betacarotin als wichtiger Vitalstoff für gesunde Haut allgemein und für als Schutzfaktor bei UV-Strahlung betrachtet werden. Der Prozess der Hautneubildung erfolgt über mehrere Schichten von innen nach außen. Im Fettgewebe und in der Oberhaut wird das Betacarotin gespeichert, das nicht für die Vitamin A-Bildung benötigt wurde.

Mehr zur Verwendung von Karotten

Betacarotin ist fettlöslich. Aus diesem Grund sollten Karotten immer mindestens mit einer geringen Menge Fett – am besten ein paar Tropfen hochwertigem Öl – zubereitet werden. Die Karotte enthält mehr Betacarotin als andere Gemüse. In der Karotte steckt auch der Ballaststoff Pektin. Er quillt im Magen-Darm-Trakt auf und erzeugt ein Sättigungsgefühl. Rohe Karotten haben einen leicht entwässernden Effekt. Durch ihren hohen Zuckergehalt schmeckt die Karotte süß und zählt daher roh und gekocht zu den Lieblingsgemüsen von Kindern.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Carotinoide

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Sekundäre Pflanzenstoffe für die Gesundheit

Carotinoide oder auch Karotinoide heißt eine ganze Klasse an natürlichen gelbroten Farbstoffen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Sie werden unterteilt in Carotine und Xanthophylle. Das wichtigste Carotinoid ist Betacarotin, das im Körper zu dem wichtigen Vitamin A umgewandelt werden kann. Aus diesem Grunde wird Betacarotin auch Provitamin A genannt.

Provitamine

Weitere rund 50 Carotinoide sind Provitamine und fungieren als Vorstufen von Retinol, das dem Vitamin A meist gleichgesetzt wird. Nur kann Retinol als Bestandteil vieler Lebensmittel direkt aufgenommen werden, während Provitamine den Vitamin A-Komplex erst im Körper bilden. Der Wirkungsgrad ihrer vitaminbildenden Aktivität wird oftmals in einer Retinoläquivalenz ausgedrückt.

Sechs natürliche Helfer

Unter den rund 800 Carotinoiden gibt es sechs Carotinoide, die eine besonders bedeutsame Rolle für die menschliche Gesundheit spielen: Alphacarotin, Betacarotin, Lycopin, BetaCryptoxanthin, Lutein und Zeaxanthin. Durch ihre antioxidativen Eigenschaften sind sie als Radikalfänger wichtig für einen Schutz von Zellen und Proteinen. Damit unterstützen sie die Vorbeugung gegen verschiedene Krankheiten, darunter Alzheimer, Arteriosklerose, Grauen Star, Krebs, Parkinson und Rheuma. Das größte antioxidative Potenzial unter den Carotinoiden besitzt Lycopin, das zum Beispiel in Tomaten vorhanden ist. Es kann den reaktiven Singulett-Sauerstoff unschädlich machen und beeinflusst das Wachstum von Tumorzellen.

Antikanzerogene Eigenschaften

Carotinoide können das Potenzial besitzen, krebsvorbeugend zu agieren. Theoretisch können sie einen Austausch zwischen Zellen bewirken durch die Synthese von Connexin. Sie sind in der Lage, Gap Junctions zu bilden, die bei Krebszellen vermindert auftreten. Insbesondere Betacarotin, Cryptoxanthin und Canthaxanthin wird diese Eigenschaft zugeschrieben.

Verschiedenste Körperregionen profitieren

In bestimmten Körpergeweben treten die Carotinoide besonders konzentriert auf und entfalten ihre Wirkung. Lutein und Zeaxanthin sind im Gelben Fleck (Macula) in der Netzhautmitte aktiv, Zeaxanthin außerdem im Fettgewebe. Alphacarotin und Betacarotin werden in der Leber gespeichert. Lycopin konzentriert sich in der Nebenniere und in den Hoden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Dunaliella Alge (Dunaliella salina)

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Überlebenskünstler als Vitaminlieferant

Die einzellige Grünalge Dunaliella (Dunaliella salina) gilt als eines der frühesten Beispiele für Algenbiotechnologie aus den frühen Achziger Jahren. Der extrem hohe Gehalt an Betacarotin machte diese Pflanze früh für die Gesundheitsforschung interessant, ebenso wie der Fakt, dass sie in einer äußerst salinen Umgebung lebensfähig ist. Die Alge gedeiht sogar in einer 35-prozentigen Kochsalzlösung. Der Einzeller aus Australiens Salzseen, der heute speziell gezüchtet wird, zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, sich widrigen Umweltbedingungen schnell anzupassen. Der schützende Ozonschild der Südhalbkugel ist sehr viel dünner, die Strahlenbelastung in Australien gilt daher als sehr hoch. Die Grünalge hat auf diese Bedingungen reagiert indem sie sich orangerot verfärbt und noch mehr Carotinoide als Schutz gegen oxidativen Stress produziert.

Schutz durch Vitamine

Für den Hautschutz sind zwei Vitamine besonders wichtig, Vitamin E und Carotinoide. Das bekannteste der Carotinoide ist zugleich der Namensgeber der Gruppe, das Betacarotin. Diese Vitamine schützen vor Hautkrebs und Sonnenbrand und verlangsamen die Hautalterung. Ein besonders wertvolles Carotin liefert die Meeresalge Dunaliella salina. Ihr Gehalt an bioaktivem Betacarotin ist enorm hoch und macht sie zu einem wertvollen Lieferanten des Provitamins.

Betacarotin ist als Vorstufe von Vitamin A ein wichtiger Vitalstoff. Nicht benötigtes Betacarotin kann vom Körper gespeichert werden. Als starkes Antioxidans übernimmt Betacarotin zellschützende Aufgaben im Auge, in Körperzellen und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus.

Bis zu 30 verschiedene natürliche Carotinoide

Selbst unter extremen Umweltbedingungen wie Hitze, Nährstoffmangel, hohe UV-Strahlung produziert die Dunaliella salina bedeutende Mengen an Carotinoiden, und davon bis zu 30 Stück. Die wichtigsten davon sind Betacarotin (alltrans), Betacarotin (9-cis), Betacarotin (13-cis), Bétacarotin (15-cis), Alphacarotin, Cryptoxanthin, Zeaxanthin, Lutein und Lycopin. „cis“ und „trans“ sind Hinweise auf die Molekülstruktur. Zum Beispiel vermag ein 9-cis-Betacarotin weitaus besser vor freien Radikalen schützen als ein All-trans-Betacarotin. Bei der Bekämpfung von bestimmten Krebszellen hat sich Alphacarotin hervorgetan. Dahingegen haben synthetisch hergestellte Betacarotine keine oder wenig Schutzfunktion. Dunaliella saline liefert natürliche Carotine, die in ihrer antioxidativen Wirkung den Singulett-Sauerstoff binden können, ein aggressives Sauerstoffradikal, das bei Strahleneinwirkung entsteht. Als Radikalfänger können die Carotinoide freie Radikale und stark reaktive Verbindungen unschädlich machen und damit Zellmembran und Zellkern schützen. Die natürlichen Carotinoide der Dunaliella salina liefern eine natürliche Gesundheitsvorsorge unter erhöhten Umweltbelastungen für den Menschen. In asiatischen Ländern gilt Dunaliella salina als gesundheitsfördernde Zugabe in vielen Gerichten. In Europa hat sich die Grünalge nicht als Essensbeilage durchsetzen können, ist aber in Nahrungsergänzungsmitteln ein wichtiger Lieferant von bioaktiven Carotinoiden.

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