Süßholzwurzel
(Glycyrrhiza glabra)

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suessholz
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So schmeckt Lakritz

Süßholz (Glycyrrhiza glabra) ist eine Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die Süßholzwurzel wird seit der Antike als wirksames Heilmittel geschätzt. Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt Süßholzwurzel als Tonikum für das Herz und als Heilmittel gegen Erkältungen und Hautunreinheiten. Süßholzwurzel wird als Synonym für Lakritze verwendet.

Seit der Antike beliebt

Die heute bekannte Süßigkeit entstand erst 1760, als der Apotheker George Dunhill Lakritze mit Zucker versetzte und war von da an sehr beliebt. Heute werden neben Zucker auch Gelatine, Stärke, Pektin oder Agar beigesetzt und mit Fenchelöl, Anis oder Salmiak aromatisiert. In Deutschland dürfen Lakritzprodukte ohne einen Warnhinweis nicht mehr als 2 Prozent Salmiak enthalten.

Inhaltsstoffe

Hauptwirkstoff in Lakritz ist Glycyrrhizin. Es handelt sich dabei um ein Glukosid mit der 50-fachen Süßkraft von Rohrzucker. Des weiteren sind Glykoside wie Glabinsäure und Oleanolsäure enthalten sowie zahlreiche Flavonoide und Isoflavone. Neben Polysacchariden befinden sich Aromastoffe im Lakritz wie Cumarine, Anethol und Geraniol.

Wirkung

Die Glycyrrhizinsäure hat auswurffördernde und schleimlösende Eigenschaften und Lakritz wird daher bei Husten und Bronchialkatharren eingesetzt. Die nachgewiesene antibakterielle und antimykotische Wirkung im Süßholzwurzelextrakt trägt zur Heilwirkung bei.

Eine antivirale Wirkung bei Hepatitis A und Hepatitis C ist bekannt. In Zellkulturen hat Süßholzzucker offenbar in hohen Dosen die Bildung von Eiweißes des Herpesvirus blockiert.

Die krampflösende und entzündungshemmende Wirkung von Lakritz ist aus klinischen Untersuchungen belegt, die Wirkungsweise noch nicht genau erforscht. Präparate aus Süßholz werden gegen Gastritis (Magenschleimhautentzündung) und Magengeschwüre eingesetzt.

Bei zu hoher Dosierung kann Lakritz zu Bluthochdruck, Ödemen und Kopfschmerzen führen. Die Einnahme sollte in Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker erfolgen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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