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Fracking-Chemie fast in jedem Haushalt

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Dieselben Chemikalien wie in der Küchenspüle?

Bekanntlich werden beim Fracking toxische Substanzen verwendet. Doch nicht nur da: In dem Abwasser unserer Privathaushalte können diese Chemikalien in praktisch identischer Form nachgewiesen werden. Forscher der Universität von Colorado in Boulder wollten wissen, wo die Quellen dieser gefährlichen Stoffe in unseren Haushalten sind. Das Ergebnis ist schockierend: Viele unserer Alltagsgegenstände enthalten genau die Giftstoffe, die man beim Fracking ebenfalls nachweisen kann. Fracking ist für viele Menschen der Grund für die Verunreinigungen von Boden und Trinkwasser.

Waschmittel, Eiscreme und Abführmittel

Achten Sie auf umweltfreundliche Inhaltsstoffe? Dann ist es ernüchternd zu erfahren, dass Sie sich das Gift selbst ins Haus holen: Beim Wasch- oder Frostschutzmittel erwartet man ja schon Chemie. Aber wie steht es um Dinge, die wir in den Mund nehmen, oder sogar verzehren? Zahnpasta, Kosmetika, Eiscreme, Gewürzen oder Abführmittel? Einfach unglaublich! Die grenzflächenaktiven Substanzen enthalten zwei Serien von Ethylenoxid Surfactants, Polyethylenglycol und linearen Alkyl-Ethyloxylaten.

„Es handelt sich um die erste veröffentlichte Studie, in der einige der
organischen Fracking-Chemikalien identifiziert werden, die die Firmen
in ihre Quellen pumpen. In den Proben, die wir untersuchten, fanden
wir Chemikalien, wie sie beim Großteil von uns zu Hause ins Abwasser gehen.“

(Michael Thurman, Lead-Autor der Studie, Gründer des Labors für Umwelt-Massenspektrometrie am College of Engineering and Applied Science, Universität Boulder. Analytical Chemistry, Fachmagazin)

Folgen für unsere Gesundheit

Die US-Behörde OSHA ist für Arbeitssicherheit zuständig. Sie bringt das Ethylenoxid in unseren herkömmlichen Haushaltsmitteln mit gesundheitlichen Beschwerden wie Schwindel, spontanem Schwangerschaftsabbruch, Nervenschäden und Gedächtnisstörungen in Verbindung.

Untersuchungen von Fracking-Flüssigkeit

Da der Wettbewerb innerhalb der Fracking-Branche sehr groß ist, tun sich die Firmen schwer damit offenzulegen, mit welcher Chemikalienmischung sie arbeiten. Den Bundesregierungen der einzelnen amerikanischen Staaten reichen bei der Benennung der Substanzen grobe chemische Kategorien. Die Proben stammen daher aus fünf verschiedenen amerikanischen Bundesstaaten. Die Analyse erfolgt mithilfe der hochmodernen massenspektrometrischen Geräte. Diese wurden von Agilent Technologies zur Verfügung gestellt.

Geologische Unterschiede rund um die Förderstellen beeinflussen die Proben in der Zusammensetzung der Flüssigkeiten, so dass Wissenschaftler ihre Ergebnisse nicht einfach auf andere Förderstellen übertragen können. Eine größere, umfassendere Studie ist geplant.

Erde, Wasser, Luft

Außer auf den Boden hat Fracking auch negative Einflüsse auf die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken und das Wasser, das wir entsorgen. Durch die hochbelastete Abwasserentsorgung könnten sogar Erdbeben ausgelöst werden. Alles Faktoren, die Michael Thurman genauer untersucht haben möchte.

Luftproben aus der Nähe von Fracking-Quellen

Dr. David Carpenter, Leiter des Instituts für Gesundheit und Umwelt an der Universität von Albany, Staat New York, untersuchte die Luft in der Nähe von Fracking-Quellen. Die gemessene Konzentration an Schwefelwasserstoff überschritt die zulässige Obergrenze um das 90- bis 60 000-Fache.

Benzol und Formaldehyd

Ebenso stark erhöht waren die Werte für Benzol und Formaldehyd in diesen Gebieten. Formaldehyd gilt als krebserregend und wird mit Leukämie und Nasenrachenkrebs in Verbindung gebracht. Schwefelwasserstoff reizt die Sinnesorgane und kann Gesundheitsbeeinträchtigungen wie Augenreizungen und Asthma mit sich bringen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Wie gehen wir mit Krebs um?

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Krebs

Seit den 1070er Jahren hat die Zahl der Ersterkrankungen an Krebs um 70% erhöht. Aber auch die Zahl der Zweitkarzinome nimmt explosionsartig zu: um 300%. Jeder neue Krebsfall trifft Menschen, die bereits schon einmal an Krebs erkrankt waren. Pikanterweise ist diese erneute Erkrankung nicht als „Rückfall“ zu werten. Vielmehr handelt es sich um eine völlig neue Form von Krebs.

Wo steckt die Ursache?

Erklärungsversuche gibt es zahlreiche. Die Menschen werden immer älter und die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken ist deshalb höher. Ist wirklich nur das Alter ausschlaggebend? Spielen vielleicht auch Faktoren wie Umfeld, Ernährung, Trinkwasser, Luft, medizinische Behandlungen wie z.B. Impfungen eine Rolle? Und wie sieht es mit der Belastung durch Pestizide, Schwermetalle und Umwelthormone (endokrine Disruptoren) wie BPA und BPS aus? Ist die erste Krebsbehandlung Schuld an der zweiten Diagnose?

Wie sinnvoll ist eine Bestrahlung?

Die Strahlentherapie, die eigentlich den Krebs abtöten soll, kann nach Erkenntnissen der American Cancer Society nach einigen Jahren zur Bildung von Zweitkarzinomen beitragen.

„Bestrahlungstherapie wurde vor vielen Jahren als möglicher Auslöser von Krebs ausgemacht«, heißt es in der Veröffentlichung Zweitkarzinome bei Erwachsenen der American Cancer Society. Dort räumen Wissenschaftler ein, dass die meisten Formen der Leukämie durch Strahlen ausgelöst werden können. Genannt wurden Beispiele wie akute myeloische Leukämie (AML), die chronische myeloische Leukämie (CML) und die akute lymphatische Leukämie (ALL).
Die durch die Strahlentherapie verursachten Karzinome treten erst einige Jahre nach der Behandlung auf. Deshalb sind die Nachsorgeuntersuchungen auch so wichtig. Den Höhepunkt der Tumorbildung ist nach 5 bis 9 Jahren anzusiedeln.

Welche Medikamente hat die Schulmedizin gegen Krebs?

Auch die Medikamente, die während bei einer konventionellen Chemotherapie verabreicht werden, sind in Zusammenhang mit den unterschiedlichsten Formen von Zweitkarzinomen zu bringen. In den USA bekommen jedes Jahr rund 13.000 Menschen, die den Krebs besiegt zu haben glaubten, erneut die Diagnose Krebs: Diesmal jedoch Myelodysplastisches Syndrom (MDS).
Unter dem Begriff MDS versteht man eine Gruppe von Erkrankungen des Knochenmarks, bei denen die Blutbildung nicht von gesunden, sondern von genetisch veränderten Ursprungszellen (Stammzellen) ausgeht. Das Knochenmark von Patienten, die an myelodysplastischen Syndromen leiden, ist nicht mehr in der Lage, aus diesen Stammzellen vollständig reife und funktionstüchtige Blutzellen zu bilden. Da der Blutbildungsprozess so nachhaltig gestört ist, kann dies bei manchen Patienten zu einem späteren Zeitpunkt auch zu einer akuten myeloischen Leukämie (AML) führen. Liegt die Ursache in den Medikamenten einer Chemotherapie?

Welche anderen Krebsauslöser gibt es?

Außer Strahlen- und Chemotherapie kommen aber auch weitere Auslöser für Krebs in Frage. Giftstoffe im Zigarettenrauch zum Beispiel. Aber auch die hohen Dosierungen von Industriechemikalien stehen auf der Liste. Z.B. das karzinogene petrochemische Produkt Benzol findet Anwendung unter anderem in Kunststoffen, synthetischen Fasern, Gummi, Schmierstoffen, Kunstharzen, Bleichmitteln, Waschmitteln, Medikamenten und Pestiziden.

Einblicke und Ausblicke

Auf dem Totenschein steht lediglich „Krebs“. Aber aufgrund welcher Ursache? Es ist schwierig zu bestimmen, ob Krebsmedikamente, Behandlungsmethoden oder andere Ursachen den Tod verursacht haben. Was man aber weiß, ist, dass die Krebsindustrie ist eine der profitabelsten Branchen überhaupt ist. Mit einem Jahresumsatz von 100 Mrd. Dollar. Und die Prognose der kommenden drei Jahren ist eine jährliche Gewinnsteigerung um etwa acht Prozent. Diese Einschätzung wird anhand der steigenden Krebserkrankungen in den USA vorgenommen.

Quellen
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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