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Wassermelone: Schale mitessen

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Wassermelonen essen, Schalen wegwerfen?

Das Fruchtfleisch essen, Kerne rauspulen und die Schale wegwerfen… So essen die meisten Menschen Wassermelone.

In der Schale steckt viel mehr als gedacht!

Sie können einfach die Schale mitessen! Nach gründlichem Waschen zum Beispiel in kleine Stücke schneiden und in den Salat geben. Auch angebraten sind die Schalen eine gesunde und leckere Beilage. Oder einfach pur mitessen und von den vielen gesunden Inhaltsstoffen profitieren. Natürlich immer ausreichend dazu trinken (ca. 1,5 Liter Wasser am Tag).

1. Blutdruck regulieren
Regelmäßiger Konsum von Wassermelonen-Schalen trägt dazu bei den Körper zu entgiften, zu entwässern, und so den Blutdruck zu senken. Besonders bei leicht erhöhtem Blutdruck sehr hilfreich.

2. Libido steigern
Der hohe Anteil an Citrullin in der grünen Schale kurbelt die Hormone an und lässt die Lust auf Sex wieder erwachen. Auch gegen Impotenz wird Wassermelone zum Teil eingesetzt.

3. Sport-Training optimieren
Zusammen mit einer Proteinquelle liefern Wassermelonen-Schalen nach einem anstrengenden Training viele wichtige Aminosäuren. Das ist wichtig, um nach dem Training die Muskeln zu regenerieren und zu stärken.

4. Nieren und Blase durchspülen
Wassermelone ist ein natürliches Diuretikum (von Nieren, lat. Diurese), also ein pflanzliches harntreibendes Mittel, das unterstützend bei Ödemen, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz aber auch bei Vergiftungen eingesetzt wird. Blase und Nieren profitieren davon ganz natürlich durchgespült zu werden. Sind die Organe gefordert, wird der ganze Mensch gefördert.

5. Abnehmen unterstützen
Die Ballaststoffe, die in der Rinde von Wassermelonen stecken, sind nicht nur gut für die Verdauung, sondern helfen auch beim Abnehmen. Das Sättigungsgefühl tritt schneller ein und man bleibt länger satt. So fällt es Ihnen leichter, nicht zu viel zu essen und trotzdem satt und zufrieden zu bleiben. Zusätzliche körperliche Betätigung unterstützt den Prozess des Gewichtsverlustes selbstverständlich.

Tipp

Auch die Kerne der Wassermelone können zu gesundheitsfördernden Getränken verarbeitet werden. weiterlesen

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Schilddrüsenunterfunktion
– was kann helfen?

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Wie äußerst sich eine Schilddrüsenunterfunktion?

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) produziert der Körper zu wenig Schilddrüsenhormone. Der Mangel kann sich auf verschiedene Organe, Nerven und die Psyche auswirken. Die Anzeichen sind oft relativ unspezifisch, so fällt die erste Vermutung bei einer Herzrhythmusstörung oder Depression meist nicht auf die Schilddrüse. Typische Symptome einer Unterfunktion sind:

  • Verlangsamte Reflexe
  • Gedächtnisschwäche
  • Kropf (Struma)
  • Brüchige Stimme und verwaschene Aussprache
  • Haarausfall und brüchige Fingernägel
  • Ständige Müdigkeit
  • Erhöhte Blutfettwerte
  • Ständige Verstopfung
  • Flüssigkeitsansammlung im Augenlid (Ödeme)
  • Flüssigkeitsansammlung im Bindegewebe
  • Unregelmäßige Regelblutung bei Frauen
  • Fruchtbarkeitsprobleme bei Frauen
  • Potenzprobleme bei Männern

Wenn die Schilddrüsenunterfunktion lange nicht erkannt oder behandelt wird, kann sich der Herzschlag verlangsamen und die Herzkranzgefäße können verkalken. In der Folge kann eine Herzmuskelschwäche oder ein Herzbeutelerguss auftreten.

Wodurch entsteht eine Schilddrüsenunterfunktion?

Die Schilddrüse produziert das lebenswichtige Schilddrüsenhormon Thyroxin. Dazu benötigt sie Eiweiß und Jod. Jodmangel kann daher eine Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Ein Kennzeichen dafür kann eine Kropfbildung sein.

Wenn eine genügende Menge an Thyroxin im Körper vorhanden ist, kann aus dieser Vorstufe ein weiteres Schilddrüsenhormon gebildet werden, das Trijodthyronin. Die Schilddrüsenhormone sind beteiligt an Wachstum, Kreislauf und Psyche und daher sehr wichtig für die Gesundheit.

Mögliche Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion können eine Störung der Schilddrüse selbst sein oder auch Störungen in den Regelzentren der Hormonbildung, beispielsweise in dem Hypothalamus oder in der Hirnanhangsdrüse Hypophyse. Sie produziert den Botenstoff TSH, der die Produktion von Schilddrüsenhormonen in der Schilddrüse anregt. Seelische Belastungen können ebenfalls zu Schilddrüsenproblemen führen.

Das kann helfen bei Schilddrüsenunterfunktion

Jod meist nicht notwendig

Eine zusätzliche Zufuhr an Jod sollte gründlich überdacht werden. In Deutschland ist eine gute Jodversorgung Standard und Jodmangel eine absolute Ausnahme. Eine Aufnahme von Jod durch natürliche Lebensmittel wie Blattspinat, Feldsalat, Brunnenkresse, Algen oder Meeresfrüchte ist der Einnahme einer Tablette auf alle Fälle vorzuziehen. Für die ausreichende Versorgung durch Jod genügen schon kleine Mengen frischer Lebensmittel.

Weglassen bei blockierter Jodaufnahme

Die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse kann von manchen Stoffen reduziert werden. Beispiele für Iodinationshemmer sind zum Beispiel Senfölglycoside (Glycosinolate), die in manchen Kohlarten vorkommen (z.B. Blumenkohl, Rosenkohl, Brokkoli) aber auch in Sojabohnen und Steckrüben. Sie können auch die Produktion von organischen Jodverbindungen behindern, die bei der Bildung von Schilddrüsenhormonen notwendig sind. Diese Lebensmittel sollten eingeschränkt zu sich genommen werden.

Aminosäuren, Eisen und Selen

Die essentiellen Aminosäuren sind unabdingbar für einen funktionierenden Hormonstoffwechsel. Essentielle Aminosäuren müssen dem Körper durch die Nahrung zugeführt werden, da er sie nicht selber bilden kann. Weitere Vitalstoffe, die für die Schilddrüsenfunktion Bedeutung haben, sind Selen, Folsäure und Eisen. Die regelmäßige Versorgung aus der Nahrung mit diesen Spurenelementen und Vitaminen sollte geprüft werden.

Neue Gemmo-Therapie

Die Alternativmedizin kennt bereits gute Erfolge mit der Gemmo-Therapie, die in Frankreich, Belgien und der Schweiz schon eingesetzt wird. Dafür werden Knospen und Keimlinge, teilweise auch Wurzeln von wirksamen Pflanzen medizinisch als Spray aufbereitet. Dieses Spray wird direkt auf die Mundschleimhäute gesprüht und die Hormone aus den Heilpflanzen können so unmittelbar wirken, ohne den Umweg durch die Verdauung gehen zu müssen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Immer diese Nebenwirkungen

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Chemische Prozesse

In allen Lebewesen finden chemische Prozesse statt. Chemie ist also nichts Künstliches, sondern die Grundlage allen Lebens. Warum gibt es also bei den pharmazeutischen Medikamenten so viele Nebenwirkungen? Was macht die Pharmaindustrie anders als das Naturheilmittel?

Imitierte Natur

Naturstoffe sind meistens die Ausgangsstoffe für Medikamente in der Pharmaforschung. Diese nimmt dann bewusst chemische Eingriffe vor, um die Wirkung zu optimieren und Nebenwirkungen zu reduzieren. Da nicht immer genügend Pflanzen für bestimmte Stoffe zu Verfügung stehen, werden Naturstoffe auch teilsynthetisch, unter Beteiligung weiterer Pflanzenstoffe hergestellt. Am besten jedoch vollsynthetisch! Denn mit einem patentierten synthetischen Produkt lässt sich mehr verdienen, als mit mühsam gesammelten Kräutern und Gewürzen. Bei all diesen künstlich hergestellten Medikamenten wird der natürliche Ausgangsstoff aber nur imitiert. Und genau diese Isolierung eines einzelnen Stoffes ist das Problem.

Chemische Arzneimittel kopieren die Natur und bestehen meist nur aus Einzelstoffen. Das Zusammenspiel der naturgegebenen Stoffe fehlt hier und daher sind diese Mittel mit erheblichen Nebenwirkungen belastet.

Naturheilmittel

Natürliche Präparate setzen sich meist aus den Stoffen der ganzen Pflanze zusammen und diese entwickeln dann in Synergie die gewünschten Heilkräfte bzw. regen die Selbstheilung des Organismus an. Pflanzliche Heilpflanzen-Produkte rufen in den seltensten Fällen Nebenwirkungen hervor. Sie vertragen sich in der Regel gut mit anderen Medikamenten.

Die Natur ist also nicht so ohne weiteres zu kopieren. Die Konzentration auf einen einzigen Wirkstoff bringt zwar eine Linderung des fokussierten Symptoms, aber es bringt den gesamten Körper aus dem Gleichgewicht, so dass Nebenwirkungen auftreten.

Die Natur ist auch giftig

Auch bei Stoffen aus der Natur gibt es chemische Verbindungen, die einer gesunden Ernährung förderlich sind, und welche, die giftig sind. Die sekundären Pflanzenstoffe sind ein gutes Beispiel dafür, dass es innerhalb einer Stoffgruppe gute und schädliche Wirkungen geben kann.
Gute sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Phytochemikalien:

Giftige sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Alkaloide:

Expertenwissen

Das Wissen um die aktiven Wirksubstanzen der Pflanzenwelt ist die Basis der Naturheilkunde. Wir raten deshalb stets dazu, einen Fachmann zu befragen. Ein guter Therapeut hat den Menschen als Ganzes im Blick und konzentriert sich nicht – wie Schulmediziner das oft tun – auf ein bestimmtes Symptom oder einen bestimmten Messwert.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Muskelkrämpfe
– das kann helfen

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Wie äußern sich Muskelkrämpfe?

Die Muskulatur wird ständig beansprucht. Eine unwillkürliche, krampfartige und anhaltende Anspannung von Muskeln wird Krampf, Muskelkrampf oder Spasmus genannt. Die plötzlichen Muskelverhärtungen können jederzeit auftreten und sind sehr schmerzhafte Erfahrungen. Meist sind die Beschwerden auf eine starre Haltung über eine längere Dauer oder starke sportliche Belastung zurückzuführen.

Kurz aber schmerzhaft

Normalerweise dauert ein Muskelkrampf nur relativ kurze Zeit an. Er ist zwar schmerzhaft aber harmlos und und verursacht keine bleibenden Schäden. Sollten Krämpfe sehr häufig auftreten oder dauerhaft anhalten, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wadenkrampf bis Kolik

Krämpfe im Bein sind sehr verbreitet, fast jeder Mensch hat diese Erfahrung schon einmal gemacht.
Koliken im Unterleib sind ebenfalls ein Beispiel für eine schmerzhafte Verkrampfung der glatten Muskulatur, in diesem Falle an Organen wie Darm, Galle oder Blase.

Mineralmangel oft Ursache

Oftmals hängt die Tendenz zu Muskelkrämpfen mit einer Unterversorgung an Mineralstoffen zusammen. Ein ausgeglichener Natrium, –Magnesium und –Kaliumhaushalt kann gegen Muskelkrämpfe vorbeugen.

Sofortmaßnahmen

Wärme kann den Muskel wieder lockern, beispielsweise mit einer heißen Dusche oder Wärmekissen.
Wenn diese Möglichkeit nicht zur Verfügung steht, ist punktueller Druck auf die schmerzende Stelle oder Gegendehnen ein probates Mittel. Leider gehört dazu, dass Druck oder Dehnung gegen einen verhärteten Muskel schmerzhaft sind.

Wadenkrampf

Bei einem Wadenkrampf beispielsweise hilft ein Ausfallschritt. Das betroffene Bein steht hinten, die Ferse fest am Boden. Bei jeder Verlagerung des Gewichts auf das vordere Bein, wird der Wadenmuskel des hinteren Beins gezogen.

Das kann helfen bei Muskelkrampf

Einem Mineralstoffmangel kann durch bewusste Zufuhr von Magnesium und Kalium gegengewirkt werden. Magnesium wirkt positiv auf das neuromuskuläre System, das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Der Mineralstoff Magnesium hemmt die Nervenleitgeschwindigkeit und unterstützt den Rücktransport von Kalium in die Zellen. Die Aktion wird damit nach der Weiterleitung an die Muskeln abgeschlossen und es können keine weiteren Kalzium-Ionen in das Innere der Muskelzelle strömen. Ist zu wenig Magnesium oder Kalium im Blutspiegel vorhanden, ist ein höheres Risiko für schmerzhafte Muskelverkrampfungen gegeben.

Schwitzen und Mineralstoffmangel

Kalium kann bei starkem Schwitzen vom Körper ausgeschieden werden. Als Elektrolyt ist der Stoff jedoch wichtig zur Steuerung der Muskelaktivitäten. Ideal ist daher ein ausgeglichener Magnesium-Kalium-Spiegel.
In Kombination mit Citrat kann Magnesium vom Körper besser aufgenommen werden.
Wenn durch starkes Schwitzen viel Natriumchlorid verloren wurde, kann auch das ein Auslöser für Muskelkrämpfe sein. Durch den Ausgleich des Elektrolytmangels kann das Problem meist rasch behoben werden.

Entspannende Vitalstoffe

Magnesium unterstützt die Muskelentspannung. Eine gute Versorgung mit Magnesium reduziert die Anfälligkeit für Muskelkrämpfe und Zerrungen. Magnesiumlieferanten sind Nüsse, Bananen, Hülsenfrüchte und Kartoffeln.
Antioxidantien schützen die Körperzellen gegen freie Radikale, die die Moleküle der Zellen angreifen. Antioxidantien reagieren mit den aggressiven Substanzen und neutralisieren sie auf diese Art. Beim Heilungsvorgang nach Verletzungen werden besonders viele Antioxidantien gebraucht. Sie können die körpereigene Immunabwehr unterstützen und die Regeneration beschleunigen. In Obst und Gemüse sind Antioxidantien enthalten.
Sportler schätzen die positiven Eigenschaften des Vitamin B-Komplex. Diese Vitamingruppe ist beteiligt am zellulären Energiestoffwechsel in den Muskeln. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6 unterstützt den Körper bei der Umwandlung von Nahrung in Glucose und damit Energie. Müdigkeit und Ermüdungserscheinungen wird damit entgegengewirkt. Es unterstützt die Regeneration von beschädigtem Muskel- und Hautgewebe.

Gesund ernähren und heilen

Grundsätzlich ist für gesunde Muskeln eine proteinreiche Kost günstig. Aminosäuren zum Aufbau von Proteinen und zur Regenration von verletztem Gewebe liefern unter anderem Milchprodukte, mageres Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte und Soja.

Hinweis

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Amalgam
– Auswirkungen auf die Gesundheit

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Zeitbombe Zahnfüllung

Seit rund 150 Jahren wird Amalgam oft und gerne für Zahnfüllungen verwendet. Es ist günstig, lässt sich gut erarbeiten und bleibt lange stabil. Amalgam besteht zur Hälfte aus dem hochgiftigen Schwermetall Quecksilber. Die andere Hälfte besteht aus Kupfer, Silber, Zinn, Zink, Palladium und weiteren Schwermetallen.
Aus den Amalgam-Zahnfüllungen wird ständig Quecksilber in Kleinstmengen freigesetzt und vom Organismus aufgenommen und eingelagert.

Bewusstmachung

Bei acht Zahnfüllungen kann die tägliche Menge von Quecksilberaufnahme im Organismus schon mal 15 bis 20 Mikrogramm ausmachen. Aus der Nahrung werden nochmals durchschnittlich bis zu 2 Mikrogramm täglich aufgenommen.

Lipophiles Gift

Da Quecksilber fettlöslich ist, kann es von den Schleimhäuten im Mund absorbiert werden. Ebenso kann es die Zellmembranen überschreiten und sich Gehirn ablagern.
Bei vielen Krankheiten mit ungeklärten Ursachen, insbesondere bei Autoimmun-Erkrankungen und Depressionen, kann es der Fall sein, dass der Auslöser vielleicht in Quecksilberdepots liegt. Das liegt daran, dass Quecksilber sich mit körpereigenen Proteinen verbinden kann. Diese Verbindungen werden vom Immunsystem nicht mehr als körpereigen erkannt und eine ständige Immunabwehrreaktion wird ausgelöst.

Das kann helfen

Amalgam-Zahnfüllungen sollten sukzessive vom Zahnarzt aus dem Mund entfernt werden, um eine chronische Quecksilbervergiftung zu vermeiden. Verglichen mit den Folgekosten bei schwerwiegenden Erkrankungen durch Quecksilber erscheinen die Kosten dafür vergleichsweise gering.

Natürliche Entgiftung

Eiweißreiche Kost wird flankierend zur Entgiftungsmaßnahme empfohlen. Die Aminosäuren der Proteine können Schwermetalle binden, die dann ausgeschieden werden können.
Wasser ist die Basis für Entgiftungsprozesse, da es die Nieren entlasten kann und beim Ausspülen der gebundenen Giftstoffe dient.

Mineralstoffe können eine sehr wichtige Funktion bei einer Entgiftung einnehmen. Da der Organismus diese ständig benötigt, können sich Schwermetalle an ihre Stelle setzen. Sind aber alle Mineralien ausreichend vorhanden, können sie die Anlagerung von Schwermetallen erschweren. Der Abtransport der Giftstoffe bei der Zellosmose wird durch Elektrolyte wie Kalium, Natrium, Kalzium und Magnesium zusätzlich erleichtert.

Fettsäuren, sogenannte Lipide, aus denen das zentrale Nervensystem zu 80 Prozent besteht, müssen immer wieder erneuert werden. Da Schwermetalle wie Quecksilber fettlöslich sind, haben sie es leicht, sich im Gehirn einzulagern, wenn nicht genügend Fettsäuren vorhanden sind. Ungesättigte Fettsäuren sind daher eine gute Grundlage vor Vorbeugung gegen Schwermetall-Depots in Nervenzellen, aus denen man sie nur noch schwer herauskriegt.

Heilkräuter

Als Naturheilmittel gilt die Mikroalge Chlorella mit einem extrem hohen Chlorophyllgehalt. Sie besitzt die Fähigkeit, Schwermetalle und toxische Stoffe zu binden wie Quecksilber und Palladium aus Amalgam-Füllungen, sowie Cadmium, Nickel, Blei und Platin.

Auf den Ausleitungsvorgang können Algen, Bärlauch, Knoblauch und Koriander positiven Einfluss nehmen. Knoblauch – und drei Mal stärker der Bärlauch – sind wirksam in Bezug auf Schwermetalle durch ihre schwefelhaltigen Verbindungen, die beispielsweise Quecksilber binden.

DMPS

DMPS ist die Kurzform von Dimercaptopropansulfonsäure, einem Antidot bei Vergiftungen, das für die Chelat-Therapie angewendet wird. Der Wirkstoff bildet mit den Schwermetallen stabile Chelat-Komplexe, die ausgeschieden werden und so ein Einlagern der toxischen Stoffe verhindert. DMPS wird nur angewendet bei schwerwiegenden Vergiftungen mit Blei, Arsen, Quecksilber, Gold, Bismut, Antimon und Chrom. Es wirkt schnell, belastet jedoch die Nieren als Ausscheideorgan stark.

DMPS ist wasserlöslich und kann daher auch intravenös gespritzt werden. Es kann eingesetzt werden, um zu testen, ob Schwermetallbelastung eines Patienten vorliegen, zum Beispiel aus Zahnfüllungen oder Implantaten. Dazu wird DMPS gespritzt und der Urin vor und nach der Medikamentengabe untersucht. Diese Untersuchungsmethode ist jedoch risikobehaftet, denn es ist möglich, dass eine Umverteilung von vorher in Depots abgelagerten Schwermetallen durch die Mobilisierung in Gang gesetzt wird.

Nicht sinnvoll ist DMPS bei Vergiftungen mit Eisen, Selen, Thallium oder Cadmium.

Hinweis

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Pepsin

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Im sauren Milieu zuhause

Pepsin ist ein eiweißspaltendes Enzym (auch Peptidase), das im Magensaft enthalten ist. Im sauren Magenmilieu werden unter Einwirkung von Salzsäure die Pepsine durch Abspaltung eines Molekülteils aus ihrer inaktiven Vorstufe, den Pepsinogenen gebildet. Kein anderes Enzym ist daran beteiligt, deshalb nennt sich der Vorgang Aotoproteolyse.

Das Enzym und Pepsi-Cola

Pepsin war das erste tierische Enzym, das entdeckt wurde. 1836 isolierte es der Deutsche Theodor Schwann. Und 1898 hat der Erfinder der Pepsi-Cola, Caleb Bradham aus New Bern in North Carolina sein zuckersüßes Getränk nach den Inhaltsstoffen der Rezeptur benannt, nämlich nach Kolanüssen und Pepsin – „Pepsi-Cola“ war geboren. In Kristallform wurde es rund 100 Jahre nach seiner Entdeckung von dem Amerikaner John Howard Northrop um 1930 präsentiert.

Verdauung

Pepsine sind verantwortlich für das Aufspalten von Eiweißen aus der Nahrung, um sie für den Körper in kurzkettigen Peptiden verfügbar zu machen. Der Name Pepsin kommt von griech. pepsis, Verdauung. Das Verdauungsenzym besteht aus insgesamt 327 Aminosäuren.

Pepsin kann nur im sauren Milieu wirken. Der optimale Wirkungsbereich liegt zwischen einem ph-Wert von 1,5 und 3. Ab einem ph-Wert von 6 wird das Enzym denaturiert. Bis zu einer Temperatur von 60 Grad Celsius ist das Enzym einsatzfähig.

Weitere Verwendung

Pepsin wir eingesetzt zur Untersuchung von Disulfidverbrückungen in Eiweißen. Der Vorgang wird bei niedrigen ph-Werten durchgeführt, bei denen die Gefahr von Disulfidaustauschreaktionen begrenzt ist.

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Aminosäuren

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Grundbausteine des Lebens

Sämtliche Eiweiße (Proteine) im menschlichen Körper sind aus Aminosäuren gebildet. Sie sind die kleinsten Bausteine der Proteine. Im menschlichen Erbgut sind 22 Aminosäuren codiert, aus denen lebenswichtige Proteine entstehen, indem verschieden zusammengestellte Ketten von Aminosäuren durch Peptidbindung zu Eiweißmolekülen (Proteinen) mit unterschiedlichen Funktionen kombiniert werden. Tausende von verschiedenen Proteinen werden durch Aminosäuren gebildet, alle mit unterschiedlichen Aufgaben. In der Biochemie des menschlichen Körpers sind sie wichtig für den Aufbau von Muskeln und Gewebe, Hormonen, die Bildung von Botenstoffen im Gehirn sowie Enzyme. Aminosäuren sind die Grundlage für das reibungslose Funktionieren des Stoffwechsels. Immerhin rund 20 Prozent des menschlichen Körpergewichts bestehen aus Eiweißen.

Keine Aminosäure darf in einem gesunden Organismus fehlen

Der Körper kann nicht alle zweiundzwanzig Aminosäuren selbstständig durch Biosynthese herstellen. Daher müssen die sogenannten essentiellen Aminosäuren durch die Nahrung zugeführt werden, denn sie sind unersetzlich für einen funktionierenden Organismus. Fehlt nur eine davon, ist die Funktion aller Proteine betroffen. Ein Mangel an Aminosäuren bringt eine erhebliche Beeinträchtigung der Gesundheit mit sich. Einige sogenannte Zivilisationskrankheiten können unter anderem auf mögliche Stoffwechselstörungen zurückzuführen sein, wie beispielsweise Arthrose, so hoher Cholesterinspiegel, Diabetes, Erektionsstörungen, Übergewicht, usw.

Über die zweiundzwanzig proteinbildenden Aminosäuren hinaus existieren noch weit über 200 Aminosäuren, die an der Eiweißbildung nicht beteiligt sind aber wichtige Funktionen bei den chemischen Abläufen in den Zellen besitzen.

Unentbehrliche Aminosäuren aus der Nahrung

Folgende acht essentielle Aminosäuren können nicht im menschlichen Stoffwechsel hergestellt werden. Dieser Bedarf muss durch die Nahrung gedeckt werden. Diese acht Aminosäuren heißen Leucin, Isoleucin, Methyonin, Threonin, Valin, Lysin, Phenylalanin und Tryptophan. Säuglinge benötigen darüber hinaus Histidin und Arginin. Besonders viele Eiweißbausteine sind in Lebensmitteln enthalten wie Fleisch und Fisch, in Eiern, Milchprodukten, Hülsenfrüchten, Soja und Getreide. Um Aminosäuren aus der Nahrung aufnehmen zu können, schließt der Organismus die Lebensmittel bei der Eiweißverdauung im Darm in einzelne Aminosäuren auf.

Aminosäuren nehmen Schlüsselpositionen bei der biochemischen Funktion des gesamten Organismus ein. Die unterschiedlichen Funktionen sollen durch einige wenige Beispiele illustriert werden: Als Baustein für Kollagen kommt Lysin eine große Bedeutung für das Herz-Kreislaufsystem zu. Kollagen ist Bestandteil der Gefäßwände, so dass Lysin Stabilität und Festigkeit der großen wie auch der kleinen Blutgefäße unmittelbar beeinflusst. Eine Aminosäurenkombination, die bei Sportlern als regenerations- und leistungsfördernd bekannt ist, heißt BCAA (Branched Chain Amino Acids) und besteht aus Valin, Leucin und Isoleucin. Wiederum ist Arginin bedeutend für die Leitungsfähigkeit des Herzens. Diese Aminosäure ist Vorstufe eines Botenstoffes, der die Erweiterung der Gefäßmuskulatur kontrolliert und damit für die Blutzirkulation verantwortlich ist. An der Neurotransmittersynthese ist Phenylalanin beteiligt, während Tryptophan die Grundsubstanz für Serotonin liefert. Die Regelung des Gehirnstoffwechsels erfolgt über Isoleucin, Leucin und Valin.

Bedarf an Aminosäuren

Der Proteinbedarf von Babys und Kindern ist wachstumsbedingt höher als der von Erwachsenen. Das Gleichgewicht von Aminosäuren wird durch die Leber als zentrales Organ des Aminosäurestoffwechsels geregelt. Die Leber ist das einzige Organ, das über eine komplette Enzymausstattung zum Abbau von Aminosäuren verfügt. Bleibt eine essentielle Aminosäure bei der Nahrungsaufnahme aus, kann die Leber gespeicherte Stoffe freisetzen und so den Aminosäurespiegel im Blut konstant halten. Die verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin werden vor allem in der Skelettmuskulatur und im Herzmuskel verstoffwechselt.

Bei Operationen und Leistungssport, aber auch bei Reduktionsdiäten steigt der Bedarf an Proteinen. Das gilt auch für katabole Stoffwechselzustände bei Verbrennungen, Verletzungen, Krebs, Chemotherapie, AIDS oder Knochenmarkstransplantation. Die Körperfett- und Proteinspeicher werden dann zur Versorgung mit Energie und Aminosäuren für die Immunantwort und die Wundheilung mobilisiert. Eine erhöhte Freisetzung von Glutamin aus der Skelettmuskulatur ist insbesondere für das Immunsystem von Bedeutung.

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