Isoflavone

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sojabohnen
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In den Wechseljahren beliebt

Isoflavone (oder Isoflavonoide) gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen aus meist gelblichen Pflanzenfarbstoffe der Klasse der Flavonoide. Sie besitzen eine natürliche Funktion für pflanzliche Abwehr von Pathogenen, die positiv auf die Immunabwehr wirken kann.

Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit angereicherten isolierten Isoflavonen sollte stets mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt sein.

Vorkommen

Isoflavone wie Glucosid Daidzin und Genistein kommen in Soja vor. Isoflavone wie beispielsweise Orobol sind auch Bestandteil in diversen Kleearten. In Rotklee stecken außer Genistein auch die Isoflavone Pratensein, Daidzein, Formononetin und Biochanin A. Diese Isoflavone gehören zu den sogenannten Phytoöstrogenen.

Hormonähnliche Eigenschaften

Isoflavone, insbesondere die Phytoöstrogene besitzen eine starke strukturelle Ähnlichkeit mit Östrogen. Als Mittel bei der abnehmenden Östrogenproduktion im weiblichen Körper in den Wechseljahren, wird vielfach zu Rotkleepräparaten gegriffen, da Rotklee in Mitteleuropa als Phytoöstrogen-Lieferant schlechthin gilt. Pytoöstrogene können den Hormonhaushalt regulierend beeinflussen, je nach Vorhandensein von Östrogen im Körper. Die Isoflavone können an freien Östrogen-Rezeptoren andocken.

Außer dem Zyklus der Frau hat der Östrogenspiegel weitreichende Funktionen im Körper von Mann und Frau. Östrogen bindet Feuchtigkeit im Bindegewebe und lagert Fett unter der Haut ein. Es unterstützt die Durchblutung und die Weitstellung der Venen. Es reguliert den Cholesterinspiegel und die Calcium-Speicherung in den Knochen. Darüber hinaus sorgt das körpereigene Hormon für eine positive Stimmung und Konzentrationsfähigkeit.

Rotklee

Im Rotklee sind Isoflavone an Glucose gebunden, dadurch wirkt er bekömmlicher als beispielsweise Soja. Soja enthält zwei Isoflavone, Rotklee enthält fünf Isoflavone mit hormonähnlicher Wirkung, insbesondere Biochanin A und Formonontin.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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