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Gesunde Zahnpasta für wenig Geld

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Anforderungen

Die Anforderungen an eine gesunde Zahnpasta liegen auf der Hand: Eine Zahnpasta für Zähne und Zahnfleisch, die Bakterien und andere Mikroben wegbürstet und die Zähne leicht poliert. Dabei sollte die Zahnpasta den Mund nicht mit Toxinen säuern, das Gewebe nicht schädigen und kein Kalzium aus den Zähnen bleichen.

Zuviel Chemie

Handelsübliche Zahnpasta aus den Drogerie-Regalen hat viel zu oft nur den Anschein gesund zu sein. In Wirklichkeit sind viele unnötige und sogar schädigende Chemikalien enthalten. Achten Sie darauf, dass Ihre Zahnpasta folgende Stoffe NICHT enthält:

  • Diethanolamin
  • Propylenglykol
  • Fluorid
  • Aspartam
  • Saccharin
  • Natriumlarylsulfat
  • Triclosan
  • Glycerin
  • Sorbitol
  • Mikrokügelchen

Lässt man die Chemikalien weg, dann ist es gar nicht so schwer eigene, gesunde Zahnpasta selbst herzustellen. Sie sparen Geld dabei und haben das gute Gefühl, Ihren Zähnen das Leben zu verlängern. Es folgen drei Rezepte für eine gesunde Mundgesundheit.

Einfaches Zahnputz-Mittel

Zutaten:

  • 1 Teelöffel Backnatron
  • ½ Teelöffel nicht raffiniertes, feingemahlenes Meersalz
  • Nach Belieben ätherisches Öl (Pfefferminz- oder Zimtöl) zugeben

Die Zutaten werden vermischt und auf die Zahnbürste gegeben.
Reicht für die täglichen 3x Zähneputzen.

Selbstgemachte Erdpaste

Zutaten:

  • 4 Esslöffel Bentonit
  • Destilliertes Wasser
  • 5 Tropfen Teebaumöl
  • 10 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl
  • 5 Tropfen flüssige Stevia
  • 2 Esslöffel nicht raffiniertes Meersalz

Bentonit mit zwei Esslöffeln destilliertes Wasser in einer Glasschüssel glattrühren. Da Bentonit nicht mit Metall in Berührung kommen sollte, verwenden Sie bitte dazu einen Löffel aus Kunststoff, Glas oder Holz. Teebaumöl und Pfefferminzöl hinzugeben. Das flüssige Stevia und das Meersalz gut einrühren. Geben Sie jetzt so lange destilliertes Wasser hinzu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
In einem gut verschlossenen Deckelglas können Sie Ihre Erdpaste vor dem Austrocknen bewahren.

Remiralisierende und weißmachende Zahnpasta

Zutaten:

  • 5 Teile Kalzium-Magnesium-Pulver
  • 1 Teil nicht raffiniertes, fein gemahlenes Meersalz
  • 2 Teile Backnatron
  • 2-5 Teile Kokosöl, je nach gewünschter Konsistenz
  • Optional: ätherische Öle wie Minze, Zimt, Teebaum, Pfefferminze oder Orange
  • Optional zum Süßen: Stevia (nach Geschmack)

In einer Schüssel mischen Sie Kalzium, Salz und Backnatron. Das Kokosöl in kleinen Portionen dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Jetzt dürfen Sie ganz nach Ihren persönlichen Vorlieben ätherisches Öl und/oder Stevia dazu geben.
Lagern Sie Ihre Zahnpasta in einem kleinen Glasgefäß. Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch werden so auf natürliche Weise gesund gehalten.

Wasserstoffperoxid

Die Zutat Wasserstoffperoxid sorgt für einen weiß-machenden Effekt in Ihrer Zahnpasta. Oft wird er auch bei Rezepten für selbstgemachte Zahnpasta angegeben.
Wir raten Ihnen davon ab, es zu benutzen, weil es das Zahnfleisch reizt und bei empfindlichem oder entzündetem Zahnfleisch nicht sinnvoll ist. Wenn Sie es dennoch benutzen möchten, so achten Sie bitte darauf, dass Sie Zahnpasta mit Wasserstoffperoxid nicht verschlucken.

Quellen

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Engelwurz, Angelikawurzel (Angelica archangelica)

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Angelika, die Engelsgleiche

Die Echte Engelwurz oder Arznei Engelwurz (Angelica archangelica) gehört zur Gattung der Engelwurzen. Sie ist in der Volksmedizin als Heilpflanze bekannt, von der die mittelalterliche Legende sagt, dass sie in Zeiten großer Not von einem Engel auf die Erde gesandt worden sei. Die Geschichte erzählt von einem Einsiedler, dem der Erzengel Gabriel im Traum erschien und die Engelwurz als Heilmittel gegen die Pest zeigte. Dazu passt der botanische Name, zusammengesetzt aus lat. angelicus, Engel, und archangelica, Erzengel. Im Mittelalter spielte die Symbolik eine große Rolle und aus der Beschaffenheit von Pflanzen wurde oftmals auf ihr Heilwirkung geschlossen. Die Hüllblätter um neuwachsende Sprosse der Angelika wurden als Geste des Beschützens gedeutet. Wahrscheinlich war die Heilwirkung der Pflanze zu diesem Zeitpunkt bereits Allgemeinwissen, denn Engelwurz war seit der Antike Bestandteil eines Universalheilmittels, des sogenannten Theriak, das gegen vielerlei Beschwerden angewendet wurde.

Wikinger brachten die Angelika nach Mitteleuropa

In Skandinavien, Island und Grönland ist die Pflanze unter dem Namen Kvan bekannt. Im 10. Jahrhundert kam sie mit den Wikingern nach Mitteleuropa, wo sie in Klostergärten kultiviert wurde. Die zweijährige Pflanze wird bis zu drei Meter hoch.

Heilpflanze aus Klostergärten und wildwachsend in der Natur

Bitterstoffe und ätherische Öle machen die Inhaltsstoffe der Wurzel aus (Angelica radix), die in der Volksmedizin gegen Rheuma und Neuralgien und auch gegen Schlaflosigkeit eingesetzt werden. Innerlich wird ein Tee oder ein Kaltauszug bei leichten Magenverstimmungen, Darmkrämpfen oder Blähungen angewendet. Dadurch, dass auch die Produktion von Magensaft und Bauchspeicheldrüsensekreten unterstützt wird, kann auch bei Appetitlosigkeit Angelika als Heilpflanze verwendet werden. Weitere Inhaltsstoffe der unterirdischen Pflanzenteile sind Angelikasäure, Fumarsäure, Chlorogensäure, Kaffeesäure, Harze und Flavanone.

Aromatische Zutat

Das ätherische Öl aus den Wurzeln und Samen aromatisiert verschiedene Bitterschnäpse, zum Beispiel Chartreuse, Bénédicte oder Boonekamp. Angelika ist auch im Schneeberger Schnupftabak enthalten und macht die typische Note aus. Die Stängel der Angelika werden kandiert für Konfekt oder als Verzierung von Süßigkeiten angeboten. Engelwurz wird daher in Deutschland, den Niederlanden und Polen, seltener auch in Belgien und Frankreich angebaut mit Erträgen von 2,5 und 4 Tonnen pro Hektar, vorwiegend in der Art Angelica sativa. In Duftpotpourris fixiert sie den Duft der anderen Ingredenzien.

Achtung, Gift!

In größeren Mengen wirkt das ätherische Öl aus der Wurzel toxisch. Offenbar kann eine größere Dosis von Angelica Radix Vergiftungen hervorrufen und wurde von Kräuterkundigen in der Volksmedizin zu Abtreibungen eingesetzt. Sehr gefährlich ist die Verwechslung mit dem sehr giftigen Gefleckten Schierling. Bei empfindlicher Haut kann der Kontakt mit dem frischen Saft der Angelika durch phototoxische Stoffe eine Dermitis oder eine Sonnenüberempfindlichkeit auslösen, die sogenannte Angelicadermitis.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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