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Infektionen

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Weltweite und alltägliche Katastrophen: Infekte

Laut WHO sind global gesehen Infekte die häufigste Todesursache. Der Universitätsprofessor Prof. Dr. med. Emil C. Reisinger ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationaler Gesundheit. Seine Zahlen zu Ursachen von Todesfällen weltweit:

  • 41% Infekte
  • 20% Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • 18% Krebserkrankungen
  • 13% zerebralvaskuläre Krankheiten

Die Gefahr an einer Infektionskrankheit zu sterben sinkt mit umfassenden Hygienemaßnahmen und Medikamenten. Trotzdem hat jeder Erwachsene im Durchschnitt 2 – 3 Mal im Jahr eine chronische Bronchitis. Es sind diese alltäglichen, eher harmloseren Infektionen, die uns das Leben schwer machen: Schnupfen, Nebenhöhlenentzündungen, Harnwegsinfekte, Hals-Rachen-Entzündungen, Paradontitis, Pilzerkrankungen der Schleimhäute, Nagel- und Fußpilze, Hautinfekte durch Ekzeme, Furunkel, Akne, usw. Die Wahrscheinlichkeit uns mit dem SARS-, Vogel- oder Schweinegrippenvirus zu infizieren ist verschwindend gering.

Viren, Bakterien und Pilze

Alle lösen sie Infektionen aus und sind dabei doch so unterschiedlich: Viren, Bakterien und Pilze. Bei günstigen Bedingungen und schwachem Immunsystem können sich diese Erreger im Körper rasch vermehren. Sie sind enorm anpassungsfähig und wahre Verwandlungskünstler. Die schulmedizinischen Medikamente, die sie eigentlich töten sollten, werden schnell wirkungslos, weil sich Resistenzen herausbilden können.

Viren

Viren sind 100x kleiner als Bakterien. Sie vermehren sich ausschließlich in und durch die Körperzellen. Sie verbreiten sich im Körper von Zelle zu Zelle, indem sie ein- und ausdringen. Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel: Deshalb ist ein Antibiotikum bei Viren nutzlos. Die Ansteckung erfolgt über die Atmung als Tröpfcheninfektion, die Ernährung, Haut- oder Schleimhautkontakt wie Küssen.

Bakterien und Pilze

Auch die Ansteckung durch Bakterien und Pilze erfolgt über Tröpfcheninfektion, die Ernährung, Haut- oder Schleimhautkontakt. Bakterien können, wie Pilze, ein ganz normaler Bestandteil des Körpers sein. Im Darm etwa muss es eine Flora aus nützlichen Bakterien vorhanden sein. Erst ein Überschuss an „schlechten“ Bakterien macht den Körper krank. Oder es siedeln sich Bakterien oder Pilze an Orten des Körpers an, wo sie nicht gebraucht werden.

Ausbruch von Infektionen

Infektionskrankheiten können ausbrechen, wenn sich Viren, Bakterien und Pilze durch ein schwaches Immunsystem unkontrolliert vermehren können. Erfolgt die Ansteckung über die Nahrungsaufnahme kann zu wenig Magensäure der Grund sein, dass die Mikroorganismen in den Körper gelangen. Davon sind meist ältere Menschen betroffen.

Entscheidend: Starkes Immunsystem

Ein starkes Immunsystem ist also die stärkste Waffe gegen krankmachende Mikroorganismen. Um das zu erreichen sind Medikamente nicht geeignet. Sie helfen gegen den Schmerz oder gegen die Infektionen, aber sie bekämpfen die Symptome und bieten wenig Präventions-Schutz. Meistens schwächen Antibiotika, antivirale Medikamente oder Mykotika das Immunsystem sogar. Der Körper kann keine eigenen Abwehrstrategien entwickeln, um bei einer erneuten Infektion immun zu sein. Von den Nebenwirkungen dieser Medikamente sei an dieser Stelle nur auf die zerstörte Magen-Darm-Flora durch Antibiotikum und die geschwächte Immunabwehr durch Cortison verwiesen. Wichtige Körperfunktionen werden durch Medikamente massiv gestört.

Moringa kann helfen

Keine andere Pflanze der Welt  liefert Ballaststoffe, Enzyme, Fettsäuren, Mineralien, Proteine, Phytamine und Vitamine so zahlreich und ausgewogen wie Moringa.

Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe dagegen haben statt negativer Nebenwirkungen positive: Sie stimulieren die Aktivität von Immunzellen. Vitamine und Mineralstoffe benötigen Enzymbestandteile, um Heilungsprozesse zu beschleunigen. Sekundäre Pflanzenstoffe können auf direktem Weg Entzündungen und Infekte unterdrücken. Sie wirken entzündungshemmend, antibiotisch, antibakteriell und antimykotisch. Vitalstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe helfen den Körper dabei freie Radikale und andere Stoffwechselgifte abzubauen, die bei Entzündungen und Infekten entstehen.

Zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten ist Moringa also ideal.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Natürliche Mittel für die Nebenhöhlen

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Warum sind wir im Winter häufiger erkältet?

Liegt es daran, dass wir uns im Winter meistens mehr drinnen aufhalten und uns dadurch verstärkt ständig zirkulierender Luft aussetzen? Oder sind wir während des langen, dunklen und trüben Winters einfach nur weniger stark ultraviolettem Licht ausgesetzt? Oder gedeiht der Hauptauslöser von Schnupfen, das Rhinovirus, bei Kälte besser und schlägt zu, wenn unsere Körpertemperatur sinkt?

Der Arzneischrank

Was in der Apotheke oder Drogerie rezeptfrei zur Behandlung der Nebenhöhlen verkauft wird, bekämpft bestenfalls die Symptome einer Erkältung. Damit der Patient möglichst schnell wieder arbeitsfähig ist, werden die unangenehmen Begleiterscheinungen einer Erkältung übertüncht. Auskurieren kostet Zeit, die man nicht hat, oder nicht aufbringen will. Man kümmert sich nicht darum, der Ursache auf den Grund zu gehen. Dabei hat Mutter Natur einiges parat, um eine winterliche Schniefnase zu kurieren.

Ausreichend Flüssigkeit
Trinken Sie viel Wasser, heißen Tee oder klare Brühe. Nur so können Sie den hartnäckigen Schleim verdünnen und wieder Luft durch die Nase bekommen. Alkohol, Kaffee, gezuckerte Säfte und süße Limonaden sollten Sie dabei vermeiden.

Scharf essen
Schleimlösend und antibakteriell wirkt Wasabi, Cayenne-Pfeffer, Apfelessig oder Meerrettich. Ihre verstopfte Nebenhöhle dankt es Ihnen.

Dampfinhalation
Einfach entspannend: Heißen Dampf durch die Nase inhalieren und dabei merken, wie der festsitzende Schleim sich langsam löst. Ein paar Tropfen ätherische Öle, wie Pfefferminz, Eukalyptus oder japanisches Heilpflanzenöl dazu verstärkt die Effektivität. Auch Kolloidales Silber mit seinen antibakteriellen Eigenschaften ist ein guter Zusatz.
Heißen Dampf können Sie mit einem Inhaliergerät, einem Topf Wasser oder in der Badewanne erzeugen.

Salzwasser
Eine Nasendusche mit Salzwasser spült unerwünschten Schleim und Verunreinigungen einfach aus der Nase fort. Ein Pumpzerstäuber oder eine Jala-Neti-Kanne bringt das Salzwasser dorthin, wo die Verstopfung sitzt und löst sie auf.

Grapefruitkernextrakt
Die mechanische Reinigung durch Salzwasser, können Sie mit Grapefruitkern-Extrakt noch effektiver erreichen. Der reine natürliche Wirkstoff der Grapefruit befreit von Schleim und verhindert zusätzlich, dass sich im entzündeten Gewebe der Nabenhöhlen mikrobielle Verunreinigungen festsetzen. Grapefruitkern-Extrakt wirkt wie ein natürliches Antibiotikum und ist völlig frei von Nebenwirkungen. Auch zum Gurgeln bei Halsschmerzen ist Grapefruitkern-Extrakt geeignet.
Bitte beachten Sie unbedingt den verdünnungs-Faktor auf der Verpackung.

Kurkuma und Ingwer
Der natürliche Wirkstoff Curcumin im Kurkuma wirkt entzündungshemmend und antioxidant. Auch die scharfe Ingwerwurzel kann bei Erkältungen sehr effektiv eingesetzt werden. Diese beiden Gewürze als heißen Tee getrunken, wirken bei Problemen mit den Nebenhöhlen wunderbar – und sie beruhigen zusätzlich den Magen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Zwiebeln und Knoblauch gegen Superkeime

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Staphylococcus aureus, MRSA

Unsere Krankenhäuser stehen der großen Herausforderung gegenüber, antibiotikaresistente Bakterien und methicillinresistenten Keime wie den Staphylococcus aureus bekämpfen zu müssen. Da Antibiotikum zu häufig eingesetzt wurde und immer noch wird, haben viele Bakterienstämme eine Resistenz entwickelt. So konnten sich Superkeime entwickeln, die jedes Jahr um die 20.000 Menschenleben fordern. Es wird intensiv daran geforscht, wie diese zu bekämpfen sind.

Mittelalterliche Heilmittel

An der Universität Nottingham ist nun ein Durchbruch gelungen. In einer alten Rezeptsammlung gegen vielfältige Leiden aus dem 10. Jahrhundert hat Dr. Christina Lee eine Augensalbe entdeckt. In diesem altenglischen Manuskript Bald’s Leechbook aus der British Library heißt es:

„Nimm gleiche Mengen an Lauch und Knoblauch, zerstampfe sie gut, nimm gleiche Mengen an Wein und Ochsengalle, mische sie mit dem Lauch, gib alles in einen Kessel aus Messing, lasse die Mixtur neun Tage lang ruhen, drücke sie anschließend durch ein Tuch, kläre sie gut und gib sie in ein Horn; zur Nachtzeit gib sie mit einer Feder auf das Auge, das beste Mittel zur Behandlung eines Gerstenkorns.“ (deutsche Übersetzung, Bald’s Leechbook)

Um diese Salbe möglichst genau original herzustellen wurde ein interdisziplinäres Projekt daraus. Die Abteilung Mikrobiologie wurde mit ins Boot geholt und in Zusammenarbeit mit Dr. Freye Harrison konnte Lee die uralte Salbe wieder kreieren.

Erstaunliches Ergebnis

Eine geringe antibiotische Wirkung von Bald’s Augensalbe hatte die Mikrobiologin Harrison zwar erwartet, aber diese spezielle Kombination von natürlichen Wirkstoffen übertraf alle Erwartungen.
Diese mittelalterliche Salbe konnte 90% der MRSA töten. Um dieses Ergebnis zu bestätigen, testete die Texas Tech University die Salbe an Hautläsionen bei Mäusen. Auch hier konnten 90% der Keime abgetötet werden.

Wirksamer als jedes Antibiotikum?

Was kann dieses Heilmittel aus natürlichen Wirkstoffen? Die Forscher wollten es nun genau wissen. Die Mikrobiologin Harrison ließ künstliche Infektionen im Labor zu dichten Populationen heranreifen. An diesen verklumpten Schichten beißt sich modernes Antibiotikum die Zähne aus. Bald’s Augensalbe konnte diese Hürde hingegen durchbrechen und heilsam eingreifen.

Moderne Heilkunde

Die Lösung unserer Probleme kann also auch mit Hinweisen aus der Vergangenheit angegangen werden. Sicherlich sind viele mittelalterlichen Mittel und Methoden zweifelhaft, aber wenn es gelingt die wirksamen Substanzen aus der Natur für uns nutzbar zu machen, kann auch in alten Büchern viel Weisheit stecken.
Ein weiteres Beispiel ist Artemisinin zur Malaria-Behandlung. Dieses Rezept aus der traditionellen chinesischen Medizin wird heute erfolgreich angewendet.

Big Pharma

Aber es kann auch genau in die entgegengesetzte Richtung laufen, wenn sich die kommerziellen Interessen der Pharmaindustrie durchsetzten.
Kolloidales Silber wird seit 1938 nicht mehr als natürliches Antibiotikum in der „Roten Liste“ geführt. Es war nicht patentierbar und konnte deshalb auch keinen Gewinn bringen. Unser modernes Antibiotikum dagegen schon. Obwohl heute Kolloidales Silber zur Beschichtung von künstlichen Hüft- oder Kniegelenken, Beschichtung von Kühlschränken innen (Bosch), Beschichtung von Waschmaschinentrommeln (Siemens) oder Beschichtung von Folien zur Abdeckung von Nahrungsmitteln verwendet wird, ist es kein anerkanntes Medikament. Silberfäden werden mit Baumwollfäden zusammen verarbeitet zur Herstellung von Neurodermitisbekleidung oder antimikrobiellen Haushaltstüchern. Die Firma Logitech beschichtet Computertastaturen und -Mäuse mit Silberionen, die NASA und u.a. die Firma Britta verwenden Silber bei der Wasseraufbereitung. Nur die Verbraucher dürfen ihre Wunden nicht mit Kolloidalem Silber desinfizieren.
Probieren Sie es doch mal aus: Kolloidales Silber

Quellen

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Methionin

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methionin
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Aminosäure für Gehirn und Körper

Methionin ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die zu den essentiellen Aminosäuren gehört, die dem Körper zumindest teilweise über die Nahrung zugeführt werden müssen, da sie nicht komplett als körpereigene Stoffe gebildet werden können.

Vorkommen in Lebensmitteln

Methionin-Lieferanten sind unter anderem Vollkornprodukte und Reis, Gemüse wie Brokkoli, Spinat, Rosenkohl und grüne Erbsen sowie Ei, Nüsse, Weizenkeime, Emmentaler Käse, Lachs, Garnelen und Geflügel. In Lebensmitteln liegt Methionin meist in gebundener Form als Proteinbaustein vor.

Wichtige Biofunktionen

Die stoffwechselaktive Form von Methionin, das S-Adenosyl-Methionin (SAM), ist Bestandteil aller Körpergewebe und Körperflüssigkeiten. Es ist notwendig zur Biosynthese, zum Abbau und zur Aktivierung vieler Stoffe und Prozesse, darunter Hormone und Nervenbotenstoffe. Es ist beteiligt an der Produktion von Adrenalin, Cholin, Carnitin, Kreatin, Melatonin und Nukleinsäuren.

Der Körper bezieht aus Methionin Methylgruppen und Schwefel. Die Aminosäure ist eine Vorstufe der wichtigen Biosubstanzen Cystein, Glutathion und Taurin. Cystein ist ebenfalls eine schwefelhaltige und proteinogene (eiweißbildende) Aminosäure, die teilweise Methionin im Körper synthetisieren kann. Es wird vermutet, dass es Schutzfunktion vor Strahlenschäden besitzt.

Einfluss auf Krankheiten

Methionin in der Form von SAM ist im Gehirn besonders konzentriert und hat antidepressive Eigenschaften. Im medizinischen Einsatz als unterstützende Behandlung von Parkinson kann Methionin die Bewegungsfähigkeit verbessern und Zittern und Schlafverhalten positiv beeinflussen.

Methionin kann die Ausschüttung von Histamin reduzieren und damit positiv auf Allergien wirken. Es vermag Bakterien im Wachstum zu hemmen, die Infektionen auslösen und wird bei Blasen– und anderen Harnwegsinfektionen medizinisch genutzt. Phosphatsteine (Harnsteine) in den Harnwegen werden durch das Mittel verhindert. Muskel- und Wundheilung können positiv beeinflusst werden und bei Leberentzündung kann Methionin gesundheitsfördernd und regenerierend wirken.

Verbessert Wirkung von Antibiotikum

Methionin wird zur Optimierung der Wirkung von Antibiotika eingesetzt. Es ist ein Bestandteil der künstlichen Ernährung durch Infusionslösungen, die oral oder über eine Magensonde verabreicht werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Spitzwegerich
(Plantago lanceolata)

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Arzneipflanze des Jahres 2014

Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist eine Heilpflanze, die zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) gehört. Der Name der unscheinbaren Pflanze leitet sich ab aus dem Althochdeutschen von wega, Weg und rih, König. Der Spitzwegerich ist weltweit verbreitet und wächst auf Wiesen, Äckern und an Wegesrändern. Neben dem Spitzwegerich existiert der Breitwegerich (Plantago major) als Variante mit breiten, kürzeren Blättern.

Die Pflanze wurde als Arzneipflanze des Jahres 2014 ausgezeichnet.

Volksmedizin

Die Volksmedizin kennt die lindernde Verwendung von zerriebenen Spitzwegerichblättern auf kleineren Wunden oder auf Insektenstichen.

Inhaltsstoffe

Spitzwegerich enthält Iridoidglycoside (Aucubin, Catalpol, Asperulosid) sowie Schleimstoffe, Kieselsäure, Saponin und Gerbstoffe.

Wirkung

Als Hustenlöser wird Spitzwegerich als Hausmittel bei Bronchitis innerlich verwendet. Die astringierende Wirkung der Gerbstoffe und die antibakteriellen Eigenschaften der Abbauprodukte aus Aucubin wirken hier zusammen mit den einhüllenden Schleimstoffen.

Hautirritationen wie Neurodermitis, Insektenstichen, Brennnesselreaktionen oder entzündlichen Hautveränderungen kommen diese Eigenschaften durch äußerliche Auflage zugute.

Anwendung

Spitzwegerichsaft entsteht aus frischen, gepressten Blättern.

Tee wird aus gesammelten und getrockneten Blättern aufgegossen, wobei die antibakteriellen Eigenschaften unter der Hitzeweinwirkung leiden.

Besonders beliebt ist Spitzwegerichsirup, für den ein wässriger Auszug aus Blätter der Pflanze (Folium Plantaginis, Plantaginis laceolatae folium) mit gereinigtem Wasser (Aqua purificata) hergestellt wird. Der Auszug wird mit Rohrzucker (Saccharosum, Saccharum) zu Sirup verkocht und haltbar gemacht mit einer alkoholischen Lösung. Für diesen Sirup als Bronchialtherapeutikum existiert ein großer pharmazeutischer Markt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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