Stearinsäure (Kapselhülle)

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stearinsaeure
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Fettsäure macht die Kapsel

Stearinsäure wird in der Literatur manchmal fälschlicherweise als Stearin bezeichnet. Es handelt sich um eine gesättigte Carbon- und Fettsäure, die in fast allen tierischen und pflanzlichen Fetten vorliegt. Neben Palmitinsäure ist vor allem Stearinsäure eine weit verbreitete Fettsäure.

Stearinsäure ist in der EU in Lebensmitteln ohne Einschränkung unter der Bezeichnung E 570 als Sammelbegriff für Fettsäuren gebräuchlich.

Ursprung prüfen

Stearinsäure kann pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sein. Chemisch gesehen ist das Fett aus Tieren und Pflanzen sogar identisch und für die Funktion im Lebensmittel ist der Ursprung nicht relevant. Tierische Stearinsäure wird den Mägen von Schweinen entnommen und findet in Kosmetika, Seifen, Schmiermitteln, Kerzen, Haarspray, Conditioners, Deodorants, Cremes, Kaugummi und Geschmackstoffen in Lebensmitteln Verwendung. Für Juden, Moslems, Hindus und Veganer ist es aber wichtig zu erfahren, ob tierische Fette enthalten sind.

Pflanzlicher Ursprung

Urs Buergi rät dazu Produkte mit Stearinsäure zu vermeiden, es sei denn der Ursprung wird von dem Hersteller angegeben. Stearinsäure kommt nämlich auch in vielen pflanzlichen Fetten vor, zum Beispiel im Kokosnussöl,  in Haselnüssen und in der Kakaobutter (30–37 %).

Achten Sie also darauf, ob die Stearinsäure in Ihrem Produkt vegetarisch und somit pflanzlichen Ursprungs ist.

Füllmittel: Magnesiumstearat

Magnesiumstearat ist ein Salz der Stearinsäure und eines der häufig eingesetzten Füllmittel in Nahrungsergänzungsmitteln und wird als Fließmittel in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Für die verarbeitenden Prozesse ist der Zusatz hilfreich, da es beispielsweise ein Verkleben von Maschinenteilen verhindert. Doch es ist nicht unumstritten, denn auch hier kann der Ursprung pflanzlich oder tierisch sein.

Magnesium und Stearinsäure getrennt haben ganz andere Wirkungsweisen als das chemisch hergestellte Hilfsmittel Magensiumstearat.

In Amerika unbedenklich eingestuft

Von der FDA (Food and Drug Administration) in Amerika wurde der Zusatz vom Füllmaterial Magnesiumstearat als unbedenklich erklärt.

Es gibt jedoch Untersuchungen, die nahelegen, dass chemisches Magnesiumstearat das Immunsystem negativ beeinflusst. Es führt zu einer gesteigerten Einlagerung von gesättigten Fettsäuren in den wichtigen T-Zellen, möglicherweise auch in B-Zellen. Die Funktionsfähigkeit dieser Zellen wurde dadurch anscheinend herabgesetzt. Ebenso soll Magnesiumstearat im Darm einen Film aufbauen können, der die Resorption von Nährstoffen blockieren kann.

Achten Sie deshalb auch beim Füllstoff Magnsiumstearat auf die Angaben des Herstellers. Magnesiumstearat vegetarisch oder pflanzlich sind hier wichtige Aussagen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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