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Vitamin B-Komplex

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Bezugsquelle: Vitamin B-Complex

Zentrale Bedeutung im Stoffwechsel

Vitamin-B-Komplex ist ein Sammelbegriff für acht verschiedene Substanzen, die chemisch und pharmakologisch sehr unterschiedlich sind. Es handelt sich nicht bei allen Substanzen um Vitamine. Sie alle fungieren aber als Vorstufe für Coenzyme und besitzen essentielle Bedeutung für Blutbildung, Hormonbildung, der Biosynthese von Neurotransmittern (Botenstoffen) und des Erbguts (DNA) sowie der Funktion des Nervensystems.

Sie besitzen unter anderem eine Schüsselfunktion für die Verdauung und Nutzbarmachung von Eiweiß, Fett und Zucker. Neben Vitamin B1, B2, B6 und B12 sind im Vitamin-B-Komplex auch Biotin, Folsäure, Nicotinsäure und Pantothensäure subsumiert. Früher wurde das vitaminähnliche Cholin als ein Vitamin aufgeführt und trug die Bezeichnung Vitamin B4.

Warum heißt es Vitamin-B-Komplex?

Vitamine der B-Gruppe kommen in der Natur selten einzeln vor. Sie wirken meist zusammen im Verbund. Oftmals ist das Zusammenspiel der unterschiedlichen Enzyme der jeweiligen Vitamine sehr eng und ein Ungleichgewicht der Komponenten im Achterbund kann zu Problemen führen. Aus diesem Grund sollte eine ausgewogene Versorgung mit allen acht Komponenten sichergestellt sein. Es werden daher Präparate mit dem kompletten Satz als Vitamin-B-Komplex angeboten.

Einige der zentral wichtigen Substanzen lassen sich auch über Lebensmittel aufnehmen. In üblichen Mengen können die wichtigen B-Vitamine kaum überdosiert werden, so dass ein Vitamin-B-Komplex in vielen Fällen eine sinnvolle Ergänzung darstellen kann. Die Einnahme sollte mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt werden.

Natürliche Vorkommen

B-Vitamine kommen in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor wie Brokkoli, Spinat und Grünkohl oder Leber, Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Vitamine können nur in geringen Mengen im Organismus gespeichert werden und müssen daher regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. Vitamin B12 hingegen ist in Pflanzen nicht enthalten, besitzt aber eine bessere Speicherfähigkeit im Körper.

Vitamin B1 (Thiamin)

Vor rund 100 Jahren war Thiamin eines der ersten Vitamine, die entdeckt wurden. Vitamin B1 spielt eine wichtige Rolle beim Kohlenhydratestoffwechsel. Bei der Umwandlung von Kohlenhydraten in Glukose (Zucker) ist das Vitamin B1 für den Energiestoffwechsel von Nerven, Gehirn und Muskeln unentbehrlich. Es spielt eine Rolle für Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis. Bei Alkoholmissbrauch entsteht ein erhöhter Bedarf. Mangelerscheinungen können sich äußern durch neurologische Störungen, Herzinsuffizienz oder Muskelatrophie.

Wie fast alle B-Vitamine kommt auch Vitamin B1 in den Randschichten von Getreiden vor. Weil die innere Schale (Silberhäutchen) von Getreide, beim Schälen oft wegfällt, kommen Mangelerscheinungen häufig in Südostasien vor, wenn sich Menschen hauptsächlich von poliertem Reis ernähren. Haferflocken, Kleie und Nüsse sowie Hefe und Fleisch sind gute Vitamin-B1-Lieferanten. Thiamin ist hitzeempfindlich.

Vitamin B2 (Riboflavin)

Vitamin B2 ist beim Stoffwechsel von Fett, Eiweiß und Kohlehydraten beteiligt. Im Zusammenspiel mit Vitamin A kann es die Heilung von Hautstörungen unterstützen. Riboflavin ist Bestandteil sämtlicher Körperzellen.

In Eiern, Nüssen, Pilzen und Milchprodukten, aber auch in Fisch und Fleisch kommt Vitamin B2 in natürlicher Form vor. Bei Mangel können Risse um Augen, Nase und Mundwinkel auftreten, es kann zu Hornhautveränderungen im Auge, Linsentrübung oder Blutarmut kommen.

Vitamin B3 (Nicotinsäure, Niacin)

Vitamin B3 ist für zahlreiche Stoffwechselprozesse bedeutsam. In dieser Bezeichnung werden Nicotinsäure und Nicotinsäureamid zusammengefasst. Insbesondere wichtig ist der wasserlösliche Stoff für Haut und Schleimhäute. Entsprechend tritt als Mangelerscheinung eine schuppige, raue und überpigmentierte Haut auf. Als Medikament wird es überwiegend aufgrund seiner gefäßerweiternden Eigenschaften eingesetzt. In natürlicher Form ist es vor allem in Fleisch enthalten, des Weiteren auch in Fisch, Milchprodukten und Eiern sowie in Hülsenfrüchten und Obst.

Vitamin B5 (Pantothensäure)

Im Energiestoffwechsel besitzt Vitamin B5 eine wichtige Funktion für Aufbau und Regeneration von Zellen in Bindegewebe, Schleimhaut, Haaren und Nägeln. Es unterstützt den Energiestoffwechsel der Zellen und fördert die Zellteilung. Die Pantothensäure spielt außerdem eine Rolle für ein funktionierendes Immunsystem. Therapeutisch wird Pantothensäure zur Behandlung von Verbrennungen und Wunden eingesetzt. Gemäß seiner Bedeutung bei der Bildung von Geweben und Haaren kann sich ein Mangel an Vitamin B5 in trockener, rissiger Haut und Haarbruch äußern. Pantothensäure ist Bestandteil vieler Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Getreide.

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Im Vitamin B6 sind wiederum mehrere Stoffe mit Vitamincharakter zusammengefasst. Die Vitamingruppe ist am Eiweißstoffwechsel beteiligt und besitzt dadurch Bedeutung für alle Körperzellen. Vitamin B6 ist Bestandteil fast aller Lebensmittel, ist aber temperaturempfindlich und wird beim Kochen zerstört. Pyridoxin wird in Medikamenten eingesetzt, die bei Rheuma oder Menstruationsbeschwerden helfen. Ein erhöhter Bedarf an Vitamin B6 besteht bei der Einnahme der Pille, Antepileptika oder Tuberkulosemedikamenten.

Vitamin B7 (Biotin)

Biotin ist auch unter der früheren Bezeichnung Vitamin H in der Literatur zu finden. Es besitzt durch seine Beteiligung an Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratwechsel wichtige Funktionen im Organismus. Es spielt insbesondere eine Rolle für Gehirn, Haut, Haare und Nägel. Die Bildung von Hautzellen und Haarzellen werden durch Biotin beeinflusst sowie die epigenetische Regulation von rund 2.000 Genen. Eine entsprechende Mangelerscheinung äußert sich durch Neigung zu Ekzemen, Haarbruch und brüchigen Fingernägeln.

Vitamin B9 (Folsäure)

Vitamin B9 wird auch den Bezeichnungen Vitamin B11 oder Vitamin M geführt. Folsäure hat eine kaum zu überschätzende Bedeutung in den biochemischen Abläufen des menschlichen Körpers. Neben Zellbildung und Zellteilung ist es auch an der Synthese des Erbguts (DNA) in den Zellkernen beteiligt.

Mangel an Folsäure kann sich äußern in Blutarmut (Anämie), Anfälligkeit für Infekte durch eine verringerte Immunabwehr und verlangsamte Wundheilung. Gravierend ist ein Folsäuremangel besonders in der Schwangerschaft, da er beim ungeborenen Kind ernsthafte Missbildungen am Rückenmarkkanal auslösen kann (Spina bifida). Deshalb ist der Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft besonders hoch und bleibt es in der Stillzeit und im Wachstumsalter des Kindes. Außerdem kann die Einnahme von Antibiotika oder Barbituraten zu einem erhöhten Bedarf führen.

Vitamin B12 (Cobalamin)

Zellteilung, Zellwachstum, Blutbildung und die Funktion des Nervensystems sind von Cobalamin stark abhängig. Es dient dazu, Folsäure im menschlichen Organismus zu aktivieren, die ohne Vitamin B12 ihre Funktion nicht ausüben kann. Vitamin B12 in Medikamenten als Gegenmittel bei Blausäurevergiftung eingesetzt.

Genaugenommen handelt es sich bei Vitamin B12 um einen Sammelbegriff für mehrere verschiedene Verbindungen mit ähnlicher Struktur, den sogenannten Cobalaminen oder auch Vitamin-B12-Komplex. Vitamin B12 kann ausschließlich durch den Verzehr tierischer Produkte aufgenommen werden, da es von Pflanzen nicht hergestellt wird. Cobalamin kann durch die Wirkung von Enzymen aufgenommen werden und bindet sich an Eiweiße, um in die Blutbahn zu gelangen.

Bei Cobalaminmangel können empfindliche Störungen auftreten, die aufgrund der Speicherkapazität des Körpers stark verzögert auftreten können. Von schädlichen Effekten bei Überversorgung ist nichts bekannt. Der Körper kann nur eine begrenzte Menge an Vitamin B12 aufnehmen und scheidet überschüssige Substanzen aus.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Amaranth (Amaranthus)

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Bezugsquelle: Inka Gold (Amaranth + Quinoa)

Unsterbliches Amaranth

Seit Jahrtausenden ist Amaranth ein Grundnahrungsmittel der Inkas und Azteken. Diese nutzten sowohl die Samen, als auch die Blätter dieser gesunden Pflanze. Amaranth entstammt dem griechischen Wort amàranthos (unsterblich, nichtwelkend). Bezeichnend für eine anspruchslose, aber kraftvolle Pflanze. Botanisch gesehen gehört Amaranth zu den Fuchsschwanzgewächsen und damit zu den sogenannten Pseudogetreiden. Die bis zu 50.000 kleinen Anatanth-Körner sind reich an bioverfügbaren Nähr- und Vitalstoffen.

Glutenfrei

Amaranth ist absolut glutenfrei und kann von Menschen mit dieser Allergie (Zöliakie) problemlos genossen werden.

Kohlenhydrate

Für Menschen, die auf kohlenhydrat-reduzierte Ernährung achten, ist Amaranth besonders interessant, da der Anteil an Kohlenhydraten ca. 50% weniger als der herkömmlichen Getreides beträgt. Zusätzlich sind diese Kohlenhydrate ausgesprochen leicht verdaulich und wird 5 mal schneller verstoffwechselt als Maisstärke.

Balaststoffe

Der Anteil an Ballaststoffen im Amaranth ist auffallend hoch. Das Sättigungsgefühl stellt sich schnell ein und auch die Darmgesundheit profitiert davon.

Essentielle Fettsäuren

70% der im Amaranth enthaltenen Fette sind ungesättigten Fettsäuren. Die zweifach ungesättigte Linolsäure (Omega 6-Fettsäure) ist mit 52,4% Spitzenreiter. Aber auch Alpha-Linolensäure (Omega3-Fettsäure) ist enthalten. Die hohe Qualität der Fettsäuren im Amaranth ist bemerkenswert: Eine wunderbare Quelle für Stoffe, die unser Körper über die Nahrung aufnehmen muss, da er sie nicht selbst herstellen kann.

Lecithin

Gut für die Fettverdauung, den Aufbau von Gehirn und Nervengewebe ist das im Amaranth enthaltene Lecithin.

Eiweiss

Die biologische Wertigkeit bezeichnet, wie effizient Nahrungsprotein in Körperprotein umgewandelt werden kann. Ein Hühnerei liegt bei einer Wertigkeit von 100 und Amaranth bei erstaunlichen 75. Amaranth liefert mit einem Proteingehalt von 15 – 18% zusätzlich auch noch alle essentiellen Aminosäuren.

Serotonin

Das Wohlfühlhormon Serotonin muss direkt im Gehirn hergestellt werden. Man nimmt an, dass unsere moderne Lebensweise die Aminosäure L-Tryptophan daran hindert, optimal für die Serotoninherstellung zu sorgen.
Reich an L-Tryptophan ist eine Mischung aus Amaranth und Quinoa. Diese muss jedoch unerhitzt, feinst gemahlen und auf nüchternen Magen eingenommen werden, damit Serotonin gebildet werden kann.

Lysin-Mangel bei veganer Ernährung

Amaranth gleicht den gelegentlich in veganer Ernährung vorkommenden Lysin-Mangel aus.

Hoher Vitalstoffgehalt

Keine andere Getreideart hat einen so hohen Magnesiumgehalt (ca. 330 mg/100g Amaranth). Auch diese Werte sprechen für sich: Calcium (ca. 215 mg), Eisen (9 mg) und Zink (4 mg). Eisen ist besonders während der Schwangerschaft wichtig. Amaranth ist eine natürliche Quelle dieses lebenswichtigen Spurenelements.

Indianische Medizin

Blutstillend, blutreinigend und entzündungshemmend: diese Eigenschaften der Amaranth-Pflanze machten sich die Indianer zu Nutze. Starke Menstruationsblutungen und Blutungen im Darm wurden mit Amaranth behandelt. Auch bei Anämie (Blutarmut) erzielte die indianische Medizin Erfolge, was vermutlich am hohen Eisengehalt der Pflanze liegt.

Zahngesundheit

Tägliches Gurgeln und Mundspülungen mit einem Sud-Konzentrat soll Karies dauerhaft vermindern. Auch Paradontose kann gestoppt und sogar neues Zahnfleisch gebildet werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Zink

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Bezugsquelle: Zink Chelat

Das essentielle Spurenelement aller Lebewesen

Zink ist ein wichtiges Spurenelement für alle Lebewesen, auch für den menschlichen Organismus. Es gehört zu den unentbehrlichen Spurenelementen für den Stoffwechsel. Über 300 Enzyme haben Zink als wichtigen Bestandteil. Als chemisches Element gehört es zu den Übergangsmetallen mit der Ordnungszahl 30 und dem Elementsymbol Zn. Der Name Zink kommt von Zinke oder Zind für Zacke, Zahn, da Zink zackenförmig erstarrt.

Große Vorkommen auf der Erde

Zink befindet sich hauptsächlich in Erzen gebunden. Auf der Erde zählt es zu den relativ häufig vorkommenden Elementen an Platz 24, noch vor Kupfer und Blei.

Zweithäufigstes Element im menschlichen Körper

Im Körper ist Zink das zweithäufigste Spurenelement. Ein Erwachsener besitzt in allen Körperzellen insgesamt 2 bis 3 Milligramm Zink, insbesondere in den Knochen, Muskeln, Ovarien, Hoden, Prostata, Haaren, Augen und in den Inselzellen der Bauspeicheldrüse.

Zink kann nicht im Körper gebildet oder gespeichert werden. Eine ständige Zufuhr durch die Nahrung ist daher besonders wichtig. Zinkmangel führt zu Wachstumsstörungen, Blutarmut und Unterfunktion der Keimdrüsen. Eine geschwächte Immunabwehr und Wundheilungsstörungen, Haarausfall, trockene Haut und brüchige Nägel können ebenfalls auf unzureichende Zinkversorgung hinweisen. Phytinsäurehaltige Nahrungsmittel können eine Aufnahme von Zink im Darm behindern.

Vorkommen in Lebensmitteln

Zink ist in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Rotes Fleisch
  • Meeresfrüchte und Krustentiere
  • Käse
  • Vollkornprodukte, Weizen, Weizenkeime
  • Walnüsse, Pekannüsse
  • Pilze und Hefen
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen
  • Grüner Tee

In Erdnüssen ist zwar viel Zink enthalten, gleichzeitig jedoch auch eine hohe Konzentration an Phytinsäure, die die Zinkaufnahme erschwert. Nur zehn Prozent des aufgenommenen Zinks können vom Körper absorbiert werden, der rest wird ungenutzt ausgeschieden.

Chelat

Anorganische Mineralien wie Zink sind vom Körper nicht verwertbar. Erst wenn sie „durch eine Pflanze“ gegangen sind, sind Spurenelemente für den Menschen verfügbar. Chelate sind Verbindungen aus Mineralien und pflanzlichen Aminosären und dadurch bioverfügbar. Urs Buergi rät beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln auf den Hinweis „Chelat“ zu achten.

Funktionen im menschlichen Organismus

Zink ist an sehr unterschiedlichen Abläufen im Körper beteiligt. Eine Schlüsselfunktion übernimmt es im Eiweiß-, Fett- und Zuckerstoffwechsel. Der Stoffwechsel von Vitamin A sowie von Hormonen wie Wachstums- und Sexualhormone werden von Zink beeinflusst. Der Aufbau der Erbsubstanz (DNA) und das Zellwachstum hängen wesentlich von Zink ab. Während der Schwangerschaft sorgt Zink für die Übertragung des Genmaterials und ein differenziertes Zellwachstum. Viele weitere Hormone benötigen das Spurenelement, um reibungslos zu funktionieren, darunter Insulin, die Schilddrüsenhormone und Gewebehormone. Außerdem ist das Spurenelement Bestandteil sehr vieler wichtiger Enzyme, unter anderem der RNA-Polymerase.

Besonders das Immunsystem ist auf Zink angewiesen. Zink wirkt antioxidativ und begegnet der Zellalterung. Freie Radikale bei oxidativem Stress werden durch Zink unschädlich gemacht und so die Zellschädigung vermindert. Im Knochenaufbau und bei der Bildung fester Knochen ist Zink maßgeblich beteiligt. Zink kommt im Blut in der Bindung mit Albumin vor. Bei der Zellteilung und an der Wundheilung ist Zink beteiligt. Für die mentale Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit hat sich Zink als essentiell bedeutsam erwiesen. Untersuchungen deuten auf die Bedeutsamkeit des Spurenelements bei Gehirnfunktionen und im Umkehrschluss auf mögliche Wirksamkeit bei Schizophrenie und anderen psychischen Erkrankungen hin.

Am besten wirkt Zink zusammen mit Vitamin A, Calcium und Phosphor. Der Proteinumsatz im Körper wird gesteigert, was Zellverjüngung und Wachstum unterstützt.

Zinkmangel

Einseitige Ernährung und die unterschiedliche Zinkdurchdringung verschiedener Böden können zu Zinkmangel führen. Bei übermäßigem Schwitzen kann der Körper bis zu drei Milligramm Zink am Tag verlieren. Bei der Verarbeitung von Lebensmitteln wird Zink oftmals reduziert, so dass ein aktueller Bedarf oft nicht sofort zutage tritt. Die Liste der möglichen Symptome ist lang und kann vielleicht am besten kennzeichnen, wie wichtig Zink für die menschliche Gesundheit ist.

Anämie, Appetitlosigkeit, Chronische Müdigkeit, Depression, Geschmacks- und Geruchssinn sind vermindert, Glucoseintoleranz, Haarausfall, Hautstörungen, Infektionsanfälligkeit , Konzentrationsschwäche, Lernschwäche, Candida-Erkrankungen, Psychosen, Unfruchtbarkeit, Verzögerte sexuelle Entwicklung, Wachstumsverzögerung, Wundheilungsstörungen, uvm.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Neembaum (Azadirachta indica)

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Ein Baum für alle Fälle

Der Neembaum oder auch Niembaum (Azadirachta indica) gehört in die Familie der Mahagonigewächse (Meliaceae). Jahrhundertealte Anwendungen haben seine Wirksamkeit gezeigt, die heute in Medizin und Landwirtschaft genutzt werden. In der Landwirtschaft wird die schädlingsbekämpfende Wirkung geschätzt für Pflanzenschutz und Vorratsschutz (Insektizid, Fungizid, Dünger, Futtermittel). In Deutschland ist beispielsweise das Pflanzenschutzmittel NeemAzal/T-S zugelassen.

Die Inhaltsstoffe des geheimnisvollen Baumes sind bis heute noch nicht vollständig erforscht, denn Neem enthält über 100 chemische Inhaltsstoffe, in unterschiedlichen Zusammensetzungen in Rine, Stammholz, Blättern und Früchten.

Wächst schnell in tropischem Klima

Der Neembaum gedeiht in tropischen und subtropischen Klimazonenwie Indien, Pakistan und Burma und wird bis zu 30 oder gar 40 Meter hoch. In Indien wächst er an buchstäblich jedem Straßenrand. Der rasch wachsende Baum kann bis zu 200 Jahren alt werden. Seine Verbreitung hat durch seinen enormen Nutzwert zugenommen.

Inhaltsstoffe

Als sicher gilt, dass einer der besonders wirksamen Inhaltsstoffe, das Triterpenoid Azadirachtin aus dem Öl der Samenfrüchte, wie ein Insektizid wirkt. Die Samen enthalten rund 40 Prozent Öl.

Außerdem erwähnenswert sind Slannin, Meliantriol, Nimbin und Nimbidin. Natürlich enthält Neem ätherische Öle, sowie Gerbsäure, Phosphor, Harz, Hyperosid, Linolsäure, Quercetin, Myristizinsäure, Rutin und Schwefel.

Antibakteriell und antiviral

Präparate aus dem Neembaum können antibakteriell und antiviral wirken. In Volksheilkunde und in der Landwirtschaft werden diese Eigenschaften genutzt.

Pflanzenteile für die Anwendung

Innerlich lassen sich nur die Blätter einnehmen. Sehr stark wirkend und daher nur für äußerliche Anwendung geeignet sind die Samen und das Neembaumöl aus den Samen.

Seit 2.000 Jahren erfolgreich

Indische Ärzte setzen Neemprodukte seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin erfolgreich ein gegen zahlreiche Beschwerden und Krankheiten. Indikationen sind erhöhter Cholesterinspiegel und Bluthochdruck, Diabetes Mellitus und gegebenenfalls Krebs, Hepatitis, Lepra, Nesselsucht, Anämie, Schilddrüsenerkrankungen und Verdauungsbeschwerden. Darüber hinaus gilt Neem als sehr wirksam gegen Kopfläuse und Hausstaubmilben.

Blätter des Neembaum

Die frischen Blätter werden gekaut oder als Tee zubereitet. Dafür sind auch getrocknete Blätter geeignet. Der Saft aus frischen Neemblättern soll gegen Bluthochdruck helfen, gegen Blasenentzündung, Leberschwäche und Darmbeschwerden.

Verhütung

Bei täglichem Kauen von frischen Neemblättern soll bei Frauen angeblich ein empfängnisverhütender Effekt eintreten, der verhindern soll, dass sich befruchtete Eier in der Gebärmutterschleimhaut einnisten. Spermizid (spermienabtötend) soll außerdem Neemöl mit Creme angerührt wirken, wenn es vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt wird. Medizinisch gilt dieser Gebrauch als unsicher. Es wird nicht empfohlen, sich auf die traditionelle Überlieferung zu verlassen.

Äußerlich angewendet

Neembaumöl ist in vielen Kosmetika enthalten. Therapeutisch kann es bei leichten Pilzinfektionen eingesetzt werden, aber auch bei neuralgischen Schmerzen oder Rheumabeschwerden. Bei Hautproblemen aller Art kann Neemöl hilfreich sein, auch bei Juckreiz auf der Haut. Für größere Hautstellen eignet sich auch eine Mischung aus Olivenöl oder Mandelöl mit Neemölbeimischung.

Einige Öltropfen auf heißem Wasser können bei Inhalation positiven Einfluss auf Husten und entzündliche Atemwegsbeschwerden nehmen.

Insektenschutz

Eine Tinktur aus den Samen wehrt Insekten ab. Der Kaltauszug aus den Samen kann als Pflanzenschutzmittel gegen Schädlinge eingesetzt werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Histidin

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Semi-essentielle Aminosäure

Histidin (abgekürzt His) ist eine basische und eiweißbildende (proteinogene) Aminosäure, die im Körper selbstständig in der Leber synthetisiert werden kann. Aus diesem Grund gilt sie als semiessentielle Aminosäure, da sie nicht vollständig über die Nahrung zugeführt werden muss. Die Histidin-Versorgung sollte über das Nahrungsangebot ergänzt werden. Der Text bezieht sich ausschließlich auf das L-Histidin, das als Blutpuffer im Hämoglobin eine wichtige Aufgabe im Körper hat.

Histidin wird als Bestandteil einiger Medikamente und Vitaminpräparate verwendet.

Funktion im Organismus

Im Globin des Blutfarbstoffes Hämoglobin kommt Histidin konzentriert vor. Es unterstützt die Produktion von Hämoglobin und aktiviert die weißen Blutkörperchen, die für eine gesunde Immunabwehrwichtig sind. Neben der Bedeutung für die Hämoglobinbildung ist die Aminosäure am Proteinstoffwechsel, dem ständigen Abbau und Resynthese von Proteinen, beteiligt und an der Produktion von Carnosin.

Die Aminosäure dient als Vorstufe für die biochemische Bildung des gefäßerweiternden Gewebehormons Histamin. Es beeinflusst die Ausschüttung der Magensäfte.

Therapeutische Anwendungen

Gegen rheumatische Arthritis, bei Allergien, Gelenkversteifungen und für eine Steigerung der Libido kann Histidin therapeutisch eingesetzt werden. Ein Mangel kann zu Anämie (Blutarmut) führen.

Natürliches Vorkommen

Histidin ist in chemisch gebundener Form in eiweißreichen Lebensmitteln enthalten wie Fleisch, Fettfisch wie Lachs, Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Milch und Ei. Eine Histidin-freie Ernährung kann zu Leberzellschädigung führen.

Hinweis

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Eisen

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Bezugsquelle: Eisen-Chelat

Eisen, das lebensnotwendige Spurenelement

Das Spurenelement Eisen ist im menschlichen Körper sehr bedeutend für den Energiestoffwechsel. Die Aufnahme und der Transport von Sauerstoff hängt von einer ausreichenden Eisenversorgung des Organismus ab.

So viel Eisen enthält der Körper

Der menschliche Körper verfügt über Eisendepots in Leber, den Macrophagen und im retikulohistiozytären System, den Bindegewebszellen von Lymphknoten, Milz, Schleimhäuten und Lymphen. Eisen steckt zum überwiegenden Teil im Hämoglobin, in dem eisenhaltigen Proteinkomplex, der in den roten Blutkörperchen Sauerstoff bindet, aber auch in Enzymen, Myoglobin und Depot- oder Reserveformen. Insgesamt verfügt der Körper eines gesunden Erwachsenen im Durchschnitt über vier bis fünf Gramm Eisen.

Eisenbedarf nicht unterschätzen

Aus der Nahrung wird Eisen hauptsächlich im Dünndarm absorbiert. Die Aufnahmemenge ist begrenzt auf rund fünf Milligramm pro Tag. Da die Aufnahme durch bestimmte Substanzen gestört werden kann, liegt der empfohlene Tagesbedarf für Erwachsene bei rund 10 Milligramm für Männer. Frauen verlieren Eisen über die Monatsblutung, der empfohlene Tagesbedarf liegt daher für Frauen bei 15 Milligramm täglich. Allgemein verliert jeder Körper kleine Mengen des Spurenelements durch die natürliche Hautschuppung und durch die Abschilferung von Schleimhautzellen im Magen-Darm-Trakt.

Lebensmittel mit Eisen

Verschiedene Faktoren können die Aufnahme hemmen, beispielsweise reichlicher Genuss von Schwarztee oder Kaffee, Kalzium, Magnesium und diverse Medikamente. Vitamin C begünstigt eine Aufnahme hingegen. Eine ausgewogene Kombination von eisenhaltigen Lebensmitteln mit Vitamin C-Trägern ist optimal.

Ein besonders ergiebiger Eisenlieferant ist tierische Leber. Das eisenhaltigste pflanzliche Nahrungsmittel ist Weizenkleie mit 16 Milligramm auf 100 g. Selbst Haferflocken liefern nur 4,6 Milligramm pro 100 Gramm. Es folgen grüne Blattgemüse wie beispielsweise Spinat, Kürbiskerne und Sesamsaat, Hülsenfrüchte, Leinsamen, Quinoa und Amaranth, Pistazien, Eigelb, Pfifferlinge sowie einige Gewürze, von denen man naturgemäß allerdings keine großen Massen zu sich nimmt wie Kardamom, Petersilie, Grüne Minze, Zimt oder Brennnessel.

Funktionen von Eisen

Eisen ist vor allem an Oxidationsprozessen rund um Sauerstoff im Körper beteiligt. Es sorgt für die Aufnahme von Sauerstoff und den Weitertransport zu den Zellen aller Organe durch das Hämoglobin der roten Blutkörperchen im Blut. Es ist daher wichtig für die Zellatmung und die Energiegewinnung in der Zelle. Das Spurenelement ist Bestandteil von Enzymen, die für den Energiestoffwechsel wichtig sind. Eisen bewerkstelligt auch die Speicherung von Sauerstoff im roten Muskelfarbstoff, dem Myoglobin.

Eisenmangel

Bei einem Mangel an Eisen kann das Hämoglobin die Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff über das Blut versorgen. Körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sind bei Eisenmangel beeinträchtigt. Es kann es zu Blutarmut (Anämie) kommen, die sich durch schnelle Erschöpfung und ständige Müdigkeit äußert. Die Immunabwehr kann geschwächt sein.

Besonders für die Entwicklung von Kleinkindern und ungeborenen Babys sind die Folgen von Eisenmangel erheblich. Säuglinge, die während der Schwangerschaft nicht genügend Nährstoffe und Spurenelemente aufnehmen konnten, sind bei der Geburt oft kleiner, die geistige Entwicklung und Entwicklung der Körperfunktionen kann gegebenenfalls leiden. Gründe dafür können sowohl die Nahrungsaufnahme wie auch die Aufnahmefähigkeit der Darmflora  sein.

Chelat

Anorganische Mineralien wie Eisen sind vom Körper nicht verwertbar. Erst wenn sie „durch eine Pflanze“ gegangen sind, sind Spurenelemente für den Menschen verfügbar. Chelate sind Verbindungen aus Mineralien und pflanzlichen Aminosäuren und dadurch bioverfügbar. Urs Buergi rät beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln auf den Hinweis „Chelat“ zu achten.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Dong Quai
(Angelica sinensis, Chinesische Engelwurz)

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Vom einem Engel zur Erde gesandt

Dong Quai (Angelica sinensis, Chinesische Engelwurz) ist eine chinesische Heilpflanze aus der Gattung der Engelwurzen (Angelica). Die krautige Pflanze erreicht eine Höhe zwischen 40 Zentimetern und einem Meter. Für die Heilwirkung werden die Wurzeln verwendet. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Heilpflanze bei sogenannten Frauenleiden harmonisierend eingesetzt.

Seit Jahrtausenden in der TCM

Bereits das älteste bekannte Buch der Heilpflanzen aus China, der Shennong ben cao jing, reserviert der Dong Quai einen prominenten Platz. Man findet die Engelwurz auch als “weiblichen Ginseng“ oder „Ginseng der Frauen“ in der Literatur, weil er seine Wirkung rund um den weiblichen Zyklus entfaltet. Es heißt, dass er Menstruationsbeschwerden und Unterleibskrämpfe lindert, bei zu schwacher oder unregelmäßiger Mensis helfen soll und für Wohlbefinden in den Wechseljahren sorgt. Zur allgemeinen Stärkung, besonders nach einer Geburt, ebenso wie bei Anämie und zur Blutreinigung fand die Chinesische Engelwurz traditionell Anwendung.

Verwendung in westlicher Welt

Erst als wissenschaftliche Untersuchungen belegten, dass Dong Quai Phyto-Östrogene enthält, wurde die Heilpflanze auch in der westlichen Welt zur Kenntnis genommen. Seine Wirkung zur allgemeinen Muskelentspannung schlägt sich auch auf die Gebärmutter und damit auf Menstruationsbeschwerden nieder. Die Heilpflanze wird in der Naturheilkunde auch bei Bluthochdruck, Migräne, Magenschmerzen, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Angina pectoris oder Herzrhythmusstörungen und zur Regulierung von Hormonschwankungen eingesetzt.

Anwendungen aus Dong Quai werden im Allgemeinen gut vertragen, sollte jedoch nur in geringen Mengen verwendet werden, da bei hoher Dosierung Depressionen ausgelöst werden können.

Inhaltsstoffe

Für die krampflösende Wirkung sind wahrscheinlich enthaltene Furanocumarine verantwortlich. Es handelt sich dabei um wirksame sekundäre Pflanzenstoffe, die die Kalziumkanäle an der glatten Muskulatur blockieren und so entspannen. Bitterstoffe aus der Engelwurz regen die Ausschüttung von Magensäure an sowie von Gallensäure und Enzymen der Bauchspeicheldrüse. Der Appetit wird angeregt und der Verdauungsapparat aktiviert.

Hinweis

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