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Augenpflege
– was kann helfen?

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Warum Augenpflege wichtig ist

Die Haut um die Augen herum ist zehnmal dünner als im Gesicht, zum Beispiel an der Wangenpartie. Alle zehn Jahre wird sie um rund fünf Prozent dünner. Deshalb ist es so wichtig, die Augenpartie gut zu pflegen, denn nichts lässt älter aussehen als Tränensäcke, Fältchen, geschwollene Augenlider nach einer Partynacht oder dunkle Ringe unter den Augen.

Tägliche Belastungen

Die Haut rund um unsere Augen wird durch die UV-Strahlen belastet – ebenso wie die übrige Haut, nur dass die Haut an dieser Stelle so viel empfindlicher ist. Sie trocknet leicht aus und ist schneller anfällig für Falten. Die Versorgung mit Fett und die Speicherung der Feuchtigkeit wird mit wachsendem Alter problematischer. Trockene Heizungsluft und die ständigen Bewegungen von Augenlidern und Gesichtsmuskulatur zerren an der Augenpartie.

Ein Quantum Schlaf

Am liebsten wünscht sich diese sensible Haut vor allem täglich einen achtstündigen Schönheitsschlaf. Zu viel Schlaf oder Liegen tut den Augen allerdings auch nicht gut, denn die Flüssigkeit im Gewebe verteilt sich ungünstig um. Geschwollene Tränensäcke können die Folge sein.

Das hilft morgens

Bereits am frühen Morgen kann eine Kompresse mit kaltem Wasser oder Schwarztee geschwollene Augenlider oder Tränensäcke beruhigen und die Durchblutung anregen. Reizlindernde Tropfen, Masken oder feuchtigkeitsspeichernde Seren folgen im nächsten Schritt.
Beim Schminken ist es vorteilhaft, das untere innere Lid mit einem hellen Kajalstift nachzuziehen. Unter den Augenbrauen und am inneren Augenwinkel trägt ein Hauch hellglänzender Lidschatten zu frischem Aussehen bei.

Das hilft bei Augenringen

Wenn die Kapillargefäße durch die feine Haut unter den Augen durchschimmern, sieht es so aus, als hätten wir Ringe unter den Augen. Manche Leute neigen zusätzlich zu stärkerer Pigmentbildung an diesen Stellen.
Die Durchblutung sanft anzuregen, ist an dieser sensiblen Hautpartie besonders wichtig. Gewebefestigende und durchblutungsfördernde Augencremes können helfen. Die Versorgung mit Vitalstoffen, die die Zellerneuerung anregen ist optimal. Als Sofortmaßnahme kann ein rund zwei Töne hellerer Concealer Schatten unter den Augen überdecken.

Das hilft gegen Falten

Vorbeugend gegen die berüchtigten Krähenfüße an den äußeren Augenwinkeln unterstützen Sonnenbrille. Je weniger man die Augen gegen die Sonne zusammenkneifen muss, desto weniger Fältchen schleichen sich ein.
Ein regelmäßiger UV-Strahlenschutz ist notwendig. Gute Augencremes bieten einen hohen UV-Filter, ähnlich wie Sonnencremes. Die Haut benötigt im Inneren eine Feuchtigkeit von rund 20 Prozent, um Schadstoffe abzutransportieren, Nährstoffe aufzunehmen und die Zellerneuerung zu gewährleisten. Fettbausteine spielen dabei ebenfalls eine Rolle und in der Partie rund um die Augen fehlen Talg- und Schweißdrüsen.

Feuchtigkeit – Zufuhr, Speicher, Schutz

Darum sollte neben der Zufuhr auch die Speicherung von Feuchtigkeit unterstützt werden. Dazu geeignet sind Enzyme, Peptide und Antioxidantien, ergänzt um Vitamine und Spurenelemente wie beispielsweise Kieselsäure. Diese Wirkstoffe kurbeln die Kollegenproduktion an, fördern die Elastizität der Haut und halten die Feuchtigkeit in den Zellen fest.
Algen bringen geeignete Eigenschaften mit, denn sie speichern schützende und hautwirksame Mineralstoffe und Spurenelemente. Auch Hefeextrakt ist eine ausgezeichnete Ergänzung der Augenpflege von außen. Aloe Vera enthält neben einem hohen Wasseranteil rund 160 verschiedene Substanzen, die feuchtigkeitsbindend und hauterneuernd wirken.
Hyaluronsäure vermag in der Haut mikroskopische feine Wasserpolster aufzubauen. Pflanzliches Silicium aus Reiskornhüllen wird von der Haut sehr gut aufgenommen und besitzt feuchtigkeitsspeichernde Eigenschaften, es wird daher von der Naturkosmetik gerne eingesetzt. Viele Kosmetika setzen auch auf die versiegelnden Eigenschaften von Bienenwachs durch einen Schutzfilm auf der Haut.

Glättende Naturöle

Arganöl und andere naturbelassene Öle aus Wildrose, Mandel, Jojoba oder Avocado sind ausgezeichnete Faltenglätter und versorgen die Haut über viele Stunden mit Feuchtigkeit. Sie bieten einen natürlichen Verdunstungsschutz durch einen feinen Film auf der Haut und glätten Hornschüppchen, die bei anhaltender Trockenheit aufgesprungen sind. Linolsäure und Squalan-Fettbausteine aus Olivenöl, Nachtkerzenöl und Passionsblumen können die Lücken zwischen aufgesprungenen Hornschüppchen regelrecht kitten.

Das sollte man weglassen

Alkohol und stark gesalzene Speisen lagern Flüssigkeit in den Tränensäcken ein. Kühlende Kompresse oder Augengels können helfen. Wirkstoffe wie Ginkgo oder Arnika haben einen positiven Effekt. Auch eine kühlende Kompresse mit schwarzem Tee (überbrühter und abgekühlter Teebeutel) kann helfen.
Eine selbst durchgeführte Lymphdrainage kann die Flüssigkeit im Gewebe besser verteilen. Dazu legt man die Finger auf die Augenpartie und streicht sanft mehrfach von innen nach außen.

Besser sanft

Die Haut rund um die Augen ist dünn und sensibel. Egal ob Pflegeauftrag, Schminke, Abschminken oder Massieren – die Behandlung dieser Partie sollte sehr sanft erfolgen, um das empfindliche Gewebe zu schonen. Pflegelotionen lieber leicht einklopfen als stark verreiben.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Rückenschmerzen
– was kann helfen?

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Wie äußern sich Rückenschmerzen?

Drei von vier Deutschen leiden irgendwann einmal unter Rückenschmerzen. Nach wie vor gehören Rückenschmerzen zu den häufigsten Gründen für Krankschreibungen. Vitalstoffe aus gesunder Ernährung können einen wichtigen Beitrag zur Rückengesundheit leisten.

Der Preis für den aufrechten Gang

Das Schlüsselereignis in der Evolution des Menschen vor fünf Millionen Jahren bescherte ihm den aufrechten Gang. Die Wirbelsäule war an diese Herausforderungen jedoch nicht angepasst.
Die neue Fortbewegungsart kann Belastungen im Unterleib wie Hüftgelenksarthrosen, Bandscheibenvorfälle, Senk- und Plattfüße oder Krampfadern in den Beinen zur Folge haben. Natürlich ist auch der Rücken selbst stark beansprucht. Deshalb kennt praktisch jeder Mensch Rückenschmerzen.

Die häufigste Ursache für Rückenschmerzen

Muskelverspannungen oder Muskelschwäche können zu heftigen Rückenschmerzen führen, die häufigste Ursache für Rückenschmerzen. Da Muskeln die Wirbelsäule stützen und sie aufrecht halten, sind sie permanent im Dienst.
Die Bandscheiben werden durch den aufrechten Gang als Federung für Stöße und Stolperer stark beansprucht. Ab dem Alter von etwa 30 Jahren verlieren sie an Elastizität. Bandscheibenvorfälle können ausgesprochen schmerzhafte Rückenschmerzen verursachen.

Auch wenn es simpel klingt: Viel trinken hilft, die Bandscheiben geschmeidig zu halten.

Die verschiedenen Wirbelsäulenabschnitte werden unterschiedlich stark beansprucht und entsprechend treten Rückenschmerzen in manchen Regionen häufiger auf als in anderen. Am häufigsten ist die Lendenwirbelsäule von Beschwerden betroffen, etwa in zwei Dritteln der Fälle äußert sich das in Kreuzschmerzen. Die Halswirbelsäule ist in etwa einem Drittel der Fälle an Schmerzen beteiligt. Und ein verschwindend geringer Anteil entfällt auf Rückenschmerzen, die von der Brustwirbelsäule herrühren.

Wie entstehen Rückenschmerzen?

Muskelverspannungen entstehen durch Fehlhaltung oder einseitige Belastung. Übergewicht, eine sitzende Tätigkeit und Bewegungsmangel befördern die Beschwerden, deshalb spricht man bei Rückenschmerzen gerne von einer Zivilisationskrankheit. Essentiell ist eine gesunde und trainierte Muskulatur, um Rückenschmerzen zu vermeiden.
Andere Ursachen können rheumatische Erkrankungen sein mit entzündlichen Gelenken, Bandscheibenvorfälle oder Osteoporose mit Knochenschwund und Brüchen (Versinterung) der Wirbelkörper, erkennbar am sogenannten „Rundrücken“, sowie diverse andere Vorerkrankungen.

Das kann helfen bei Rückenschmerzen
  • Abnehmen ist ein sehr wirkungsvolles Mittel gegen Rückenschmerzen. Jedes Kilo am Bauch zieht in eine Hohlkreuzhaltung und belastet die Wirbelsäule. Verspannung und Schmerzen können die Folge sein.
  • Wärme, Entspannung und Massagen helfen gegen Muskelverspannung. Das Auflegen von Chili-Kompressen kann durch den Wirkstoff Capsaicin schmerzlindernd wirken und regt die Durchblutung an. Sofort wird pulsierende Wärme spürbar. Viele Wärmeelemente basieren auf diesem Effekt.
  • Sehr wichtig ist ein gezieltes Rückentraining, damit die Muskulatur die Wirbelsäule zuverlässig stützen kann. Grundsätzlich gilt, dass in Bewegung bleiben besser ist, als Schonhaltung und dauerhaftes Ausruhen.

Vitalstoffe für Rückengesundheit

  • Für die Stabilität des Skeletts ist ein gesunder Knochenbau unabdingbar, ebenso wie gesunde Gelenke, Sehnen und Bandscheiben sowie die unterstützende Collagenstruktur und Muskeln.
  • Vitamin C ist am Collagenstoffwechsel beteiligt und an der Produktion von Proteinen, aus denen die Knochen und das stützende Collagengerüst größtenteils bestehen. Es kann die Zellen stimulieren, die für den Knochenaufbau essentiell sind. Ein Mangel an Vitamin C kann zum Abbau von Knochensubstanz führen.
  • Vitamin C kann die Wirkung von Vitamin E verstärken. Das zellschützende Vitamin E wiederum schützt vor Freien Radikalen, die bei Entzündungen, Krankheit oder Verletzungen verstärkt die Zellmembranen angreifen. Seine antioxidativen Eigenschaften machen das Vitamin zu einem effizienten Gesundheitsförderer.
  • Vitamin K ist im Knochenstoffwechsel in die Produktion von Eiweißen für die Knochensubstanz eingebunden (Osteocalcin). Das Sonnenvitamin D unterstützt die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung im Blut und sorgt für den richtigen Einbau des Minerals in die Knochenstruktur.
  • Vitamin A ist notwendig für das Knochenwachstum. B5 und B12 senken das Risiko für Knochenschwund und wirken vorbeugend gegen Gelenkentzündung. Eine gute Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen kann zur Rückengesundheit oftmals mehr beitragen, als gedacht.
  • Fett und Alkohol sollten gemieden werden.

Gegen Entzündungen und Schmerzen

  • Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend. Die lindernde Wirkung bei schmerzhaften entzündlichen und rheumatischen Beschwerden kann zu einer Entspannung der Muskeln führen.
  • Die Kombination von MSM (Methylsulfonylmethan, eine organische Schwefelverbindung), Glukosamin und Chondroitin kann die Nährstoffversorgung der Gelenke positiv beeinflussen und für einen Wiederaufbau von Knorpelgewebe und Gelenkschmiere vorteilhaft sein. Die spezielle Kombination der Wirkstoffe steigert die Wirkung der Einzelsubstanzen durch eine verbesserte Aufnahme. Die Entspannung von Muskeln kann Schmerzen verringern, die von Muskelverspannung herrühren, einer häufigen Ursache für Rückenschmerzen.

Durchblutung

Heilkräuter wie Rosmarin, Arnika, Kampfer und Menthol fördern die Durchblutung. Sie sind unter anderem in der sogenannten „Pferdesalbe“ enthalten.

Spurenelemente

  • Magnesium und Kalzium unterstützen die Knochenbildung und sorgen für Knochendichte, die wichtig für die Wirbelsäule ist. Sie können auf die Muskelentspannung eine positive Wirkung haben.
  • Der Mineralstoff Zink ist beteiligt an der Zellneubildung und für die Knochendichte unabdingbar.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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