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Tyrosin (L-Tyrosin)

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tyrosin
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Basis für biochemische Stoffe

Tyrosin ist eine neutrale, genetisch codierte und proteinogene (eiweißbildende) Aminosäure, die für den menschlichen Körper semiessentiell ist. Sie kann teilweise im Körper biochemisch aus Phenylalanin hergestellt werden und muss nur zum Teil durch die Nahrung zugeführt werden.

Tyrosin ist unter anderem die Ausgangssubstanz für die körpereigene Bildung von Dopamin, Katecholaminen, Melanin, Thyroxin und Tyramin. Gemeint ist stets die Form als L-Tyrosin.

Große Mengen in Casein

Der Name Tyrosin leitet sich ab von griech. tyros, Käse, da es in größeren Mengen in Casein vorkommt. Als Entdecker der Aminosäure gilt Justus von Liebig, der 1846 die Substanz Tyrosin aus Käse isolierte.

Grundstoff wichtiger Prozesse

Tyrosin ist in seiner proteinogenen Funktion am Aufbau vieler Eiweißprodukte im Körper beteiligt. Von besonderer Wichtigkeit sind Eiweiße mit Aufgaben im Signaltransductionsprozess, bei der Reize in Signale umgewandelt und über die Signalkette weitergeleitet werden.

Stimmungsaufhellend

Tyrosin ist eine Vorstufe der Neurotransmitter (Botenstoffe) Dopamin und Norepinephrin. Es ist damit beteiligt an der geistigen Funktion und Leistungsfähigkeit des Gehirns und der Stimmung. Seine stimmungsaufhellende und appetitzügelnde Wirkung ist bekannt. Als Vorstufe von Adrenalin und Schilddrüsenhormonen ist die Aminosäure an weiteren Prozessen beteiligt.

Die Aminosäure spielt eine Rolle bei der Bildung des Pigments Melanin, das in Haut und Haaren steckt. Für die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen besitzt Tyrosin ebenso Bedeutung wie für die Funktion von Nebennieren, Schilddrüse und Hirnanhangsdrüse. Leistungsfähigkeit und Ausdauer beeinflusst die Aminosäure positiv.

Vorkommen

Tyrosin in chemisch gebundener Form als Bestandteil von Proteinen liegt in vielen Lebensmitteln vor. Gute Tyrosin-Lieferanten sind Milch und Käse, Fleisch, Fisch, Ei, Volkkornprodukte, Hülsenfrüchte, Kürbiskerne und Nüsse.

Abstimmung

Auch wenn Tyrosin für die Regulierung und Leistungsfähigkeit des Gehirns große Bedeutung hat und als Zwischenstufe von Norepinephrin bei Erschöpfung wichtige Aufgaben erfüllt, sollte eine Einnahme nur in Abstimmung mit dem Arzt oder Apotheker erfolgen. Im Hinblick auf Antidepressiva und Medikamenten gegen Schizophrenie sind Wechselwirkungen dokumentiert.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Phenylalanin (L- Phenylalanin)

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phenylalanin
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Wirksamer Eiweiß-Baustein

Phenylalanin ist eine essentielle Aminosäure, die über die Nahrung zugeführt werden muss, da der Körper sie nicht selber herstellen kann. Phenylalanin ist die Vorstufe von der Aminosäure Tyrosin, die wiederum Catecholamine, Hormone und Neurotransmitter gebildet werden.

Phenylalanin liegt in drei Formen vor, von Bedeutung für die menschliche Gesundheit ist vor allem das L- Phenylalanin. Es spielt eine wichtige Rolle im Stickstoffwechsel. Phenylalanin ist auch Bestandteil zahlreicher Proteine.

Phenylalanin besitzt eine aufputschende Wirkung, da es im Körper zunächst in Dopamin und danach in Adrenalin und Noradrenalin zerfällt. Unter Umständen kann Phenylalanin in der Lage sein, Depressionsanfälle zu lindern und Suchtverhalten zu kontrollieren. Daneben ist es ein Appetitzügler, der das Hungergefühl herabsetzt.

Bei Autismus und Parkinson kann Phenylalanin positiven Einfluss nehmen. Die Einnahme sollte stets mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt sein.

Süßstoff

Phenylalanin ist Bestandteil des synthetisch hergestellten Aspartam, ein umstrittener Süßstoff, der zu 50 Prozent Phenylalanin enthält, 40 Prozent Asparaginsäure und 10 Prozent Methanol. Das Produkt hat möglicherweise abführende Wirkung und gilt eventuelle als Risikofaktor für Krebserkrankungen.

Vorkommen

Phenylalanin wird stets im Zusammenhang mit der Aminosäure Tyrosin genannt, dessen Vorstufe es ist. Proteinhaltige Lebensmittel sind gute Phenylalanin-Lieferanten wie Soja, Karotten, Tomaten, Nüsse, Weizenkeime, Mischprodukte, Fleisch und Fisch.

In der Schwangerschaft sollte auf Phenylalanin verzichtet werden, da es Hinweise darauf gibt, dass es das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen kann.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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