Schlagwort-Archive: Auge

Dreifachschutz für unsere Augen: Lutein + Zeaxanthin + β-Carotin

augenschutz
© fotofuerst – fotolia.com

Das menschliche Auge

Das menschliche Auge erfasst Farben und ist für die räumliche Orientierung, die Informationsaufnahme und als Kommunikationsmittel unentbehrlich. Ohne das Sehen wäre die Verletzungsgefahr unermesslich hoch. Aber das Auge hat auch einen großen Einfluss auf das Schlaf-Wach-Verhalten und die Hormonausschüttung. Das alles nehmen wir als selbstverständlich. Kaum einer weiß, wie man seine Augen am effektivsten schützt.

So geht es unseren Augen

Das längere – oft stundenlange – Fokussieren der Augen auf einen Punkt, z.B. Bildschirm, Fernsehen oder einseitige Tätigkeiten tun unserem Auge nicht gut. In unserem Lebens- und Arbeitsalltag wird aber genau das von uns gefordert. Aber damit nicht genug: Auch freie Radikale schädigen die Augen. So schädigen z.B. auch Nikotin und die ionisierende Strahlung durch Computerbildschirme, Fernseher und Handy.

  • 15% der Kinder in Deutschland tragen eine Brille
  • 65% der Erwachsenen (über 16 Jahre) in Deutschland tragen eine Brille

Aber auch die UV-Strahlen der Sonne belasten die Augen. Jedoch überwiegen die Vorteile des Sonnenlichtes auf unser Immunsystem. Es gibt Möglichkeiten unsere Augen davor zu schützen.

Das Auge isst mit

Dass Karotten gut für die Augen sind, hat früher schon die Mutter am Mittagtisch gesagt. Verantwortlich sind die β-Carotin-Werte: Umgewandelt in Vitamin A schützen sie über 100 Mio. Sehzellen in der Netzhaut, indem sie die enthaltenden Pigment-Moleküle, den sogenannten Sehpurpur, zusammen mit Proteinen neu aufbauen. Ohne β-Carotin würden diese lichtempfindlichen Elemente in kürzester Zeit vom Sonnenlicht verzehrt werden. Moringa besitzt 7x mehr β-Carotin als Karotten.

Der Dreifachschutz

Doch β-Carotin ist nicht der ganze Schutz, den wir unseren Augen durch die Nahrung zukommen lassen können. Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin sind für eine gesunde Netzhaut wichtig. Sie schützen die Augen vor freien Radikalen. Wie jede Zelle verfügt auch die Sinneszelle über eine Zellmembran aus einer Lipiddoppelschicht. Diese Zellmembran ist sehr anfällig gegenüber freien Radikalen. Folgen solcher aggressiven Angriffe auf das Auge könne Linsentrübungen, Netzhautablösungen, Augenentzündungen, Nachtblindheit oder Makula-Degeneration sein. Die Makula-Degeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für Erblindung.

Die beiden Carotinoide Lutein und Zeaxanthin sind als von der Natur eingerichteter Schutz bereits in der Makula eingebaut. Sie dienen als „innere Sonnenbrille“ und neutralisieren die freien Radikale. Leider nimmt der Gehalt an Lutein und Zeaxanthin in der Makula im Alter ab. Wenn Sie diese Carotinoide mit der Nahrung aufnehmen, dann beugen Sie diesem Abbau vor und schützen Ihre Augen effektiv und natürlich. 100g Moringa-Blätter enthalten 70,2 mg Lutein und 1,94 mg Zeaxanthin.

lutein_zeaxanthin

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Augenpflege
– was kann helfen?

augenpflege
© contrastwerkstatt – fotolia.com

Warum Augenpflege wichtig ist

Die Haut um die Augen herum ist zehnmal dünner als im Gesicht, zum Beispiel an der Wangenpartie. Alle zehn Jahre wird sie um rund fünf Prozent dünner. Deshalb ist es so wichtig, die Augenpartie gut zu pflegen, denn nichts lässt älter aussehen als Tränensäcke, Fältchen, geschwollene Augenlider nach einer Partynacht oder dunkle Ringe unter den Augen.

Tägliche Belastungen

Die Haut rund um unsere Augen wird durch die UV-Strahlen belastet – ebenso wie die übrige Haut, nur dass die Haut an dieser Stelle so viel empfindlicher ist. Sie trocknet leicht aus und ist schneller anfällig für Falten. Die Versorgung mit Fett und die Speicherung der Feuchtigkeit wird mit wachsendem Alter problematischer. Trockene Heizungsluft und die ständigen Bewegungen von Augenlidern und Gesichtsmuskulatur zerren an der Augenpartie.

Ein Quantum Schlaf

Am liebsten wünscht sich diese sensible Haut vor allem täglich einen achtstündigen Schönheitsschlaf. Zu viel Schlaf oder Liegen tut den Augen allerdings auch nicht gut, denn die Flüssigkeit im Gewebe verteilt sich ungünstig um. Geschwollene Tränensäcke können die Folge sein.

Das hilft morgens

Bereits am frühen Morgen kann eine Kompresse mit kaltem Wasser oder Schwarztee geschwollene Augenlider oder Tränensäcke beruhigen und die Durchblutung anregen. Reizlindernde Tropfen, Masken oder feuchtigkeitsspeichernde Seren folgen im nächsten Schritt.
Beim Schminken ist es vorteilhaft, das untere innere Lid mit einem hellen Kajalstift nachzuziehen. Unter den Augenbrauen und am inneren Augenwinkel trägt ein Hauch hellglänzender Lidschatten zu frischem Aussehen bei.

Das hilft bei Augenringen

Wenn die Kapillargefäße durch die feine Haut unter den Augen durchschimmern, sieht es so aus, als hätten wir Ringe unter den Augen. Manche Leute neigen zusätzlich zu stärkerer Pigmentbildung an diesen Stellen.
Die Durchblutung sanft anzuregen, ist an dieser sensiblen Hautpartie besonders wichtig. Gewebefestigende und durchblutungsfördernde Augencremes können helfen. Die Versorgung mit Vitalstoffen, die die Zellerneuerung anregen ist optimal. Als Sofortmaßnahme kann ein rund zwei Töne hellerer Concealer Schatten unter den Augen überdecken.

Das hilft gegen Falten

Vorbeugend gegen die berüchtigten Krähenfüße an den äußeren Augenwinkeln unterstützen Sonnenbrille. Je weniger man die Augen gegen die Sonne zusammenkneifen muss, desto weniger Fältchen schleichen sich ein.
Ein regelmäßiger UV-Strahlenschutz ist notwendig. Gute Augencremes bieten einen hohen UV-Filter, ähnlich wie Sonnencremes. Die Haut benötigt im Inneren eine Feuchtigkeit von rund 20 Prozent, um Schadstoffe abzutransportieren, Nährstoffe aufzunehmen und die Zellerneuerung zu gewährleisten. Fettbausteine spielen dabei ebenfalls eine Rolle und in der Partie rund um die Augen fehlen Talg- und Schweißdrüsen.

Feuchtigkeit – Zufuhr, Speicher, Schutz

Darum sollte neben der Zufuhr auch die Speicherung von Feuchtigkeit unterstützt werden. Dazu geeignet sind Enzyme, Peptide und Antioxidantien, ergänzt um Vitamine und Spurenelemente wie beispielsweise Kieselsäure. Diese Wirkstoffe kurbeln die Kollegenproduktion an, fördern die Elastizität der Haut und halten die Feuchtigkeit in den Zellen fest.
Algen bringen geeignete Eigenschaften mit, denn sie speichern schützende und hautwirksame Mineralstoffe und Spurenelemente. Auch Hefeextrakt ist eine ausgezeichnete Ergänzung der Augenpflege von außen. Aloe Vera enthält neben einem hohen Wasseranteil rund 160 verschiedene Substanzen, die feuchtigkeitsbindend und hauterneuernd wirken.
Hyaluronsäure vermag in der Haut mikroskopische feine Wasserpolster aufzubauen. Pflanzliches Silicium aus Reiskornhüllen wird von der Haut sehr gut aufgenommen und besitzt feuchtigkeitsspeichernde Eigenschaften, es wird daher von der Naturkosmetik gerne eingesetzt. Viele Kosmetika setzen auch auf die versiegelnden Eigenschaften von Bienenwachs durch einen Schutzfilm auf der Haut.

Glättende Naturöle

Arganöl und andere naturbelassene Öle aus Wildrose, Mandel, Jojoba oder Avocado sind ausgezeichnete Faltenglätter und versorgen die Haut über viele Stunden mit Feuchtigkeit. Sie bieten einen natürlichen Verdunstungsschutz durch einen feinen Film auf der Haut und glätten Hornschüppchen, die bei anhaltender Trockenheit aufgesprungen sind. Linolsäure und Squalan-Fettbausteine aus Olivenöl, Nachtkerzenöl und Passionsblumen können die Lücken zwischen aufgesprungenen Hornschüppchen regelrecht kitten.

Das sollte man weglassen

Alkohol und stark gesalzene Speisen lagern Flüssigkeit in den Tränensäcken ein. Kühlende Kompresse oder Augengels können helfen. Wirkstoffe wie Ginkgo oder Arnika haben einen positiven Effekt. Auch eine kühlende Kompresse mit schwarzem Tee (überbrühter und abgekühlter Teebeutel) kann helfen.
Eine selbst durchgeführte Lymphdrainage kann die Flüssigkeit im Gewebe besser verteilen. Dazu legt man die Finger auf die Augenpartie und streicht sanft mehrfach von innen nach außen.

Besser sanft

Die Haut rund um die Augen ist dünn und sensibel. Egal ob Pflegeauftrag, Schminke, Abschminken oder Massieren – die Behandlung dieser Partie sollte sehr sanft erfolgen, um das empfindliche Gewebe zu schonen. Pflegelotionen lieber leicht einklopfen als stark verreiben.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2016 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

uebersicht
Übersicht

Lutein

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

lutein
© Jeanette Dietl – fotolia.com

Mikronährstoff für die Sehkraft

Lutein von lat luteus, goldgelb ist eines der häufigsten natürlichen Carotinoide. In der Lebensmittelindustrie wird Lutein als Farbstoff unter der Bezeichnung E161b verwendet. In der Natur wird Lutein von Zeaxanthin begleitet. Als Bestandteil der Lichtsammelkomplexe in Chloroplasten spielt Lutein eine wichtige Rolle für die Energieausbeute.

Natürliche Vorkommen

Gute Lutein-Lieferanten sind dunkle Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl. In einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse können benötigte Mikronährstoffspeicher durch die Nahrungsaufnahme wieder aufgefüllt werden. Denn besonders im Auge ist das Carotinoid von großer Bedeutung.

Protektive Funktionen

Die Augen ermüden durch langes Arbeiten am Computer, Autofahrten im Dunkeln oder Fernsehen. Zusätzlich kann UV-Strahlung aus dem intensiven Sonnenlicht für oxidativen Stress für die Augen sorgen. Der oxidative Stress kann freie Radikale freisetzen, die hochreaktiv sind und die Zellstruktur und das Erbgut in den Zellkernen schädigen können. Antioxidantien können diese freien Radikale abfangen und unschädlich machen, indem sie selbst mit ihnen reagieren.

Besonders im Auge sind die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin als einzige Carotinoide stark angereichert und übernehmen wichtige Schutzfunktionen.

Schutzfunktion für das Auge

In der Retina des menschlichen Auges kommen Lutein und Zeaxanthin in verschiedenen optischen und geometrischen Unterformen vor (vgl. Dachtler et al., 1998; Khachik et al., 1997). Eine besonders hohe Konzentration tritt im Gelben Fleck in der Netzhautmitte auf, wo die Dichte der Photorezeptoren- und damit die Sehschärfe – am größten ist. Eine enge Beziehung der beiden Stoffe zu durch Lichteinwirkung verursachte oxidative, photochemische Vorgänge wird von Experten angenommen. Möglicherweise schützen sie die Sehzellen nicht nur vor freien Radikalen sondern auch vor kurzwelligem Licht, indem sie einen Anteil des blauen und potenziell schädlichen Lichts herausfiltern.

Es gibt Untersuchungen, die auf eine Verbindung zwischen der ausreichenden Versorgung mit den Farbstoffen und der Verminderung eines Risikos für die Erkrankung an Grauem Star oder einer altersbedingten Makuladedegeneration hindeuten.

Therapeutischer Einsatz

Die moderne Medizin vermutet eine Verbindung zwischen den antioxidativen Eigenschaften der Carotinoide und Schutzmechanismen, die beispielsweise bei altersabhängiger Makuladedegeneration und anderen retinalen Degenerationen eingesetzt werden könnten. Aus diesem Grund rücken die beiden Stoffe ins Interesse wissenschaftlicher Forschung.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Inositol

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

inositol
© Lars Zahner – fotolia.com

Allrounder in allen Körperzellen

Inositol (auch Inosit) wird oft als “Muskelzucker” bezeichnet, auch wenn es sich nicht um ein Kohlenhydrat handelt. Früher wurde Inosit den B-Vitaminen zugeordnet, sein Vitamincharakter ist heute umstritten. Zweifelsohne arbeitet Inositol eng zusammen mit Substanzen aus dem Vitamin-B-Komplex: Vitamin B6, Folsäure und Pantothensäure. Der sechswertige Alkohol kommt in der Natur häufig vor. Inositol kann vom Körper aus Glukose synthetisiert werden.

In Kosmetikprodukten für Haut und Haar wird der natürliche Inhaltsstoff vielfach eingesetzt. Auch in Energy Drinks kann Inositon enthalten sein. Im menschlichen Organismus spielt der Vitalstoff eine wichtige Rolle.

Zahlreiche wichtige Funktionen

Als sekundärer Botenstoff bei der Signalübertragung in den Zellen ist Inositol bedeutsam und beeinflusst stark den Zellstoffwechsel. Die Neutrotransmitter-Vorstufe Inositol kann Depressionen offenbar positiv beeinflussen. Es scheint an der Wirkung von Serotonin beteiligt zu sein. Klinische Studien haben jedoch noch keinen sicheren Beweis für den therapeutischen Nutzen als Antidepressivum gefunden. Weiterhin steht die Substanz jedoch im Interesse der Forschung.

Einsatz in der Krebstherapie

Die Wirkungsweise von Inositol ist noch nicht ausreichend verstanden. In gewissem Umfang wird es therapeutisch in sehr genau bestimmten Kombinationen bei der Chemotherapie und zur Hemmung von Metastasenbildung bei Krebs eingesetzt. Aktuelle Forschungen beschäftigen sich mit dem Einsatzgebiet. Niemals sollte eine Selbstmedikation stattfinden.

Fette und Cholesterin

Im Körper stabilisiert Inositol die Leberfunktion und im Fettstoffwechsel sorgt es für die Verteilung von Körperfett. Bei der Verarbeitung von Fetten und Cholesterin besitzt es positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Zusammen mit Cholin bildet Inositol Lecithin, das wiederum für Zellmembrane und Fettverdauung bedeutend ist. Die Kontraktion im Magen-Darm-Trakt (Peristaltik) wird von der vitaminähnlichen Substanz unterstützt und schafft so weitere Voraussetzungen für eine gesunde Verdauung. Für Wachstum in Mikroorganismen spielt Inositol eine große Rolle.

Rund herum hilfreich

Besonders konzentriert tritt Inositol im Herzmuskel, im Gehirn und in der Augenlinse auf. Es wirkt auf die Sehfunktion und die Tätigkeit des Herzmuskels. Das Wachstum der Haare wird unterstützt. Inositol wird eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Die Wirkung von Vitamin E kann durch Inositol gesteigert werden.

Natürliches Vorkommen

Inositol-Lieferanten sind frisches Obst und Gemüse. In Orangen, Grapefruit, Melone, Trockenpflaumen, ist Inositol enthalten. Ebenso steckt die vitaminähnliche Substanz in Getreide, Hefe, Sojabohnen, Nüssen und Fleisch. Inositol wird durch Biosysthese im Körper generiert. Alkohol, Kaffee und Zucker können die Produktion jedoch hemmen.

Nie ohne Arzt oder Heilpraktiker

Die Wirkung von Inositol ist noch umstritten und die Substanz sollte in Nahrungsergänzungsmitteln nur in Abstimmung mit dem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Studentenblume (Tagetes)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

studentenblume
© M. Schuppich – fotolia.com

Sonnengelbe Blütenköpfe

Die Studentenblume (Tagetes) wird auch türkische Nelke oder Sammetblume genannt. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Name Tagetes leitet sich ab von dem etruskischen Halbgott Tages.

Aus Mexiko in heimische Blumentöpfe

In der Gattung existieren rund 50 bis 60 Arten, die ursprünglich aus Mexiko und Mittelamerika stammen. Heute sind Tagetes in Europa als sommerliche Balkonkastenbepflanzung und Schnittblume sehr beliebt. Die Blüten fallen durch eine sonnige Farbe und einen relativ unangenehmen Geruch auf. Die Studentenblume enthält einen gelben Farbstoff, der unter der Bezeichnung E161b in der Lebensmittelindustrie und als Futtermittelzusatz eingesetzt wird.

Inhaltsstoffe

Aufgrund ihres hohen Gehalts des Pflanzenfarbstoffes Lutein werden Tagetes zu pharmazeutischen Zwecken angebaut. Das Carotinoid Lutein besitzt große Bedeutung für das scharfe Sehen.

Sekundärer Pflanzenstoff fürs Auge

Bei Lutein-Mangel kann eine Macula-Degeneration auftreten. Im gelben Fleck (macula lutea) der Netzhaut im menschlichen Auge ist Lutein zusammen mit Zeaxanthin in besonders konzentrierter Form gespeichert und ist beteiligt am Sehvorgang und dem Zellschutz. Es handelt sich um ein sehr starkes Antioxidans.

In der Behandlung von Macula-Degeneration können mit Lutein positive Effekte verbucht werden. Vorbeugend kann Lutein das Risiko, an grauem Star oder anderen Augenkrankheiten zu erkranken, reduzieren.

Weitere Anwendungen

Durch seine antioxidativen Eigenschaften kann Lutein aus der Tagetes dem Alterungsprozess der Haut und der Zellen entgegenwirken.

In Lateinamerika gilt die Tagetes als volksmedizinisches Hausmittel bei Durchfall, Blähungen, Verdauungsstörungen und Koliken. Bei fiebrigen Erkältungskrankheiten kommen die Blüten und Blätter zum Einsatz. Das ätherische Öl aus Tagetes besitzt offenbar antiinsektizide, entzündungshemmende und pilzhemmende Eigenschaften.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Heidelbeer-Extrakt
(Vaccinia myrtillus)

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

heidelbeeren
© chamillew – fotolia.com

Natürliche Augenvitamine

Heidelbeeren oder auch Blaubeeren (Vaccinium) gehören zur Familie der Heidekrautgewächse. Es sind an die 500 Arten der Heidelbeere bekannt, die in Europa verbreitetste Art ist die Vaccinia myrtillus. Sie besitzen bioaktive Eigenschaften, die seit den 16. Jahrhundert in der Volksmedizin geschätzt werden. Ein Tee aus den Blättern des Zwergstrauchs galt als hilfreich bei Diabetes. Gegen Durchfall, Blasenbeschwerden und Entzündungen im Mundraum wurden die schmackhaften Beeren eingesetzt. Vor allem aber sind die positiven Wirkungen auf Sehschärfe, Dunkelsehen und verschiedene Augenerkrankungen bekannt.

Die Heilpflanze und das Extrakt

Die positiven Eigenschaften sind zurückzuführen auf Anthocyane aus dem Farbstoff der Heidelbeere, ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Familie der Flavonoide. Die Wirksamkeit wird durch die hohe antioxidative Kraft erklärt. Augenleiden wie Grauer Star oder Makula-Degeneration werden vielfach auf oxidative Schäden durch freie Radikale zurückgeführt, die von den Anthocyanen unschädlich gemacht werden können.

Für eine Behandlung kann es sinnvoll sein, Anthocyane in hoher und genauer Dosierung zu sich zu nehmen. Für ein Gramm des Wirkstoffs wird ein Pfund Heidelbeeren verarbeitet. Nach rund sechs Stunden lässt die Wirkung der Anthocyane im Blut nach. Am besten wird die Einnahme eines Heidelbeer Extrakts mit einem Arzt oder Therapeuten abgestimmt, um eine optimale Dosierung für die individuelle Anwendung herauszufinden.

Sehvermögen

Insbesondere auf das Sehvermögen wirkt sich die Substanz nachweislich aus. Die Mikrozirkulation von Makula (Netzhaut) und Sehnerv wird verbessert, die Funktionsfähigkeit des Auges geschützt und erhalten. Daher werden Anthocyane therapeutisch und vorbeugend auch bei diabetischer Netzhauterkrankung verwendet. Im Heidelbeer Extrakt enthaltene Anthocyanoside wirken mit an der Biosynthese des Proteins Rhodopsin, das für das nächtliche Sehen wichtig ist. Das Dunkelsehen wird von Heidelbeeren deutlich positiv beeinflusst.

Angeblich haben Piloten der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg vor ihrem Einsatz Sandwiches mit Heidelbeermarmelade gegessen, um die verdunkelten deutschen Städte besser sehen zu können. Möglicherweise eine Legende, die aber auf das jahrhundertealte Vertrauen auf die Wirksamkeit der blauen Beere hindeutet.

Anthocyane – Pflanzenfarbstoffe mit segensreicher Wirkung

Blaue Beeren sind besonders reich an Anthocyanen (von altgriechisch ánthos, die Blume und kyános, dunkelblau). Das sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavon-ähnlichen Stoffe, der sogenannten Flavonoide. Dieser wasserlösliche Pflanzenfarbstoff findet sich in Blaubeeren, Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren und vielen anderen Pflanzen, die eine rote, violette oder blaue Färbung aufweisen, so auch in Rotkohl, Auberginen und Usambaraveilchen.

Ihre Bedeutung erhalten die Anthocyane durch ihre hochantioxidative Wirkung, die teilweise die von Vitamin C noch übertreffen soll. In Kombination mit Vitamin C und Eisen kann beispielsweise Myrtillin, das aus Blaubeeren gewonnene Anthocyans, blutbildend wirken und die Elastizität von Blutgefäßen kräftigen, in Venen und Kapillaren ebenso wie im Gehirn und in den Augen.

Wirkung des Pflanzenfarbstoffs

Anthocyane wirken stark antioxidativ und können damit als hochwirksame Radikalfänger reaktive Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle unschädlich machen, indem sie ein Elektron abgeben, ohne selbst zu oxidieren. Hydroxyl, Peroxylradikale sowie Singulett-Sauerstoff und Stickstoffoxide können neutralisiert werden. Die Schädigung durch freie Radikale von gesundheitserhaltenden Proteinen, Lipiden und Zellkern-DNA in den Zellen soll verringert werden. Die körpereigenen Abwehrkräfte werden auf diese Weise unterstützt und entzündungshemmende Effekte angekurbelt. Gerade im Zusammenspiel mit Vitamin C und Selen haben Studien auf eine antimikrobielle Wirkung hingewiesen.

Anthocyane sollen die Blutgerinnung verzögern und die Thrombozytenaggregation (Verklumpung der Blutplättchen) reduzieren. Das Entgiftungssystem der Leber kann angeregt und Schadstoffe sowie Kanzerogene können ausgeschieden werden. Die Forschung rund um Flavonoide ist noch relativ jung und viele Hinweise sind noch nicht wissenschaftlich bestätigt. Aber die Forschungsaktivitäten erklären, weshalb schon früher die Volksmedizin gerade bei Nachtblindheit und Lichtempfindlichkeit der Augen die wohltuenden Kräfte von Blaubeere, Johannisbeere & Co pries. Anthocyane sind am Aufbau von Kollagen beteiligt. Eine gesunde Kollagenstruktur der Blutgefäße bis hin in die Kapillargefäße ist für die Versorgung aller Zellen wichtig.

Natürliche Vorkommen von Anthocyanen

Açai-Beere, Holunderbeeren, Heidelbeeren, schwarze Johannisbeeren, rote Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Kirschen, Sauerkirschen, Blutorangen, Trauben, Rotkohl, Auberginen und sogar Rotwein enthalten Anthocyane in unterschiedlichen Mengen. Über 200 Typen von Anthocyanen sind bekannt. Meist stecken die sekundären Pflanzenstoffe in Blüten und Früchten, aber sie kommen auch in Wurzeln und Blättern vor. Aus einem Kilogramm Brombeeren können nur 20g Schale gewonnen werden. Auch wenn kleine Mengen der Flavonoide aufgenommen werden, kann der menschliche Organismus sie gut verwerten. In der Pflanze übernehmen Anthocyane die Funktion von Absorption des kurzwelligen UV-Lichts der Sonne in der äußeren Schale um eine Schädigung der Proteine und Zell-DNA zu verhindern, sie locken durch ihre Farben Tiere an und sorgen so für Verbreitung und nicht zuletzt sollen sie freie Radikale binden, die durch oxidativen Stress entstehen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.