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12 antürliche Antibiotika

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Chemie versus Natur

Es ist eine Tatsache, dass die Gesundheitsindustrie zu viele Antibiotika verschreibt. Übertriebener Antibiotika-Konsum führt jedoch bekanntermaßen zu zahlreichen Schwierigkeiten. Ganze Stämme von Bakterien können Resistenzen aufbauen – und multiresistente Erreger sind nur schwer abzutöten.

12 natürliche Antibiotika

Wir stellen Ihnen 12 Nahrungsmittel und Kräuter vor, die unsere Vorfahren tagtäglich vor Infektionen und Krankheiten schützten. Diese „Antibiotika aus der Natur“ werden von ganzheitlichen Heilern in aller Welt eingesetzt:

1. Oregano
Das bekannte italienische Küchen-Gewürz Oregano wirkt antibakteriell. (Außerdem unterstützt Oregano die Verdauung und die Gewichtsabnahme.)

2. Oregano-Öl Carvacrol
Das in Oregano enthaltene Öl „Carvacrol“ bekämpft ebenfalls Bakterien. Bei Infektionen ist Oregano-Öl deshalb ein gutes Naturheilmittel.

3. Roher Apfelessig
Apfelessig entfaltet seine antibiotische und antiseptische Wirkung nur bei täglicher Anwendung. Auf natürliche Weise wird der Körper durch den rohen Apfelessig alkalisiert. (Außerdem wirkt Apfelessig Arteriosklerose entgegen und senkt das Krebsrisiko.)

4. Grapefruitkernextrakt
Der Extrakt aus Grapefruitkernen wirkt antibakteriell und kann nicht nur effektiv gegen Viren und Bakterien eingesetzt werden, sondern gegen Pilz- und Parasitenstämme. Grapefruitkernextrakt ist hoch wirksam und darf deshalb nur verdünnt eingenommen werden. Auch Grapefruitkernextrakt alkalisiert den Körper. (Außerdem verbessert Grapefruitkernextrakt die Darmflora.)

5. Echinacea (Sonnenhut)
Das Heilkraut Echinacea hat hervorragende antibakterielle Eigenschaften. Das Küchenkraut wirkt am besten präventiv. Es verkürzt zwar die Dauer einer Erkältung am besten, wenn es gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung eingenommen wird.

6. Honig
Honig gilt als eines der besten natürlichen antimikrobiellen, antiseptischen und entzündungshemmenden Mittel. Die Behandlung von Wunden und Vorbeugung von Infektionen ist schon seit der Antike bekannt. (Außerdem ist guter BIO-Honig, wie der Manuka-Honig aus Neuseeland reich an gesundheitsfördernden Antioxidantien.)

7. Knoblauch
Der Inhaltsstoff des Knoblauchs „ Allicin“ schützt vor Pilzen, Parasiten, Bakterien. Mehr als nur eine wunderbare Würzzutat bekämpft die Knoblauchpflanze Erkältungen, da sie Bakterien in Schach hält.

8. Kurkuma (Gelbwurz)
Das Pulver der Gold schimmernden Gelbwurz-Knolle Kurkuma ist es ein toller Rundumbakterienbekämpfer. Die hervorragenden körperschützenden Eigenschaften können auch äußerlich angewendet werden, indem man Kurkuma mit Honig mischt und auf die Haut aufträgt.

9. Kohl
Die Schwefelverbindungen der Kreuzblütengewächse, zu der zum Beispiel auch Brokkoli und Grünkohl gehören, sind reich an Vitamin C. Ca. 100 Gramm liefern bis zu 75 Prozent des täglichen Bedarfs. (Auch zur Prävention und Bekämpfung von Krebs setzen manche Heiler Kohl auf den Speiseplan.)

10. Kokosöl extra virgin
Mit Chemikalien gestreckte Speiseöle oder natürliches Kokosöl? Ihrem Immunsystem tun Sie mit Kokosöl extra virgin etwas Gutes, da es gegen Mikroben und Pilze wirkt und voller Antioxidantien ist.

11. Fermentierte Lebensmittel
Fermentierte Lebensmittel wie unpasteurisiertes Kraut, selbst eingemachtes Gemüse, Kefir oder probiotischer Joghurt machen Sie widerstandsfähiger gegen Infektionen, da sie die Darmflora wieder aufbauen.

12. Kolloidales Silber
Kolloidales Silber wurde in der „Roten Liste“ bis 1938 als Arzneimittel geführt. Dieses natürliche Antibiotikum tötet Mikroorganismen bei Kontakt ab, indem es ein Enzym ausschaltet, das einzellige Bakterien zur Fortpflanzung brauchen. Viren sind keine selbständige Lebensform und haben daher auch keinen eigenen Stoffwechsel. Vereinen sie sich jedoch mit lebenden Zellen, entsteht eine funktionierende Symbiose, die durch Ausschalten eines der Symbionten zerstört wird.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Kein bekanntes Antibiotikum hilft gegen resistente Superbakterien

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Resistente Superbakterien

Wo kommen antibiotikaresistente Bakterien her? Wir haben sie durch übermäßigen Gebrauch quasi selbst gezüchtet. Wenn Bakterien lange genug mit bestimmten Chemikalien angegriffen werden, passen sie sich in aller Ruhe systematisch allen bekannten Antibiotika an. Sie entwickeln eine Immunität. Diese Mutation ist eine natürliche Anpassung eines Organismus an seine Umgebung.

Ende der Ära chemischer Antibiotika?

Die Wirksamkeit antibiotischer Arzneimittel bricht nach und nach in sich zusammen. Wir merken am eigenen Leib oder aus Erzählungen, dass die verschriebenen Antibiotika nicht mehr anschlagen. Die Bakterien werden zusehends widerstandsfähiger gegen die Medikamente.

Rettungsstrategie Colistin?

Wenn alles andere scheitert, dann halten Pharmakonzerne und Krankenhäuser als „allerletzte Rettungsstrategie“ einen Wirkstoff in Reserve. Diese letzte Option heißt Colistin.
Nun versagte bei einer 49-jährigen Frau aus Pennsylvania sogar dieser Wirkstoff. Die Diagnose war niederschmetternd: Die Infektion, unter der sie litt, konnte selbst mit Colistin nicht geheilt werden.

Kann uns die Pharmaindustrie nicht mehr vor Infektionen schützen?

Mehr als nur eine Wende

Die letzten 50 Jahre haben die Pharmaindustrie, die Apotheken und die Ärzte an Antibiotika reichlich Geld verdient. Selbst dann, wenn sie gar nicht nötig waren wurden sie großzügig verschrieben. Chemische Arzneimittel kopieren die Natur und bestehen meist nur aus chemischen Einzelstoffen. Das Zusammenspiel der naturgegebenen Stoffe fehlt hier. Vergleichbar mit einem Bombenteppich attackieren chemische Antibiotika den Körper des Patienten. Aber die stärksten überleben und entwickeln Verteidigungsmechanismen.

Wenn resistente Bakterien sogar gegen Colistin immun werden, dann hat die Menschheit ein Problem. Nicht auszudenken, wenn sich dieses Super-Bakterium als Pandemie verbreitet.

Natürliche Antibiotika

Natürliche Präparate setzen sich meist aus den Stoffen der ganzen Pflanze zusammen und diese entwickeln dann in Synergie die gewünschten Heilkräfte bzw. regen die Selbstheilung des Organismus an. Im Gegensatz zu chemischen Präparaten sind sie wesentlich schwerer zu bekämpfen. Sie enthalten nämlich eine Vielzahl pflanzlicher Moleküle, die es ihnen ermöglichen Bakterien zeitgleich auf verschiedenen Ebenen anzugreifen. Trotzdem werden natürliche Antibiotika nach wie vor belächelt. Sie müssen langfristig und regelmäßig eingenommen werden, um das Immunsystem zu stärken. Das dauert länger, als die die Einnahme von einer Wochenpackung Antibiotikum. Die Wirkungen sind individuell unterschiedlich und nicht so einfach zu vergleichen. Jeder Körper reagiert eben anders. Bei Lichte besehen haben wir aber in natürlichen Antibiotika eine wunderbare Möglichkeit uns vor Infektionen zu schützen, wenn wir lernen unseren Körper kennen zu lernen und ihn an Leib und Seele mit guten Dingen versorgen.

Gefahr im Krankenhaus

Schon jetzt sterben jedes Jahr mehr als 1,2 Mio. Menschen an Krankenhausinfektionen. Geschätzte  377.000 Todesfälle sollen dabei bereits auf Infektionen mit resistenten Superbakterien zurückgehen. Wird das Krankenhaus der gefährlichste Ort in der modernen Gesellschaft werden?

Lange ignoriert 

Das allererste bekannte Antibiotikum, das Penicillin, kopierte die Natur von Schimmelpilzen. Nicht der Mensch produzierte Penicillin, sondern Schimmelpilze – also die Natur. In dem Fall gelang es der Pharma- und Medizinindustrie aus dieser Tatsache Profit zu machen. Mit Knoblauch, Kurkuma, Apfelessig, Kolloidalem Silber oder Honig lässt sich kein Geld verdienen. Diese pflanzlichen Antibiotika werden also bewusst ignoriert und belächelt, um die eigenen Profite zu schützen. Sie lassen sich nicht patentieren und gewinnbringend verkaufen. Aber natürliche Antibiotika sind die wirksamsten überhaupt. Sie bekämpfen nach wie vor erfolgreich jeden Bakterienstamm, der jemals entdeckt wurde.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Natürliche Mittel für die Nebenhöhlen

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Warum sind wir im Winter häufiger erkältet?

Liegt es daran, dass wir uns im Winter meistens mehr drinnen aufhalten und uns dadurch verstärkt ständig zirkulierender Luft aussetzen? Oder sind wir während des langen, dunklen und trüben Winters einfach nur weniger stark ultraviolettem Licht ausgesetzt? Oder gedeiht der Hauptauslöser von Schnupfen, das Rhinovirus, bei Kälte besser und schlägt zu, wenn unsere Körpertemperatur sinkt?

Der Arzneischrank

Was in der Apotheke oder Drogerie rezeptfrei zur Behandlung der Nebenhöhlen verkauft wird, bekämpft bestenfalls die Symptome einer Erkältung. Damit der Patient möglichst schnell wieder arbeitsfähig ist, werden die unangenehmen Begleiterscheinungen einer Erkältung übertüncht. Auskurieren kostet Zeit, die man nicht hat, oder nicht aufbringen will. Man kümmert sich nicht darum, der Ursache auf den Grund zu gehen. Dabei hat Mutter Natur einiges parat, um eine winterliche Schniefnase zu kurieren.

Ausreichend Flüssigkeit
Trinken Sie viel Wasser, heißen Tee oder klare Brühe. Nur so können Sie den hartnäckigen Schleim verdünnen und wieder Luft durch die Nase bekommen. Alkohol, Kaffee, gezuckerte Säfte und süße Limonaden sollten Sie dabei vermeiden.

Scharf essen
Schleimlösend und antibakteriell wirkt Wasabi, Cayenne-Pfeffer, Apfelessig oder Meerrettich. Ihre verstopfte Nebenhöhle dankt es Ihnen.

Dampfinhalation
Einfach entspannend: Heißen Dampf durch die Nase inhalieren und dabei merken, wie der festsitzende Schleim sich langsam löst. Ein paar Tropfen ätherische Öle, wie Pfefferminz, Eukalyptus oder japanisches Heilpflanzenöl dazu verstärkt die Effektivität. Auch Kolloidales Silber mit seinen antibakteriellen Eigenschaften ist ein guter Zusatz.
Heißen Dampf können Sie mit einem Inhaliergerät, einem Topf Wasser oder in der Badewanne erzeugen.

Salzwasser
Eine Nasendusche mit Salzwasser spült unerwünschten Schleim und Verunreinigungen einfach aus der Nase fort. Ein Pumpzerstäuber oder eine Jala-Neti-Kanne bringt das Salzwasser dorthin, wo die Verstopfung sitzt und löst sie auf.

Grapefruitkernextrakt
Die mechanische Reinigung durch Salzwasser, können Sie mit Grapefruitkern-Extrakt noch effektiver erreichen. Der reine natürliche Wirkstoff der Grapefruit befreit von Schleim und verhindert zusätzlich, dass sich im entzündeten Gewebe der Nabenhöhlen mikrobielle Verunreinigungen festsetzen. Grapefruitkern-Extrakt wirkt wie ein natürliches Antibiotikum und ist völlig frei von Nebenwirkungen. Auch zum Gurgeln bei Halsschmerzen ist Grapefruitkern-Extrakt geeignet.
Bitte beachten Sie unbedingt den verdünnungs-Faktor auf der Verpackung.

Kurkuma und Ingwer
Der natürliche Wirkstoff Curcumin im Kurkuma wirkt entzündungshemmend und antioxidant. Auch die scharfe Ingwerwurzel kann bei Erkältungen sehr effektiv eingesetzt werden. Diese beiden Gewürze als heißen Tee getrunken, wirken bei Problemen mit den Nebenhöhlen wunderbar – und sie beruhigen zusätzlich den Magen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Infektionen des Ohres
– was kann helfen?

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Wie äußert sich eine Mittelohrentzündung?

Starke Ohrenschmerzen, die stechend oder pulsierend sein können, Ohrensausen oder andere Ohrgeräusche, Schwindelgefühle und Druck im Ohr können Symptome einer Infektion des Ohres sein. Oft wird diese Erkrankung begleitet von hohem Fieber. Insbesondere Kinder bis zum sechsten Lebensjahr sind relativ häufig betroffen von der Mittelohrentzündung (Otis media acuta).

Nicht unterschätzen

Es sollte nicht bei einer Selbstdiagnose bleiben. Wenn diese Krankheit nicht richtig behandelt wird, können Komplikationen auftreten, die Infektion kann chronisch werden und es können Folgeschäden bis hin zur Taubheit zurückbleiben.

Ursachen für Mittelohrentzündung

Durch die Eustachische Röhre, den Verbindungsweg zwischen Mittelohr und dem Nasen-Rachen-Raum, können Krankheitserreger ins Ohr gelangen. Als Auslöser genügt oft schon ein harmloser Schnupfen. Dann entzünden sich die Schleimhäute des Ohres in der Ohrtrompete und / oder der Paukenhöhle des Mittelohrs.

Es kann vorkommen, dass sich hinter dem Trommelfell ein Sekretstau bildet. In diesem Falle sollte das Sekret in den Gehörgang nach außen ablaufen können. Entweder reißt das Trommelfell von selbst ein oder der Arzt sorgt für einen sauberen Abflusskanal unter einer lokalen Betäubung und saugt das Sekret ab. Der nachlassende Druck führt normalerweise zu einem Nachlassen der Schmerzen.

Die Krankheitserreger können Viren oder Bakterien sein. Manchmal zieht eine virale Infektion auch eine zusätzliche bakterielle Infektion nach sich. Mittelohrentzündung kann auch eine Begleiterscheinung von Scharlach oder Masern sein.

Komplikationen

Wenn im Zuge einer Mittelohrentzündung Bakeriengifte (Toxine) in das Innenohr (Labyrinth) gelangen, kann es in der Folge zu einer toxischen Labyrinthitis kommen. Symptome können Ohrgeräusche wie Tinnitus sein oder eine Innenohr-Schwerhörigkeit.

Schwerwiegend ist die Ausbreitung der Mittelohrentzündung auf die Schleimhäute der benachbarten Hohlräume im knöchernen Warzenfortsatz (Mastoid). Die Infektion kann dann zu einer Schwellung hinter der Ohrmuschel führen, begleitet von einer starken Rötung. Die Ohrmuschel kann regelrecht abstehend wirken. Die Infektion kann auf die Hirnhäute (Hirnhautentzündung, Meningitis) oder das Gehirn übergreifen. Es kann zur einer Lähmung von Gesichtsmuskeln kommen.

Bei chronischer Mittelohrentzündung kann das Trommelfell Schaden nehmen und vernarben.

Das kann helfen bei Mittelohrentzündung

Linderung bewirkt ein Abschwellen der Schleimhäute. Dafür werden meist Nasensprays eingesetzt, nicht jedoch Ohrentropfen. Das Mittelohr wird durch das Abschwellen entlastet und ein Sekretabfluss erleichtert. Fiebersenkende Mittel sind förderlich. Antibiotika können bakterielle Krankheitserreger bekämpfen. Oft sind Schmerzmittel angebracht, denn die Mittelohrentzündung gilt als äußerst schmerzhaft.

Heilmittel bei Mittelohrentzündung

Grundsätzlich ist es wie bei jeder fieberhaften Infektion wichtig, viel zu trinken. Ein altes Hausmittel scheint durch eine Studie an der Universität Seoul bestätigt worden zu sein: Einen Tropfen Apfelessig oder Weinessig in das betroffene Ohr mit einer Pipette träufeln und drei bis vier Mal täglich wiederholen.

Weitere bekannte Hausmittel sind Zwiebelwickel, gehackte Zwiebel (roh oder kurz blanchiert) in einem Stoffsäckchen, das hinter das Ohr gelegt durch ätherische Öle plus zusätzlich aufgelegte Wärme, zum Beispiel durch ein Kirschkernsäckchen, die Ausleitung des Sekrets nach außen begünstigt. Ähnliche Effekte werden auch dem Auflegen von Kohlblättern zugesagt. Fencheldampfbäder werden wie beim Inhalieren durchgeführt. In der Ayurvedischen Medizin wird warmer Knoblauchsaft ins Ohr getropft, auch hier wird auf die antibakteriellen Eigenschaften gesetzt.

Immunabwehr

Insbesondere bei wiederkehrender Mittelohrentzündung kann davon ausgegangen werden, dass das Immunsystem geschwächt ist.

Darmflora

Naturheilkundler wenden aus diesem Grunde gerne eine Darmsanierung an, da Zusammenhänge zwischen einer gestörten Darmtätigkeit und Mittelohrentzündung vermutet wird. Eine funktionierende Darmflora bietet einen guten Schutz gegen zahlreiche Krankheitserreger.

Sonnenhut

Zur Stärkung der Immunabwehr hat sich besonders Sonnenhut (Echinacea) bewährt. Entsprechende Phytotherapeutika werden in Apotheken gehandelt und verwenden Zubereitungen aus der Wurzel von Echinacea purpurea oder Echinacea pallida. Entzündungshemmende, antivirale und antioxidative Eigenschaften machen Sonnenhut zu einem ausgezeichneten Mittel gegen eine große Bandbreite von Infekten und stärken das Immunsystem. Gemäß der Auflagen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sollte Echinacea nicht länger als zwei Wochen am Stück eingenommen werden und danach eine ebenso lange Pause eingelegt werden.

Propolis

Propolis, der Wirkstoff, mit dem die Bienen ihren Stock vor Infektionen mit Bakterien, Viren und Pilzen schützen, wird in der Volksmedizin erfolgreich auch zur Bekämpfung von Infekten und der allgemeinen Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt. Es gibt verschiedene Darreichungsformen und Dosierungen.

Thuja

In Esberitox, einem häufig verwendeten natürlichen Medikament, wird neben Sonnenhut und Wildem Indigo auch die giftige Thuja zur Stimulierung der körpereigenen Immunabwehr verwendet. Das in Thuja enthaltene Öl Thujon ist eigentlich ein Nervengift, das sparsam angewendet oder stark verdünnt als Reizmittel bei entzündlichen zuständen fungiert.

Taigawurzel

Die Taigawurzel (Eleutherococcus) wird häufig auch unter der Bezeichnung sibirischer Ginseng geführt. Teeaufgüsse oder wässrig-alkoholische Auszüge stärken das Immunsystem und steigern die Leistungs- und Konzentrationfährigkeit. Aus diesem Grunde ist die Taigawurzel aus Nordostasien nicht nur als gesundheitsförderndes Naturheilmittel bekannt, sondern auch als Dopingmittel.

Kapland-Pelargonie

Unter dem Namen Umckaloabo wird ein Präparat aus Kapland-Pelargonie für Erkrankungen der oberen Atemwege, entzündete Mandeln oder bei Erkältungskrankheiten für die Lösung von Schleim eingesetzt. Auch bei Mittelohrentzündung gibt es gute Erfahrungswerte. Wirkstoffe der Wurzelknolle der Kapland-Pelargonie sind Gerbstoffe, Cumarine und Öle. Die Aktivierung der Immunabwehrkräfte ist die wichtigste Eigenschaft des Naturheilstoffs.

Homöopathie

Globuli mit folgenden Wirkstoffen haben bereits zu positiven Ergebnissen bei Mittelohrentzündung führen können: Belladonna (meist bei begleutendem Fieber und Rötung des Ohrs), bei starken Schmerzen eher Aconitum. Ferrum Phosphoricum zielt auf das Abklingen der Entzündung, Hepar Sulfaris wird gerne eingesetzt, wenn es um wiederholt auftretende Mittelohrentzündung geht. Weitere Präparate der Wahl sind Dulcamara, Mercurius solubilis und Pulsatilla. Die richtige Therapie ist mit dem Arzt oder Therapeuten abzustimmen.

Naturheilkunde

Eine bewährte aber nicht unumstrittene Methode aus der Naturheilkunde bei Mittelohrentzündung ist das Cantharidenpflaster. Der Wirkstoff besteht aus einer Paste aus pulverisierter spanischer Fliege mit dem Gift Cantharidin. Es regt die Immunabwehr an und kurbelt die Durchblutung an. Das Pflaster wird hinter dem Ohr angebracht. Blasen oder Quaddeln an der Stelle, wo sich das Pflaster befunden hat, werde hinterher steril behandelt wie eine Wunde.

Sanfter erscheint das leichte Anritzen des Warzenfortsatzes hinter dem Ohr bei der Baunscheidtherapie und soll ebenfalls die Durchblutung und den Stoffwechsel anregen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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