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Polyphenole

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polyphenole
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In fast allen Pflanzen

So bedeutend wie die Vitamine, so entscheidend sind auch die Polyphenole für unsere Gesundheit. Diese sekundären Pflanzenstoffe gehören zu den Phytaminen. Polyphenole können in verschiedene einzelne Stoffklassen unterteilt werden. Gemeinsam ist ihnen, dass sie meistens aus ringförmigen Molekülen bestehen, die in der Lage sind Elektronen leicht aufzunehmen. Das macht sie zu effektiven Radikalfängern.

Zu den Polyphenolen gehören Flavonoide, Anthocyane, Proanthocyanidine (OPC), Phenolsäuren (Gerbsäuren), Cumarine und Ligane. Im Durchschnitt nehmen wir täglich 200-300 mg Phenolsäuren und 50 bis 100 mg Flavonoide auf.

Man kann sie schmecken und sehen

Farbe, Geruch und Geschmack von Obst und Gemüse werden von Polyphenolen geprägt. Zu den Phenolsäuren gehören Kaffeesäure, Ferulasäure und Ellagsäure. Der herbe Geschmack vieler Lebensmittel findet hier seine Erklärung. Grüner Tee zum Beispiel beinhaltet Ellagsäure, die wegen ihrer antikanzerogenen Wirkung in aller Munde ist. Umweltgifte wie Zigarettenrauch, Luftverschmutzung u.a. können unsere Gene schädigen. Vermutlich trägt die Ellagsäure dazu bei diesen Schädigungen vorzubeugen.

Wirkung

Polyphenole wirken insgesamt antikanzerogen, antimikrobiell, immunmodulatorisch, antioxidativ und entzündungshemmend . Sogar Krebs und Thrombosen kann so vorgebeugt werden. Die Forschung bemüht sich sehr hier Klarheit zu schaffen.

Altersbedingte Sehstörungen wie MakulaDegeneration, Katarakt steht ebenso auf der Liste der Wirkungskraft von Polyphenolen wie Heuschnupfen, Sinusitis, Asthma und Hitzewallungen in den Wechseljahren.

Eine herzschützende Wirkung beruht auf wahrscheinlich auf der Fähigkeit der Polyphenole, die Fettoxidation zu verhindern und die Zusammenballung von Blutplättchen zu verringern. Deshalb wird den Polyphenolen auch eine vorbeugende Wirkung gegen Herzinfarkt zugesprochen.

In und unter der Schale

Polyphenole sitzen in oder direkt unter der Schale. Deshalb hier 3 wertvolle Tipps:

  • Freiland- den Gewächshausprodukten vorziehen
  • Bei Obst die Schale mitessen
  • Vollkornprodukte essen

Wertvolle Antioxidantien

Polyphenole haben die Fähigkeit, Radikale abzufangen und dadurch die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Nach neuesten Untersuchungen sind einige Polyphenole sogar stärkere Radikalfänger als die Vitamine C, E und BetaCarotin.

Die im Rotwein enthaltenen Polyphenole zum Beispiel haben einen antioxidativen Effekt, der um 40% höher liegt als der einer entsprechenden Menge Vitamin E.

Hitze macht nichts aus

Beim Kochen bleiben Polyphenole weitgehend stabil. Einige entfalten ihre volle Wirkung sogar erst durch das Erhitzen, weil sie dadurch aus der Zellwand gelöst werden.

Tomaten werden auf diese Weise sogar noch gesünder als vorher. Wenn man beim Einwecken von Obst zu Kompott die Schale an den Früchten lässt, muss man nicht auf Polyphenole verzichten. Auch Moringa-Blattpulver kann dem Essen zugefügt werden. Wenn man allerdings auch an die Vitamine des Moringa kommen möchte, sollte man nach der Zubereitung des Essens eine weitere Portion auf das Essen streuen.

Nahrungsergänzung oder Natur?

Zahlreiche Produkte, die eine zusätzliche Menge an Polyphenolen versprechen, sind im Handel erhältlich. Die Inhaltsstoffe enthalten die Polyphenole des Rotweins, ein Gemisch aus Quercetin, Rutin, Hesperidin u.a. oder eine Kombination mit anderen Nährstoffen, beispielsweise Vitaminen.

Nebenwirkungen dieser Produkte sind in der Regel nicht bekannt, mit Ausnahme des Catechins, das eventuell zu Fieber und Anämie führen kann, d.h. zu Nebenwirkungen, die sich durch Absetzen beenden lassen.

Urs Buergi rät Ihnen dazu Polyphenole aus dem reichhaltigen Angebot der Natur zu sich zu nehmen. Sollten Sie es vorziehen eine natürliche Ergänzung Ihrer Nahrung vorzunehmen, die Ihnen alle Vital- und Nährstoffe in natürlichem Verbund bietet, so sei an dieser Stelle Moringa empfohlen. Mit der Einnahme von Moringa-Blättern führen Sie Ihrem Körper alles zu, was er braucht. Gratis Moringa eBook

Flavonoide

Flavonoide verleihen Kirschen, Weintrauben, Mispeln und Aprikosen ihre leuchtenden Farben und weisen vielfältige gesundheitsfördernde Eigenschaften auf. Viele Wirkungen von Arzneitees werden auf die darin enthaltenen Flavonoide zurückgeführt.

Zu den Flavonoiden gehören insbesondere wasserlösliche Pflanzenpigmente. Als Beispiel seien hier genannt: Flavone, Anthocyane und Proanthocyanidine, darunter Quercetin, Kaempherol und Myricetin. 4000 Flavonoide sind heute bekannt.
Besonders viele Flavonoide treten in folgenden Lebensmitteln auf:

Anthocyane

Die Polyphenole Anthocyane finden sich in roten bis blauen Pflanzenfarbstoffen in Früchten und Blüten.

Rotwein

Vor allem die dunklen Traubensorten wie Burgunder sind optimale Polyphenol Lieferanten. Deshalb sind die gesundheitsförderlichen phenolischen Verbindungen im Rotwein höher als im Weißwein.

Die Polyphenole des Rotweins haben eine Herz und Kreislauf schützende Funktion, denn sie senken den CholesterinSpiegel. Sie schützen das LDLCholsterin vor einer oxidativen Veränderung, damit sich keine Ablagerungen in den Blutgefäßen bilden können.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Nachtkerzenöl

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Luxus für die Gesundheit

Nachtkerzenöl (Oenotherae semenis oleum) wird aus den Samen der Nachtkerze (Oenothera biennis) aus der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) gewonnen. Die Samen enthalten ein Öl mit wertvollen ungesättigten Fettsäuren wie Linolsäure, Linolensäuren, Palmitinsäure und Ölsäure.

Die Nachtkerze ist ein Einwanderer

In Mitteleuropa gehört die Nachtkerze zu den Neophyten, die ungefähr um 1620 aus Nordamerika eingeführt wurde und sich stark ausgebreitet hat.

Von den amerikanischen Ureinwohnern wurden Blätter und Wurzeln der Pflanze als Nahrungsmittel verwendet. Die Wurzel wird auch hierzulande wie Pastinaken oder Schwarzwurzeln gekocht. Die Blütenblätter können als essbare Dekoration verwendet werden. Gelegentlich findet man Wurzeln und Blätter auch als Schweinefutter.

Produktion

Die winzigen Samen der Nachtkerze werden zunächst getrocknet für einen geringen Wasseranteil von nicht mehr als neun Prozent. Um die Inhaltsstoffe nicht zu beschädigen wird das Öl kalt gepresst, denn hohe Temperaturen zerstören die wirksamen Stoffe. An der Luft wird das Öl relativ rasch ranzig und sollte daher im Kühlschrank in verschlossenen Flaschen aufbewahrt werden. Es hat dann eine ungefähre Haltbarkeit von drei Monaten.

Naturheilkunde

Bedeutung für die Heilkunde besitzt vor allem das Nachtkerzenöl aus den Samen. Es kommt als pflanzliches Heilmittel sowohl äußerlich eingesetzt werden, entweder pur oder in Salben, oder innerlich als Nahrungsergänzungsmittel oder Nahrungsmittel.

Innerlich wird es in der Naturheilkunde zur Linderung von Neurodermitis eingesetzt. Ausschlaggebend hierfür ist ein angenommener mangel an Gamma-Linolensäuren bei Neurodermitispatienten. Nachtkerzenöl enthält signifikante Mengen an Linolsäure, die im Körper umgewandelt werden kann zu Gamma-Linolensäure.

Es gilt außerdem als wirksam bei Bluthochdruck, Migräne, Rheuma, Asthma und Heuschnupfen. Es wird dem Nachtkerzenöl auch ein positiver Einfluss auf Menstruationsbeschwerden und Wechseljahrbeschwerden nachgesagt.

Inhaltsstoffe

Nachtkerzenöl hat einen Anteil von rund 80 Prozent an essentiellen Fettsäuren, die nicht vom Körper hergestellt werden können. Ungesättigte Fettsäuren sind für die Zellgesundheit, den Cholesterinstoffwechsel und die Bildung hormonähnlicher Substanzen im Körper unentbehrlich.

Neben Linolsäure, die in Gamma-Linolensäure umgewandelt werden kann, sind Aminosäuren, Mineralstoffe und Vitamin E enthalten.

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Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Maracuja (Passionsfrucht)

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Exotischer Vitaminlieferant

Die Maracuja oder Passionsfrucht (Passiflora edulis) gehört zu der Art der Passionsblumengewächse. Das „edulis“ im lateinischen Namen bedeutet, dass die Frucht essbar ist. Im Handel sind zwei Sorten unter der Handelsbezeichnung Maracuja erhältlich, die Purpurgranadilla (Forma edulis) und die Gelbe Granadilla (Forma flavicarpa).

Die exotische Beerenfrucht ist eiförmig und wird bis zu 12 Zentimetern groß. Sie wächst an Kletterpflanzen, die bis zu 80 Meter lang werden können. Die lederartige Schale ist dunkel und das reife Fruchtfleisch ist grüngelb. Gegessen wird das Fruchtfleisch, das rund 200 Kerne umschließt. Die Kerne können mitgegessen werden, wer’s nicht mag kann das Fruchtfleisch auch durch ein Sieb streichen.

Heimat in Brasilien und Argentinien

Die Frucht ist ursprünglich in Südamerika beheimatet. Brasilien gilt als Hauptlieferant der Obstsorte. Sie wird auch in Australien, Hawaii, Kalifornien (USA), Kenia und Neuseeland angebaut.

Hoher Vitalstoffgehalt

Die Maracuja ist beliebt wegen ihrer hohen Vitaminausbeute von etwa 20 mg Vitamine auf 100 g Fruchtfleisch beziehungsweise 30 bis 50 mg pro 100 ml Fruchtsaft sowie ihrem hohen Gehalt an Phosphat und Kalzium, Mineralien, die wichtig für einen stabilen Knochenbau und die Zähne sind.

Wirksame Inhaltsstoffe

Neben Zucker (Glucose, Fructose, Saccharose) und organischen Säuren wie Zitronensäure und Apfelsäure enthält die Maracuja viele Vitamine und Mineralstoffe. Vitamin C herrscht vor, doch auch das Wachstums-Vitamin A, das auch für die Entwicklung der Zellen gut ist, Vitamin E und wertvolle Vitamine aus dem Vitamin-B-Komplex liefert die exotische Frucht wie Riboflavin und Niacin. Riboflavin ist bedeutsam für den biochemischen Energie- und Proteinstoffwechsel.

Betacarotin ist unter den enthaltenen Carotinoiden besonders bedeutsam für die Immunabwehr und den Zellschutz. An Mineralstoffen liefert die Maracuja Kalium sowie Natrium, Calcium, Magnesium, Phosphat, Eisen (interessant für Blutbildung und Leistungsfähigkeit) und Zink.

Durch den relativ hohen Säuregehalt wird Maracuja in Säften und Marmeladen gerne eingesetzt. In den Kernen befinden sich viele ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure, Ölsäure und Palmitinsäure.

Therapeutischer Nutzen

In der südamerikanischen Heimat der Maracuja werden die Blätter als harntreibendes Hausmittel eingesetzt. Präparaten aus der exotischen Pflanze werden beruhigende und schlaffördernde Eigenschaften zugeschrieben, weshalb sie auch bei Asthma, Unruhezuständen und nervösen Schlafstörungen zur Anwendung kommen können.

Als Sonnenschutz und Massageöl kommt ein gepresstes Öl aus den Maracujakernen in Kosmetika zum Einsatz (aus Passiflora edulis).

Hinweis

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Grünlippmuscheln
(Perna canaliculus)

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Ein Freund der Gelenke aus dem Meer

Die Grünlippmuschel (Perna canaliculus), auch Grünschalmuschel oder Neuseeländische Miesmuschel genannt, gehört zur Familie der Miesmuscheln (Mytilidae). Sie ist in den Gewässern um Neuseeland beheimatet und wird zur naturheilkundlichen und pharmakologischen Nutzung in Muschelfarmen in Hängeleinenkultur gezüchtet. Rund 60.000 Tonnen der Grünlippmuscheln werden jährlich aus Aquakulturen geerntet. Etwa 10 Prozent werden für pharmazeutische Zwecke gefriergetrocknet und pulverisiert. Die Wildbestände stehen unter Naturschutz.

Geschenk aus dem Meer

Die Grünlippmuschel ist gesundheitlich interessant durch ihren Gehalt an Glykosaminoglykanen, langkettigen Aminozuckerverbindungen, die Bestandteil der Gelenkflüssigkeit (Synivialflüssigkeit) sind. Als „Gelenkschmiere“ wird Grünlippmuscheextrakt als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe sind Aminosäuren, Glykosaminoglykane, Kohlenhydrate, Lipide, Omega-3-Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine mit antioxidativen Eigenschaften. Lyprinol aus der Grünlippmuschel enthält allein 12 verschiedene wertvolle Omega-3-Fettsäuren und besitzt entzündungshemmende Wirkung. Ein weiterer Bestandteil ist Glucosaminglykan, ähnlich dem körpereigenen Glykosamin, das für die reibungsvolle Bewegung der Gelenke sorgt und mit fortschreitendem Alter weniger produziert wird.

Gelenk- und Knorpelfunktionen unterstützen

In der Therapie gegen Arthrose, Osteoarthritis und andere Gelenkerkrankungen werden der Grünlippmuschel entzündungshemmende und knorpelschützende Eigenschaften zugeschrieben. Sie besitzt Stoffe, die bedeutsam in der Biosynthese von Bindegewebe, Knorpel und Bänder sein können. Insbesondere im Alter oder unter extremen sportlichen Belastungen werden die Präparate geschätzt, die auf altes naturkundliches Wissen zurückgehen. Auch bei Asthma sollen Grünlippmuschelpräparate positiven Effekt gezeigt haben.

Hinweis

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Vitamin C (Ascorbinsäure)

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Grundlage einer gesunden Ernährung

Der essentielle Vitalstoff Ascorbinsäure ist allgemein unter dem Namen Vitamin C bekannt. Ein Mangel an Vitamin C führt zu der Krankheit Skorbut (lat. Scorbutus), die bis ins 18. Jahrhundert als häufigste Todesursache auf Seereisen galt, da über lange Zeit auf frische Lebensmittel verzichtet werden musste. Von dem lateinischen Namen der Krankheit zusammen mit der Vorsilbe –a leitet auch die Bezeichnung Ascorbinsäure ab („den Skorbut abwehrend“). Der Biochemiker Casimir Funk prägte bereits 1912 das Kunstwort „Antiskorbut-Vitamin“, wobei er das Wort „Vitamin“ von dem lateinischen Wort vita für Leben entlehnte.

Ascorbinsäure kann vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden, daher muss die Aufnahme von Vitamin C über die Ernährung erfolgen. Die organische Säure ist farblos, geruchlos und als kristalliner Feststoff mit saurem Geschmack erhältlich, der wasserlöslich ist. In vielen Obst- und Gemüsesorten ist Vitamin C im kompletten natürlichen Verbund enthalten. Die vielen positiven Eigenschaften von Vitamin C können unterstützend bei vielen Krankheitsbildern eingesetzt werden. Es wirkt als Antioxidationsmittel, das freie Radikale abfangen kann und dadurch die Zellen schützt. Die antioxidative Wirkung von Vitamin C schützt Zellen und Körpersubstanzen vor freien Radikalen. Es verhindert die Oxidation von Folsäure und Vitamin E und ist beteiligt an der Umwandlung von Kupfer zur Superoxiddismutase, einem antioxidativen Enzym. Im Immunsystem kann es Schutzfunktionen übernehmen und ist an der Wundheilung beteiligt. Volksmedizin und Naturheilkunde seien sich der gesundheitsfördernden Wirkung von Vitamin C bereits seit langer Zeit bewusst, weiß Urs Buergi: „Vitamin C gehört zu den am leichtesten zugänglichen Wirkstoffen, die von vielen noch immer unterschätzt werden“, meint der Naturheilkundler.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete von Vitamin C:

Zahlreiche positive Funktionen im menschlichen Organismus

Allergien: Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass Vitamin C die Histaminproduktion reguliert. Allergische Symptome können dadurch entscheidend gelindert werden. Vieles weist darauf hin, dass Allergien unter anderem durch Vitamin C auf natürlichem Wege geheilt werden können (Ziemann B., Enzmann F., Vitamin C Ascorbinsäure, ein lebensnotwendiger Schutzfaktor, 1998, MSE Pharmazeutik). Ein Mangel an Vitamin C spielt gerade für Allergiker eine große Rolle: Je stärker der Vitamin-C-Spiegel im Blut fällt, desto höher steigt der Histamin-Spiegel, also der Stoff, der die allergischen Reaktionen in der Immunreaktion auslöst. Im Bronchialsekret und der Lungenflüssigkeit wirkt Ascorbinsäure als eines der wichtigsten Antioxidantien, weshalb Vitamin-C-Präparate vielfach bei Allergien von Asthma bis Heuschnupfen, ebenso wie bei Lungen- und Atemwegserkrankungen eingesetzt werden. Eine dauerhafte Vitamin-C-Gabe kann die Histaminwerte um bis zu 38 Prozent verringern.

Arteriosklerose (Arterienverkalkung, Verkalkung von Blutgefässen): Medizinische Studien belegen, dass Arteriosklerose in Beinarterien auf natürliche Weise abgebaut werden konnten. Hoch dosierte Vitamin-C-Präparate sind in der Lage, arterosklerotische Ablagerungen, die Verklumpung von Blutplättchen und die Gefahr von Blutgerinnseln zu verringern, beispielsweise nach Operationen. Die Wände der Blutgefäße werden gestärkt, Entzündungsfaktoren und Werte aus oxidativem Stress können durch Ascorbinsäure positiv beeinflusst werden. Die antioxidative Wirkung des Vitalstoffs schützt vor Radikalbildung und erhöht die Entspannungsfähigkeit der Blutgefäße. Außerdem hat Vitamin C positive Wirkung gegen erhöhten Blutdruck gezeigt, ein weiterer Schutz vor Ablagerungen an den Blutgefäßwänden. Die tägliche Gabe von 500 mg Vitamin C führte in einer randomisierten Studie mit rund 50 Patienten, die an koronarer Herzerkrankung litten, innerhalb eines Monats zu einer signifikanten Verbesserung der Gefäßentspannung. Orthomolekularmedizinerin E. Blaurock-Busch empfiehlt bei Arteriosklerose die Einnahme von einem Gramm Vitamin C zu jeder Mahlzeit (E. Blaurock-Busch: Orthomolekulartherapie in der Praxis. Mit Nährstoffen heilen. Lehrbuch für die Arzt- und Naturheilpraxis, 1996)

Bluthochdruck (Hypertonie): Der positive Einfluss von Ascorbinsäure bei Bluthochdruck wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. In einer randomisierten von Gröber veröffentlichten Doppelblindstudie mit 45 Bluthochdruckpatienten wurde eine deutliche Senkung des Blutdrucks um 9 Prozent im Durchschnitt festgestellt bei einer Gabe von 500 mg Vitamin C täglich über die Dauer von einem Monat. Bei normalem Blutdruck zeigte Ascorbinsäure jedoch keine blutdrucksenkende Wirkung. Vitamin C wird auch zur Vorbeugung eingesetzt, insbesondere zur Prävention von Verkalkung der Herzgefäße (Koronarsklerose), der Hirngefäße (Zerebralsklerose) oder peripherer Blutgefäße (beispielsweise an Armen und Beinen).

Blutzucker (Diabetes mellitus): Diabetes mellitus, wie die Blutzuckerkrankheit häufig genannt wird, gilt als Volkskrankheit. Rund 10 Prozent der Deutschen sind von der Stoffwechselerkrankung betroffen. Je nach Ausprägung können die Symptome bei Diabetes mellitus Typ 2 gravierend, sogar lebensbedrohlich sein mit Folgeerkrankungen an Blutgefäßen und Nervensystem. Wichtigster Laborwert ist stets der sogenannte HbA1C, der den prozentualen Hämoglobingehalt im Blut über die zurückliegenden Wochen bestimmt. Von Diabetes spricht man, wenn der HbA1C deutlich über 7 Prozent liegt.

Vitamin C und Zucker werden mit demselben Mechanismus in die Zellen transportiert. Bei einem hohen Blutzuckerspiegel sind die Andockstellen in den Zellen durch die hohe Konzentration von Zuckermolekülen in der Blutbahn besetzt. Daher benötigen Diabetiker gegenüber Gesunden ein Vielfaches an Vitamin C, um in den Zellen die gewünschte Wirkung zu erreichen. Ist Ascorbinsäure in hoher Konzentration vorhanden, kann es auch Andockstellen für Zucker an vielen Proteinen besetzen und beugt damit der Entstehung von weiteren AGEs vor (Advanced Glycation End Products), Zuckermolekülen in der Blutbahn, die sich unter dem Einfluss freier Radikale verkleben und die Blutgefäße zukleistern.

Die Einnahme von entsprechend dosiertem Vitamin C hat sich bei Blutzucker als sehr positiv erwiesen. Bereits die Einnahme von zweimal täglich 500 mg Vitamin C konnte den Plasma-Insulinwert und damit den Glucosespiegel signifikant senken, nachgewiesen in der in der Davie-Studie von 1992 (Davie S.E. et al.: Effect of vitamin C glycosilation of proteins. 1992, Diabetes 41:167-173). Ein weiterer positiver Effekt besteht darin, dass Vitamin C die Eiweißverzuckerung in den Arterien hemmt, die bei Diabetes die Gefäße angreift (vgl. Gembal M., Druzynska J., Kowalczyk M., Przepiera E., Cybal M., Arendarczyk W., Wojcikowski CZ.: The effect of ascorbic acid on protein glycation in streptozotocin-diabetic rats). Das Infarktrisiko liegt bei diabetischen Rauchern enorm hoch, etwa zwanzigfach erhöht gegenüber Gesunden. Die antioxidative Wirkung von Vitamin C wirkt der beim Rauchen verstärkten Bildung von freien Radikalen entgegen. In Studien konnte bereits durch die Einnahme von einem Gramm Vitamin C täglich die Entstehung der AGEs um ein Drittel reduziert werden. Auch Vitamin E kann die Entstehung von AGEs mildern. Nichtrauchende Diabetiker haben immer noch ein vierfach höheres Risiko für Infarkt und Schlaganfall als Gesunde, bedingt durch die Zusetzung der Blutgefäße in Gliedmaßen, Nieren und Augen. Bei Diabetes mellitus gilt ein zwanzigfach erhöhtes Risiko zu erblinden und eine fünfzigfach höhere Wahrscheinlichkeit für Amputationen. Die wundheilende Wirkung von Vitamin C wirkt sich zusätzlich bei vielen Nebenleiden positiv aus, die Diabetiker verstärkt betreffen wie beispielsweise Zahnfleischentzündungen, Hautgeschwüre oder schlecht heilende offene Wunden.

Eisenmangel: Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen aus Nahrungsmitteln ebenso wie aus Eisenpräparaten.

Erkältungskrankheiten / Infekte: Die Einnahme von hochdosierten Vitamin C-Präparaten gleich zu Beginn einer Erkältung kann viele Symptome lindern und die Krankheitsdauer verringern. Im Immunsystem spielt Ascorbinsäure eine wesentliche Rolle. Vitamin C aktiviert die körpereigene Abwehr und wirkt positiv auf die Aktivität der Leukozyten, der weißen Blutkörperchen, die krankheitserregende Bakterien und Viren im Körper angreifen.

In medizinischen Studien fand man heraus, dass bei einem Infekt an den ersten beiden Tagen die Konzentration von Vitamin C im Organismus um rund die Hälfte sinkt. Positiv wirkt sich bei einer Vitamin C-Therapie daher die schnelle und hochdosierte Einnahme aus, sowie eine ausreichende Einnahmedauer über mindestens fünf Tage. Bei einer regelmäßigen Einnahme von etwa 1 Gramm Vitamin C täglich kann die Anfälligkeit für Infekte deutlich verringert werden.

Gicht: Vitamin C besitzt eine positive Wirkung auf die Ausscheidung der Harnsäure über die Niere und kann daher auch bei Gichtpatienten hilfreich sein.

Geschwüre: Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C kann die Anfälligkeit für blutende Geschwüre (Hämorrhagien) verringern und hilft vorzubeugen und zu heilen.

Hämorrhoiden: Bei Hämorrhoiden kann Vitamin C hilfreich sein, indem es den Stuhl weich macht und die Venen rund um den After stärkt. Die Tendenz zu Blutgerinnseln kann verringert werden und Schwellungen werden positiv beeinflusst. Die Darmtoleranz ist bei hohen Gaben von Ascorbinsäure zu prüfen.

Abnehmen / Fettreduzierung: Eine unzureichende Carnitinproduktion kann einer der Gründe für Fettleibigkeit sein. Das Eiweißmolekül Carnitin transportiert Fette im menschlichen Organismus in die Mitochondrien, damit sie dort in Energie umgewandelt werden können. Ist die Carnitinproduktion gestört, wird es trotz Diät schwierig, überzählige Kilos loszuwerden. Vitamin C und ausreichend Protein begünstigen eine gesunde Carnitinproduktion.

Hepatitis: Studien des Forschers Baetgen von 1957 bis 1958 ergaben eine starke Wirksamkeit von Vitamin C bei Hepatis. Bei einer Einnahme von 10 Gramm täglich bei 245 infizierten Kindern erholten sich alle Patienten nach kurzer Zeit von der Krankheit. Bereits 1954 konnte bei einer Studie von Bauer/Straub konnte nachgewiesen werden, dass die tägliche Gabe von 10 Gramm Vitamin C die Krankheitsdauer der Testpersonen um 50 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe senkte.

Schmerzen und Entzündungen: In zahlreichen Studien dämmte hochdosiertes Vitamin C über die Regulierung des Prostagandin Entzündungen, Fieber und Schmerzen.

Krebs: Tumorzellen nehmen im Vergleich zu gesunden Zellen deutlich weniger Vitamin C auf, und je weniger Vitamin C es aufnahm, desto schneller entwickelte sich der Krebs. Auf diese Formel läßt sich die aktuelle Studien von Prof. Dr. Margreet Vissers von der University of Otago (Neuseeland) bringen. Hieraus schloß man, dass dies im Umkehrschluss bedeute, dass eine hochdosierte Gabe von Vitamin C die Entstehung von Krebs und der Entwicklung von krankhaften Zellveränderungen verhindern oder vermindern kann. (vgl. Cancer Resarch: Das zweimal im Monat erscheinende, von der American Association for Cancer Research, Philadelphia herausgegebene wissenschaftliche Journal)

Freie Radikale sind wesentlich für die Entstehung von Krebstumoren verantwortlich. Die DNS einer menschlichen Zelle ist täglich mit freien Radikalen konfrontiert. Vitamin C ist an der Abwehr freier Radikale stark beteiligt, es unterstützt die Leber bei der Entgiftung des Organismus von kanzerogenen Stoffwechselprodukten und krebserregenden Substanzen wie Schwermetallen, Pestiziden und Chemikalien, die mit der Nahrung aufgenommen werden und schützt die Zellen vor Oxidation. Auf diese Weise senkt Vitamin C das Krebsrisiko, besonders für Brustkrebs und im Verdauungstrakt (Mundschleimhaut, Kehlkopf, Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Darm, Uterus, Harnblase).

Bei der sogenannten BaselStudie wurden 2974 Männern die Plasmaspiegel antioxidativer Vitamine untersucht. Die Studie ergab einen Zusammenhang von unzureichender Versorgung mit Vitamin C und einem erhöhten Krebsrisiko. Probanten mit niedrigem Vitamin C-Spiegel wiesen ein höheres Risiko für Magenkrebs und andere Krebserkrankungen der Verdauungswege auf. In der 1996 ausgewerteten Iowa-Studie mit 34.000 Frauen konnte das Brustkrebsrisiko durch eine Einnahme von 500 mg Vitamin C täglich um 21 Prozent gesenkt werden gegenüber Frauen, die kein zusätzliches Vitamin C einnahmen. FOCUS ONLINE machte drei Fallstudien vom National Institute of Health in den USA bekannt, die im renommierten Canadian Medical Association Journal veröffentlicht wurden. Bei den drei Patienten wurde jeweils 1996 Krebs diagnostiziert. Studienautor Mark Levine berichtete, wie die Lungenmetastasen der Patientin mit operiertem Nierentumor während einer Behandlung durch Vitamin C zurückgingen. Eine Chemotherapie lehnte die Patientin ab. Die anderen beiden Patienten litten an einem fortgeschrittenem Blasentumor und aggressiven Blutkrebs. Beide Patienten lehnten die Chemotherapie zugunsten einer Vitamin C-Therapie ab und waren zehn Jahre später noch am Leben – dem Autor zufolge bei bester Gesundheit.

Lebenserwartung: Eine Langzeitstudie über zehn Jahre an 10.000 Menschen im Alter zwischen 25 und 74 Jahren an der University of California Los Angeles ergab, dass die Teilnehmer, die täglich 800 mg Vitamin C einnahmen, im Durchschnitt sechs Jahre länger lebten, als diejenigen, die nur 60 mg einnahmen. Die Sterblichkeit durch Herz- Kreislauferkrankungen reduzierte sich bei regelmäßig hoher Vitamin C-Einnahme bei den Männern um 42 Prozent, bei den Frauen um 24 Prozent.

Müdigkeit/Abgeschlagenheit: Dauerstress und ungenügende Vitaminversorgung kann zu chronischer Müdigkeit führen, Antriebslosigkeit und Abgeschlagenheit sowie im Extremfall zu Konzentrationsproblemen und Depression. Zusammen mit Vitamin B ist vor allem Vitamin C an der Produktion von Nervenbotenstoffen wie Noradrenalin und Dopamin beteiligt. Eine hohe Vitamingabe kann daher zu mehr gesunder Energie führen.

Depressionen und Psychische Störungen: Ascorbinsäure ist an der Produktion der Neurotransmitter beteiligt. Vitamin C wird aus diesem Grund gerne in der Therapie von Depression, Schizophrenie und manisch-depressiven Störungen eingesetzt.

Rauchen/Alkohol: Für Raucher gilt ein doppelt oder dreifach hoher Bedarf an Vitamin C, denn durch die zahlreichen freien Radikale, die beim Rauchen freigesetzt werden, wird Ascorbinsäure schneller abgebaut. Leberschäden als Folge unmäßigen Alkoholkonsums kann durch Vitamin C entgegengewirkt werden.

Schwermetallvergiftungen: Vitamin C vermag die Aufnahme von Schwermetallen in den Körper zu verringern und kann die Ausscheidung und Entgiftung begünstigen. Ein interessanter Anhaltspunkt ist die Faustformel, dass 8 Amalgamfüllungen im Mund zu etwa 10 mg Quecksilberaufnahme täglich führen. Da Schwermetalle sich im Körper anreichern, ist das nicht zu unterschätzen. Bleiwerte von Rauchern konnten in Studien mit 1000 mg Vitamin C täglich über einen dauerhaften Zeitraum um bis zu 81 Prozent gesenkt werden.

Sehstörungen: Vitamin C hat einen positiven Effekt auf den erhöhten Augeninnendruck bei grünem Star (Glaukom). Durch seine antioxidative Wirkung kann es helfen, grauem Star (Katarakt) vorzubeugen. Eine Langzeitstudie über zehn bis zwölf Jahre mit 247 Frauen im Alter zwischen 56 und 71 Jahren ergab eine zu 77 Prozent verminderte Rate an der frühen Linsentrübung bei einer Gabe von mindestens 400 mg Vitamin C täglich. In weiteren 10 Vitamin C-Studien mit insgesamt 80. 000 Teilnehmern konnte eine Reduzierung von Altersstar um 40 bis 50 Prozent ableiten. Ein interessanter Fakt ist, dass der Gehalt an Vitamin C in der Tränenflüssigkeit etwa 59 mal so hoch ist wie im Blut, in der Augenlinse tritt er noch höher konzentriert auf, was die Bedeutung des Vitalstoffs für die Augengesundheit nahelegt.

Wundheilung: Der menschliche Körper benötigt zur Wundheilung besonders viel Vitamin C. In den Wunden begünstigt es die Neubildung von Kollagenfasern bei der Hautbildung. Da durch den hohen Bedarf bei akuten Verletzungen, Verbrennungen oder nach Operationen der Vitamin C-Spiegel im Körper bis zu 50 Prozent sinkt, kann hier durch eine schnelle Versorgung mit Gaben von 1 bis 3 Gramm Vitamin C am Tag die Wundheilung und Narbenbildung beschleunigt werden. Ascorbinsäure mit seiner antioxidativen Wirkung wirkt bei Keimen, die in die Wunden gelangt sein können, zudem entzündungshemmend und unterstützend für das Immunsystem.

Zahnfleischbluten / Zahnfleischentzündungen: Bei Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten kann Vitamin C hilfreich sein. Die Ascorbinsäure hemmt Entzündungen und fördert die Wundheilung. Bei regelmäßiger Einnahme kann die Anfälligkeit für Zahnfleischerkrankungen deutlich gemindert werden.

Symptome bei Vitamin C-Mangel

Im Endstadium führt die Abwesenheit von Vitamin C in der Ernährung zu der lebensbedrohlichen Krankheit Skorbut. Doch können bereits folgende Symptome früh auf einen möglichen Vitamin C-Mangel hinweisen. Es ist zu bedenken, dass der menschliche Organismus in vielen Lebenslagen einen erhöhten Bedarf an Vitamin C entwickelt wie beispielsweise im Wachstum und im Alter, bei Stress, bei Verletzung und Krankheit und durch Rauchen und Alkoholkonsum.

  • Entzündetes, blutendes Zahnfleisch, Zahnausfall, schlechte Wundheilung
  • Verminderte Immunabwehr und häufige Infekte
  • Abgespanntheit, Müdigkeit, das Gefühl von Schwäche und Antriebslosigkeit
  • Depression
  • Das Risiko für Infarkt oder der Erkrankung an Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen, Arthritis und Grauem Star ist erhöht.

Kollagenproduktion: In der Wundheilung, im Bindegewebe, in Gelenken, Muskeln, Knochen und Blutgefäßen kann Vitamin C die Kollegenbildung begünstigen.

Hormonproduktion: Neben der Produktion von Neurotransmittern, der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ist Vitamin C auch an der Produktion des Schilddrüsenhormons und Carnitin beteiligt. Letzteres wird zur Energiegewinnung aus Fetten benötigt. Für Muskelschwäche und schnelle Ermüdungserscheinungen sollte daher auch geprüft werden, ob ein Vitamin C-Mangel vorliegt.

Neurotransmittern (Nervenbotenstoffe): Bei der Produktion von Nervenbotenstoffen wie Serotonin und Noradrenalin, wichtigen Überträgersubstanzen im Gehirn, ist Vitamin C beteiligt. Daher kann es unterstützend bei vielen Therapien von Depressionen eingesetzt werden.

Histaminspiegel: Ascorbinsäure trägt dazu bei, den Histaminspiegel zu kontrollieren und spielt daher im Immunsystem eine wichtige Rolle. Die positive Wirkung von Vitamin C ist bei Allergien und Asthmaerkrankungen hilfreich.

Leber: Das Enzymsystem der Leber wird durch Ascorbinsäure angeregt. Es sorgt für die Entgiftung des Blutes und die Ausscheidung toxischer Substanzen wie z.B. Schwermetalle, Pestizide, Medikamente und Lebensmittelzusätze.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Ackerschachtelhalm (Zinnkraut)

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ackerschachtelhalm
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Eine Heilpflanze gerät in Vergessenheit

Ca. 70 n. Chr. lobte der griechische Arzt Dioskurides die wassertreibenden Eigenschaften von Ackerschachtelhalm. Seine Arznei gewann er aus den oberirdischen grünen Trieben dieses vermeintlichen Unkrautes.

Im Mittelalter wurden die getrockneten Sommertriebe zum schonenden Scheuern und Polieren von Holz- und Zinngeschirr verwendet. Daher auch der volkstümliche Name „Zinnkraut“. Weitere Bezeichnungen wie Schaftheu, Zinnkraut, Scheuerkraut und Kannenkraut verweisen auf die Verwendung als Putz- und Poliermittel hin.

Ein Pfarrer entdeckt eine Heilpflanze wieder

Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) steigerte die Harntätigkeit um 1/3, indem er durch eine Kur mit Schachtelhalm-Tee Patienten mit Stoffwechselkrankheiten wie Rheuma und Gicht Linderung verschaffte.

Und heute?

Urs Buergi empfiehlt Ackerschachtelhalm bei Menschen mit Bindegewebsschwäche, brüchigen Fingernägeln und Haaren und Bandscheiben-Schäden. Der mit 68% sehr hohe Gehalt an Kieselsäure, wovon sogar 10% wasserlöslich ist, ist für diese Beschwerden ideal.
Bäder mit Ackerschachtelhalm regen den Stoffwechsel an und fördern die Durchblutung. Bei Unterschenkelgeschwüren und Beinödemen, ja sogar bei Frostbeulen, zeigen diese Bäder eine gute Wirkung.
Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über einen Einsatz von Ackerschachtelhalm.

Ackerschachtelhalm unter der Lupe

(Equisetum arvense)

Klasse: Equisetopsida
Ordnung: Schachtelhalmartige (Equisetales)
Familie: Schachtelhalmgewächse (Equisetaceae)
Gattung: Schachtelhalme (Equisetum)
Art: Acker-Schachtelhalm
Andere Bezeichnungen: Zinnkraut, AckerZinnkraut, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Schaftheu, Pfannebutzer oder Scheuerkraut.

Als mehrjährige Pflanze ohne Blüten vermehrt sich Ackerschachtelhalm durch Sporen.

Tee

Die unterirdischen, schwarzen Wurzeln bilden je einen Frühlings- und einen Sommertrieb aus. Diese zarten Triebe eignen sich zur Herstellung von Kräutertee.

Auch die ausgetriebenen, grünen Stängel können geerntet und getrocknet werden. Bei der Trocknung auf Schatten und guter Belüftung achten. Der Tee aus den Stängeln kann unabhängig der Jahreszeit genossen werden.

Bindegewebe

Ackerschachtelhalm kann Menschen mit Bindegewebsproblemen helfen. Große Mengen an Kieselsäure wirken elastizitätsverbessernd.
TIPP: Sammelzeit ist im Sommer. Jüngere Pflanzen enthalten mehr Kieselsäure als ältere.

Hautprobleme

Auch die Haut ist vom hohen Anteil an Kieselsäure begeistert. Kieselsäure strafft die Haut und verbessert die Durchblutung. Die adstringierende Wirkung zieht die Poren zusammen und nutzt deshalb besonders bei Erkrankungen wie Akne, entzündeter oder unreiner Haut.
TIPP: Beim Kauf von Naturkosmetik auf den Bestandteil Ackerschachtelhalm achten.

Knochen und Zähne

Gesunde und harte Finger- und Fußnägel, kräftige Zähne und der Aufbau neuer Knochen profitiert ebenfalls vom Kieselsäureanteil.

Nierenkrankheiten

Die Blase und die Prostata bedürfen einer regen Harntätigkeit. Diese wird von Ackerschachtelhalm angeregt. Wasserstauungen und Wassersucht können gemildert werden.

Wirkung und Anwendung

  • Blasenleiden
  • Blutungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Erhöht die Elastizität des Bindegewebes
  • Fördert Knochenaufbau
  • Frostbeulen
  • Hämorrhoiden
  • Hautentzündungen
  • Hautleiden
  • Kieselsäuregehalt ist immunstimulierend
  • Krampfadern
  • Nierenleiden
  • Prostataleiden
  • Rheumatische Beschwerden
  • Schwache Menstruation
  • Wassersucht
  • Wundheilung
  • Rheumatischen Erkrankungen
  • Gicht
  • Husten
  • Asthma
  • Wasserstauungen
  • Hautunreinheiten
  • Brüchige Fingernägel
  • Haarschäden
  • Wirkt positiv auf Haare, Haut und Fingernägel

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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