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Piperin (Piper nigrum)

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Gepfefferte Vitalkräfte

Als schwarzen Pfeffer (Piper Nigrum) kennt man die kugelrunden getrockneten Früchte des Pfefferstrauchs aus der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae) aus jedem Gewürzregal. Grüner Pfeffer, roter Pfeffer, schwarzer Pfeffer und weißer Pfeffer bezeichnet die gleichen Früchte mit unterschiedlichem Reifegrad.

Pfeffer ist durch seinen Hauptwirkstoff Piperin ein extrem nützliches Gewürz mit gesundheitsfördernder Wirkung.

Piperin ist außer in schwarzem Pfeffer auch in weißem Pfeffer, langem Pfeffer (Fruchtkätzchen von Piper longum, einer anderen Art des Pfeffers) und Kubebenpfeffer (Piper cubeba, in Europa im 15. und 16. Jahrhundert populär, heute in der nordafrikanischen Küche bedeutsam) enthalten. Die Bezeichnung ohne weitere Spezifizierung geht immer von schwarzem Pfeffer aus.

Luxusgut seit der Antike

Pfeffer war seit der Antike ein begehrtes Handelsgut. Er galt als Luxusgewürz doch waren auch seine Heilkräfte bekannt. Zeitweise wurde Pfeffer in Gold aufgewogen. Aus Asien wurde der haltbare Pfeffer zunächst auf dem Landweg von Südwest-Indien nach Europa transportiert. Mit Vasco da Gama kam er 1498 erstmals über den Seeweg nach Europa. Ab dem Mittelalter wurde Pfeffer auch in Südostasien angebaut, in Thailand, später Indonesien.

Inhaltsstoffe

Verwendet werden die grünen, ungeschälten Früchte, die durch das Trocknen dunkel werden.

Der Hauptwirkstoff, der für die Schärfe von Pfeffer verantwortlich ist, ist ein Alkaloid, chemisch gesehen ein Amid aus Piperinsäure und Piperidin, kurz Piperin. Weißer Pfeffer besitzt noch mehr Piperingehalt als schwarzer Pfeffer. Beide reichen im Schärfegrad jedoch nicht an das Capsaicin aus Chilis heran. Piperin wird durch Lichteinwirkung in das geschmacksneutrale Isochavicine umgewandelt.

Der brennende Geschmack von Pfeffer wird durch Schmerzrezeptoren erzeugt.

Weitere bioaktive Inhaltsstoffe sind unter anderem Flavonoide, Pellitorine, Trichostachine, Derivate des Piperins und ein ätherisches Öl, das sogenannte Pfefferöl, das das typische Pfefferaroma ausmacht.

Wirkung

Pfeffer wird nicht nur aufgrund seiner antioxidativen, antimokrobiellen und antibakteriellen Eigenschaften geschätzt, sondern auch weil er sich förderlich auf die Produktion der Verdauungskräfte auswirkt und die Bioverfügbarkeit anderer Substanzen steigert.

Immunabwehr

Aufgrund seiner antioxidativen, antimokrobiellen und antibakteriellen Eigenschaften wird Pfeffer bei Erkältungskrankheiten eingesetzt, angeblich soll er sogar Fieber lindern.

Verdauung und Appetit

Die Anregung der Produktion von Speichel, Magensaft und Verdauungsenzymen durch Pfeffer macht ihn zu einem leicht erreichbaren Mittel bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden bis hin zu Durchfall, Verstopfung oder krampfartigen Magen- und Darmbeschwerden.

Durchblutung

Die Schärfe aus Pfeffer unterstützt die Durchblutung, weshalb er früher als ein luststeigerndes Aphrodisiakum galt.

Bioverfügbarkeit

Viele Substanzen werden vom Körper völlig unverwertet wieder ausgeschieden, weil sie nicht oder nur teilweise aufgenommen werden können. Entscheidend ist dabei der Prozess der Glucuronidierung in der Leber. Piperin hemmt gewisse Enzyme bei der Glucuronidierung und setzt die Transitionsrate herab (Vermeidung des First-Pass-Effekts), so dass eine längere und verbesserte Aufnahme von bioaktiven Stoffen im Magen-Darm-Bereich stattfinden kann.

Ein Beispiel ist die bekannte Steigerung der Bioverfügbarkeit des Antioxidans Curcumin (aus Kurkuma) durch Piperin um 2.000 Prozent. Von Kraftsportlern wird Pfeffer daher gerne als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt und findet auch in Fastenkuren Verwendung.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

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Vitaminlieferant im Winter

Brunnenkresse oder auch Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ist ein Kreuzblütengewächs (Brassicaceae) aus der Gattung der Brunnenkressen (Nasturtium). Als wintergrünes Gemüse und Heilpflanze ist die Brunnenkresse seit dem Altertum beliebt. Ihren Namen erhielt sie von ihrem durch Senfölglycoside verursachten, leicht scharfen Geschmack, abgeleitet vom althochdeutschen Wort cresso, scharf. Sie wächst an schattigen und feuchten bis sumpfigen Stellen. Im Volksmund wird die Pflanze auch Wasserkresse, Bornkersch, Bornkassen oder Kasse genannt. Geerntet werden die zarten, grünen Blätter vor allem im Mai und Juni, als winterhartes Gemüse steht es jedoch grundsätzlich ganzjährig zur Verfügung. Zu Heilzwecken werden die Blätter kurz vor dem Erblühen der Brunnenkresse gesammelt. Brunnenkresse sollte stets getrennt von anderen Trockenpflanzen getrocknet und aufbewahrt werden. Die Brunnenkresse ist in ganz Europa verbreitet.

Inhaltsstoffe

Neben Bitterstoffen und Gerbstoffen enthält die Echte Brunnenkresse viel Vitamin A, Vitamin B1 und B2, Vitamin C und Vitamin E. Als winterhartes Gemüse erfüllte die Brunnenkresse in früheren Zeiten eine wichtige Funktion als Vitaminlieferant noch vor dem Frühjahr. Inhaltsstoffe sind außerdem Mineralstoffe wie Eisen, Jod, Phosphor und Calcium sowie Zucker, ätherische Öle und Raphanol.

Heilpflanze Brunnenkresse

In der Homöopathie wird Brunnenkresse in verschiedenen Darreichungsformen als Wirkstoff verwendet. Seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde eingesetzt wurde die Pflanze bei Harnwegserkrankungen als harntreibend und auch bei Geburten als wehentreibend. Ein positiver Effekt auf Erkrankungen der Mundschleimhaut, der Galle und des Magens wird ihr nachgesagt. Gegen Frühjahrsmüdigkeit und als Aphrodisiakum soll sie ebenso helfen wie bei erhöhtem Blutzucker (Diabetes mellitus) und bei Rheuma. Aus den Kräutergärten der Klöster wurden Tees gegen Bronchitis zu zur Behandlung von Atemwegserkrankungen aus den Samen mit Honig vermischt hergestellt, zur Blutreinigung und Entschlackung. Äußerlich angewendet soll sie einen frischen Teint bewirken und gegen Ekzeme wirken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Cordyceps (Cordyceps sinensis)

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Bezugsquelle: Cordyceps-Extrakt

Heilpilz und Universaltonikum

Cordyceps (Cordyceps sinensis) ist ein Heilpilz, der seit Jahrtausenden in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eingesetzt wurde. Er gehört zur Gattung der echten Schlauchpilze (Pezizomycotina), eine parasitäre Pilzart, die Raupen, Puppen oder Larven befällt. Deshalb wurde er auf chinesisch Dong Chong Xia Cao genannt, was „Winterraupe Sommergras“ bedeutet. Der bevorzugte Wirt des Pilzes ist die Raupe eines Nachtfalters. Bei Befall durch die Spore wird die Raupe infiltriert und schließlich vollständig mit Pilzfäden ausgefüllt. Aus der mumifizierten Außenhaut der Raupe wächst der Fruchtkörper des schlanken aufrechten Schlauchpilzes. Seine Form ohne Hut bildet sich in seinem Namen Cordyceps (lat. für aufgeschwollener Kopf) ab. Cordyceps wächst in 3.000 bis 5.000 Metern Höhe auf den Bergwiesen des Himalaya.

Heilmittel am kaiserlichen Hof

Bereits im Altertum galt der Cordyceps als fast unbezahlbare Rarität. Er war aufgrund seines Preises, der viermal so hoch lag wie der Silberpreis, fast nur am kaiserlichen Hof in China in Verwendung. Auch heute liegt der Preis für ein Kilogramm wildgesammelter Cordyceps um die 2.000 Euro. Chinesische Wissenschaftler starteten daher 1972 ein Zuchtprojekt: Aus 200 Unterarten wurde der Pilz CS4 aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung als die am besten für die Heilwirkung und die kommerzielle Züchtung geeignete Spezies isoliert. Seither kann der Nachfrage durch den gezüchteten Cordyceps besser nachgekommen werden und die Wildform ist geschützt. Er gilt heute als vom Aussterben bedroht.

Mehr als die Summe der Einzelteile

Die Inhaltsstoffe von Cordyceps sind Cordycepin, Nukleotide (Adenosin, Uridin, Guanosin), Polysaccharide, Stereole, D-Mannitol, Fettsäuren, Aminosäuren (Arginin, Tryptophan, Lysin, Tyrosin) sowie Mineralstoffe und Spurenelemente wie Zink, Mangan, Magnesium. Offenbar besteht zwischen den Inhaltsstoffen eine synergetische Wirkung – es handelt sich wahrscheinlich um mehr als die Summe der Einzelinhaltsstoffe, die die heilenden Eigenschaften von Cordyceps ausmacht.

Yin und Yang-Eigenschaften

In der TCM gilt Cordyceps als Tonikum, das Yin (Struktur) nährt und Yang (Funktion) verstärkt. Die Yin-tonisierende Eigenschaft leitet sich ab von der stark antioxidativen Eigenschaft des Pilzes, der das Immunsystem unterstützt. Diese Eigenschaften kommen zum Tragen, wenn das Gleichgewicht gestört ist, beispielsweise durch Krankheit, Alter oder Krebs. Als Yang-stärkend gilt die Eigenschaft des Pilzes, die Energieproduktion der Zellen zu fördern und den Glukosestoffwechsel zu verbessern. In Untersuchungen hat sich gezeigt, dass die Vitalität der Probanden durch Cordyceps erhöht wurde. Bei den chronisch erschöpften, älteren Patienten nahmen bei der Einnahme Schwindelgefühl, Ohrensausen, Mattigkeit und Gedächtnisprobleme ab. Bei gesunden Probanden wurde eine Steigerung der Ausdauer und der maximalen Sauerstoffkapazität bei Belastungen wie beim Radfahren auf dem Hometrainer beobachtet.

Ein uraltes Aphrodisiakum

Cordyceps verbessert die Biosynthese von Steroidhormonen wie Cortisol, Österogen und Testosteron. Da diese Stoffe bei zunehmendem Alter weniger vom Körper produziert werden, gilt der Schlauchpilz als Aphrodisiakum für Männer und Frauen. Mögliche Zusammenhänge werden auch für den Einsatz bei der In-Vitro-Fertilisation bei Kinderwunsch diskutiert. Es scheint Anzeichen zu geben, dass Cordyceps einen direkten Einfluss auf die Qualität der ausreifenden Eizellen und damit einen Erfolg der künstlichen Befruchtung haben könnte.

Krebs

Wissenschaftlich ist noch nicht geklärt, auf welche Weise der Heilpilz das Wachstum von Krebszellen hemmt. Möglicherweise spielen mehrere Faktoren neben der stark antioxidativen Wirkung eine Rolle. In-vitro-Experimente und Tierstudien haben Hinweise auf eine Wirksamkeit gegeben, die die Genesung nach einer Krebsbehandlung positiv unterstützen könnte.

Entgiftung

Die Leberfunktion und insbesondere das Entgiftungssystem der Leber wird durch Cordyceps angeregt. In China wird der Pilz unterstützend bei der Therapie von Hepatitis A, B und C eingesetzt. Virale Leberinfektionen können eingedämmt werden, ebenso degenerative Veränderungen der Leber wie Fibrose oder Zirrhose. In asiatischen Ländern wurde bei einer Untersuchung eine deutliche Verbesserung der Nierenfunktion unter Cordyceps beobachtet.

Gut fürs Herz

Cordyceps wird eine gefäßerweiternde und blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt. Der Pilz reguliert den Herzrhythmus und den Cholesterinspiegel im Blutserum. Die Durchblutung des Herzmuskels wird verbessert. Die entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaft des Heilpilzes trägt dazu bei.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Avena sativa (echter Hafer)

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Echter Hafer: Ein Potenzmittel?

Hafer gibt es nicht nur im Müsli oder im Haferbrei. Seit ca. 200 Jahren wird Avena sativa als kräftiges Tonikum angeboten.

Schon Ärzte des fühen 20sten Jahrhunderts stellten fest:

„Nervöse Erschöpfung. sexuelle Schwäche …, verlangen nach diesem Mittel (Avena sativa) in ziemlich materiellen Dosen. .. Impotenz; nach übertriebener sexueller Befriedigung“.

William Boericke* (1849-1929) , Materia medica homoeopathica,
*Bedeutender US-amerikanischer Homöopath

Mit „ziemlich materiellen Dosen“ meinte Boericke, dass Avena sativa nicht als homöopathisch potenziertes Mittel eingesetzt werden könnte, sondern größere Mengen im Milligramm-Bereich nötig seien.

Die heutige Forschung über die aphrodisierenden Effekte dieses Gewächses wurden in Form ausgedehnterer Forschungen durch das ‚Institute for Advanced Study of Human Sexuality‘ in San Francisco, USA, bestätigt.

Wer forscht zu Avena sativa?

Das Institute for Advanced Study of Human Sexuality konzentriert sich in seiner Forschung auf Fragen der sexuellen Leistungsfähigkeit, sowie der Entwicklung und Prüfung neuer Methoden und Produkte im Bereich sexueller Funktionen und Lust. Entwicklung von Therapie-Programmen und Filmen, Testen vom Produkten wie Lotionen und Gleitmittel, beratende Tätigkeit bei der Entwicklung von sexuellen Hilfsmitteln sind Tätigkeitsfeder.
Eigene Forschungen zur Thematik pflanzlicher Sexualtonika (Aphrodisiaka) prüfen seit Jahren eine Anzahl pflanzlicher Produkte, die auch aus dem Volksbrauchtum stammen. Viele Produkte zeigten neben der Wirksamkeit auch Nebenwirkungen, die potentiell gefährlich und zumindest unangenehm waren.

Avena sativa (gemeiner Hafer) als biologisch standardisierter Extrakt zeigte jedoch vielversprechende Ergebnisse für Männer und Frauen. Dieses Extrakt wurde im Laufe der Zeit in verschiedenen Dosen getestet und langsam ausgereift.

Protokoll der Forschung

1979-1984
Nach Sichtung der frühen Literatur, der Toxikologie, schon vorhandener Tierstudien und experimentelle Prüfung von Extraktionsprozessen kam man zu dem Ergebnis, dass Studien an Menschen unbedenklich und vielversprechend sind.

1985-1987
Pilotprojekt: Prüfung von Avena sativa Extrakt auf sexuelles Verlangen, Leistungsfähigkeit und Befriedigung erwachsener, freiwilliger Männer und Frauen.
Zeitraum: 6 Wochen
Doppelblinde crossover Studie:
Gruppe 1 (Männer und Frauen): 300 mg Avena sativa täglich für 28 Tage
Gruppe 2 (Männer und Frauen): Placebo (kein Wirkstoff)
Nach 28 Tagen dann der crossover:
Gruppe 2 (Männer und Frauen): 300 mg Avena sativa täglich für 28 Tage
Gruppe 1 (Männer und Frauen): Placebo (kein Wirkstoff)
Ergebnis des Pilotprojektes:
Männer: signifikant zunehmenden Sexdrive (Lustgefühl) unter Avena sativa
Frauen: wenig Wirkung

Hormonelle Untersuchungen: Teilnehmer der Studie / anderen Patienten
Regelmäßige Blutproben (vor und während der Einnahme des Produkts)
Die ausgewerteten Blutproben zeigten Veränderungen des Gonadotropinreleasing-Hormon (einem hypothalamischen Hormon, das die Produktion von Sexualhormonen in Hoden und Eierstöcken anregt), sowie Zunahmen des Testosteronspiegels, wenn die Ausgangswerte niedrig oder normal waren.

1986-1988
Klinische Einzelfallstudien: Wirkung von Avena sativa Extrakt
Testpersonen: Männer und Frauen, die professionelle Sexualtherapeuten aufsuchten
Einnahme: Entweder täglich oder episodisch
Ergebnisse: uneinheitlich von unverändert bis deutlicher Besserung
Optimal-Dosis-Studie: Wirkung von Avena sativa Extrakt mit einfacher und doppelter Dosierung
Testpersonen: Männer, bei denen urologisch sexuelle Funktionstörungen verschiedener Ursachen festgestellt worden waren.
Zeitraum: 300 mg Avena sativa täglich für 30 Tage
Männer die darauf nicht reagierten bekamen für weitere 30 Tage 600mg täglich
Fazit: deutliche Verbesserung bei den meisten Männern, die nicht auf die 300mg Dosis befriedigend reagiert hatten.

1989-1992
Die phytotherapeutischen Formeln wurden von Dr. Haroian und ihrem Team erneut getestet.
Wiederholendes Projekt: Prüfung von Avena sativa Extrakt auf sexuelles Verlangen, Leistungsfähigkeit und Befriedigung erwachsener, freiwilliger Männer und Frauen.
Vorgehen: Gleiche Methode wie beim Pilotprojekt und mit doppelblindem crossover Design, angereichert mit Einzelfallstudien und klinischen Versuchen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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