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Avocado (Persea gratissima)

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Botanisch eine Beere

Die Avocadofrucht wächst an einem Baum, der bis zu 15 m hoch werden kann. Die Pflanzenart stammt aus der Familie der Lorbeergewächse. Der Avocadobaum hat bis zu 40 cm lange, immergrüne Blätter und gelb-grünlichen Blüten. Die Frucht der Avocado ist botanisch eine Beere. Sie hat eine birnenförmige Form mit gelblichem, grünlichem Fruchtfleisch. Der Kern ist etwa so groß wie ein Golfball.

Ursprung in Südmexiko

Die Avocado hat ihren Ursprung in Südmexiko. Sie wurde schon sehr früh von der Coxcatlán-Kultur in Tehuacán kultiviert. Seit etwa 10.000 Jahren nutzen die Menschen im tropischen und subtropischen Zentralamerika bereits die Avocado, bevor sie von den Spaniern in die Karibik, nach Chile und Madeira gebracht wurde und sich von dort weiterverbreitete. Runs ums Mittelmeer wird die Avocado erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts angebaut. Es existieren 400 Kultursorten weltweit. Heute wird die Avocado in den Tropen, sowie in Südafrika, Israel, Kalifornien, Chile, Peru, Australien, Neuseeland und Südspanien (Málaga, Küste von Granada) angebaut.

Heilwirkung der Avocado

Avocados enthalten viele wertvolle Nährstoffe. 20 Vitamine, Mineralstoffe, zahlreiche einfach ungesättigte Fettsäuren. Nicht nur als schmackhaftes und gesundes Essen eignet sich die Avocadofrucht. Viele Krankheiten und Beschwerden lassen sich durch Avocados auf dem Speiseplan vorbeugen und lindern. Das Superfood Avocado stärkt nicht nur das Herz, es schützt auch vor Erkrankungen wie Osteoporose und verschiedenen Krebsarten. Auch für die Augen und die Sehstärke ist Avocado eine heilsame Ergänzung zur Nahrung. Aber auch der Psyche kommt die Avocado zugute: Ein hoher Eiweißgehalt, einfach ungesättigte Fettsäuren und viel natürliches Vitamin B erhöht den Serotoninspiegel und kann daher die Stimmung aufhellen.

Neurodermitis

Der hohe Anteil von Linol und Linolen, Mineralstoffen und Vitaminen ist für Neurodermitiker sehr gut geeignet. Da ihre Haut sozusagen chronisch gestresst ist, neigt sie häufig zu Entzündungen mit zum Teil quälendem Juckreiz. Gezielte Pflege zur Vorsorge und Therapie sind Cremes mit Avocado-Öl, das die Zellregeneration fördert. Aber auch innerlich angewandt hilft die Avocado bei regelmäßigem Verzehr einigen Neurodermitikern.

Kopfschmerzen

Natürliche Salicylsäure kommt in Form ihres Methylesters in ätherischen Ölen und als Pflanzenhormon in den Blättern, Blüten und Wurzeln verschiedener Pflanzen vor. Die Avocado hat einen recht hohen Anteil von 0,6 mg/100 g an Salicylsäure, der Kopfschmerzpatienten helfen kann.

Herz Gesundheit

Lange Zeit galt die Avocado aufgrund ihrer Fetthaltigkeit als ungesund. Dieser Verdacht hat sich nicht bestätigt. Der Verzehr von Avocados unterstützt das komplexe Transportsystem des menschlichen Körpers, das anatomisch aus dem Herz und den Blutgefäßen besteht und für die Aufrechterhaltung des Blutkreislaufs verantwortlich ist: Das kardiovaskuläre System.

„Avocados enthalten wirklich viele Antioxidantien, sie schützen also vor Krankheiten und Krebs. Sie sind gleichzeitig eine wirklich gute Quelle für Fette, die dem Herzen gut tun und es schützen.“
(Amy Shapiro, Ernährungsberaterin bei Real Nutrition NYC, New York)

Muskelkater

Für Sportler ist die Avocado aufgrund ihres hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren sehr zu empfehlen. Die ungesättigten Fettsäuren fördern die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. So liefern sie die für den Sport notwendige Energie, ohne sich direkt in den Fettzellen anzusammeln. Avocados sind ein sehr gutes Mittel gegen Muskelkater, wenn sie vorbeugend vor der Sporteinheit eingenommen werden. Sie stärken ebenfalls die Muskulatur und helfen bei Muskelkrämpfen.

Sogar der Kern ist kostbar

Der harte golfballgroße Kern in der Mitte der Avocado ist ebenfalls ein sehr nährstoffreicher Teil der Avocado. Wenn Sie ihn im Ofen trocknen und anschließend in kleine Stücke schneiden oder zu feinem Pulver zermahlen, haben Sie eine wertvolle Quelle an Antioxidantien und Ballaststoffen. Der bittere Geschmack lässt sich kaschieren, wenn das Avocado-Kern-Pulver zu Smoothies oder Säften hinzugegeben wird.

 „Rund 70 Prozent der Antioxidantien in der Avocado sind im Kern enthalten.“
(Amy Shapiro, Ernährungsberaterin bei Real Nutrition NYC, New York)

Antioxidantien sind bei der Abwehr von Krankheitserregern und Entzündungen. Sie unterstützen das Immunsystem, indem sie freie Radikale neutralisieren. Sogar beim Verhindern von Faltenbildung haben sich Antioxidantien als hilfreich erwiesen.

Darmflora

Avocadokerne enthalten einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Deshalb fördert die Einnahme von Avocadokernpulver eine gesunde Darmflora, die gute Bakterien in Ihrem Darm unterstützt und als eine Art Präbiotikum wirkt.

Verdauung

Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffen führen zu einem stärkeren Sättigungsgefühl. Zum Abnehmen kann der Avocadokern deshalb sehr hilfreich ein, da man weniger Kalorien zu sich nimmt, wenn man bereits satt ist. Ballaststoffe fördern die Verdauung und sorgen für einen regelmäßigen Stuhlgang. Darüber hinaus senken sie das schädliche Cholesterin.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Die Eigenschaften der Karotte

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Beta-Carotin

Das Provitamin Beta-Carotin aus der Karotte wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt. Zur Deckung des Vitamin A-Bedarfs ist die Karotte geradezu ideal. Übrigens nimmt der Körper nur so viel Beta-Carotin auf, wie er benötigt. Eine Überdosierung mit Vitamin A ist mit natürlicher Nahrungsaufnahme deshalb ausgeschlossen. Es sei denn, man nimmt hochdosierte synthetische Vitaminpräparate zu sich.

Vitamin A Lieferanten

Unsere Grundnahrungsmittel liefern dem Körper nicht sehr viel Vitamin A. Back- und Teigwaren, gewöhnliches Muskelfleisch, die meisten Wurstsorten und auch Milch sind sehr arm an Vitamin A.
Zu den Vitamin A Lieferanten gehören Käse, Innereien (z.B. Leber, Nieren) und Eier. Rein pflanzliche Beta-Carotin-Lieferanten sind Brokkoli, Chicoree, Kresse, Portulak, Spinat, Mangold, Feldsalat, Kräuter, Süßkartoffeln und Spinat. Betacarotin ist in zahlreichen gelb-orangenen Gemüse- und Obstsorten enthalten, wie beispielsweise in Pfirsich, Aprikose, Mango, Papaya, Sanddorn, Süßkartoffel, Kürbis und natürlich in der Karotte.

Faktoren zur Resorption von Beta Carotin

Der offizielle Mindestbedarf an Vitamin A liegt bei 0,8 bis 1,2 mg. Rein rechnerisch würden 100g Karotten ausreichen, um daraus 1,7 mg Vitamin A zu bilden. Allerdings hängt die Aufnahme von Betacarotin in den Körper von vielen Faktoren ab:

  1. Der Bedarf bestimmt die Aufnahme. Je mehr Beta-Carotin vom Körper benötigt wird, umso mehr nimmt er davon auf.
  2. Alkoholkonsum hemmt die Aufnahme von Beta-Carotin. Zur optimalen Beta-Carotin-Versorgung deshalb besser keinen Alkohol trinken.
  3. Die Verdauung, der Säure-Basen-Haushalt, die Magensäurebildung beeinflussen ebenfalls die Aufnahme von Beta-Carotin. Medikamentöse Hemmung der Magensäurebildung verschlechtert deshalb die Aufnahme.
  4. Je gründlicher die Karotte gekaut wird, desto besser wird Beta Carotin vom Körper aufgenommen. Die unverdauliche Cellulose, die das Beta Carotin umschließt, kann so besser aufgespalten werden. Das Wurzelgemüse deshalb möglichst klein zu schneiden, als Saft zu trinken oder als Salat zu essen, fördert also die Resorption.
  5. Beta-Carotin ist recht hitzestabil. Karotten können deshalb gedämpft, gedünstet oder gekocht werden ohne dass eine vitalstoffschädigende Wirkung durch das Erhitzens eintritt. Hitze schadet der Karotte nicht.
  6. Fettbeigabe erhöht die Resorption des Beta Carotins immens. Dazu reichen jedoch sehr kleine Fettmengen von 2,5 g pro Mahlzeit völlig aus.
  7. Vitamin E fördert die Aufnahme von Beta-Carotin. Butter ist jedoch sehr arm an Vitamin E. Besser wäre Weizenkeimöl oder rotes Palmöl.
Für die Augen

Nachlassendes Sehvermögen wird oft auf das Alter zurückgeführt. Oft ist es jedoch der im Alter steigende Vitalstoffbedarf, der nicht mehr gedeckt wird. Ein Mangel an Vitamin A kann zu Seh-Beschwerden wie Nachtblindheit führen. Ein halber Liter Karottensaft täglich kann diese Mangelversorgung wieder ausgleichen.

In den Wechseljahren

Vitamin A ist auch für gesunde Schleimhäute verantwortlich. Frauen in den Wechseljahren wird deshalb empfohlen, sich ausreichend mit Vitamin A zu versorgen. Wenn Haut und Schleimhäute trocken und rissig werden, dann benötigt der Körper verstärkt Vitamin A um wieder ausreichend Feuchtigkeit zu bilden. Bei Männern ist Vitamin A bei der Produktion von Spermien beteiligt.

Als Hautschutz

Beta Carotin arbeitet als hoch wirksames Antioxidans. So schützt es viele körpereigenen Strukturen vor den schädlichen (auch krebserregenden) Einflüssen der freien Radikalen. Bis zu 1000 Mal kann Beta-Carotin so freie Radikale zerstören, bevor es selbst zerfällt. Als wichtiger Hautschutz gegen Sonnen UV-Bestrahlung und sogar vorbeugend gegen Hautkrebs.

Körpereigene Abwehr

Beta-Carotin unterstützt die körpereigene Abwehr, indem es die Bildung von natürlichen Killerzellen fördert. Diese Killerzellen vernichten virusinfizierte Zellen und Krebszellen.

Energiefluss in den Zellen

Für einen gesunden Körper ist die interzelluläre Kommunikation sehr wichtig: Alle Zellen stehen untereinander in Verbindung und tauschen sich aus. Carotinoide, Beta-Carotin und Vitamin A kümmern sich gemeinsam darum, dass der Körper wieder den Weg zurück zu Ordnung und Gesundheit einschlagen kann.

Brustkrebs

Laut Studien unterstützt Karottensaft das Immunsystem so sehr, dass sogar die Blutwerte von Brustkrebsüberlebenden auf jedem Level verbessert werden konnten. Als Vorsorge vor Brustkrebs und Schutz vor Brustkrebsrückfällen ist die Karotte also ein starker Verbündeter.

Krebsprävention

Der sekundäre Pflanzenstoff Falcarinol soll die Karotte vor Pilzerkrankungen schützen. Für uns Menschen ist dieser natürliche Wirkstoff zur Krebsprävention oder Krebsbekämpfung interessant. Da der Anteil an Falcarinol während des Kochvorgangs sinkt, sind hier vor allem rohe Karotten geeignet. An der Sheffield Hallam University wurde erforscht, dass Falcarinol aus Karotten gegen lymphatische Leukämiezellen wirksam ist, weil es sowohl die Ausbreitung der Krebszellen hemmte als auch deren Zelltod herbeiführte.

Tipp

Wer Karotten kochen und dennoch einen möglichst hohen Falcarinolgehalt erhalten möchte, der kocht die Karotten am besten im Ganzen und zerkleinert oder püriert sie erst dann. Damit liegt der Gehalt an Falcarinol mindestens 25 Prozent höher als in Karotten, die vor dem Kochen zerteilt wurden. Diese weisen nämlich einen Verlust von 70% dieses natürlichen Wirkstoffes auf.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Diabetes (Zuckerkrankheit)
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Diabetes?

Diabetes mellitus wird auch die Zuckerkrankheit genannt. Bei dieser Stoffwechselstörung kann Zucker vom Körper nicht richtig verarbeitet werden. Deshalb ist die Glukosekonzentration im Blutspiegel ständig erhöht. Entscheidend für die Zuckerverwertung ist das Hormon Insulin, das in den Beta-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird.

Schäden vorprogrammiert

Wenn der Blutzucker aus dem Gleichgewicht gerät, sind Schäden am Gefäßsystem vorprogrammiert. Das kann die Augen betreffen, das Herz, die Nieren, die Nerven und die Füße.

Ständige Achtsamkeit

Jeder Diabetespatient achtet sehr genau auf seine Blutzuckerwerte (BZ), also den Zuckergehalt im Blut. Er wird gemessen in mg/dl oder mmol/l. Gerade bei der Typ 2-Erkrankung zeigen sich oftmals lange keine Symptome, bis plötzlich der Blutzuckerspiegel einen kritischen Wert erreicht.

Ist der Blutzucker noch normal?

Ab den folgenden Normwerten spricht man von krankhaften Werten: nüchtern 126 mg/dl, zu jeder anderen Zeit über 200 mg/dl. Ein weiterer wichtiger Wert ist der Blutzucker-Langzeitwert, der HbA1c.

Symptome bei erhöhtem Blutzucker

Typische Symptome bei Diabetespatienten sind bei erhöhtem Blutzuckerspiegel, der sogenannten Überzuckerung oder Hyperglykämie, verstärkter Durst und häufiges Wasserlassen sowie Sehstörungen, Hautentzündungen und Wundheilungsstörungen. Sehstörungen, Juckreiz und Fußprobleme können auftreten. Daneben wirken Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit und schnelle Ermattung und Müdigkeit zu den störenden Kennzeichen.
Eine schwere Hyperglykämie kann zu diabetischen Koma führen.

Symptome bei niedrigem Blutzucker

Anzeichen für Unterzuckerung oder Hypoglykämie sind ein pelziges Gefühl im Mund, Kribbeln und Nervosität, Schweißausbrüche und Heißhunger. Bei schwerem Unterzuckerung kann es zu Sprachstörungen, Sehstörungen, Schwindel und Krämpfen kommen.
Ohne Zuckerzufuhr kann Bewusstlosigkeit eintreten, möglicherweise mit bleibenden Hirnschäden oder Todesfolge.

Es wird seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Diabetes Gesellschaft unterschieden zwischen folgenden Diabetesformen.

Typ 1 betrifft oft Jugendliche

  • Bei Diabetes mellitus Typ 1 wird von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in den Langerhansschen Inseln kein Insulin gebildet. Es entsteht ein absoluter Insulinmangel. Insulin wird benötigt, um Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren. Wenn dieser Transportweg gestört ist, steigt der Blutzucker an, den Zellen fehlt jedoch nach wie vor Zucker für ihre Energiegewinnung. Der ständig zu hohe Blutzucker kann zu Schädigungen führen.
  • Bei Diabetes Typ 1, bei dem kein Insulin vom Körper gebildet wird, ist eine Insulintherapie unumgänglich.
  • Etwa 10 Prozent der Diabeteserkrankungen gehören zu diesem Typus. Da häufig Kinder zwischen 11 und 13 Jahren betroffen sind, wurde früher oftmals der Ausdruck juveniler Diabetes gebraucht.

Typ 2 als Zivilisationskrankheit

  • Diabetes mellitus Typ 2 wurde früher auch Altersdiabetes genannt. Bei dieser Diabetesform mit relativem Insulinmangel kann das Insulin in den Zellen nicht richtig verwertet werden. Das nennt man Insulinresistenz. Dazu kommen Unregelmäßigkeiten durch eine zu langsame Ausschüttung. Dadurch steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit zu schnell an. Der Körper versucht im Ausgleich, mehr Insulin zu produzieren. Störungen bei der Insulinproduktion sind die Folge.
  • Typ 2 tritt häufig auf in Verbindung mit Übergewicht (Adipositas) oder dem Metabolischen Syndrom, auch genannt „das tödliche Quartett“ aus Übergewicht plus Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten und Diabetes mellitus. Das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt dabei sehr stark an. Dabei scheint nach neuesten Erkenntnissen ganz besonders das Übergewicht der entscheidende Faktor zu sein.
  • Diese Typ-2-Stoffwechselkrankheit ist die häufigste Form der Diabetes. 90 Prozent der Erkrankungen betreffen diese Form, die besonders in den Industriestaaten anzutreffen ist.

Typ 3 und 4

  • Typ 3 umfasst alle anderen spezifischen Diabetesformen außer Typ 4, den Schwangerschaftsdiabetes.

Das kann helfen bei Diabetes

Bei dem weitaus häufigsten Fall, der Typ-2-Erkrankung, sollte eine Insulintherapie vom Arzt nur dann verordnet werden, wenn zuvor alle anderen Mittel ausgeschöpft sind. Denn der Ursprung der Erkrankung ist zunächst nicht der Insulinmangel, sondern die Insulinresistenz, die bewirkt, dass das Insulin am Zielort wirkungslos bleibt. Der Insulinresistenz kann entgegengewirkt werden durch mehr Bewegung, eine vitalstoffreiche Ernährung und durch Gewichtsabnahme.

Bewegung

Regelmäßige Bewegung und besonders Ausdauersport ist eine wirksame Maßnahme gegen Fettdepots. Als Faustregel gelten 150 Minuten Sport pro Woche, aufgeteilt auf drei oder fünf Tage.
Körperliche Aktivität wird nicht nur zur Gewichtsabnahme eingesetzt. Die Insulinresistenz wird ebenfalls reduziert. Dadurch kann das körpereigene Insulin wieder besser wirken. Durch Bewegung wird außerdem die Glucoseaufnahme und die Verwertung in der Skelettmuskulatur verbessert. Dadurch kann der Blutzuckerspiegel gesenkt werden.

Ernährung

Diätische Behandlungen mit dem doppelten Ziel der Gewichtsabnahme und der Vermeidung zu starker Schwankungen im Blutzuckerspiegel sind sehr sinnvoll. Für die Ernährung gelten dabei im Grunde genommen die gleichen Grundregeln wie für einen Nicht-Diabetiker:
Etwas über die Hälfte der Nahrung sollte aus Kohlenhydraten bestehen, 10 bis 15 Prozent aus Eiweiß, 20 bis 30 Prozent aus Fett – wobei pflanzliche Fette und Omega-3-reiche Fettsäuren bevorzugt werden sollten. Dazu gehört viel frisches Obst und Gemüse auf den Speiseplan.
Die Kalorien aus der Fettzufuhr müssen der körperlichen Aktivität angepasst werden. Denn hier ist zwar nicht sofort ein erhöhter Blutzuckerwert die Folge, aber wenn das Übergewicht unterstützt wird, dann wird damit auch die Insulinresistenz erhöht.

Positive Berichte bei Gewichtsabnahme

Es gibt zahlreiche Krankenakten, bei denen Diabetiker-Patienten, die ihr Übergewicht auf Normalgewicht reduzieren konnten, keinerlei Medikamente mehr benötigten.

Vollkornprodukte

Vollkornprodukte lassen den Blutzucker langsamer ansteigen durch die Aufspaltung der langkettigen Zuckermoleküle. Dabei hat der reiche Ballaststoffanteil bei Vollkornprodukten eine sättigende Wirkung, was gegen die Bildung von Übergewicht hilfreich ist. Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Milch und frisches Obst gehören ebenfalls zu den zu bevorzugenden Lebensmitteln.

Achtung, kurzkettige Zucker

Die moderne Einstellung zu Diabetes verteufelt die kurzkettigen Zucker (Saccharose) wie beispielsweise in Haushaltszucker für Diabetiker nicht mehr komplett. In vernünftigem Umfang können diese konsumiert werden, jedoch ist es speziell bei süßen Getränken sinnvoll, solche mit Zuckeraustauschstoffen (Ersatzstoffen) zu bevorzugen, denn zuckerhaltige Getränke werden extrem schnell resorbiert. Ein sehr schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels ist die Folge.

Heilpflanzen

Der Heilpraktiker oder Arzt weist vielfach auf die positive Unterstützung bei Diabetes-Therapien durch Heilpflanzen hin.

Kürbis

Kürbis als Gemüse ist ein schmackhafter Blutzuckersenker und wirkt offenbar der Insulinresistenz entgegen. Studien forschen an der Nutzbarmachung von dem Potenzial der Erneuerung geschädigter Bauchspeicheldrüsenzellen durch Kürbiswirkstoffe. Außerdem enthält das Kürbisfleisch wenig Kalorien, viele Ballaststoffe und wertvolle Antioxidatien. Kürbiskernöl ist ein hochwertiges Pflanzenöl mit essentiellen Fettsäuren.

Leinöl

Die essentiellen Fettsäuren aus Leinsamenöl sind in der Lage, Zellschädigungen durch chronisch erhöhten Blutzucker entgegenzuwirken.

Zimt

Zimtrinde vermag den Blutzucker senken und unterstützt die Insulinproduktion. Deshalb ist das Gewürz als Hausmittel bei Diabetes bekannt.

Mariendistel (Carduus intybus)

Ein natürlicher Wirkstoff zur Reduktion von Insulinresistenz ist Silymarin, das in der Mariendistel enthalten ist.

Ingwer (Zingiber officinale)

Der Namenszusatz von Ingwer „officinale“ deutet darauf hin, dass es sich um eine zugelassene Arzneipflanze handelt. Gingerole aus der vitalstoffspendenden Knolle können die Aufnahme von Glukose in die Zellen der Skelettmuskulatur unterstützen.

Artischocke (Cynara scolymus)

Die Wirkstoffe aus der Artischocke können den Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen. Im Handel gibt es zahlreiche Fertigpräparate, die sich der Naturheilkraft aus der Artischocke bedienen.

Wegwarte (Cichorium intybus)

Regulierend auf den Zuckerstoffwechsel und ebenso auf die Leber wirken die Bitterstoffe der Wegwarte.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Augenprobleme
– was kann helfen?

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Wertvolles Augenlicht

Bei unseren sieben Sinnen ist das Augenlicht die Gabe, auf die die meisten Menschen am wenigsten verzichten können. Auf Augenprobleme sollte man daher besonders achten, um Erkrankungen frühzeitig entgegenzuwirken.

Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit

Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit sind Sehstörungen, die mit einem abweichend geformten Augapfel zu tun haben. Dabei entsteht ein abweichender Brechkraftwinkel, der ein unscharfes Bild beim Sehen in der Ferne (Kurzsichtigkeit) oder Weite (Weitsichtigkeit) entstehen lässt. Die Altersweitsichtigkeit betrifft einen Großteil der Bevölkerung.
Die Stabsichtigkeit (Astigmatismus) ist auf eine Hornhautverkrümmung zurückzuführen. Bei dieser Sehstörung werden durch den abweichenden Brechungsfaktor entweder die horizontalen oder vertikalen Linien weniger stark wahrgenommen.

Das kann helfen

Eine Brille oder Kontaktlinsen können die Sehstörung ausgleichen. Manche Sehstörungen können durch gezieltes Augentraining erfolgreich verbessert werden.

Nachtblindheit

Nachtblindheit (Hemeralopie, Nyktalopie) wird eine Sehstörung genannt, bei der sich die Augen schlecht an Dunkelheit anpassen können. Die Dunkeladaption der reizaufnehmenden Zellen in der Netzhaut ist dabei gestört, die das einfallende Licht durch den Sehnerv als elektrische Impulse ans Gehirn weiterleiten. Für das Sehen in Helligkeit sind überwiegend die Lichtsinneszellen Zapfen verantwortlich, in der Dämmerung oder bei Dunkelheit sind jedoch die Stäbchen gefragt. Diese Stabzellen sind rund 500 Mal lichtempfindlicher als die Zapfen.
Ein gesundes Auge kann den Sehpurpur, den Sehfarbstoff Rhodopsin für das Erkennen von Hell und Dunkel in der Dämmerung oder für die Nachtsicht, in etwa fünf Minuten vollständig herstellen. Bei der sogenannten Nachtblindheit dauert es deutlich länger.

Das kann helfen

Der notwendige Sehpurpur Rhodopsin benötigt für seine Produktion Vitamin A. Ein Vitamin-A-Mangel ist relativ verbreitet. Eine gezielte Zufuhr des Augen-Vitamins kann oftmals eine beginnende Nachtblindheit wieder ausgleichen. Antioxidantien können zusätzlich hilfreich sein – insbesondere mit Wirkstoffen der Heidelbeere oder Blaubeere konnten bereits verblüffende Erfolge bei der Verbesserung der Dunkeladaption verzeichnet werden. In jedem Falle sollte bei wahrgenommener Nachtblindheit ein Arzt aufgesucht werden, um weitere ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

Grauer Star

Als Grauer Star (Katarakt) wird eine erworbene Linsentrübung bezeichnet, die in jedem Lebensalter auftreten kann – mit zunehmendem Risiko mit dem Alter. Es handelt sich um die häufigste Augenerkrankung überhaupt mit einem Anteil von 40 Prozent. Die Erkrankung hat eine sehr gute Chance, durch eine Operation behoben zu werden.
Die Linse trübt sich durch den Verlust an Elastizität, die Struktureiweiße kristallieren aus. Die Folge ist eine Sehminderung, die als unscharf, kontrastarm und weniger farbig beschrieben wird: Das Sehen wirkt wie verschleiert. Bei Nichtbehandlung führt die Erkrankung zu Erblindung.

Das kann helfen

Die Operation bei Grauem Star ist ein Standardeingriff, der überwiegend positiv verläuft und sehr häufig durchgeführt wird. Bei dem Eingriff wird die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt. Bei anderen Augenerkrankungen ist die Therapie nicht immer so einfach und erfolgversprechend. Eine Medikamententherapie für den Grauen Star ist nicht bekannt.

Grüner Star

Der Grüne Star (Glaukom) ist eine Augenerkrankung, die zur Erblindung führen kann. Allein in Deutschland sind rund eine halbe Million Patienten betroffen. Meist bleibt die Krankheit lange Zeit unbemerkt, weil das Gehirn den Verlust der Nerven im Sehnerv bis zu einem gewissen Grad ausgleichen kann. Oft bemerkt der Patient eine Beeinträchtigung erst, wenn ein Großteil des Sehnervs irreparabel geschädigt ist. Regelmäßige präventive Untersuchungen beim Augenarzt zur Messung des Augeninnendrucks oder Prüfung des Sehnervs werden empfohlen.

Das kann helfen

Wenn der Grüne Star rechtzeitig entdeckt wird, kann der Augeninnendruck durch Tropfen gesenkt werden. Zusätzlich können Lasermethoden oder eine Augenoperation Erfolge verzeichnen. Bei Nichtbehandlung führt die Krankheit zur Erblindung.

Netzhauterkrankungen

Die Makuladegeneration (MD), Netzhautablösung (Ablatio retinae) oder diabetische Netzhautstörungen (diabetische Retinopathie) können zur Erblindung führen, wenn sie nicht behandelt werden. Die Makuladegeneration wird häufig als altersbedingte Erkrankung angetroffen (AMD). Die Sehschärfe wird gemindert durch Zellverlust in der Makula lutea, dem gelben Fleck, den Punkt schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Bei der Netzhautablösung löst sich die innere Schicht der Netzhaut von der Versorgungsschicht. Bei Auftreten muss unverzüglich eine Notfallbehandlung eingeleitet werden.

Das kann helfen

Grundsätzlich ist die Netzhaut darauf angewiesen, ausreichend mit Vitalstoffen versorgt zu werden. Das Pro-Vitamin Vitamin A wird nicht umsonst oft als Augen-Vitamin bezeichnet, notwendig für die Funktion der Netzhaut. Das zellschützende Vitamin C wirkt antioxidativ und stimuliert die Produktion von Kollagen, das in der extrazellulären Matrix des Bindegewebes eine bedeutende Rolle spielt. Thiamin und Riboflavin aus dem Vitamin-B-Komplex, Vitamin E und Q10 sind hilfreiche Vitalstoffe für die Augenfunktionen. Die Versorgung mit Zink ist unerlässlich, ebenso wie die pflanzlichen Flavonoide wie Lutein, Zeaxanthin und Cryptoxanthin. Sie reichern sich im Gelben Fleck an und ein Mangel begünstigt eine Makuladegeneration.
Bei einer Störung der Netzhaut aufgrund einer Diabetes-Erkrankung ist es unerlässlich, den Zuckerspiegel des Patienten optimal einzustellen, um Ursachenbekämpfung zu betreiben.

Gerstenkorn & Co

Schmerzhafte Entzündungen rund ums Auge wie Bindehautentzündung, Lidrandentzündung, an Gerstenkorn oder Hagelkorn kommen immer wieder vor. Sie können gut behandelt werden.

Das kann helfen

Homöopathische Wirkstoffe wie Hepar sulfuris D6 bei eitrigen Augenentzündungen oder Ruta D4 bei Überanstrengung der Augen können gute Alternaziven zu schulmedizinischer Behandlung sein. Euphrasia D3 Augentropfen, zum Beispiel von Weleda, können eine wertvolle Unterstützung sein. Die Heilpflanze Euphrasia officinalis (Augentrost) kann innerlich als Globuli oder Tee wie äußerlich helfen, beispielsweise als Kompresse.
Biophysikalische Vitalstoffe aus ausgewogener und vitaminreicher Ernährung können vorbeugen und die Genesung wesentlich unterstützen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Augenpflege
– was kann helfen?

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Warum Augenpflege wichtig ist

Die Haut um die Augen herum ist zehnmal dünner als im Gesicht, zum Beispiel an der Wangenpartie. Alle zehn Jahre wird sie um rund fünf Prozent dünner. Deshalb ist es so wichtig, die Augenpartie gut zu pflegen, denn nichts lässt älter aussehen als Tränensäcke, Fältchen, geschwollene Augenlider nach einer Partynacht oder dunkle Ringe unter den Augen.

Tägliche Belastungen

Die Haut rund um unsere Augen wird durch die UV-Strahlen belastet – ebenso wie die übrige Haut, nur dass die Haut an dieser Stelle so viel empfindlicher ist. Sie trocknet leicht aus und ist schneller anfällig für Falten. Die Versorgung mit Fett und die Speicherung der Feuchtigkeit wird mit wachsendem Alter problematischer. Trockene Heizungsluft und die ständigen Bewegungen von Augenlidern und Gesichtsmuskulatur zerren an der Augenpartie.

Ein Quantum Schlaf

Am liebsten wünscht sich diese sensible Haut vor allem täglich einen achtstündigen Schönheitsschlaf. Zu viel Schlaf oder Liegen tut den Augen allerdings auch nicht gut, denn die Flüssigkeit im Gewebe verteilt sich ungünstig um. Geschwollene Tränensäcke können die Folge sein.

Das hilft morgens

Bereits am frühen Morgen kann eine Kompresse mit kaltem Wasser oder Schwarztee geschwollene Augenlider oder Tränensäcke beruhigen und die Durchblutung anregen. Reizlindernde Tropfen, Masken oder feuchtigkeitsspeichernde Seren folgen im nächsten Schritt.
Beim Schminken ist es vorteilhaft, das untere innere Lid mit einem hellen Kajalstift nachzuziehen. Unter den Augenbrauen und am inneren Augenwinkel trägt ein Hauch hellglänzender Lidschatten zu frischem Aussehen bei.

Das hilft bei Augenringen

Wenn die Kapillargefäße durch die feine Haut unter den Augen durchschimmern, sieht es so aus, als hätten wir Ringe unter den Augen. Manche Leute neigen zusätzlich zu stärkerer Pigmentbildung an diesen Stellen.
Die Durchblutung sanft anzuregen, ist an dieser sensiblen Hautpartie besonders wichtig. Gewebefestigende und durchblutungsfördernde Augencremes können helfen. Die Versorgung mit Vitalstoffen, die die Zellerneuerung anregen ist optimal. Als Sofortmaßnahme kann ein rund zwei Töne hellerer Concealer Schatten unter den Augen überdecken.

Das hilft gegen Falten

Vorbeugend gegen die berüchtigten Krähenfüße an den äußeren Augenwinkeln unterstützen Sonnenbrille. Je weniger man die Augen gegen die Sonne zusammenkneifen muss, desto weniger Fältchen schleichen sich ein.
Ein regelmäßiger UV-Strahlenschutz ist notwendig. Gute Augencremes bieten einen hohen UV-Filter, ähnlich wie Sonnencremes. Die Haut benötigt im Inneren eine Feuchtigkeit von rund 20 Prozent, um Schadstoffe abzutransportieren, Nährstoffe aufzunehmen und die Zellerneuerung zu gewährleisten. Fettbausteine spielen dabei ebenfalls eine Rolle und in der Partie rund um die Augen fehlen Talg- und Schweißdrüsen.

Feuchtigkeit – Zufuhr, Speicher, Schutz

Darum sollte neben der Zufuhr auch die Speicherung von Feuchtigkeit unterstützt werden. Dazu geeignet sind Enzyme, Peptide und Antioxidantien, ergänzt um Vitamine und Spurenelemente wie beispielsweise Kieselsäure. Diese Wirkstoffe kurbeln die Kollegenproduktion an, fördern die Elastizität der Haut und halten die Feuchtigkeit in den Zellen fest.
Algen bringen geeignete Eigenschaften mit, denn sie speichern schützende und hautwirksame Mineralstoffe und Spurenelemente. Auch Hefeextrakt ist eine ausgezeichnete Ergänzung der Augenpflege von außen. Aloe Vera enthält neben einem hohen Wasseranteil rund 160 verschiedene Substanzen, die feuchtigkeitsbindend und hauterneuernd wirken.
Hyaluronsäure vermag in der Haut mikroskopische feine Wasserpolster aufzubauen. Pflanzliches Silicium aus Reiskornhüllen wird von der Haut sehr gut aufgenommen und besitzt feuchtigkeitsspeichernde Eigenschaften, es wird daher von der Naturkosmetik gerne eingesetzt. Viele Kosmetika setzen auch auf die versiegelnden Eigenschaften von Bienenwachs durch einen Schutzfilm auf der Haut.

Glättende Naturöle

Arganöl und andere naturbelassene Öle aus Wildrose, Mandel, Jojoba oder Avocado sind ausgezeichnete Faltenglätter und versorgen die Haut über viele Stunden mit Feuchtigkeit. Sie bieten einen natürlichen Verdunstungsschutz durch einen feinen Film auf der Haut und glätten Hornschüppchen, die bei anhaltender Trockenheit aufgesprungen sind. Linolsäure und Squalan-Fettbausteine aus Olivenöl, Nachtkerzenöl und Passionsblumen können die Lücken zwischen aufgesprungenen Hornschüppchen regelrecht kitten.

Das sollte man weglassen

Alkohol und stark gesalzene Speisen lagern Flüssigkeit in den Tränensäcken ein. Kühlende Kompresse oder Augengels können helfen. Wirkstoffe wie Ginkgo oder Arnika haben einen positiven Effekt. Auch eine kühlende Kompresse mit schwarzem Tee (überbrühter und abgekühlter Teebeutel) kann helfen.
Eine selbst durchgeführte Lymphdrainage kann die Flüssigkeit im Gewebe besser verteilen. Dazu legt man die Finger auf die Augenpartie und streicht sanft mehrfach von innen nach außen.

Besser sanft

Die Haut rund um die Augen ist dünn und sensibel. Egal ob Pflegeauftrag, Schminke, Abschminken oder Massieren – die Behandlung dieser Partie sollte sehr sanft erfolgen, um das empfindliche Gewebe zu schonen. Pflegelotionen lieber leicht einklopfen als stark verreiben.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin B-Komplex

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Bezugsquelle: Vitamin B-Complex

Zentrale Bedeutung im Stoffwechsel

Vitamin-B-Komplex ist ein Sammelbegriff für acht verschiedene Substanzen, die chemisch und pharmakologisch sehr unterschiedlich sind. Es handelt sich nicht bei allen Substanzen um Vitamine. Sie alle fungieren aber als Vorstufe für Coenzyme und besitzen essentielle Bedeutung für Blutbildung, Hormonbildung, der Biosynthese von Neurotransmittern (Botenstoffen) und des Erbguts (DNA) sowie der Funktion des Nervensystems.

Sie besitzen unter anderem eine Schüsselfunktion für die Verdauung und Nutzbarmachung von Eiweiß, Fett und Zucker. Neben Vitamin B1, B2, B6 und B12 sind im Vitamin-B-Komplex auch Biotin, Folsäure, Nicotinsäure und Pantothensäure subsumiert. Früher wurde das vitaminähnliche Cholin als ein Vitamin aufgeführt und trug die Bezeichnung Vitamin B4.

Warum heißt es Vitamin-B-Komplex?

Vitamine der B-Gruppe kommen in der Natur selten einzeln vor. Sie wirken meist zusammen im Verbund. Oftmals ist das Zusammenspiel der unterschiedlichen Enzyme der jeweiligen Vitamine sehr eng und ein Ungleichgewicht der Komponenten im Achterbund kann zu Problemen führen. Aus diesem Grund sollte eine ausgewogene Versorgung mit allen acht Komponenten sichergestellt sein. Es werden daher Präparate mit dem kompletten Satz als Vitamin-B-Komplex angeboten.

Einige der zentral wichtigen Substanzen lassen sich auch über Lebensmittel aufnehmen. In üblichen Mengen können die wichtigen B-Vitamine kaum überdosiert werden, so dass ein Vitamin-B-Komplex in vielen Fällen eine sinnvolle Ergänzung darstellen kann. Die Einnahme sollte mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt werden.

Natürliche Vorkommen

B-Vitamine kommen in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor wie Brokkoli, Spinat und Grünkohl oder Leber, Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Vitamine können nur in geringen Mengen im Organismus gespeichert werden und müssen daher regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. Vitamin B12 hingegen ist in Pflanzen nicht enthalten, besitzt aber eine bessere Speicherfähigkeit im Körper.

Vitamin B1 (Thiamin)

Vor rund 100 Jahren war Thiamin eines der ersten Vitamine, die entdeckt wurden. Vitamin B1 spielt eine wichtige Rolle beim Kohlenhydratestoffwechsel. Bei der Umwandlung von Kohlenhydraten in Glukose (Zucker) ist das Vitamin B1 für den Energiestoffwechsel von Nerven, Gehirn und Muskeln unentbehrlich. Es spielt eine Rolle für Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis. Bei Alkoholmissbrauch entsteht ein erhöhter Bedarf. Mangelerscheinungen können sich äußern durch neurologische Störungen, Herzinsuffizienz oder Muskelatrophie.

Wie fast alle B-Vitamine kommt auch Vitamin B1 in den Randschichten von Getreiden vor. Weil die innere Schale (Silberhäutchen) von Getreide, beim Schälen oft wegfällt, kommen Mangelerscheinungen häufig in Südostasien vor, wenn sich Menschen hauptsächlich von poliertem Reis ernähren. Haferflocken, Kleie und Nüsse sowie Hefe und Fleisch sind gute Vitamin-B1-Lieferanten. Thiamin ist hitzeempfindlich.

Vitamin B2 (Riboflavin)

Vitamin B2 ist beim Stoffwechsel von Fett, Eiweiß und Kohlehydraten beteiligt. Im Zusammenspiel mit Vitamin A kann es die Heilung von Hautstörungen unterstützen. Riboflavin ist Bestandteil sämtlicher Körperzellen.

In Eiern, Nüssen, Pilzen und Milchprodukten, aber auch in Fisch und Fleisch kommt Vitamin B2 in natürlicher Form vor. Bei Mangel können Risse um Augen, Nase und Mundwinkel auftreten, es kann zu Hornhautveränderungen im Auge, Linsentrübung oder Blutarmut kommen.

Vitamin B3 (Nicotinsäure, Niacin)

Vitamin B3 ist für zahlreiche Stoffwechselprozesse bedeutsam. In dieser Bezeichnung werden Nicotinsäure und Nicotinsäureamid zusammengefasst. Insbesondere wichtig ist der wasserlösliche Stoff für Haut und Schleimhäute. Entsprechend tritt als Mangelerscheinung eine schuppige, raue und überpigmentierte Haut auf. Als Medikament wird es überwiegend aufgrund seiner gefäßerweiternden Eigenschaften eingesetzt. In natürlicher Form ist es vor allem in Fleisch enthalten, des Weiteren auch in Fisch, Milchprodukten und Eiern sowie in Hülsenfrüchten und Obst.

Vitamin B5 (Pantothensäure)

Im Energiestoffwechsel besitzt Vitamin B5 eine wichtige Funktion für Aufbau und Regeneration von Zellen in Bindegewebe, Schleimhaut, Haaren und Nägeln. Es unterstützt den Energiestoffwechsel der Zellen und fördert die Zellteilung. Die Pantothensäure spielt außerdem eine Rolle für ein funktionierendes Immunsystem. Therapeutisch wird Pantothensäure zur Behandlung von Verbrennungen und Wunden eingesetzt. Gemäß seiner Bedeutung bei der Bildung von Geweben und Haaren kann sich ein Mangel an Vitamin B5 in trockener, rissiger Haut und Haarbruch äußern. Pantothensäure ist Bestandteil vieler Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Getreide.

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Im Vitamin B6 sind wiederum mehrere Stoffe mit Vitamincharakter zusammengefasst. Die Vitamingruppe ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt und besitzt dadurch Bedeutung für alle Körperzellen. Vitamin B6 ist Bestandteil fast aller Lebensmittel, ist aber temperaturempfindlich und wird beim Kochen zerstört. Pyridoxin wird in Medikamenten eingesetzt, die bei Rheuma oder Menstruationsbeschwerden helfen. Ein erhöhter Bedarf an Vitamin B6 besteht bei der Einnahme der Pille, Antepileptika oder Tuberkulosemedikamenten.

Vitamin B7 (Biotin)

Biotin ist auch unter der früheren Bezeichnung Vitamin H in der Literatur zu finden. Es besitzt durch seine Beteiligung an Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratwechsel wichtige Funktionen im Organismus. Es spielt insbesondere eine Rolle für Gehirn, Haut, Haare und Nägel. Die Bildung von Hautzellen und Haarzellen werden durch Biotin beeinflusst sowie die epigenetische Regulation von rund 2.000 Genen. Eine entsprechende Mangelerscheinung äußert sich durch Neigung zu Ekzemen, Haarbruch und brüchigen Fingernägeln.

Vitamin B9 (Folsäure)

Vitamin B9 wird auch den Bezeichnungen Vitamin B11 oder Vitamin M geführt. Folsäure hat eine kaum zu überschätzende Bedeutung in den biochemischen Abläufen des menschlichen Körpers. Neben Zellbildung und Zellteilung ist es auch an der Synthese des Erbguts (DNA) in den Zellkernen beteiligt.

Mangel an Folsäure kann sich äußern in Blutarmut (Anämie), Anfälligkeit für Infekte durch eine verringerte Immunabwehr und verlangsamte Wundheilung. Gravierend ist ein Folsäuremangel besonders in der Schwangerschaft, da er beim ungeborenen Kind ernsthafte Missbildungen am Rückenmarkkanal auslösen kann (Spina bifida). Deshalb ist der Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft besonders hoch und bleibt es in der Stillzeit und im Wachstumsalter des Kindes. Außerdem kann die Einnahme von Antibiotika oder Barbituraten zu einem erhöhten Bedarf führen.

Vitamin B12 (Cobalamin)

Zellteilung, Zellwachstum, Blutbildung und die Funktion des Nervensystems sind von Cobalamin stark abhängig. Es dient dazu, Folsäure im menschlichen Organismus zu aktivieren, die ohne Vitamin B12 ihre Funktion nicht ausüben kann. Vitamin B12 in Medikamenten als Gegenmittel bei Blausäurevergiftung eingesetzt.

Genaugenommen handelt es sich bei Vitamin B12 um einen Sammelbegriff für mehrere verschiedene Verbindungen mit ähnlicher Struktur, den sogenannten Cobalaminen oder auch Vitamin-B12-Komplex. Vitamin B12 kann ausschließlich durch den Verzehr tierischer Produkte aufgenommen werden, da es von Pflanzen nicht hergestellt wird. Cobalamin kann durch die Wirkung von Enzymen aufgenommen werden und bindet sich an Eiweiße, um in die Blutbahn zu gelangen.

Bei Cobalaminmangel können empfindliche Störungen auftreten, die aufgrund der Speicherkapazität des Körpers stark verzögert auftreten können. Von schädlichen Effekten bei Überversorgung ist nichts bekannt. Der Körper kann nur eine begrenzte Menge an Vitamin B12 aufnehmen und scheidet überschüssige Substanzen aus.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Anthocyane

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Pflanzenfarbstoff als Antioxidans

Blaue Beeren sind besonders reich an Anthocyanen (von altgriechisch ánthos, die Blume und kyános, dunkelblau). Das sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavon-ähnlichen Stoffe, der sogenannten Flavonoide. Dieser wasserlösliche Pflanzenfarbstoff findet sich in Blaubeeren, Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren und vielen anderen Pflanzen, die eine rote, violette oder blaue Färbung aufweisen, so auch in Rotkohl, Auberginen und Usambaraveilchen. Ihre Bedeutung erhalten die Anthocyne durch ihre hochantioxidative Wirkung, die teilweise die von Vitamin C noch übertreffen soll. In Kombination mit Vitamin C und Eisen kann beispielsweise Myrtillin, das aus Blaubeeren gewonnene Anthocyans, blutbildend wirken und die Elastizität von Blutgefäßen kräftigen, in Venen und Kapillaren ebenso wie im Gehirn und in den Augen.

Für Augen und Abwehrkräfte

Anthocyane wirken stark antioxidativ und können damit als hochwirksame Radikalfänger reaktive Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle unschädlich machen, indem sie ein Elektron abgeben, ohne selbst zu oxidieren. Hydroxyl, Peroxylradikale sowie Singulett-Sauerstoff und Stickstoffoxide können neutralisiert werden. Die Schädigung durch freie Radikale von gesundheitserhaltenden Proteinen, Lipiden und Zellkern-DNA in den Zellen soll verringert werden. Die körpereigenen Abwehrkräfte werden auf diese Weise unterstützt und entzündungshemmende Effekte angekurbelt. Gerade im Zusammenspiel mit Vitamin C und Selen haben Studien auf eine antimikrobielle Wirkung hingewiesen. Anthocyane sollen die Blutgerinnung verzögern und die Thrombozytenaggregation reduzieren. Das Entgiftungssystem der Leber kann angeregt und Schadstoffe sowie Kanzerogene können ausgeschieden werden. Die Forschung rund um Flavonoide ist noch relativ jung und viele Hinweise sind noch nicht wissenschaftlich bestätigt. Aber die Forschungsaktivitäten erklären, weshalb schon früher die Volksmedizin gerade bei Nachtblindheit und Lichtempfindlichkeit der Augen die wohltuenden Kräfte von Blaubeere, Johannisbeere & Co. pries.

Unterschätzter Wirkstoff gegen Krebs?

Menschen mit einer obst- und gemüsereichen Ernährung erkranken weniger häufig an Darmkrebs. Daraus wird die Vermutung abgeleitet, dass Anthocyne aus sekundären Pflanzenstoffen vor Darmkrebs schützen können. Es wurden Tests an Zellkulturen durchgeführt, bei denen menschliche Kolonkarzinomzellen dosisabhängig auf die Substanz aus Anthocyane von Obst- und Gemüsesorten wie beispielsweise Holunderbeeren, Blaubeeren und blauen Trauben reagierten. Je nach Menge und dem Typ des Anthocydans in der Pflanze, aus der der Stoff extrahiert wurde, sei das Wachstum den Krebszellen in der Zellkultur beeinflusst und auch verringert worden. Offenbar seien Pigmente der Apfelbeere (Aronia) besonders wirksam, da sie nicht nur das Wachstum der humanen Krebszellen in dem Zellkultur-Test eingeschränkt haben sollen sondern die Zellen zu 20 Prozent abgetötet haben sollen. Im Tierversuch sollen sich Krebssymptome von Ratten mit Darmkrebs um 60 bis 70 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe reduziert haben, wenn die erkrankten Tiere mit Anthocyanextrakten aus Blaubeere und Aronia gefüttert wurden.

Natürliche Vorkommen

Açai-Beere, Holunderbeeren, Heidelbeeren, schwarze Johannisbeeren, rote Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Kirschen, Sauerkirschen, Blutorangen, Trauben, Rotkohl, Auberginen und sogar Rotwein enthalten Anthocyane in unterschiedlichen Mengen. Über 200 Typen von Anthocanen sind bekannt. Meist stecken die sekundären Pflanzenstoffe in Blüten und Früchten, aber sie kommen auch in Wurzeln und Blättern vor. Aus einem Kilogramm Brombeeren können nur 20g Schale gewonnen werden. Auch wenn kleine Mengen der Flavonoide aufgenommen werden, kann der menschliche Organismus sie gut verwerten. In der Pflanze übernehmen Anthocyane die Funktion von Absorption des kurzwelligen UV-Lichts der Sonne in der äußeren Schale um eine Schädigung der Proteine und Zell-DNA zu verhindern, sie locken durch ihre Farben Tiere an und sorgen so für Verbreitung und nicht zuletzt sollen sie freie Radikale binden, die durch oxidativen Stress entstehen.

Der Farbstoff wurde 1849 erstmals erforscht. Das Anthocyans der Kornblume konnte 1913 von Richard Willstätter isoliert werden und wurde zum Namensgeber einer ganzen Gruppe von Verbindungen. Die meisten Anthocyane leiten sich von Cyanidin und Delphinidin ab.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Vitamin A (Betacarotin, Retinol)

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Ein Zuviel an Betacarotin gibt es nicht

Betacarotin gehört zu der Gruppe der Carotine (von lat. carota, Karotte). Als Naturfarbstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sorgen sie beispielsweise für die typisch orangene Farbe der Karotte. Und in der Karotte ist Betacarotin in besonders hoher Konzentration enthalten. Als Vorstufe von Vitamin A besitzt das Betacarotin im menschlichen Körper große Bedeutung für Knochenwachstum, Immunsystem, gesunde Haut, Stoffwechsel und das Hell-Dunkel-Sehen. Retinol und Vitamin A werden in vielen Lehrbüchern gleichgesetzt. Streng genommen handelt es sich bei Vitamin A jedoch um eine ganze Stoffgruppe, zu der neben Retinol (Vitamin A1) auch Retinal, Retinsäure und Retinylpalmitat gehören.

Vom Betacarotin leitet sich der Name der gesamten Gruppe der Carotine mit über 600 bekannten Varianten ab. Sie sind fettlöslich und können im menschlichen Körper nur zusammen mit Fett verarbeitet werden.

Betacarotin unterstützt Vitamin A

Betacarotin wird durch die Nahrung im Körper aufgenommen, von Enzymen zerlegt und in Vitamin A konvertiert. Deshalb wird es manchmal auch als Provitamin A bezeichnet. Im Darm aber auch in Zellen der Netzhaut, der Leber und in den Nieren findet der Aufspaltungsprozess statt. Betacarotin kann vom Körper gespeichert und bedarfsorientiert abgerufen werden.

Natürliche Vorkommen von Betacarotin

Betacarotin ist in zahlreichen gelb-orangenen Gemüse- und Obstsorten enthalten, wie beispielsweise in Pfirsich, Aprikose, Mango, Papaya, Sanddorn, Süßkartoffel, Kürbis und Karotte. Es kommt auch in grünen pflanzlichen Lebensmitteln vor wie in Brokkoli, Chicoree, Kresse, Portulak, Spinat, Mangold und Feldsalat.

Die Aufnahme von Betacarotin im Körper hängt stark von der Form des Verzehrs ab. Aus der rohen Karotte nimmt der Körper etwa zehn Prozent des enthaltenen Betacarotins auf. In geriebener Form, beispielsweise als Salat oder Smoothie, zusammen mit Fett erhöht sich die Ausnutzung deutlich, weil Betacarotin fettlöslich ist. Die Aufnahme von zu viel Betacarotin braucht nicht befürchtet werden, denn anders als bei einer übermäßigen Zufuhr von Vitaminen, kann es nicht zu einer Hypervitaminose kommen. Ein Überschuss kann sich höchstens durch eine Gelbfärbung der Haut manifestieren, der zurückgeht, wenn die Überversorgung eingestellt wird.

Essentielle Bedeutung für die Gesundheit

Vitamin A ist an unterschiedlichsten wichtigen Prozessen im Körper beteiligt. Proteinstoffwechsel und Fettstoffwechsel hängen von einer ausreichenden Versorgung durch Vitamin A durch die Nahrung ab, denn Vitamin A gehört zu den essentiellen Vitaminen, die nicht biosynthetisch im Körper hergestellt werden können. Da sich Vitamin A in großen Mengen im Körper speichern lässt, deutet eine Mangelerscheinung wahrscheinlich auf Unterernährung oder zu proteinlastige Ernährung hin oder aber eine Störungen des Fettstoffwechsels.

Vitamin A ist bei der Zellteilung des Embryos beteiligt an der Entwicklung und Differenzierung der Zellen. Für Aufbau und Wachstum der Knochen ist das Vitamin verantwortlich. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder in der Wachstumsphase gut mit Vitamin A versorgt sind und später im Erwachsenenalter zur Heilung von Knochenbrüchen. Die Synthese von Östrogen und Testosteron wird von dem Vitamin gesteuert, ebenso wirkt es sich auf die Spermatogenese aus, die Anzahl und Form der männlichen Samenzellen. Mit Eisen zusammen arbeitet das Vitamin an der Produktion neuer roter Blutkörperchen. Vitamin A spielt eine Rolle beim Aufbau körpereigener Eiweiße (Proteine). Bei Stress steigt der Vitaminbedarf.

Karotten sind gut für die Augen? Stimmt!

Der alte Spruch, dass Karotten gut für die Augen sind, stimmt. Sie enthalten besonders viel Betacarotin, das in Vitamin A umgebildet werden kann. Vitamin A ist in den Stäbchen der Netzhaut im Auge dafür verantwortlich, die Lichtreize in Nervensignale für das Gehirn umzuwandeln. Das Farbsehen, Hell-Dunkel-Sehen und die Sehkraft unter schlechten Lichtverhältnissen ist daher besonders abhängig von dem Vitamin. Bei Dämmerlicht oder sehr hellem Licht wird mehr Sehpurpur verbraucht, als bei normalem Tageslicht. Zur Regeneration wird Vitamin A benötigt. Bei Vitamin A-Mangel leidet die Nachtsicht und die Augen ermüden schneller.

Immunsystem

Als Radikalfänger reduziert Betacarotin die Schädigung von Zellstrukturen und Proteinen. Seine antioxidativen Eigenschaften sind ein wichtiger Teil seiner Bedeutung für die Immunabwehr. Betacarotin und Vitamin A können außerdem die Produktion von Antikörpern und weißen Blutkörperchen unterstützen.

Wichtig für das Immunsystem sind auch eine gesunde Haut und intakte Schleimhäute, an denen Vitamin A maßgeblich beteiligt ist. Sie würden ein Einfallstor für bakterielle und virale Krankheitserreger bieten, wenn sie geschädigt wären. Die Schleimhäute allein in Mund und Darm besitzen bereits eine sehr große Oberfläche.

Antioxidans und natürlicher Sonnenschutz

Der Eigenschutz der Haut gegen UV-Strahlung kann durch Betacarotin positiv unterstützt werden als eine Art natürlicher Sonnenschutz. Zum einen macht es den bei UV-Strahlung entstehenden reaktiven Singulettsauerstoff unschädlich, indem es dessen Energie aufnimmt und als Wärme wieder abgibt. Betacarotin ist durch seine antioxidativen Eigenschaften auch als Radikalfänger nützlich. Dadurch wird die Schädigung der Zellstruktur abgewendet.

Als Vorstufe von Vitamin A, das für die Differenzierung von Zellen verantwortlich ist, kann Betacarotin als wichtiger Vitalstoff für gesunde Haut allgemein und für als Schutzfaktor bei UV-Strahlung betrachtet werden. Der Prozess der Hautneubildung erfolgt über mehrere Schichten von innen nach außen. Im Fettgewebe und in der Oberhaut wird das Betacarotin gespeichert, das nicht für die Vitamin A-Bildung benötigt wurde.

Mehr zur Verwendung von Karotten

Betacarotin ist fettlöslich. Aus diesem Grund sollten Karotten immer mindestens mit einer geringen Menge Fett – am besten ein paar Tropfen hochwertigem Öl – zubereitet werden. Die Karotte enthält mehr Betacarotin als andere Gemüse. In der Karotte steckt auch der Ballaststoff Pektin. Er quillt im Magen-Darm-Trakt auf und erzeugt ein Sättigungsgefühl. Rohe Karotten haben einen leicht entwässernden Effekt. Durch ihren hohen Zuckergehalt schmeckt die Karotte süß und zählt daher roh und gekocht zu den Lieblingsgemüsen von Kindern.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Berberitze (Berberis vulgaris)

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Heilpflanze und Gift

Die Berberitze (Berberis vulgaris) ist die Frucht eines Ziergehölzes aus der Familie der Berberidacae (Sauerdorngewächse). Die roten, eiförmigen Beerenfrüchte des dornenbesetzten Strauchs sind vitaminreich und von saurem Geschmack. Der Strauch ist in Europa und Asien verbreitet. Dem Sauerdorn (auch Essigbeere, Echte Berberitze) werden Eigenschaften zugeschrieben, die ihn zu einem wichtigen homöopathischen Heilmittel machen.

Giftpflanze

Mit Ausnahme der Beeren ist die gesamte Pflanze giftig, insbesondere die Wurzel mit einem Alkaloidgehalt von etwa 15 Prozent. Die Giftstoffe bestehen aus 1 bis 3 Prozent Berberin, sowie Jatrorhizin, Palmatin, Columbamin, Isoteteandin und Magnoflorin. Das Isochinolinalkaloid Berberin ist für die gelbliche Färbung der Wurzel (Radix Berberidis) verantwortlich, das früher zum Gelbfärben von Textilien und Leder durch Rinde und Wurzel der Berberitze verwendet wurde. Die Vergiftungserscheinungen äußern sich in Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Nierenreizung und Nephritis.

Heilpflanze

Die Früchte und Wurzel und Rinde der Berberitze werden verschieden eingesetzt, da sie unterschiedliche Wirkstoffe beinhalten. Homöopathisch wird die Berberitze als wirksam von Spezialisten in folgenden Bereichen empfunden, wobei eine genaue Dosierung und gegebenenfalls die Kombination mit anderen homöopathischen Heilmitteln wichtig sind: Gelbsucht, Hautausschlag und Röschenflechte, urologische und rheumatische Beschwerden, Galle, Leber, Verdauung, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Durchblutung der Augen und des Sehnervs und Blutzirkulation.

Bereits in der Antike wurde die Berberitze als Arznei eingesetzt. Plinius empfiehlt, frische oder getrocknete Beeren in Wein gekocht einzunehmen. Im Ägypten des Altertums galt eine Mischung von aufgequollenen Berberitzebeeren und Fenchelsamen als fiebersenkend.

Mit Wurzelrinde kann die Gallentätigkeit, das Leber-Galle-System und die Verdauung beeinflusst werden. Eine gewisse Erweiterung der Blutgefäße durch die Wurzelrinde kann den Blutdruck senken. Bei Nierenentzündungen sollte Berberitze nicht angewendet werden.

Berberitzefrüchte enthalten keine Alkaloide, dafür jede Menge Vitamin C und Fruchtsäuren sowie Capsanthin, Gerbsäure und Hyperosid. Als Presssaft lindert die Berberitzefrucht Zahnfleischblutungen und stärkt das Zahnfleisch bei direktem Auftrag. Frühjahrsmüdigkeit und Erkältungen bekämpft Berberitze durch ihren hohen Vitamingehalt.

Würz- und Nahrungspflanze

Berberitzenmarmelade oder Berberitzenmus aus den roten Beeren sind in Europa beliebt. Auch können die Früchte gut als Vitaminspender getrocknet werden. In vielen Ländern werden getrocknete Berberitzebeeren in der Küche eingesetzt, als Zugabe zum Reis in orientalischen Gerichten, zu Fleisch oder Fisch. 4.500 Tonnen Berberitzenbeeren pro Jahr werden beispielsweise im Nordosten des Iran in der Region Chorasan geerntet.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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