Schlagwort-Archive: Bakterien

Kurkuma gegen Tuberkulose?

kurkuma_tuberkulose
© Miriam Dörr, pinkomelet – fotolia.com

Wirksames Curcumin

Aus gutem Grund steht Kurkuma (Gelbwurz) seit einigen Jahren im Blickfeld der Aufmerksamkeit.  Die kleine Cousine des Ingwers wird in der ayurvedischen und die chinesischen Medizintradition gegen eine ganze Reihe von Beschwerden eingesetzt. Die Wirksubstanz Curcumin ist nicht nur für die Wirksamkeit, sondern auch für die ausgeprägte gelbe Farbe und den scharfen, leicht bitteren Geschmack verantwortlich.

Kann Curcumin auch der Schlüssel im Kampf gegen medikamentenresistente Tuberkulose (TB) sein? Siehe auch Artikel: Kurkuma auch gegen Krebs?

1 Drittel der Weltbevölkerung mit Tuberkulose

Das Bakterium Mycobacterium tuberculosis ist der Auslöser für die hochansteckende Lungenkrankheit Tuberkulose. Es überträgt sich leicht über die Luft von einer Person auf die andere. Meistens greift das Bakterium die Lunge an. Aber auch das Gehirn, die Nieren und die Wirbelsäule können durch die Krankheit geschädigt werden. Laut den US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ist schätzungsweise ein Drittel der Weltbevölkerung mit TB infiziert. Schlechte Ernährung und schlechte medizinische Versorgung begünstigen den Ausbruch der Tuberkulose.

2014: weltweit 9,6 Mio. Fälle aktiver TB (1,5 Mio. Todesfälle. 95% dieser Todesfälle entfallen auf Länder mit niedrigem bis mittlerem Bruttoinlandsprodukt)

Tuberkulose-Bakterium inzwischen resistent

Eigentlich ist Tuberkulose mit einem Antibiotika-Cocktail recht leicht zu behandeln. Aber in den letzten Jahren haben immer mehr Menschen eine arzneimittelresistente TB (multi-drug resistant TB, MDR-TB) entwickelt. Kann ein aus einer ganz gewöhnlichen Gewürzpflanze gewonnener Wirkstoff das resitente Bakterium bekämpfen?

Neue Curcumin Studie

Experten aus China und dem US-Bundesstaat Colorado fanden heraus, dass Curcumin ein leistungsstarker Apoptose-Auslöser ist. Die Apoptose ist ein Mechanismus, mit dem Makrophagen (Teil der unspezifischen Immunabwehr) den Körper von fremden Substanzen wie Bakterien, Viren, Krebszellen oder anderem zellulärem Abfall befreien.

Curcuminextrakt konnte in einem In-vitro-Modell einer humanen Makrophagen-Infektion die Fähigkeit der Makrophagen ankurbeln, das Tuberkulosebakterium zu töten. Das dafür verantwortliche Zellmolekül heißt Nuclear Factor-kappaB (NF-κB).

Kurkuma als Ausweg?

Sind die Forscher mit ihren neuen Erkenntnissen auf dem richtigen Weg, um in Zukunft Medikamentenresistenzen behandeln zu können? Sicherlich ist noch einige Forschungsarbeit nötig, um dieses Resultat zu bestätigen, aber es zeigt deutlich, dass wir der Kraft der Natur mehr vertrauen sollten.

„Unsere Studie hat grundlegende Beweise geliefert, dass Curcumin in menschlichen Zellen vor der Infektion mit Mycobacterium tuberculosis schützt. Die Schutzfunktion von Curcumin in der Behandlung arzneimittelresistenter Tuberkulose muss noch bekräftigt werden. Aber wenn sie sich bestätigt, kann Curcumin zu einem neuen Arzneimittel werden, mit dem die körpereigene Immunreaktion dahingehend reguliert wird, dass sie die medikamentenresistente Tuberkulose wirksam bekämpft.“
(Dr. Xiyuan Bai, Hauptautor der Studie, Respirology)

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Wunschgewicht: Mit der richtigen Darmflora

schlank
© Eskymaks – fotolia.com

Der Darm ist der Schlüssel

Fast jeder hat schon einmal versucht mit einer Diät abzunehmen. Obwohl dieser Weg sehr populär ist, sind Diäten immer schwierig und zum Teil auch ungesund. Mehr Obst, mehr Kartoffeln, nur Kohlsuppe, FdH, Verzicht auf Kohlenhydrate… Viele probieren es, wenige schaffen es. Der Schlüssel zur dauerhaften Fitness mit dem richtigen Körpergefühl liegt nämlich im Darm. Der Darm wird auch das „zweite Gehirn“ genannt. Was sich hier tut, wirkt sich auf den gesamten Körper aus: Auf das Immunsystem, die Hirnfunktion, die Stimmungslage, die Vitaminversorgung oder auch die Wirksamkeit von Arzneistoffen.

Darmbakterien

Unzählige Bakterien besiedeln unseren Darm. Sie leisten die Verdauungsarbeit und sind dafür verantwortlich, wie gut oder schlecht wir unser Essen verwerten. Dabei sind längst nicht alle Bakterien „gut“. „Falsche“ Bakterien aktivieren das Enzym Lipoproteinlipase, das für die Anlage von Fettpolstern verantwortlich ist. Wer also die falschen Bakterien im Darm hat, wird trotz gesunder Ernährung schneller dick. Wichtig ist deshalb die Kenntnis, welche Darmbakterien zu den guten zählen, damit man sich durch die Ernährung von den schlechten trennen kann. Es ist nämlich möglich durch die Ernährung Einfluss auf die Darmbakterien zu nehmen.

Schlank mit Darm

Die Hautfachärztin und Sportmedizinerin Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann stellt in Ihrem Ratgeber „Schlank mit Darm“ ihre Darmbakterien-Diät vor. Seit acht Jahren hat sie eine Professor für Gesundheitsförderung und Medical Wellness an der Hochschule Coburg inne.

„Warum können manche Menschen essen so viel sie wollen und nehmen trotzdem nicht zu? Andere aber schauen ein Stück Schokolade nur an und schon landet es auf den Hüften.“
(Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann)

Die von ihr vorgestellte Diät zielt auf gesteigerten Kalorienverbrauch pro Tag, schnelleren Fettzellen-Abbau, eine Blockade neuer Fettpolster-Bildung, die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels und ein längeres Sättigungsgefühl.

Strategien

Die Darmbakterien-Diät vermittelt Strategien, wie Sie Ihrer Darmflora helfen und ihre Darmbarriere stärken können. Dabei dreht sich alles um Präbiotika, um Probiotika oder auch die Synbiotika und alle entsprechenden konkreten Nahrungsmittel. Mythen über bestimmt Nahrungsmittel werden aufgedeckt und der Leser kann einige erstaunliche Entdeckungen machen.

Schlank mit Darm: Sehr zu empfehlender Ratgeber von Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann, 186 Seiten, durchgehend farbig illustriert.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Infektionen

infektionen
© freshidea – fotolia.com

Weltweite und alltägliche Katastrophen: Infekte

Laut WHO sind global gesehen Infekte die häufigste Todesursache. Der Universitätsprofessor Prof. Dr. med. Emil C. Reisinger ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationaler Gesundheit. Seine Zahlen zu Ursachen von Todesfällen weltweit:

  • 41% Infekte
  • 20% Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • 18% Krebserkrankungen
  • 13% zerebralvaskuläre Krankheiten

Die Gefahr an einer Infektionskrankheit zu sterben sinkt mit umfassenden Hygienemaßnahmen und Medikamenten. Trotzdem hat jeder Erwachsene im Durchschnitt 2 – 3 Mal im Jahr eine chronische Bronchitis. Es sind diese alltäglichen, eher harmloseren Infektionen, die uns das Leben schwer machen: Schnupfen, Nebenhöhlenentzündungen, Harnwegsinfekte, Hals-Rachen-Entzündungen, Paradontitis, Pilzerkrankungen der Schleimhäute, Nagel- und Fußpilze, Hautinfekte durch Ekzeme, Furunkel, Akne, usw. Die Wahrscheinlichkeit uns mit dem SARS-, Vogel- oder Schweinegrippenvirus zu infizieren ist verschwindend gering.

Viren, Bakterien und Pilze

Alle lösen sie Infektionen aus und sind dabei doch so unterschiedlich: Viren, Bakterien und Pilze. Bei günstigen Bedingungen und schwachem Immunsystem können sich diese Erreger im Körper rasch vermehren. Sie sind enorm anpassungsfähig und wahre Verwandlungskünstler. Die schulmedizinischen Medikamente, die sie eigentlich töten sollten, werden schnell wirkungslos, weil sich Resistenzen herausbilden können.

Viren

Viren sind 100x kleiner als Bakterien. Sie vermehren sich ausschließlich in und durch die Körperzellen. Sie verbreiten sich im Körper von Zelle zu Zelle, indem sie ein- und ausdringen. Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel: Deshalb ist ein Antibiotikum bei Viren nutzlos. Die Ansteckung erfolgt über die Atmung als Tröpfcheninfektion, die Ernährung, Haut- oder Schleimhautkontakt wie Küssen.

Bakterien und Pilze

Auch die Ansteckung durch Bakterien und Pilze erfolgt über Tröpfcheninfektion, die Ernährung, Haut- oder Schleimhautkontakt. Bakterien können, wie Pilze, ein ganz normaler Bestandteil des Körpers sein. Im Darm etwa muss es eine Flora aus nützlichen Bakterien vorhanden sein. Erst ein Überschuss an „schlechten“ Bakterien macht den Körper krank. Oder es siedeln sich Bakterien oder Pilze an Orten des Körpers an, wo sie nicht gebraucht werden.

Ausbruch von Infektionen

Infektionskrankheiten können ausbrechen, wenn sich Viren, Bakterien und Pilze durch ein schwaches Immunsystem unkontrolliert vermehren können. Erfolgt die Ansteckung über die Nahrungsaufnahme kann zu wenig Magensäure der Grund sein, dass die Mikroorganismen in den Körper gelangen. Davon sind meist ältere Menschen betroffen.

Entscheidend: Starkes Immunsystem

Ein starkes Immunsystem ist also die stärkste Waffe gegen krankmachende Mikroorganismen. Um das zu erreichen sind Medikamente nicht geeignet. Sie helfen gegen den Schmerz oder gegen die Infektionen, aber sie bekämpfen die Symptome und bieten wenig Präventions-Schutz. Meistens schwächen Antibiotika, antivirale Medikamente oder Mykotika das Immunsystem sogar. Der Körper kann keine eigenen Abwehrstrategien entwickeln, um bei einer erneuten Infektion immun zu sein. Von den Nebenwirkungen dieser Medikamente sei an dieser Stelle nur auf die zerstörte Magen-Darm-Flora durch Antibiotikum und die geschwächte Immunabwehr durch Cortison verwiesen. Wichtige Körperfunktionen werden durch Medikamente massiv gestört.

Moringa kann helfen

Keine andere Pflanze der Welt  liefert Ballaststoffe, Enzyme, Fettsäuren, Mineralien, Proteine, Phytamine und Vitamine so zahlreich und ausgewogen wie Moringa.

Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe dagegen haben statt negativer Nebenwirkungen positive: Sie stimulieren die Aktivität von Immunzellen. Vitamine und Mineralstoffe benötigen Enzymbestandteile, um Heilungsprozesse zu beschleunigen. Sekundäre Pflanzenstoffe können auf direktem Weg Entzündungen und Infekte unterdrücken. Sie wirken entzündungshemmend, antibiotisch, antibakteriell und antimykotisch. Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe helfen den Körper dabei freie Radikale und andere Stoffwechselgifte abzubauen, die bei Entzündungen und Infekten entstehen.

Zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten ist Moringa also ideal.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Starkes Immunsystem

immunsystem
© kiki, Roman Sigaev – fotolia.com

Nährstoffmangel

Stellen Sie sich eine mittelalterliche Burg vor. Eine wehrhafte Mauer umgibt die Bewohner. Das Immunsystem hat dieselbe Funktion wie eine Mauer: Sie wehrt Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze ab. Diesen krankmachenden Gegnern können wir nicht immer ausweichen, deshalb ist es besonders wichtig, dass wir unsere Abwehr, das Immunsystem, stärken. Dies geschieht durch Zufuhr von ausreichenden Nährstoffen. Ein Mangel an Nährstoffen schwächt unsere Immunzellen, die Erreger überwinden unsere Abwehr und wir werden krank.

Doppelter Schutzwall

Unser Immunsystem besteht, wie eine mittelalterliche Verteidigungsanlage, aus zwei Teilen:

Zunächst bilden Haut und Schleimhäute Atmungsapparates, des Verdauungs- und des Harntraktes die erste Barriere. Diese Hindernisse müssen die Erreger als erstes überwinden, um in den Körper zu gelangen. Eine gesunde Haut ist geschmeidig und elastisch, sie lässt so schnell keine Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze durch. Mit einer optimalen Ernährung erhalten wir sie in einem solchen Zustand. Ist die Ernährung mangelhaft, so wird sie trocken und rissig. Die Zellen des Verdauungstraktes bilden ebenfalls eine sehr leistungsfähige Barriere. Der Dickdarm verhindert mehr als 500 Arten von Bakterien den Zugang zum Körper. Auch diese wichtige Funktion wird durch die ausreichende Versorgung durch Proteine und Mikronährstoffe gewährleistet. Fehlt z.B. Folsäure, wird die Darmwand dünn und durchlässig. Erreger können viel leichter in den Körper gelangen. Ein Mangel an Vitamin A trocknet die Atemwege aus. Es bilden sich Risse und die betroffenen Menschen werden viel anfälliger für Infekte.

Den zweiten Bestandteil des Immunsystems bilden die weißen Blutkörperchen. Diese wehrhaften Krieger entstehen im Rückenmark und in den Lymphknoten. Von dort verteilen sie sich über das Blut im ganzen Körper auf der Suche nach fremden Organismen. Weiße Blutkörperchen können körperfremde Erreger entweder durch direkten Kontakt zerstören, oder sie scheiden verschiedene Immunproteine aus, die sich über die Blutbahn verteilen und Eindringlinge unschädlich machen. Jede hundertste Körperzelle ist ein weißes Blutkörperchen. Zusammen bilden sie eine riesige Armee, die sehr empfindlich auf die Nährstoffzufuhr reagiert.

Nährstoffe

Es liegt an uns, ob wir unser körpereigenes Abwehrsystem durch ausreichend Nährstoffe versorgen, oder ob wir es durch einen Mangel schwächen. Bestimmte Nährstoffe sind richtige Wunderwaffen, denn sie kurbeln das Immunsystem an und bringen die Zellen dazu, optimal zu funktionieren. Vitamin B6 und Zink sind zum Beispiel solche Nährstoffe, die die Widerstandskraft verbessern.

Nährstoffempfehlungen bei Infektionen

  • Bei Infektionen durch Bakterien, Viren und Parasiten: Vitamin C
  • Zur Abwehr gegen Infektionen, besonders bei älteren Menschen: Vitamin E
  • Zur Senkung des Infektionsrisikos: Zink * oder Kombination von Vitamin C plus Zink.
    Zink trägt entscheidend dazu bei Ihre Immunfunktion zu verbessern.
  • Zur Stärkung der Immunbarrieren der Haut und der Schleimhäute (Verdauungstrakt/Atemwege): Vitamin-B Komplex
  • Zur Senkung des Infektionsrisikos und zur Stärkung der Immunbarrieren der Haut und der Schleimhäute (Verdauungstrakt/Atemwege): Betacarotin (Vitamin A)*
  • Vorbeugend gegen Infektionen aller Art, Erkältungen und Influenza (Grippe). EnzymblockadeTherapie (Lysin, Vitamin C plus Zink) sowie Aminosäuremischung mit Prolin.

*Auch Menschen mit normalen Werten können durch die Einnahme der Nahrungsergänzungen Zink und Vitamin A ihre Immunabwehr verbessern.

Ernährungsempfehlungen

Hier einige generelle Ernährungs-Tipps, wie Sie durch die Ernährung Ihrem Körper helfen können, Krankheiten zu vermeiden und schneller zu genesen. Vor allem ältere und kranke Menschen sind oft schlecht ernährt. Ist ein Körper jedoch nicht ausreichend mit Proteinen, essentiellen Fettsäuren und Mikronährstoffen versorgt, so kann dies die Immunabwehr bedeutend verschlechtern.

  • Meiden Sie übermäßigen Verzehr von raffinierten Nahrungsmitteln, Fetten und Alkohol.
  • Meiden Sie Zucker: Der Verzehr von 100g Zucker kann die Fähigkeit der weißen Blutkörperchen, Bakterien und Viren zu töten, bis zu fünf Stunden stark beeinträchtigen.
  • Reduzieren Sie Übergewicht, hohe Cholesterin- und Blutfettwerte
  • Vermeiden Sie regelmäßigen, starken Alkoholkonsum
  • Regelmäßiger Verzehr von Knoblauch und Zwiebeln kann die Widerstandskraft verbessern

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Transplantierte Adipositas: Durch fremde Darmbakterien?

darmbakterien_personalisiert
© fotoliaxrender, Piotr Wawrzyniuk – fotolia.com

Stark personalisiert

Bei der Geburt ist ein Neugeborenes noch nicht mit Mikroorganismen besiedelt. Erst mit der Ernährung beginnt die Besiedlung des Verdauungstraktes des Kindes. Dabei ist die Zusammensetzung der Organismen stark personalisiert. Die Mutter übergibt ihr Mikrobiom über die Muttermilch an das Kind weiter. Die Besiedlung beginnt. Aber auch die Babynahrung beeinflusst die Darmflora. Während des ganzen Lebens werden die Karten immer wieder neu gemischt: Je nach Ernährung und Umwelteinflüsse des Einzelnen.

Darmbakterien

Die Vielzahl der mikroskopisch kleinen Organismen, die unseren Körper besiedeln, steht noch nicht lange im Fokus der Wissenschaft. Dabei steht dieses menschliche Mikrobiom in einem sehr engen Zusammenhang mit unserer Gesundheit. Dieses System ist bei der kleinsten Veränderung der Kräfteverhältnisse unsere Gesundheit massiv beeinflussen kann.

Transplantierte Adipositas

Das Beispiel einer Patientin, die eigentlich einen Superkeim loswerden wollte, macht dies offensichtlich: Durch die Transplantation von Stuhl ihrer übergewichtigen Tochter wurde sie selbst dick. Dieser Fall (Fallstudie) zeigt ganz deutlich, dass die Auswirkungen der Darmflora auf unsere Gesundheit direkt und unmittelbar sind.

Mikroben im ganzen Körper

Sie besiedeln Nasenschleimhäute, die Lungenflügel und die Haut. Aber wir kennen sie hauptsächlich aus dem Verdauungstrakt: Bakterien, Archaeen, Pilze, Protisten und Viren. Ist ihre Anzahl in einem gesunden Gleichgewicht, geht es auch dem Menschen gut.

Veränderungen der Darmflora 

Nicht nur funktionelle Darmstörungen und das Reizdarmsyndrom haben ihre Ursache in einem Ungleichgewicht der Darmbakterien. Auch Allergien, Diabetes oder Fettleibigkeit stehen im Verdacht durch Veränderungen der Darmflora zu entstehen. Gerät das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht, so spricht man von einer Dysbiose.

Antibiotika 

Antibiotika verändert erwiesenermaßen Ihre Darmflora. Es tötet nicht nur die schädlichen Keime, sondern auch nützliche Bakterien ab. Gerät die Darmflora dadurch in eine Schieflage, so kann dies zu Komplikationen führen, wie etwa eine Clostridium-difficile-Infektion (CDI). Das Stäbchenbakterium Clostridium difficile ist einer der häufigsten Krankenhauskeime. Das eigentlich ganz harmlose Darmbakterium kann sich aber stark vermehren und Gifte produzieren, wenn konkurrierende Arten der normalen Darmflora z.B. durch Antibiotika zurückgedrängt wurden. Das typische Krankheitsbild der Clostridium-difficile-Infektion ist die Darmentzündung mit Durchfall, dass sich allerdings auch zu einer lebensbedrohenden Durchfallerkrankung (Antibiotikaassoziierte Kolitis) entwickeln kann.

Stuhltransplantation

Auf den ersten Blick befremdet uns eine Stuhl-Transplantation etwas. Aber man sollte bedenken, dass diese Methode eine Möglichkeit darstellt, eine kranke Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Beim oben beschriebenen Krankheitsbild CDI ist dies gängige und erfolgreiche Praxis. Der Überbevölkerung des Darmbakteriums Clostridium difficile werden wieder genug „gute“ Bakterien gegenüber gesetzt. Das Gleichgewicht stimmt wieder.

Unser Beispiel

Die Frau in unserem Beispiel litt an CDI und bekam deshalb eine Stuhltransplantation von ihrer Tochter. Leider war die Tochter übergewichtig, was sie mit der persönlichen Zusammensetzung ihrer Darmflora an ihre Mutter weiter gegeben hat.
Vor der Transplantation wog die Frau 60kg und hatte einen Body-Mass-Idex von 26. 16 Monate nach der Stuhltransplantation lag ihr BMI bei 33 und nach drei Jahren bei 34,5. Die Diagnose lautet Fettleibigkeit. Auch eine Umstellung der Ernährung und ein umfassendes Sportprogramm blieben ergebnislos.

Mäuse

Die Wissenschaftler konnten den Zusammenhang zwischen der Gewichtszunahme der Frau und der Stuhltransplantation nicht fundiert beweisen. Versuche mit schlanken Mäusen, die nach einer Stuhltransplantation von übergewichtigen Mäusen fetter werden, sind aber ein Hinweis auf den Zusammenhang. Aber auch andere Faktoren tragen zu einer raschen Gewichtszunahme bei: Genetische Faktoren, Alter oder einfach nur ein gesteigerter Appetit nach der neuen Zusammensetzung der Darmflora?

Geeignete Spender 

Der beschriebene Fall sollte uns bei der Wahl eines Spenders für eine Stuhltransplantation wählerisch werden lassen. Übergewichtige Spender bringen neben dem Nutzen offenbar auch unerwünschte Folgeerscheinungen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Gesunde Zahnpasta für wenig Geld

zahnpflege_gesund
© jolopes – fotolia.com

Anforderungen

Die Anforderungen an eine gesunde Zahnpasta liegen auf der Hand: Eine Zahnpasta für Zähne und Zahnfleisch, die Bakterien und andere Mikroben wegbürstet und die Zähne leicht poliert. Dabei sollte die Zahnpasta den Mund nicht mit Toxinen säuern, das Gewebe nicht schädigen und kein Kalzium aus den Zähnen bleichen.

Zuviel Chemie

Handelsübliche Zahnpasta aus den Drogerie-Regalen hat viel zu oft nur den Anschein gesund zu sein. In Wirklichkeit sind viele unnötige und sogar schädigende Chemikalien enthalten. Achten Sie darauf, dass Ihre Zahnpasta folgende Stoffe NICHT enthält:

  • Diethanolamin
  • Propylenglykol
  • Fluorid
  • Aspartam
  • Saccharin
  • Natriumlarylsulfat
  • Triclosan
  • Glycerin
  • Sorbitol
  • Mikrokügelchen

Lässt man die Chemikalien weg, dann ist es gar nicht so schwer eigene, gesunde Zahnpasta selbst herzustellen. Sie sparen Geld dabei und haben das gute Gefühl, Ihren Zähnen das Leben zu verlängern. Es folgen drei Rezepte für eine gesunde Mundgesundheit.

Einfaches Zahnputz-Mittel

Zutaten:

  • 1 Teelöffel Backnatron
  • ½ Teelöffel nicht raffiniertes, feingemahlenes Meersalz
  • Nach Belieben ätherisches Öl (Pfefferminz- oder Zimtöl) zugeben

Die Zutaten werden vermischt und auf die Zahnbürste gegeben.
Reicht für die täglichen 3x Zähneputzen.

Selbstgemachte Erdpaste

Zutaten:

  • 4 Esslöffel Bentonit
  • Destilliertes Wasser
  • 5 Tropfen Teebaumöl
  • 10 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl
  • 5 Tropfen flüssige Stevia
  • 2 Esslöffel nicht raffiniertes Meersalz

Bentonit mit zwei Esslöffeln destilliertes Wasser in einer Glasschüssel glattrühren. Da Bentonit nicht mit Metall in Berührung kommen sollte, verwenden Sie bitte dazu einen Löffel aus Kunststoff, Glas oder Holz. Teebaumöl und Pfefferminzöl hinzugeben. Das flüssige Stevia und das Meersalz gut einrühren. Geben Sie jetzt so lange destilliertes Wasser hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
In einem gut verschlossenen Deckelglas können Sie Ihre Erdpaste vor dem Austrocknen bewahren.

Remiralisierende und weißmachende Zahnpasta

Zutaten:

  • 5 Teile Kalzium-Magnesium-Pulver
  • 1 Teil nicht raffiniertes, fein gemahlenes Meersalz
  • 2 Teile Backnatron
  • 2-5 Teile Kokosöl, je nach gewünschter Konsistenz
  • Optional: ätherische Öle wie Minze, Zimt, Teebaum, Pfefferminze oder Orange
  • Optional zum Süßen: Stevia (nach Geschmack)

In einer Schüssel mischen Sie Kalzium, Salz und Backnatron. Das Kokosöl in kleinen Portionen dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Jetzt dürfen Sie ganz nach Ihren persönlichen Vorlieben ätherisches Öl und/oder Stevia dazu geben.
Lagern Sie Ihre Zahnpasta in einem kleinen Glasgefäß. Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch werden so auf natürliche Weise gesund gehalten.

Wasserstoffperoxid

Die Zutat Wasserstoffperoxid sorgt für einen weiß-machenden Effekt in Ihrer Zahnpasta. Oft wird er auch bei Rezepten für selbstgemachte Zahnpasta angegeben.
Wir raten Ihnen davon ab, es zu benutzen, weil es das Zahnfleisch reizt und bei empfindlichem oder entzündetem Zahnfleisch nicht sinnvoll ist. Wenn Sie es dennoch benutzen möchten, so achten Sie bitte darauf, dass Sie Zahnpasta mit Wasserstoffperoxid nicht verschlucken.

Quellen

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Mensch versus Bakterien: Antibiotika wirken nicht mehr

antibiotika_resistenz_bakterien_vorsicht
© Andrea Danti – fotolia.com

Antibiotika-resistent

Bakterien sind Überlebenskünstler! Treffen sie auf eine Chemikalie wie Antibiotikum, die sie töten soll, dann sterben nur die Schwächsten. Die Überlebenden verändern sie sich und entwickeln Resistenzen… und sie geben die Resistenz an die nächste Generation Bakterien weiter. Bakterien können untereinander und sogar artübergreifend Gene austauschen.

Natürliche Konsequenz

Für den Menschen bedeutet dieser Umstand, dass mit der Häufigkeit eines Antibiotikum-Einsatzes die Gefahr einer Antibiotikaresistenz steigt. Denn je öfter ein Antibiotikum eingesetzt wird, desto schneller verbreiten sich die Gene, die eine Resistenz weitergeben. Schwere Antibiotika-resistente Infektionen sind die Folge.

  • 74% der Antibiotika werden von Allgemeinärzten verschrieben
  • 18% der Antibiotika werden in Krankenhäusern verabreicht

Im Zeitraum von 2011 bis 2014 stieg der Einsatz von Antibiotikum bei ambulanten Patienten um 8,5% und bei stationären Patienten um 11,7%. Breitbandantibiotika sollen gegen viele verschiedene Bakterienarten wirksam sein, de facto leisten sie jedoch Antibiotikaresistenzen Vorschub.

Reserveantibiotika

Immer öfter müssen deshalb Reserveantibiotika eingesetzt werden.

  • Die Verwendung von Carbapeneme nahm um 36% zu.
  • Die Verwendung von Piperacillin/Tazobactam nahm um 55% zu.

Selten, aber zunehmend öfter werden sogar beide Reserveantibiotika zusammen verwendet.

Escherichia coli Bakterien

Speziell Antibiotika resistente Infektionen mit Escherichia coli Bakterien haben stark zugenommen. Dieser Bakterienstamm kann Erbrechen, Magenkrämpfe, z.T. blutige Durchfälle, Nierenversagen und Tod mit sich bringen.
Im untersuchten Zeitraum von 2011 bis 2014 stieg die Zahl der Escherichia coli – Blutbahninfektionen um 15,6%. Dabei blieb der Anteil der der Antibiotikaresistenten Escherichia coli Bakterien die ganze Zeit gleich. Daraus kann gefolgert werden, dass sich die Menschen mit bereits resistenten Bakterien ansteckten. Escherichia coli musste gar keine Anstrengung unternehmen stärkere Resistenzen zu entwickeln. Diese Bakterien sind bereits stark genug.

Klebsiella pneumoniae Bakterien

Auch gegen Infektionen durch Klebsiella pneumoniae ist immer öfter kein Antibiotikum mehr gewachsen. Dieser Bakterienstamm verursacht Infektionen der Lunge und der Harnwege und kann zu Blutvergiftung führen.
Im untersuchten Zeitraum von 2011 bis 2014 stieg der Anteil der Blutbahn-Infektionen mit Klebsiella pneumoniae um 20,8%.

Public Health England

Zu diesen Zahlen und Erkenntnissen kommt ein neuer Bericht des Public Health England, einer Behörde des Britischen Gesundheitsministeriums. Der untersuchte Zeitraum lag zwischen den Jahren 2010 und 2014.

„Für den NHS als einen der größten Healthcare-Anbieter weltweit ist es wichtig, im Kampf gegen das globale Problem der antimikrobiellen Resistenz eine Führungsrolle einzunehmen, damit diese immens wichtigen Wirkstoffe für jetzt und für künftige Generationen erhalten bleiben.“
(Dr. Mike Durkin, englischer nationaler Gesundheitsdienst NHS für Patientensicherheit )

Neue WHO Kampagne

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor dem unbedachten Einsatz von Antibiotikum. Die neue Kampagne „Vorsicht beim Umgang mit Antibiotika“ richtet sich sowohl an Ärzte, als auch an die Patienten. Mediziner sollen Antibiotika zurückhaltender verschreiben und Patienten sollen nur dann Antibiotikum einnehmen, wenn es ihnen vom Arzt verschrieben wurde. Auch sollten die Einnahmeempfehlungen besser eingehalten werden, da z.B. auch ein zu frühes Absetzen des Medikamentes die Resistenz des Bakterienstammes fördern kann.

„Die Ärzte müssen Antibiotika wie einen knappen Rohstoff behandeln.“
(WHO-Generaldirektorin Margaret Chan)

Einsatz von Antibiotikum

Antibiotikum wird gebraucht, um das Leben der Patienten während eines chirurgischen Routineeingriffes oder einer Chemotherapie zu schützen. Es verbessert die Überlebenschance von Frühchen und rettet bei schweren Infektionen Leben. Wir sollten dieses Medikament wirklich nur dann einsetzen, wenn akute Lebensgefahr besteht.

Aufwand ist zu hoch

Zwischen 1960 und 1990 kamen 40 neue Wirkstoffe auf den Markt. Seit 2000 ist es nur noch eine Hand voll. Die Entwicklung eines neuen Antibiotikums kostet zwischen einer halben und einer Milliarde Euro. Aufgrund der neuen Resistenzen wird auch ein neues Mittel schnell unwirksam. Es ist also schlicht ökonomisch nicht rentabel für die Pharmaindustrie neues Antibiotikum zu entwickeln. Die Folge ist: Es werden ältere und nicht mehr so wirksame Präparate verwendet. Das wiederum hat zur Folge, dass weiter Resistenzen gefördert werden.

„Die Zunahme Antibiotika-resistenter Stämme ist eine globale Gesundheitskrise.“
(WHO-Generaldirektorin Margaret Chan)

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Blasenentzündung, Harnwegsinfekt
– was kann helfen?

blasenentzuendung
© absolutimages – fotolia.com

Wie äußert sich Blasenentzündung?

Schmerzhaftes Brennen beim Wasserlassen (Dysurie), ständiger Harndrang (Pollakisurie) – auch bei leerer Blase – und Unterleibschmerzen, das macht eine Blasenentzündung so unangenehm. Frauen sind statistisch deutlich häufiger davon betroffen als Männer. Erst ab einem Alter von sechzig Jahren verteilt sich das Risiko gleichermaßen auf beide Geschlechter.
Der medizinische Begriff für Blasenentzündung oder Harnwegsinfektion ist akute Zystitis (auch Cystitis). Die Entzündung der Harnblase kann in schwereren Fällen auch mit Blut im Urin einhergehen (Hämaturie) oder Trübung und Geruchsveränderung des Urins.

Komplikationen

Wenn eine Blasenentzündung nicht vollständig abheilt, kann sie auf den Harnleiter übergreifen. Chronische Harnwegsinfektion oder gar Nierenbeckenentzündung mit hohem Fieber und gesteigertem Risiko für eine Blutvergiftung können die Folge sein.

Wie entsteht eine Blasenentzündung?

Die häufigste Ursache für Blasenentzündung sind Escherichia coli-Bakterien, die normalerweise in der Darmflora vorkommen. Seltener sind Viren oder Pilzinfektionen der Auslöser.
Intimhygiene ist daher unerlässlich – auch beim Sexualpartner. Bereits ein Reinigen von hinten nach vorne nach dem Stuhlgang (falsche Wischrichtung) kann die Bakterien zum Harnröhre transportieren und eine Infektion in der Harnblase auslösen.
Häufiger Geschlechtsverkehr begünstigt eine Infektion. Dauerkatheter, Stoffwechselerkrankungen, Diabetes mellitus und diverse Vorerkrankungen können zu Blasenentzündung führen. Auslöser können auch psychischer Stress oder Schwangerschaft sein.

Das kann helfen bei Blasenentzündung

Häufig verschreibt der Arzt ein Antibiotikum. Das ist sinnvoll, wenn Bakterien die Erreger sind. Gegen Viren oder Pilzinfektionen dagegen hilft ein Antibiotikum nicht. Oft helfen Antibiotika gar nicht mehr, weil sie viel zu oft und gedankenlos verschreiben werden. Lesen Sie hierzu: Mensch versus Bakterien

Das Hausmittel Nr. 1

Zunächst kann geprüft werden, ob das uralte Hausmittel „viel trinken“ hilft. Eine große Trinkmenge von bis zu drei Litern täglich kann die Erreger mit dem gebildeten Urin auf natürlichem Wege aus der Blase spülen. Geeignet sind Wasser und Kräutertees.

Pflanzliche Heilwirkung

Senföle aus Meerrettich und Kapuzinerkresse sind für ihre heilende Wirkung bei Blasenentzündung bekannt und haben in Studien auf gute Wirksamkeit hingedeutet. Saft aus Preiselbeeren und Cranberry-Beeren gelten besonders in der Vorbeugung für wirksam, da ihre Wirkstoffe einer Ansiedlung von Keimen in der Schleimhaut entgegenwirken können.
Eine finnische Studie veröffentlichte 2002 Ergebnisse zu Blasenentzündungstherapie, bei denen durch die ernährungsphysiologische Gabe von Preiselbeersaft und Cranberrysaft der Einsatz von Antibiotika bei Frauen im Durchschnittsalter von 30 Jahren signifikant gesenkt werden konnte und die Rückfallquote einer erneuten Infektion stark abgesenkt wurde.

Mehr Phytotherapie

Zahlreiche Kräutertees, Frischpflanzenpresssaft oder Urtinktur enthalten zur Therapie gegen Blasenentzündung meist die erprobten Zutaten wie Goldrutenkraut, Schachtelhalm, Erdrauchkraut, Kamille, Brennnesselblätter oder Birke. Die keimhemmenden und antientzündlichen oder harntreibenden und krampflösenden Wirkstoffe stehen dabei im Vordergrund.

Immunabwehr stärken

Grundsätzlich sind die Schleimhäute ständig im Einsatz für die Abwehr von Keimen und Krankheitserregern. Wenn sie gut versorgt sind mit Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen können sie diese Aufgaben besser bewältigen.
Vitamin C, A, D und E können hilfreich sein. Sie wirken antioxidativ und stimulieren wichtige Stoffwechselprozesse. Magnesium, Eisen und lebensnotwendige Spurenelemente wie Zink und Selen beeinflussen die Immunabwehr positiv. Viele biochemische Prozesse können nicht ohne Zink in Gang gebracht werden. Die entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren können auch vorbeugend genommen werden.

Kein Kaffee oder Alkohol

Reizarme Kost ist die beste Vorbeugung und Genesungsstrategie. Kaffee und Alkohol sollte vermieden werden.

Säure-Basen-Haushalt

Ein saurer Urin kann die Blasenschleimhaut reizen. Basische Lebensmittel mit viel Obst und Gemüse sollten Fleisch und Fisch daher vorgezogen werden. In einem basischen Milieu können sich Bakterien weniger gut ansiedeln.

Homöopathische Mittel

Erfolge gegen Blasenentzündung wurden auch durch homöopathische Arzneimittel erzielt. In Absprache mit dem Arzt oder Therapeuten sind Sarsaparilla, Cantharis oder Dulcamara beliebte Mittel der Wahl. Je nach individueller Ausrichtung sind auch Kombinationen möglich.
Für gewöhnlich werden die Globuli drei Mal halbstündlich, dann drei Mal stündlich, danach alle zwei bis drei Stunden und am Folgetag morgens, mittags und abends gegeben.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

uebersicht
Übersicht

Infektionen des Ohres
– was kann helfen?

ohr_infektion
© elavuk81 – fotolia.com

Wie äußert sich eine Mittelohrentzündung?

Starke Ohrenschmerzen, die stechend oder pulsierend sein können, Ohrensausen oder andere Ohrgeräusche, Schwindelgefühle und Druck im Ohr können Symptome einer Infektion des Ohres sein. Oft wird diese Erkrankung begleitet von hohem Fieber. Insbesondere Kinder bis zum sechsten Lebensjahr sind relativ häufig betroffen von der Mittelohrentzündung (Otis media acuta).

Nicht unterschätzen

Es sollte nicht bei einer Selbstdiagnose bleiben. Wenn diese Krankheit nicht richtig behandelt wird, können Komplikationen auftreten, die Infektion kann chronisch werden und es können Folgeschäden bis hin zur Taubheit zurückbleiben.

Ursachen für Mittelohrentzündung

Durch die Eustachische Röhre, den Verbindungsweg zwischen Mittelohr und dem Nasen-Rachen-Raum, können Krankheitserreger ins Ohr gelangen. Als Auslöser genügt oft schon ein harmloser Schnupfen. Dann entzünden sich die Schleimhäute des Ohres in der Ohrtrompete und / oder der Paukenhöhle des Mittelohrs.

Es kann vorkommen, dass sich hinter dem Trommelfell ein Sekretstau bildet. In diesem Falle sollte das Sekret in den Gehörgang nach außen ablaufen können. Entweder reißt das Trommelfell von selbst ein oder der Arzt sorgt für einen sauberen Abflusskanal unter einer lokalen Betäubung und saugt das Sekret ab. Der nachlassende Druck führt normalerweise zu einem Nachlassen der Schmerzen.

Die Krankheitserreger können Viren oder Bakterien sein. Manchmal zieht eine virale Infektion auch eine zusätzliche bakterielle Infektion nach sich. Mittelohrentzündung kann auch eine Begleiterscheinung von Scharlach oder Masern sein.

Komplikationen

Wenn im Zuge einer Mittelohrentzündung Bakeriengifte (Toxine) in das Innenohr (Labyrinth) gelangen, kann es in der Folge zu einer toxischen Labyrinthitis kommen. Symptome können Ohrgeräusche wie Tinnitus sein oder eine Innenohr-Schwerhörigkeit.

Schwerwiegend ist die Ausbreitung der Mittelohrentzündung auf die Schleimhäute der benachbarten Hohlräume im knöchernen Warzenfortsatz (Mastoid). Die Infektion kann dann zu einer Schwellung hinter der Ohrmuschel führen, begleitet von einer starken Rötung. Die Ohrmuschel kann regelrecht abstehend wirken. Die Infektion kann auf die Hirnhäute (Hirnhautentzündung, Meningitis) oder das Gehirn übergreifen. Es kann zur einer Lähmung von Gesichtsmuskeln kommen.

Bei chronischer Mittelohrentzündung kann das Trommelfell Schaden nehmen und vernarben.

Das kann helfen bei Mittelohrentzündung

Linderung bewirkt ein Abschwellen der Schleimhäute. Dafür werden meist Nasensprays eingesetzt, nicht jedoch Ohrentropfen. Das Mittelohr wird durch das Abschwellen entlastet und ein Sekretabfluss erleichtert. Fiebersenkende Mittel sind förderlich. Antibiotika können bakterielle Krankheitserreger bekämpfen. Oft sind Schmerzmittel angebracht, denn die Mittelohrentzündung gilt als äußerst schmerzhaft.

Heilmittel bei Mittelohrentzündung

Grundsätzlich ist es wie bei jeder fieberhaften Infektion wichtig, viel zu trinken. Ein altes Hausmittel scheint durch eine Studie an der Universität Seoul bestätigt worden zu sein: Einen Tropfen Apfelessig oder Weinessig in das betroffene Ohr mit einer Pipette träufeln und drei bis vier Mal täglich wiederholen.

Weitere bekannte Hausmittel sind Zwiebelwickel, gehackte Zwiebel (roh oder kurz blanchiert) in einem Stoffsäckchen, das hinter das Ohr gelegt durch ätherische Öle plus zusätzlich aufgelegte Wärme, zum Beispiel durch ein Kirschkernsäckchen, die Ausleitung des Sekrets nach außen begünstigt. Ähnliche Effekte werden auch dem Auflegen von Kohlblättern zugesagt. Fencheldampfbäder werden wie beim Inhalieren durchgeführt. In der Ayurvedischen Medizin wird warmer Knoblauchsaft ins Ohr getropft, auch hier wird auf die antibakteriellen Eigenschaften gesetzt.

Immunabwehr

Insbesondere bei wiederkehrender Mittelohrentzündung kann davon ausgegangen werden, dass das Immunsystem geschwächt ist.

Darmflora

Naturheilkundler wenden aus diesem Grunde gerne eine Darmsanierung an, da Zusammenhänge zwischen einer gestörten Darmtätigkeit und Mittelohrentzündung vermutet wird. Eine funktionierende Darmflora bietet einen guten Schutz gegen zahlreiche Krankheitserreger.

Sonnenhut

Zur Stärkung der Immunabwehr hat sich besonders Sonnenhut (Echinacea) bewährt. Entsprechende Phytotherapeutika werden in Apotheken gehandelt und verwenden Zubereitungen aus der Wurzel von Echinacea purpurea oder Echinacea pallida. Entzündungshemmende, antivirale und antioxidative Eigenschaften machen Sonnenhut zu einem ausgezeichneten Mittel gegen eine große Bandbreite von Infekten und stärken das Immunsystem. Gemäß der Auflagen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sollte Echinacea nicht länger als zwei Wochen am Stück eingenommen werden und danach eine ebenso lange Pause eingelegt werden.

Propolis

Propolis, der Wirkstoff, mit dem die Bienen ihren Stock vor Infektionen mit Bakterien, Viren und Pilzen schützen, wird in der Volksmedizin erfolgreich auch zur Bekämpfung von Infekten und der allgemeinen Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt. Es gibt verschiedene Darreichungsformen und Dosierungen.

Thuja

In Esberitox, einem häufig verwendeten natürlichen Medikament, wird neben Sonnenhut und Wildem Indigo auch die giftige Thuja zur Stimulierung der körpereigenen Immunabwehr verwendet. Das in Thuja enthaltene Öl Thujon ist eigentlich ein Nervengift, das sparsam angewendet oder stark verdünnt als Reizmittel bei entzündlichen zuständen fungiert.

Taigawurzel

Die Taigawurzel (Eleutherococcus) wird häufig auch unter der Bezeichnung sibirischer Ginseng geführt. Teeaufgüsse oder wässrig-alkoholische Auszüge stärken das Immunsystem und steigern die Leistungs- und Konzentrationfährigkeit. Aus diesem Grunde ist die Taigawurzel aus Nordostasien nicht nur als gesundheitsförderndes Naturheilmittel bekannt, sondern auch als Dopingmittel.

Kapland-Pelargonie

Unter dem Namen Umckaloabo wird ein Präparat aus Kapland-Pelargonie für Erkrankungen der oberen Atemwege, entzündete Mandeln oder bei Erkältungskrankheiten für die Lösung von Schleim eingesetzt. Auch bei Mittelohrentzündung gibt es gute Erfahrungswerte. Wirkstoffe der Wurzelknolle der Kapland-Pelargonie sind Gerbstoffe, Cumarine und Öle. Die Aktivierung der Immunabwehrkräfte ist die wichtigste Eigenschaft des Naturheilstoffs.

Homöopathie

Globuli mit folgenden Wirkstoffen haben bereits zu positiven Ergebnissen bei Mittelohrentzündung führen können: Belladonna (meist bei begleutendem Fieber und Rötung des Ohrs), bei starken Schmerzen eher Aconitum. Ferrum Phosphoricum zielt auf das Abklingen der Entzündung, Hepar Sulfaris wird gerne eingesetzt, wenn es um wiederholt auftretende Mittelohrentzündung geht. Weitere Präparate der Wahl sind Dulcamara, Mercurius solubilis und Pulsatilla. Die richtige Therapie ist mit dem Arzt oder Therapeuten abzustimmen.

Naturheilkunde

Eine bewährte aber nicht unumstrittene Methode aus der Naturheilkunde bei Mittelohrentzündung ist das Cantharidenpflaster. Der Wirkstoff besteht aus einer Paste aus pulverisierter spanischer Fliege mit dem Gift Cantharidin. Es regt die Immunabwehr an und kurbelt die Durchblutung an. Das Pflaster wird hinter dem Ohr angebracht. Blasen oder Quaddeln an der Stelle, wo sich das Pflaster befunden hat, werde hinterher steril behandelt wie eine Wunde.

Sanfter erscheint das leichte Anritzen des Warzenfortsatzes hinter dem Ohr bei der Baunscheidtherapie und soll ebenfalls die Durchblutung und den Stoffwechsel anregen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

uebersicht
Übersicht

Pilzinfektionen
– was kann helfen?

pilzerkrankungen
© toscana – fotolia.com

Wie äußern sich Pilzinfektionen?

Eine Pilzinfektion (Mykose) wird durch einzellige Pilze verursacht. Schimmelpilze, Hefepilze oder Dermatophythen (Hautpilze) sind typische Erreger. Pilze können sich im ganzen Organismus ausbreiten. Die Infektionen sind äußerst unangenehm und lästig. Man sollte sie nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn sie belasten den Körper und das Immunsystem stark.

In einem sauren Milieu können sich viele schädliche Keime besonders gut entwickeln. Wenn die Ernährungsgewohnheiten und zu wenig Sport einen übersäuerten Blutspiegel verursachen, treten Infektionen durch Bakterien, Viren und Pilze immer wieder auf, auch wenn man sie schon abgeheilt glaubte. Bei einem unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt liegt das daran, dass das Immunsystem geschwächt ist, weil die Zellen mit einem Säureüberschuss zu kämpfen haben.

Menschen mit einem übersäuerten Organismus werden häufig von einem wiederkehrenden Candida-Pilzkeim geplagt, beispielsweise im Genitalbereich.

Candida, Fußpilz & Co

Pilzerkrankungen an den Schleimhäuten (Mund, Rachen, Nase, Darm, Genitalbereich) werden meist durch Candida-Pilzkeime verursacht, insbesondere Candida albicans. Bei der Infektion stellt sich eine Rötung mit einem weißlichen Belag ein. Scheidenpilz und Infektionen im Genitalbereich des Mannes können zu einer lästigen Plage werden.

Als Dermaphyten werden die Hautpilzerreger bezeichnet. Meist sind Schlauchpilze der Gattung Fungi imperfecti beteiligt, die von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Die daraus folgende Pilzinfektion kann an jeder beliebigen Körperstelle auftreten. Besonders bekannt ist der Fußpilz (Tinea pedis), der bereits beim Barfußlaufen an Stellen, an denen vorher ein erkrankter Mensch gelaufen ist, übertragen werden kann, zum Beispiel in Turnhallen, Schwimmbädern, Sauna, Badezimmer, etc.

Das kann helfen gegen Pilzinfektionen

Pilzinfektionen treten meist dann auf, wenn die Erreger ein saures oder krankes Gewebe als Nährboden vorfinden. Eine funktionierende Immunabwehr ist daher ein guter Schutz gegen Pilzinfektionen. Ein großer Teil der Immunabwehr ist abhängig von einer gesunden Darmflora und einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Eine Übersäuerung kann Pilzerkrankungen begünstigen. Deshalb ist eine ausgewogene Ernährung wichtig, insbesondere ein Verhältnis von 20:80 aus sauren und basisch wirkenden Lebensmitteln.

Grapefruitextrakt

Als hervorragendes Anti-Mykotikum gilt Grapefruitkernextrakt. Der Wirkstoff der Grapefruitkerne zeigt sich nicht nur gegen Pilzkeime heilsam, sondern auch gegen Viren und Bakterien. Es handelt sich um ein nahezu universelles Naturheilmittel, das nur entdeckt wurde, weil ein Hobbygärtner und Arzt in den 80er Jahren beobachtete, dass die Grapefruitkerne auf seinem Kompost nicht verrotteten. Er untersuchte die Inhaltsstoffe und stieß auf ein unschätzbar wertvolles Naturheilmittel, das spezielle Flavonoide (Naringin, Hesperidin, Neohesperidin, Quercitin, Kämpherol, Rutin, Limonin, Poncirin) enthält, Ascorbinsäure und Thiamin und weitere Stoffe. Zusätzlich hält Grapefruitkernextrakt entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften bereit, es kann die Fließeigenschaften des Blutes verbessern und gefäßstärkend wirken.

Bei Pilzerkrankungen sollte die Behandlung über mindestens sechs Wochen erfolgen, damit die Infektion nicht nach kurzer Zeit wiederkehrt.

Sangomeereskoralle und Chlorella

Die Sangomeereskoralle enthält hochwertige basische Mineralien, die Säuren wirkungsvoll neutralisieren und die Mineraliendepots des Organismus wieder auffüllen. Eine positive Wirkung auf die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion besitzt auch die Chlorella-Mikroalge, eine Süßwasseralge, die für zahlreiche Prozesse im Organismus nützlich ist. Die großen Mengen an Chlorophyll und basischen Mineralien wie Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium wirken nicht nur stark basisch, sondern helfen auch bei der Produktion neuer Blutzellen. Das Immunsystem wird unterstützt und der Reinigungsprozess von Säuren, Giften und anderen Abfallprodukten in Gang gebracht.

Basenbäder

Basenbäder ein bis drei Mal die Woche stimulieren das größte Organ des Menschen, die Haut. Die Haut ist ebenfalls ein wichtiges Ausscheideorgan für Säuren und Gifte. Durch die Wärme kann der Lösungsprozess unterstützt werden. Darüber hinaus sind Basenbäder eine Wohltat für die Seele, und man darf nicht vergessen, dass auch seelischer Stress für Säurebelastung verantwortlich sein kann.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

uebersicht
Übersicht