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Arthritis, rheumatoid (RA)
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Arthritis?

Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung und gilt als Volkskrankheit. Durch die Entzündung sind die betroffenen Gelenke häufig gerötet und erwärmt, geschwollen und von Blutergüssen begleitet. Durch die starken Schmerzen wird häufig vermieden, das betroffene Gelenk zu belasten. 240 Gelenke besitzt der menschliche Körper. Sie alle können von Arthritis betroffen sein.

Die häufigste rheumatische Krankheit ist die Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis), bei der die Innenhaut von Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnenscheiden entzündet sind.

Symptome

Typische Symptome sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit, leichtes Fieber, Morgensteifigkeit, Griffschwäche, Gewichtsabnahme, Sehnenscheidenentzündung und Beeinträchtigungen im Bewegungssystem. Die Gelenkschmerzen kommen manchmal erst später hinzu. Meist sind die Gelenke parallel auf beiden Körperseiten betroffen, also beide Kniegelenke, beide Fußgelenke, etc.

Rheumatoide Arthritis (RA)

Ein Krankheitsbild, das zu den rheumatischen Erkrankungen zählt, ist die Rheumatoide Arthritis, auch chronische Polyarthritis genannt, weil häufig mehrere Gelenke betroffen sind. Sie ist weit verbreitet und verläuft wie die übrigen Arthritisformen oft sehr schmerzhaft. Sie kann ab dem Kindesalter auftreten, sehr viel häufiger ist sie als Alterserscheinung verbreitet, insbesondere bei Frauen ab 50 Jahren.

Wie entsteht Arthritis?

Arthritis kann ganz verschiedene Ursachen haben.

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Eine mögliche Ursache für Rheumatoide Arthritis ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. Bestimmte Lebensmitteln lösen eine überzogene Immunantwort aus, bei der körpereigene Substanzen fälschlicherweise als schädlich einstuft werden und in der Folge der eigene Körper angegriffen wird.

Diese sogenannten Autoimmunreaktionen können verschiedenste Erkrankungen nach sich ziehen. Eine davon ist die Schwellung und Wucherung der Schleimhautschicht um den Gelenkknorpel, der im Verlauf den Knorpel zerstören kann. Wenn der Knorpel als Puffer nicht mehr existiert, trifft bei jeder Bewegung schmerzhaft Knochen auf Knochen. Der Abrieb schädigt die Gelenkknochen, begleitet von Entzündungen.

Gicht-Arthritis

Infolge einer Störung des Harnstoffwechsels kann Gicht-Arthritis auftreten. Im Röntgenbild sind in den gelenknahen Knochen sogenannte „Stanzeffekte“ zu erkennen.

Bakterielle Arthritis

Arthritis kann bei einer Infektion durch Keime ausgelöst werden, zum Beispiel durch Erreger wie Borrelien (durch Zecken), Streptokokken, Staphylococcus aureus oder Staphylococcus epidermis. Auf dem Blutweg, bei Unfällen, Injektionen oder Operationen können die Erreger in die Gelenke gelangen und dort schmerzhafte Entzündungen auslösen.

Eine eitrige Arthritis vermag innerhalb von Stunden oder Tagen den Gelenkknorpel vollständig zu zerstören. Gefährlich wird es, wenn sich die Keime im Körper ausbreiten und Entzündungszustände auslösen, die bis zum Tod führen können (Sepsis).

Arthritis und Arthrose, ist das nicht das Gleiche?

Die entscheidende Unterscheidung von Arthritis gegenüber der Arthrose ist die Entzündlichkeit. Die Arthrose hingegen entsteht durch Gelenkverschleiß, ohne dass eine Entzündung beteiligt ist.

Das kann helfen bei Arthritis

Bei Nahrungsunverträglichkeit kann eine Eliminierungsdiät Abhilfe schaffen, bei der durch gezielten Verzicht auf bestimmte Lebensmittel eine Unverträglichkeit herausgefiltert werden kann.

Unerkannte Mangelerscheinungen können ebenfalls zu Arthritis beitragen. Wenn bestimmte Nährstoffe aus der Nahrung nicht ausreichend resorbiert werden, müssen diese zusätzlich zugeführt werden. Ernährung spielt zur Erhaltung der Gesundheit eine entscheidende Rolle. So können fettreiche Speisen die Arthritis verschlimmern.

Empfehlenswerte Nährstoffe bei Arthritis

Die Naturheilkunde hält viele wirksame Möglichkeiten bereit, die Beschwerden zu bekämpfen oder zu lindern.

Bromelain ist ein Naturstoff, der aus der Ananas gewonnen wird und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Durch den Rückgang von Entzündungen kann die Schwellung der Gelenke reduziert werden. Die Schmerzen können zurückgehen und die Beweglichkeit wird verbessert.

Vitamin E (Tocopherol) kann den Schmerzmittelbedarf herabsetzen. In zahlreichen Studien hat es Potenzial für den Einsatz bei entzündlichen Gelenkerkrankungen bewiesen und es wird von vielen Ärzten hochdosiert eingesetzt. Das Vitamin ist in der Lage, die Produktion von Schmerzbotenstoffen zu hemmen. Durch den Einsatz von Vitamin E können oftmals antirheumatische Medikamente heruntergefahren werden, was besonders begrüßenswert ist, weil diese Medikamente starke Nebenwirkungen haben können.

Omega-3-Fette können gesundheitsfördernde Wirkung bei Arthritis entfalten. Sie hemmen Entzündungsbotenstoffe und können so zur Schmerzlinderung beitragen. Omega-3-Fette sind in Fettfischen enthalten wie Lachs und Makrele, aber auch in Hering, Thunfisch und Forelle. Sie werden auch in Kapselform als gezielte Nahrungsergänzung angeboten.

Die Kombination von MSM (Methylsulfonylmethan, eine organische Schwefelverbindung), Glukosamin und Chondroitin kann die Nährstoffversorgung der Gelenke positiv beeinflussen und für einen Wiederaufbau von Knorpelgewebe und Gelenkschmiere vorteilhaft sein. Die spezielle Kombination der Wirkstoffe steigert die Wirkung der Einzelsubstanzen durch eine verbesserte Aufnahme. Die Entspannung von Muskeln kann die Schmerzen verringern.

Glucosamin zusammen mit Vitamin C und Selen konnte bei vielen Patienten die Knorpelstruktur verbessern.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Karpaltunnelsyndrom
– was kann helfen?

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Frauen sind dreimal mehr betroffen

Das in der Bevölkerung weit verbreitete Karpaltunnelsyndrom (KTS, auch Carpaltunnelsyndrom) äußert sich durch ein schmerzhaftes Kribbeln oder Schmerzen am Handgelenk oder in der Hand. Von dort aus können die Schmerzen in den Arm ausstrahlen, in schweren Fällen kann es zu einer Beeinträchtigung des Tastgefühls kommen und einer Greifschwäche.

Wodurch entsteht das Karpaltunnelsyndrom?

Ausgelöst werden die Symptome durch Druck (Kompression) auf den Medianerv (Nervus medianus) durch eine Einengung des Nerventunnels an der Handwurzel, den sogenannten Karpaltunnel, durch den Nerv und Sehnen laufen. Durch eine Gewebeschwellung oder eine Entzündung kann dieser Nervenkanal zu eng werden und auf den Nerv drücken. Dadurch wird der Versorgungsbereich des Nervs beeinträchtigt und bei anhaltender Enge kann der Nerv selbst geschädigt werden. Folgende Ursachen können einem Karpaltunnelsyndrom zugrunde liegen:

Manuelle Belastung: Eine motorische Überbeanspruchung kann zu der Schwellung des Karpaltunnels führen, zum Beispiel bei ständig wiederholten Bewegungen mit Kraftaufwand wie am Fließband oder durch vibrierende Maschinen.

Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe: Flüssigkeitsstau kann eine Enge im Nervenkanal auslösen, beispielsweise bei Menstruation, Schwangerschaft, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Allergien) oder Übergewicht. Manchmal treten gleichzeitig Schwellungen in anderen Körperregionen auf wie geschwollene Kniegelenke oder schmerzende Ellenbogen.

Allgemeinerkrankungen: Krankheiten können das Karpaltunnelsyndrom auslösen oder in Kombination mit anderen Risikofaktoren begünstigen, beispielsweise Diabetes mellitus, Schilddrüsenunterfunktion, Sehnenscheidenentzündung der Fingerbeuger, Polyarthritis, Akromegalie (wachstumshormongesteuerte Vergrößerung der Extremitäten wie Hände, Füße, etc.), Amyloidose oder Alkoholmissbrauch.

Was kann helfen bei Karpaltunnelsyndrom?

  • In manchen Fällen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden. Da eine Operation ein nicht unerhebliches Risiko ohne Garantie auf Besserung darstellen kann, ist es sinnvoll, zunächst auf andere Maßnahmen zurückzugreifen.
  • Magnesiumreiche Ernährung unterstützt die Muskel- und Nervenentspannung. Magnesiumglukonat oder Magnesiumzitrat wird in zahlreichen Darreichungsformen angeboten. Besonders viel Magnesium enthalten Hülsenfrüchte, Schalentiere, Blattgemüse und Nüsse.
  • Bromelain gilt als ein wirksames alternatives Mittel gegen Schmerzen. Das natürliche Enzym aus der Ananas kann bei akuten Schwellungen abschwellend wirken und begünstigt eine rasche Regeneration.
  • Vitamin B6 hilft gegen Schwellungen und Entzündungen. Diese Vitamingruppe ist für zentrale Stoffwechselabläufe im Körper zuständig. Fleisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse, Hefe und Walnüsse enthalten Vitamin B6.
  • Vitamin E aus pflanzlichen Ölen kann die Heilung von Entzündungsprozessen unterstützen. Das Zellschutzvitamin aus pflanzlichen Ölen gilt als äußerst effizient im Fettstoffwechsel.
  • Gamma-Linolensäure ist beispielsweise besonders konzentriert in Nachtkerzenöl enthalten. Sie kann Entzündungsprozessen entgegenwirken, die häufig Auslöser für das Karpaltunnelsyndrom sind.
  • Arnikasalbe kann die Durchblutung anregen und für Linderung sorgen. Zweimal täglich das Handgelenk mit dem Daumen auf der Unterseite einreiben.
  • Johanniskraut ist ein probates alternatives Hausmittel, das gegen Nervenschäden und Schmerzen helfen kann.
  • Überbelastungen sollten vermieden werden, insbesondere Bewegungen, die das Handgelenk drehen, beugen oder dehnen. Beim Geradehalten des Handgelenks kann eine Schiene helfen.
  • Wassereinlagerungen durch Allergien können durch eine Eliminierungsdiät ausgeschlossen werden, bei der Lebensmittel vermieden werden, die eine Schwellung auslösen können.
  • Abnehmen bei Übergewicht kann das Risiko für das Karpaltunnelsyndrom deutlich verringern bzw. die Beschwerden möglicherweise zum Abklingen bringen. Verantwortlich dafür ist die Neigung zu verstärkten Wassereinlagerungen im Gewebe bei Übergewicht, was den Druck auf den Nervus Medianus verstärken kann.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Schmerzen
– Vitalstoffe können helfen

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Moderne Pharmakologische Schmerzmittel

Moderne Schmerzhemmer wie Vioxx® oder Celebrex® geraten immer wieder in Verruf. Sicherlich haben Sie die Skandale der letzten Jahre verfolgt. Obwohl sie deutlich weniger Nebenwirkungen haben sollen als herkömmliche Schmerzmittel wie Aspirin oder Diclofenac, vermehren sich die Hinweise, dass diese Schmerzmittel Herzinfarkte oder Schlaganfälle auslösen können. Vioxx® und Bextra® sind bereits vom Markt genommen worden. Aber auch Voltaren oder Aspirin sind bereits wegen schwerer Nebenwirkungen in Verruf geraten.

Ältere pharmakologische Schmerzmittel

Britische Forscher nehmen nun auch ältere Präparate unter die Lupe. Die Gefahr einen Herzinfarkt zu erleiden sind hier deutlich höher, als bei neueren Schmerzmitteln.
Laut Statistik kommt bei langfristiger Einnahme:

  • 1 Herzinfarkt auf 1.000 Celebrex®-Patienten
  • 1 Herzinfarkt auf 500 Diclofenac-Patienten

Also sind sowohl herkömmliche Präparate, als auch Neuentwicklungen, nicht frei von Nebenwirkungen. Wenn etwas wirken soll, muss es auch Nebenwirkungen haben… Muss es das? Aus der Pharmazie ist jedenfalls kein Schmerzmittel bekannt. Nehmen Sie diese Medikamente deshalb möglichst nicht langfristig ein.

Natürliche Vitalstoffe

Die Natur hält auch gegen Schmerzen eine Reihe von natürlichen Wirkstoffen parat, die Ihrem Körper helfen, sich selbst gegen Schmerzen zu wehren. Chronische Schmerzen sind vor allem bei Menschen über 65 Jahren ständige Begleiter. Jeder dritte ist betroffen. Dabei stehen Probleme mit den Knien, der Hüfte oder dem Kreuz besonders häufig auf der Liste der Beschwerden, weil sich hier die Gelenkknorpel abgenutzt haben und eine Arthrose entstanden ist. Nur wenigen Therapeuten ist bekannt, dass sich chronische Schmerzen auch mit natürlichen Wirkstoffen behandeln lassen. Sie sind frei von Nebenwirkungen, sind gut verträglich und erzielen bei mehr als zwei Drittel der Patienten eine sehr gute Wirkung.
Die Alternativen zu schulmedizinischen Präparaten sind relativ unbekannt. Sie werden nicht von großen Pharmafirmen verkauft, es gibt keine Werbung für sie und es kann kein Gewinn damit gemacht werden.

Das Schmerzgedächtnis

Um zu verstehen, was dauerhaften Schmerz ausmacht, muss man an die Ursache gehen. Nozizeptoren sind freie sensorische Nervenendigung, die eine Gewebeschädigung beziehungsweise Verletzung in elektrische Signale (Aktionspotentiale) umwandelt. Sie senden das Schmerzsignal zum Rückenmark, wo sie eventuell verstärkt oder abgeschwächt und erst dann zum Schmerzzentrum im Gehirn gesendet werden. Die Ursachen eines solchen Reizes können z.B. Stöße, Verbrennungen, Sauerstoffmangel oder Entzündungen sein.
Bei chronischen Schmerzen verselbstständigt sich dieser Vorgang. Der Schmerz tritt in Schüben auf, obwohl die eigentliche Ursache, beispielsweise eine Muskelverspannung im Rücken, längst behoben ist. Das Schmerzgedächtnis speichert diese ständigen Schmerzreize, die betroffenen Nerven werden besonders empfindlich, und die individuelle Schmerzschwelle sinkt. Immer wieder kommen Schmerzreize im Gehirn an. Der Schmerz ist chronisch geworden.
Natürliche Vitalstoffe greifen in das Schmerzgedächtnis und in die Schmerzverarbeitung des Menschen ein. In den meisten Fällen lindern sie den Schmerzreiz und schwächen damit die Beschwerden ab.

Jährlich 20.000 Tote durch Schmerzmittel

Allein in Deutschland sterben jedes Jahr 20.000 Menschen an den Nebenwirkungen von pharmakologischen Schmerzmitteln. Die häufigsten Nebenwirkungen, die zum Tod führen, sind Magenblutungen und Nierenschäden.
Chronische Schmerzpatienten bekommen von ihren Ärzten oft folgende Schmerzhemmer verordnet:

  • NSAR: nichtsteroidales Antirheumatikum, z. B. die Wirkstoffe Ibuprofen, Diclofenac
  • ASS: Wirkstoff Actylsalicylsäure, z. B. Aspirin®
  • COX2Hemmer, z. B. Celebrex©

Alle diese Präparate haben bei Dauergebrauch schwere Nebenwirkungen zu verzeichnen. Man sollte sie kritisch betrachten und nicht längerfristig einnehmen. Aber gerade Schmerzpatienten sind auf ein Mittel über längere Zeit angewiesen.

Natürliche Schmerzkiller: B-Vitamine

Bei akuten und chronischen Schmerzen hat sich der Einsatz von B-Vitaminen bewährt. Die Gruppe der B-Vitamine übernimmt dabei zahlreiche Funktionen in der Schmerzbekämpfung, die in den Nervenzellen von entscheidender Bedeutung sind.
Vitamin B1, Vitamin B2, Niacin, Pantothensäure, Vitamin B6, Biotin, Folsäure und B12 sind alle wasserlöslich und werden in jeder Körperzelle benötigt. Sie können fast alle nur in geringem Umfang im Organismus gespeichert werden und müssen daher sehr regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Sollte eine Überdosierung auftreten, so werden sie mit dem Urin einfach ausgeschieden.

  • Vitamin B1 (Thiamin) versorgt die Nerven mit ausreichend Energie.
  • Vitamin B6 (Pyridoxin) und B12 (Cobalamin) sind am Aufbau der isolierenden Hüllen um die Nervenfasern beteiligt. Außerdem fördern sie die Produktion von körpereigenen Schmerzhemmstoffen, z.B. Endorphine und GammaAminoButtersäure (GABA). GABA verhindert, dass die Schmerzimpulse zum Gehirn weitergeleitet werden. Durch die Aktivierung dieser Hemmstoffe kann das Schmerzgedächtnis unterdrückt werden.

Bei 70% der Patienten gehen chronische Schmerzen durch die Einnahme von Vitamin-B Präparaten zurück.

Schmerzformen

Kombi-Präparat

Als wirkungsvoll hat sich ein Kombi-Präparat bewährt, das alle B-Vitamine enthält. Die Vitamine eines solchen Komplexes ergänzen sich gegenseitig. Deshalb ist es sinnvoll, sie gemeinsam einzunehmen.
1992 wurden in einer Studie 1.150 Patienten mit schmerzhaften Nervenentzündungen und Rückenbeschwerden in zwei Gruppen geteilt. Über den Zeitraum von drei Wochen bekam eine Gruppe ein Vitamin-B Komplex, die andere ein Placebo (Scheinmedikament ohne Wirkung).

  • Vitamin-B Komplex: 70% deutlicher Rückgang der Schmerzen
  • Placebo: 25% Rückgang der Schmerzen

Urs Buergi empfiehlt als weiteren Nährstoff Inositol, der die Wirkung der B-Vitamine verstärkt.

Natürliche Schmerzkiller: Aminosäuren

Es gibt genau 20 Aminosäuren, von denen 11 essentiell sind. Diese 11 können nicht vom Körper hergestellt und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Die anderen 9 Aminosäuren kann ein gesunder Organismus mit abwechslungsreicher Ernährung selbst herstellen.
Die moderne, westliche Ernährungsweise kann nicht immer sicherstellen, dass auch wirklich alle essentiellen Aminosäuren in ausreichender Menge zugeführt werden. Mit zunehmendem Alter sinkt zusätzlich die Fähigkeit Aminosäuren aufzunehmen.
Bei den essentiellen Aminosäuren gilt der gleiche Grundsatz wie bei den B-Vitaminen. Am wirkungsvollsten werden sie als Mischung eingenommen, da sie sich wechselseitig ergänzen. Sie haben alle ihre spezielle Aufgabe bei der Schmerzbekämpfung, die sich gegenseitig unterstützen und bedingen.

Aminosäure Phenylalanin

Die Aminosäure Phenylalanin hemmt den Abbau der Endorphine im Körper und kann daher deren schmerzstillenden Effekt verstärken. Die wirkungsvollste Tagesdosierung liegt bei 750 bis 2.000 mg. Je mehr Phenylalanin im Körper vorhanden ist, desto weniger wird der Schmerz empfunden.

Aminosäure Trypophan

Ein weiterer nebenwirkungsfreier Schmerzkiller ist die Aminosäure Tryptophan. Bei 50 Kopfschmerz-Patienten wurde über 12 Wochen täglich 1g Tryptophan gegeben. Die gleichgroße Kontrollgruppe bekam ein Placebo.

  • Trypotophan-Gruppe: Kopfschmerzhäufigkeit um 50% gesunken
  • Placebo-Gruppe: Kopfschmerzhäufigkeit um 27% gesunken

Anti-Schmerz-Substanz Mineralien

KalziumMagnesium im Mengenverhältnis von 2:1 lockert die Muskulatur und kann deshalb vor allem bei Schmerzen durch Muskelverspannungen z. B. bei vielen Rückenbeschwerden oder Spannungskopfschmerzen gut eingesetzt werden.
Achten Sie beim Kauf jedoch darauf, dass das Präparat gut zu absorbieren ist.

Omega 3 Fettsäuren

Bei entzündlichen Schmerzen wie rheumatischen Beschwerden hat sich die Einnahme von Omega 3 Fettsäuren bewährt. Omega 3 Fettsäuren werden im Körper in entzündungshemmende Substanzen umgewandelt, die den Schmerz unterdrücken. Diese finden sich ganz natürlich in:

* Bei Fischölkapseln kann es zu Wechselwirkungen mit Blut verdünnenden Medikamenten wie z. B. Marcumar® kommen. Es ist der einzige natürliche Wirkstoff, der in Wechselwirkung mit anderen Medikamenten Nebenwirkungen haben kann. Als pflanzliche Alternative seien an dieser Stelle Sanddornölkapseln empfohlen.

Arthritis und Arthrose

Organischer Schwefel (MSM) ist zur Linderung bei Arthritis oder Arthrose ein effektiver Vitalstoff. MSM erleichtert Spannungen und Stress, hilft gegen Pollenallergien und Heuschnupfen, erhöht die Durchblutung und entgiftet den Körper. Als Antioxidans macht MSM freie Radikale unschädlich und trägt damit zu einem gesunden Immunsystem bei.

Langfristige Wirkung

Natürliche Vitalstoffe sind keine Medikamente mit sofort eintretender Wirkung. Sie haben einen Langzeiteffekt. Die Linderung Ihrer Schmerzen stellt sich in der Regel nach 2 – 3 Wochen ein. Wenn Sie auf einen Vitalstoff in dieser Zeit nicht ansprechen, probieren Sie nach 6 bis 8 Wochen einen anderen aus.
Ein Versuch ist es dennoch Wert, denn schließlich dürfen Sie auf Linderung hoffen, ohne Nebenwirkungen befürchten zu müssen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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MSM (Methyl Sylfonyl Methan)

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Gut zu Gelenken

Methylsulfonylmethan, abgekürzt MSM, (eng verwandt mit Dimethylsulfon (DMSO), das bei der Aufnahme in den Körper einen relativ unangenehmen Fischgeruch erzeugen kann) ist eine organische, schwefelhaltige Verbindung. Es wird für seine positive Wirkung bei Gelenkbeschwerden seit langer Zeit geschätzt. Methylsulfonylmethan soll einen Mangel an Schwefel im Körper ausgleichen.

Der Körper enthält für gewöhnlich fünf Mal mehr Schwefel als Magnesium und vierzig Mal mehr Schwefel als Eisen. Insgesamt besteht der menschliche Körper zu 0,2 Prozent aus Schwefel.

Vorkommen

Besonders in Kuhmilch und Kaffee ist Methylsulfonylmethan enthalten.

Wirkung auf den Organismus

Methylsulfonylmethan besitzt entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften. Besonders soll der Einsatz gegen Gelenkbeschwerden wirksam sein, bei Arthrose oder Arthritis. Offenbar kann es gefäßerweiternd wirken.

Es soll positiven Einfluss auf Allergien nehmen können und unterstützt das Immunsystem. Es ist beteiligt an der Produktion von körpereigenen Aminosäuren und damit an der Eiweißstruktur von Zellen und Geweben sowie vielen Enzymen.

Traditionell wird Methylsulfonylmethan eine mögliche Wirkung zugeschrieben bei Durchblutungsstörungen, Depressionen, schlaffem Bindegewebe und sprödem Haar.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Ionisch-kolloidales Gold

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Bezugsquelle: Ionisch-kolloidales Gold

Sonnen Metall

Wie die positive Kraft der Sonne sich heilsam auf unsere Psyche, Kreativität und Lebensfreue auswirkt, so kann auch Gold auf die wichtigsten biologischen Funktionen des Organismus wirken. Winzige Goldpartikel der Reinheitsstufe 99,9% in energetisiertem Reinstwasser machen dies möglich.

Zwerge können Blockaden lösen

Ionisch-kolloidales Gold besteht aus elektrisch geladenen Nanopartikeln. Vom griechischen nános, der Zwerg, bewegt sich die Größe um ein Milliardstel Meter (10-9 m). Aufgrund ihrer Ladung sinken sie nicht ab, sondern schweben im Wasser. Mit der oralen Einnahme von Gold gelangen diese Winzlinge über den Magen-Darm-Trakt in jeden Bereich des Körpers und können dort den Energiefluss anregen und Blockaden lösen. Die Goldpartikel werden nach einiger Zeit wieder ausgeschieden.

Komplexes System

Der menschliche Körper ist ein kompliziertes Zusammenspiel aus elektrischen Verknüpfungen. Die Nervenzellen kommunizieren untereinander. Reize und Informationen werden über Synapsen weitergeleitet. Je besser diese Kommunikation läuft, den man mit einem Energiefluss vergleichen kann, desto besser arbeitet unser Körper in allen Funktionen.

Auf Zellebene aktiv

Goldkolloide fördern die interagierenden Kräfte zwischen den Zellen. Wenn der Informationsfluss funktioniert, können die biologischen Schaltzentralen (Synapsen) besser arbeiten: die Zellregeneration läuft an. Kolloidales Gold wird deshalb auch als „Verjüngungsmittel“ bezeichnet. Je besser dieser Energiefluss zwischen den Nervenzellen funktioniert, desto besser können unsere Sinnesorgane arbeiten. Kolloidales Gold kann seine aktivierende Wirkung im ganzen Körper entfalten.

Blut-Hirn-Schranke

Winzig klein zu sein hat einen entscheidenden Vorteil, wenn man die Blut-Hirn-Schranke überwinden will. Goldkolloide schaffen es spielend im Gehirn Denkprozesse zu fördern, Geschicklichkeit zu verbessern und die Konzentration zu stärken.

Die Ursache vieler Beschwerden ist ein gestörter Energiefluss innerhalb der Zellen. Die Voraussetzung für ein gesundes und aktives Leben ist Energie aus der Zelle. Diese wird im Kraftwerk der Zelle (Mitochondrium) erzeugt. Bei regelmäßiger Einnahme von Kolloidalem Gold wird der elektrische Leitfluss des gesamten Organismus erhöht. Aktivität und Ausgeglichenheit, verbesserter Schlaf und erhöhte Leistungsfähigkeit können sich wieder einstellen.

Wichtiges Spurenelement

Gold ist dem menschlichen Körper als Spurenelement wohl bekannt. In seiner kolloidalen Form kann es dazu beitragen die Gehirnfunktionen erheblich zu steigern. Pilotstudien zum Intelligenzquotienten vor und nach 3 monatiger Einnahme von Kolloidalem Gold zeigen einen Anstieg des IQ von 20%.

Gold Stimmung

Kolloidales Gold stimuliert die Produktion endorphinartiger Hormone, die für gute Stimmung und Glücksgefühl sorgen können.

Erhöhte Leitfähigkeit der DNS

Die DNS trägt unsere Erbinformation, das gesamte genetische Lebensprogramm einer Zelle. Durch elektrochemische Vorgänge kann die DNS auf Molekularebene beeinflusst werden. Kolloidales Gold erhöht nämlich die Leitfähigkeit der DNS. Zahllose Zellschäden, die allein durch unseren Stoffwechsel entstehen, können so besser und schneller durch das körpereigene Reparatursystem behoben werden.

Starke Radikalfänger: SOD und Gluthation

Freie Radikale sind hochreaktive Moleküle, die bei oxidativem Stress entstehen. Hauptsächlich durch Umweltgifte, denen der Mensch kaum ausweichen kann, aber auch Verletzungen oder Sonnenbrand können oxidativen Stress verursachen. Freie Radikale schädigen die Zellmembranen und sogar das Erbgut von Zellen. Die Dauerbelastung durch freie Radikale ist die Ursache vieler Beschwerden wie Leistungsabfall, chronische Müdigkeit, Rheumatismus, Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Diabetes, ADHS, Herz-Rhythmus-Störungen, Arthritis bzw. Arthrose, erhöhter Cholesterinspiegel, vorzeitige Alterungserscheinungen oder sogar Krebs.

Kolloidales Gold stimuliert die Produktion zweier starker Radikalfänger. Als starke Antioxidantien neutralisieren sie die Wirkung freier Radikale.
Glutation reduziert reaktive Sauerstoffverbindungen und bewahrt so die Körperzellen vor Schädigung. Bei entscheidenden Stoffwechselvorgängen ist Glutation beteiligt: So zum Beispiel bei der Zellentgiftung, der Hemmung von Entzündungsherden oder der Reparatur von DNS-Schäden.
SOD, das Methusalem-Enzym, wehrt Superoxide ab. So werden die häufigsten und gefährlichsten freien Radikale bezeichnet. Dieser Zellschutz wird aber nicht immer in ausreichender Menge vom Körper produziert. Kolloidales Gold regt die Bildung dieses Enzyms an.

Wirkung

  • Energie- und Leistungsfähigkeit
  • Zellen erhalten erhöhte Leitfähigkeit
  • Antioxidans
  • Entzündungshemmend
  • Schöne Haut und Bindegewebe
  • Unterstützt die Behandlung rheumatischer Erkrankungen

In der Regel entfaltet Kolloidales Gold seine volle Wirkung nach Wochen oder soga erst Monaten. Die Einnahme ist also auf längere Zeit angelegt und die Wirkung kann je nach Veranlagung unterschiedliche ausfallen. Bei den meisten Menschen strafft sich die Haut, die Konzentrationsfähigkeit steigt und die Vitalität und Lebensfreude nimmt zu.

Bitte nicht selbst herstellen

Anleitungen zum selbst herstellen von kolloidalem Gold (etwa aus dem Internet) sind mit Vorsicht zu genießen. Es wird behauptet, man könne Kolloidales Gold mit destilliertem Wasser selbst herstellen. Die Herstellung ist jedoch nicht so einfach, wie dort beschrieben. Entscheidend sind drei Dinge.
Herstellungsprozess: Zur Herstellung empfiehlt Urs Buergi das „constant-current-Verfahren“. Das ist ein Elektrolyseverfahren, bei dem der Stromfluss permanent elektronisch überprüft und stabil gehalten wird. Nur bei diesem Verfahren entstehen äußerst kleine Teilchen in der Größe von 5 bis 15 Atomen.
Gold: Der Rohstoff sollte mit 99,9% der höchsten Reinheitsstufe entsprechen. Dieses sogenannte Feingold ist die Bezeichnung für chemisch reines Gold. Es wird mit 1000/1000 Promille angegeben.
Wasser: Wasser hat ein Gedächtnis und speichert nicht nur positive sondern auch sämtliche negativen Informationen. Giftige Dünge- und Pflanzenschutzmittel, chemische Arzneimittel und alle bekannten Umweltgifte. Zur Reinigung des verwendeten Wassers empfiehlt Urs Buergi ein Drei-Stufen-Verfahren, das aus Aktivkohlefilter, einem Umkehr-Osmose-Gerät und schließlich einen Ionenaustauscher besteht. Nach einer solchen gründlichen Reinigung hat das Wasser hat eine Restverschmutzung von nur noch 0,1 bis 0,4 microsiemens. (Zum Vergleich: medizinisches Wasser zur Herstellung von Medikamenten und Injektionslösungen hat eine Restverschmutzung von 1 bis 4 microsiemens)

Partikelgröße entscheidend

Die Größe der Partikel je nach Herstellung durch Elektrolyse, chemisch oder gemahlen, kann von einem bis zehn Nanometer reichen. Die Silberteilchen werden mit elektrischer Ladung versehen und in destilliertem Wasser angereichert. Dabei halten sich die elektrisch geladenen Kolloidpartikel gegenseitig in der Schwebe. Durch Lichteinwirkung kann die Ladung der Teilchen verloren gehen.

Die Goldkonzentration wird bei kolloidalem Gold in ppm (parts per million) angegeben. Je länger die Elektrolyse arbeitet, desto höher sind die ppm. Es sind Produkte von 1 ppm – 8 ppm im Handel.
Urs Buergi empfiehlt Kolloidales Gold der Konzentration 8 ppm zu kaufen. Diese Konzentration hat sich bewährt.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen bei der Einnahme von Kolloidalem Gold sind nicht bekannt. Ebenso keine allergene Stoffe.

Hinweis

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Histidin

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Semi-essentielle Aminosäure

Histidin (abgekürzt His) ist eine basische und eiweißbildende (proteinogene) Aminosäure, die im Körper selbstständig in der Leber synthetisiert werden kann. Aus diesem Grund gilt sie als semiessentielle Aminosäure, da sie nicht vollständig über die Nahrung zugeführt werden muss. Die Histidin-Versorgung sollte über das Nahrungsangebot ergänzt werden. Der Text bezieht sich ausschließlich auf das L-Histidin, das als Blutpuffer im Hämoglobin eine wichtige Aufgabe im Körper hat.

Histidin wird als Bestandteil einiger Medikamente und Vitaminpräparate verwendet.

Funktion im Organismus

Im Globin des Blutfarbstoffes Hämoglobin kommt Histidin konzentriert vor. Es unterstützt die Produktion von Hämoglobin und aktiviert die weißen Blutkörperchen, die für eine gesunde Immunabwehrwichtig sind. Neben der Bedeutung für die Hämoglobinbildung ist die Aminosäure am Proteinstoffwechsel, dem ständigen Abbau und Resynthese von Proteinen, beteiligt und an der Produktion von Carnosin.

Die Aminosäure dient als Vorstufe für die biochemische Bildung des gefäßerweiternden Gewebehormons Histamin. Es beeinflusst die Ausschüttung der Magensäfte.

Therapeutische Anwendungen

Gegen rheumatische Arthritis, bei Allergien, Gelenkversteifungen und für eine Steigerung der Libido kann Histidin therapeutisch eingesetzt werden. Ein Mangel kann zu Anämie (Blutarmut) führen.

Natürliches Vorkommen

Histidin ist in chemisch gebundener Form in eiweißreichen Lebensmitteln enthalten wie Fleisch, Fettfisch wie Lachs, Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Milch und Ei. Eine Histidin-freie Ernährung kann zu Leberzellschädigung führen.

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Hagebutten (Rosa acanin)

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Leuchtende Vitaminbomben im Herbst

Hagebutten sind die roten Früchte der Heckenrose oder Hundsrose (Rosa acanin). Die Sammelnussfrucht ist extrem reich an Vitamin C in der roten Schale und enthält viele kleine Nüsse. Diese Nüsschen sind mit widerhakenbestückten Härchen versehen, ein natürliches Juckpulver.

Ein fabelhafter Vitaminlieferant

Die fleischige Hagebuttenschale kann roh verzehrt werden als Vitaminlieferant. Außer Vitamin C sind Vitamin A, E, K und B-Vitamine enthalten sowie Eisen, Magnesium, Mangan, Kalzium, Selen, ätherische Öle, Zitronensäure, Pektin, Gerbstoffe und Carotin und Flavonoide. Wertvolle Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren sind Inhaltsstoffe der Hagebutte. Die Schale kann zu Mus (Hagebuttenmark) Likör oder getrocknet als Zutat in Früchteteemischungen verarbeitet werden.

Vitamin C stärkt die Immunabwehr und unterstützt die Aufnahme von Eisen, das an der Produktion der roten Blutkörperchen beteiligt ist. Zellerneuerung und Produktion von Kollegen in Haut, Knochen und Muskulatur wird von ihm angeregt. Durch die Antioxidantien kann die Hagebutte vielen Infektionskrankheiten vorbeugen wie auch Erkrankungen wie Arthritis oder im Idealfall möglicherweise sogar Krebs.

Die getrocknete Hagebutte

Die getrocknete Beere der Hagebutte sind zur gesundheitlichen Anwendung unter der Bezeichnung Fructus cynosbati im Handel. Daraus lässt sich ein vitaminreicher Aufguss herstellen, der außer durch die wertvollen Vitamine auch durch Pflanzensäure und Pektide wirkt, die leicht abführende und harntreibende Eigenschaften besitzen.

Hagebutte und Arthrose

2003 entdeckte eine dänische Forschergruppe im Hagebuttenpulver den bioaktiven Stoff Galaktolipid, der die Beweglichkeit des Hüftgelenks unterstützt und den Schmerzmitteleinsatz signifikant verringern konnte. Eine Wirksamkeit bei Arthrose wird angenommen. Die Substanz wird bei Temperaturen über 40 Grad zerstört.

Hagebuttenmark

Dem Hagebuttenmark wird in der Volksmedizin ein positiver Einfluss auf Gicht und Rheuma nachgesagt.

Hagebuttenöl

Aus den Kernen der Sammelfrucht kann das astringierende Hagebuttenöl gepresst werden, das in der Schönheitspflege zum Einsatz kommt. Das Hagebuttenöl sorgt für Feuchtigkeit und Elastizität der Haut. Das enthaltene Vitamin A unterstützt die regenerierende Wirkung. Eine berühmte Sorte ist Rosa Mosqueta, das aus den Kernen der chilenischen Wildheckenrose gewonnen wird.

Hinweis

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