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Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes
– was kann helfen?

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Wie äußert sich Übersäuerung?

Unter einer Übersäuerung kann der gesamte Organismus leiden. Oft werden die Symptome wie Antriebslosigkeit und Appetitlosigkeit, schnelle Ermüdungserscheinungen, Hautprobleme und Gelenkschmerzen nicht sofort auf ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt zurückgeführt. Deshalb kann das Leiden auch unentdeckt bleiben und leicht chronisch werden. Der Fachbegriff der Übersäuerung lautet Azidose (auch Acidose), wobei zwischen akuter und chronischer Azidose unterschieden wird. Akute Azidose im naturheilkundlichen Sinne kann mit einer Ernährungsumstellung auf basische Lebensmittel behoben werden, mit einer chronischen oder latenten Übersäuerung (CLA) wird der Körper nicht so leicht fertig.

Achtung, Begrifflichkeit

In der Schulmedizin wird der Begriff Azidose nur für den lebensgefährlichen Abfall des ph-Werts unter etwa 7,4 im Blut verwendet, wie er beispielsweise bei einer Insulininsuffizienz auftritt. Naturheilkundlich geht es bei Azidose um etwas ganz anderes, nämlich um ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts und die dadurch verursachte Übersäuerung im Bindegewebe, in Lymphen oder Dünndarm. Die Übersäuerung kann auch den ph-Wert in Körperregionen wie Magen, Dickdarm oder Scheide, der bei gesunden Menschen leicht sauer ist, in zu wenig saure Richtung verschieben.

Zivilisationskrankheit

Ein Mangel an Sport und körperlicher Betätigung kann bei Stoffwechselprozessen zur Übersäuerung im Körper beitragen. Durch eine schlechtere Durchblutung der Muskeln wird die Sauerstoffversorgung schlechter und es entsteht mehr Milchsäure. Azidose gilt daher auch als Zivilisationskrankheit, die wiederum weitere Krankheiten nach sich ziehen kann, die ebenfalls als Zivilisationskrankheiten bezeichnet werden.

Was passiert bei Übersäuerung?

Wenn sich permanent zu hohe Mengen an Säuren im Blut befinden, wird nach einiger Zeit Kalzium im Knochen abgebaut. Die Knochendichte nimmt ab. Das kann zu Osteoporose führen. Viele weitere Störungen können möglicherweise mit Übersäuerung in den Zellen beziehungsweise im Zwischenzellgewebe zu tun haben, zum Beispiel Übergewicht, Haarausfall, Konzentrationsmangel, Sehschwäche und Cellulitis. Dadurch, dass im Zwischenzellgewebe Säuren (Schlacken) die Versorgung der Zelle mit Nährstoffen behindern, kann deren normale Funktion nachhaltig gestört werden. Die zusätzliche Leistung der Zellen, diese Abfallstoffe abzutransportieren, sorgt für Extrastress, der auch krank machen kann. Das Immunsystem wird geschwächt. Das kann weitere Erkrankungen begünstigen.

Für zahlreiche weitere ernsthafte Krankheiten wird ein Zusammenhang mit Übersäuerung vermutet, so für Gicht, Arthrose, Neurodermitis, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen und Allergien, möglicherweise sogar für Krebs.

Diät als Ursache

Fastenkuren und Diäten können unter Umständen eine Übersäuerung erst auslösen. Denn Ursache für das Übergewicht sind eingelagerte Fettsäuren. Der Fettabbau geht einher mit der Produktion von sogenannten Ketosäuren, die einen Anstieg an Säuren in den Zellen nach sich ziehen.

Das kann helfen für einen Säure-Basen-Ausgleich

Säuren aus dem Stoffwechsel werden bis zu einem gewissen Maß über die Niere ausgeschieden, über Schweiß, Stuhlgang oder im Kohlendoxid beim Ausatmen. Mit zunehmendem Alter oder bei Krankheit sinkt jedoch die Leistungsfähigkeit der Niere. Durch schlechtere Versorgung von Zellen durch die Belastung der Zwischenzellspeicher mit Säuren (Schlacken) bei einem unausgeglichenen Säure-Basen-Gleichgewicht ist der Abtransport dieser Abfallprodukte zusätzlich erschwert. Es kann zu einem Säureüberschuss kommen. Die Entsäuerung über den Magen-Darm-Trakt, die in zahlreichen Produkten angeboten wird, entschlackt nicht die Zellen.

Basenpuffer

Basen können Säure neutralisieren. Daher können körpereigene Basenspeicher diesen Säureüberschuss abfedern – aber nur solange Vorrat reicht. Allerdings sorgen die Ernährungsgewohnheiten der meisten Menschen dafür, dass die Basenspeicher nicht so rasch wieder aufgefüllt werden, wie es notwendig wäre. Selbst der Verzehr von rund 20 Prozent der Nahrung in Form von frischem Obst, Salat, Gemüse und Mineralwasser wird von vielen Alternativmedizinern als nicht ausreichend betrachtet, um einen zuverlässigen Basenüberschuss aufzubauen.

Ein gesunder Säure-Basen-Haushalt basiert letztlich auf der Zufuhr von genügend basischen Lebensmitteln, um die Basenspeicher als Pufferung der Säuren zuverlässig aufzufüllen. Eine basenüberschüssige Ernährung schafft diese Puffer als Voraussetzung für eine verbesserte Funktionsfähigkeit und Gesundheit.

Ernährung

Ob ein Lebensmittel basisch oder sauer ist, richtet sich nicht danach, wie es schmeckt oder wie sein ph-Wert sich bemisst, sondern wie es verstoffwechselt wird. Bei der Energiegewinnung aus eiweißhaltigen Lebensmittel entsteht Säure. Hingegen werden Zitrusfrüchte, von denen man annehmen könnte, dass sie zu sauren Lebensmitteln gehören, weil sie einen hohen ph-Wert aufweisen, basisch verstoffwechselt und können positiv auf den Säure-Basen-Haushalt wirken.

Der PRAL-Wert

Der PRAL-Wert (Potential Renal Acid Load) zeigt an, ob ein Lebensmittel eher zur basischen oder zur säurebildenden Gruppe gehört, wenn es vom Körper aufgenommen wird.

Zu sauren Lebensmittel gehören (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Nicht auf alle säurebildenden Lebensmittel und Mineralien kann der Organismus bei einer gesunden Ernährung verzichten, aber auf die Verhältnismäßigkeit kommt es an. Saure Lebensmittel sollten maximal 20 Prozent der Nahrung ausmachen.

  • Fleisch, Fisch, Wurst und Eier
  • Zucker
  • Quark und Käse
  • Kaffee und schwarzer Tee
  • Weißmehl
  • Cola, Limonade und zuckerhaltige Softdrinks
  • Alkohol

Zu basischen Lebensmittel gehören (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Sie sollten 80 Prozent der Nahrungsaufnahme ausmachen.

  • Obst
  • Kartoffeln
  • Salat
  • Spinat
  • Trockenfrüchte
  • Zwiebeln
  • Oliven
  • Avocados
  • Algen wie besipielsweise Chlorella
  • Rote Beete
  • Spargel
  • Paprika
  • Gurke
  • Austernpilze und Shitake
  • Mandeln und Esskastanien
  • Lupinenmehl mit viel Eiweiß

Schönheit und Gesundheit

Die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion und die Versorgung mit basischen Mineralien kann einen Puffer gegen Übersäuerung schaffen. In der Folge stellen sich oftmals positive Veränderungen im Hautbild, an den Gelenken, schöne und gesunde Haare und sogar Sehverbesserungen ein.

Sangomeereskoralle und Chlorella

Die Sangomeereskoralle enthält hochwertige basische Mineralien, die Säuren wirkungsvoll neutralisieren und die Mineraliendepots des Organismus wieder auffüllen. Eine positive Wirkung auf die Aktivierung der körpereigenen Basenproduktion besitzt auch die Chlorella-Mikroalge, eine Süßwasseralge, die für zahlreiche Prozesse im Organismus nützlich ist. Die großen Mengen an Chlorophyll und basischen Mineralien wie Kalzium, Mangan, Eisen, Zink und Magnesium wirken nicht nur stark basisch, sondern helfen auch bei der Produktion neuer Blutzellen. Das Immunsystem wird unterstützt und der Reinigungsprozess von Säuren, Giften und anderen Abfallprodukten in Gang gebracht.

Basenbäder

Basenbäder ein bis drei Mal die Woche stimulieren das größte Organ des Menschen, die Haut. Die Haut ist ebenfalls ein wichtiges Ausscheideorgan für Säuren und Gifte. Durch die Wärme kann der Lösungsprozess unterstützt werden. Darüberhinaus sind Basenbäder eine Wohltat für die Seele, und man darf nicht vergessen, dass auch seelischer Stress für Säurebelastung verantwortlich sein kann.

Unterstützung der Niere

Die Niere als wichtiger Säurenausscheide-Organ kann in ihrer Funktion unterstützt werden, beispielsweise durch viel Kräutertee und Frischpflanzentropfen aus Urtinkturen, zum Beispiel 20 ml Brennnessel, 10 ml Kamille, 40 ml Goldrute und 30 ml Zinnkraut. Das kurbelt die Leistungsfähigkeit des Entgiftungsorgans an.

Heilpflanzen und Präparate mit natürlichen Inhaltsstoffen von Brennnessel, Eisenkraut, Birkenblätter, Goldrutenkraut, Schöllkraut oder Preiselbeerblättern sind gut für die Nieren.

Mittelmeerküche ist grundsätzlich basen-orientiert und daher geeignet für die Nierenunterstützung, denn sie ist eiweißreduziert aber nicht eiweißfrei und verwendet viel Obst und Gemüse. Salzarm zu kochen ist ebenfalls gesund für die Nieren. Omega-3-Fettsäuren wie in Krillöl, Hanföl oder Leinöl wirken entzündungshemmend und entlastend.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Übersicht

Beta-Glucan (Beta-Glukan)

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Power für das Immunsystem

Glucane sind natürliche Vielfachzucker (Polysaccharide), die aus Hefe, Hafer und bestimmten Pilzen gewonnen werden. Unter den Glucanen sind besonders die Beta-Glucane mit β-glycosidischen Bindungen von medizinischer Bedeutung. Beta-1,3-Glucan/Beta-1,6-Glucan werden als qualitativ am hochwertigsten eingestuft, im Folgenden bezeichnet als Beta-Glucan. Diese Substanz kann beispielsweise aus der Zellwand von Backhefe in sehr reiner Form extrahiert werden.

Es wird international geforscht

Empirisch konnten mit Beta-Glucan bereits beeindruckende Erfolge bei Mensch und Tier erzielt werden. Aus diesem Grund gilt Beta-Glucan als äußerst erfolgversprechend. In Asien wird intensiv geforscht. Von der Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) der USA soll eine positive Einschätzung vorliegen. Ergebnisse aus internationalen Studien werden betrieben, um die medizinische Verwendbarkeit der Substanz zu prüfen. Positive Effekte von Beta-Glucan werden insbesondere vermutet für die Senkung des Cholesterinspiegels, die Regulierung des Blutzuckerspiegels und die Steigerung der Immunabwehr. Dadurch könnten sich hoffnungsvolle Einsatzgebiete ergeben für Menschen mit bakterieller oder viraler Infektion, Allergien, geschwächter Immunabwehr, erhöhten Cholesterin oder Blutzuckerwerten oder unter Strahlenbehandlung und Chemotherapie.

Wirkungsweise von Beta-Glucan

Als Polysaccharid gehört Beta-Glucan zu den Ballaststoffen und entfaltet seine Wirkung im Darm. Die körpereigene Abwehr wird unterstützt, indem es die Makrophagen im Immunsystem des Körpers aktiviert. Makrophagen sind die Zellen, die schädliche Viren und Bakterien, Pilze oder Krebszellen aktiv bekämpfen. Deshalb spielen sie für die Leistungskraft des Immunsystems eine wichtige Rolle.

Was könnte Beta-Glucan für Mensch und Tier leisten?

Im North American Journal of Medical Sciences 10/2013, S. 580-588 wird von den Autoren V. Vetvicka, L. Vannucci und P. Sima unter anderem von einem empirischen Experiment bei norwegischen Lachsen 1990 berichtet, bei der große Teile der Zuchtlachspopulation und damit ein wirtschaftlich sensibles Exportgut des Landes von multiresistenten Keimen bedroht war. Durch ein Extrakt von Beta-Glucan aus Bierhefezellen des Mikobiolagen Dr. Jan Raa konnte die Epidemie in den Lachszuchtstationen eingedämmt werden. In Frage stellt sich, inwieweit sich diese Wirkung zuverlässig auf den Menschen übertragen lässt, beispielsweise beim unterstützenden Einsatz in der Orthomolekularen Medizin bei Infektion mit Herpes-Viren oder HIV. Da die Viren bei einem geschwächten Immunsystem zum Ausbruch kommen, kann es hilfreich sein, die Abwehrkräfte zu stärken.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Basenkur

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Bezugsquelle: Basenbad | Basen Kur-Konzentrat AlkaQuell

Basische Ernährung

In der Alternativmedizin gibt es zahlreiche Anhänger der Theorie, dass der Körper durch zivilisatorisch falsche Ernährung übersäuert werde, wodurch der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht gerate. Eine chronische Übersäuerung (Azidose) könne auf längere Sicht gesundheitsschädigende Folgen haben. Manche Alternativmediziner bringen grundsätzlich jede Erkrankung mit Übersäuerung in Verbindung, insbesondere Gicht, Arthrose, Neurodermitis, Osteoporose, Muskelschmerzen, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen, Allergien und sogar Krebs. Theorien zur Übersäuerung des Körpers und damit verbunden verschiedene Konzepte zu basischer Ernährung sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts populär. Diverse Diätmodelle wie beispielsweise Trennkost nach Howard Hay und die Waerland-Kost nach Otto Warburg und Maximilian Bircher-Benner gehören ebenso zu den gängigen Konzepten wie Basenkuren durch Nahrungsergänzungsmittel.

Lebensmittelzuordnung in der
basischen Ernährung

Die Empfehlungen zu basischer Ernährung basieren zumeist auf der Faustformel, dass für Nahrungsmittel, die sauer wirken sollen, vier Mal so viele Nahrungsmittel mit basischer Wirkung verzehrt werden sollen.

Einige saure Lebensmittel (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Fleisch und Fisch, sowie Wurst und Eier
  • Zucker
  • Mehl ohne Getreideschalen, Weißmehlprodukte
  • Quark, Käse
  • Kaffee, schwarzer Tee
  • Cola, Limonade und zuckerhaltige Softdrinks

Einige basische Lebensmittel (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Obst
  • Kartoffeln
  • Salat
  • Spinat
  • Trockenfrüchte
  • Zwiebeln

Basenkuren

Basenkuren sollen einen nahrungsbedingten Säureüberschuss ausgleichen. Dies kann auf verschiedenen Wegen geschehen. Als äußerliche Anwendung über die Haut oder oral als Nahrungsergänzung.

Basenbäder
Sicherlich die schönste und entspannteste Art zu Entsäuern. Basische Badezusätze, die meist als Konzentrat vorliegen, helfen dem größten Organ des Menschen – der Haut – sanft zu entsäuern und zu entgiften. Nach einer Basenkur sollte Ihre Haut den natürlichen pH-Wert von 8,5 erreichen. Dies ist der Wert, mit dem man als Kind auf die Welt kommt.

Basenwasser / Aktivwasser
Trinken ist bei Basenkuren sehr wichtig. Zur Herstellung einer basischen Trinklösung empfiehlt sich Konzentrat, das regelmäßig eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit zu sich genommen wird. Ein pH-Wert von ca. 10,5 in der Trinklösung ist für den Körper sehr gut verträglich

Basenpulver
Verschiedene Nahrungsergänzungsmittel sind unter der Bezeichnung Basenpulver oder Säure-Basen-Pulver im Handel erhältlich. Sie  Meist handelt es sich um Mischungen von Mineralsalzverbindungen mit Saccharose und / oder Lactose.

Säure-Basen-Haushalt

Säuren entstehen im Stoffwechselprozess in den Zellen beim Abbau von Kohlenhydraten (Stärke, Zucker), bei der Fettverbrennung und im Eiweißstoffwechsel. Der Körper hält sein Säure-Basen-Gleichgewicht für gewöhnlich selbstständig. Überschüssige Säuren werden über die Niere im Urin ausgeschieden, über den Stuhl, über Schweiß und beim Ausatmen im Kohlendioxid. Dauerhafte Azidosen sind nur bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Mellitus oder Funktionsstörungen der Nieren bekannt. Wenn sich permanent zu hohe Mengen an Säuren im Blut befinden, wird nach einiger Zeit Kalzium im Knochen abgebaut, was zu Osteoporose führen kann. Die Messgröße für den Säure-Basen-Haushalt ist der pH-Wert, der unterschiedlich hoch ist in verschiedenen Körperflüssigkeiten wie Blut, Lymphen, Speichel oder Urin.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Quercetin

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Starker antioxidativer Helfer

Quercetin (von lat. quercus, Eiche) gehört zu den Flavonoiden. Es handelt sich um einen gelben Pflanzenfarbstoff, der in Äpfeln, Brokkoli, Zwiebeln, Kapern, Kirschen, Grünkohl und sehr vielen anderen Pflanzen enthalten ist, darunter vielen Heilpflanzen. Quercetin gilt als einer der am stärksten verbreiteten Pflanzenfarbstoffe in der Natur. Der gesundheitsförderliche Stoff ist ein Oxidationsprodukt des Anthocyanins (Anthocyanin) Cyanidin. Das Geheimnis seiner Wirksamkeit steckt in seinen antioxidativen Eigenschaften. Unter allen Flavonoiden scheint Quercetin einer der wirksamsten Stoffe für die menschliche Gesundheit zu sein. Die genaue Wirkungsweise ist noch nicht wissenschaftlich verstanden, daher gelten die physiologischen Effekte nicht gesichert für eine medizinische Nutzung.

Antioxidans

Die antioxidativen Eigenschaften des Pflanzenfarbstoffes machen ihn wirksam als Radikalfänger. Freie Radikale sind hochreaktive Moleküle, die das Erbgut der Zellen und die Zellmembran schädigen können. Zellalterung und zahlreiche Krankheiten werden von Theorien auf die schädliche Einwirkung der freien Radikalen zurückgeführt, darunter Krebs. Antioxidantien wie Bioflavonoide, zu denen auch Quercetin gehört, oder Vitamin C, schützen die Zelle und können freie Radikale unschädlich machen. Quercetin scheint unter anderem den schädlichen Einfluss von LDL-Cholesterin antioxidativ reduzieren zu können. Möglicherweise kann Quercetin sogar antikarzinogen wirken.

Herzgesundheit und Kreislauf

Es bestehen Hinweise aus Studienverläufen, dass Quercetin möglicherweise das Risiko für kardiovaskuläre Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken vermag. Antiflammatorische und antioxidative Eigenschaften, kombiniert mit einer positiven Beeinflussung von Thrombozytenaggregation (Verklumpung der Blutplättchen) scheinen das hochwirksame Bioflavonoid zu einem wichtigen Verbündeten von Herzgesundheit zu machen.

Gegen Entzündungen

Die antioxidativen Eigenschaften sind offenbar auch positiv für die antiflammatorische Wirkung von Quercetin. Man geht davon aus, dass es entzündungsfördernde Enzyme wie beispielsweise Zyklooxygenase und Lipoxygenase hemmen kann sowie die Histamin-Ausschüttung aus Mastzellen deutlich verringern kann. Diese Funktion könnte bei der Therapie von Allergien hilfreich sein. Bei der Behandlung von Asthma wird Quercetin aufgrund seiner antientzündlichen Wirkung genutzt. Aufgrund der Reduzierung der Harnsäureproduktion kann Quercetin möglicherweise auch bei Gicht eingesetzt werden.

Gegen Infektionen

Eventuell kann Quercetin bei viralen Infektionen eine positive Wirkung entfalten. Klinische Untersuchungen zu dieser Thematik stehen noch aus.

Wein

Quercetin steckt auch in Traubenschalen, deshalb ist seine Konzentration in Rotwein höher als in Weißwein.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Histidin

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Semi-essentielle Aminosäure

Histidin (abgekürzt His) ist eine basische und eiweißbildende (proteinogene) Aminosäure, die im Körper selbstständig in der Leber synthetisiert werden kann. Aus diesem Grund gilt sie als semiessentielle Aminosäure, da sie nicht vollständig über die Nahrung zugeführt werden muss. Die Histidin-Versorgung sollte über das Nahrungsangebot ergänzt werden. Der Text bezieht sich ausschließlich auf das L-Histidin, das als Blutpuffer im Hämoglobin eine wichtige Aufgabe im Körper hat.

Histidin wird als Bestandteil einiger Medikamente und Vitaminpräparate verwendet.

Funktion im Organismus

Im Globin des Blutfarbstoffes Hämoglobin kommt Histidin konzentriert vor. Es unterstützt die Produktion von Hämoglobin und aktiviert die weißen Blutkörperchen, die für eine gesunde Immunabwehrwichtig sind. Neben der Bedeutung für die Hämoglobinbildung ist die Aminosäure am Proteinstoffwechsel, dem ständigen Abbau und Resynthese von Proteinen, beteiligt und an der Produktion von Carnosin.

Die Aminosäure dient als Vorstufe für die biochemische Bildung des gefäßerweiternden Gewebehormons Histamin. Es beeinflusst die Ausschüttung der Magensäfte.

Therapeutische Anwendungen

Gegen rheumatische Arthritis, bei Allergien, Gelenkversteifungen und für eine Steigerung der Libido kann Histidin therapeutisch eingesetzt werden. Ein Mangel kann zu Anämie (Blutarmut) führen.

Natürliches Vorkommen

Histidin ist in chemisch gebundener Form in eiweißreichen Lebensmitteln enthalten wie Fleisch, Fettfisch wie Lachs, Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Milch und Ei. Eine Histidin-freie Ernährung kann zu Leberzellschädigung führen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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Citrusflavonoide

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Noch mehr Gesundheit aus der Zitrusfrucht

Citrusflavonoide gehören zu den Bioflavonoiden. Es handelt sich um Pflanzenfarbstoffe, die Zitrusfrüchten ihre typische gelbe oder orangene Farbe geben. Der hohe Wert der Vitalstoffe aus sekundären Pflanzenstoffen wird der Wissenschaft erst langsam bewusst. Natürlich war der gesundheitsfördernde Einfluss von Zitrone & Co schon lange bekannt als wichtiger Vitamin C-Lieferant mit antioxidativen Eigenschaften.

Natürliche Vitalstoffe aus der Pflanze

Citrusflavonoide sind in vielen Zitrusfrüchten nachgewiesen wie Grapefruit, Limone, Orange und Zitrone. Weniger bekannt aber ebenfalls wirksam ist die Mandarinenart Tangarine. Zu den Citrusflavonoiden gehören Hesperidin, Diosmin, Naringin, Rutin und Quercetin, um nur einige Stoffe zu nennen.

Krampfadern

Hesperidin ist Bestandteil der Häutchen und membranartigen Strukturen in Zitronen und Orangen. Es kommt bei der Behandlung von Krampfadern und Hämorrhoiden zum Einsatz.

Hochwirksamer Vitaminverstärker

Die Citrusflavonoide fungieren als wirksamer Verstärker von Vitamin C. Ganz besonders Rutin und Quercetin unterstützen die antioxidativen Eigenschaften. Sie sind beteiligt an der schnellen Aufnahme und Verwertung von Vitamin C. Ihnen wird zudem eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt und ein positiver Einfluss auf das Kapillargewebe. Rutin und Quercetin kommen konzentriert vor im Fruchtfleisch und in den Schalen von Zitrusfrüchten.

Sie verlängern und steigern die antioxidativen Eigenschaften, schützen Zellmembranen und Zellinneres vor oxidativem Stress und freien Radikalen und sind damit relevant für die Prophylaxe von vielen Krankheiten wie Allergien, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Diabetes, Hepatitis und anderen, möglicherweise sogar Krebserkrankungen.

Es wird den Citrusflavonoiden allgemein ein positiver Einfluss auf die Durchlässigkeit der Kapillargefäße und die Durchblutung nachgesagt.

Gut für das Immunsystem

Die Citrusflavonoide unterstützen durch antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften die Immunabwehr selbst oder verstärken Vitamin C bei der Aufnahme in den Organismus und seiner Wirkung. Der Zellschutz gehört zu den wichtigsten Funktionen. Sie vermögen das Enzym Hyaluronidase zu reduzieren. Dadurch kann eine gefäßabdichtende Wirkung und eine Stärkung der Zellmembranen beobachtet werden. Ödeme konnten so vorbeugend beeinflusst werden. Die Flavonoide können außerdem schädliche Bakterien, Viren, Pilze und Eiweiße ausfällen und so zur Immunabwehr beitragen.

Zitrusfrüchte für die Leber

Ernährungswissenschaftler gehen teilweise von einer aktivierenden Wirkung auf das Entgiftungssystem der Leber aus. Gifte, Schadstoffe und krebsfördernde Substanzen können durch das System ausgeschieden werden.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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