Rheuma, rheumatische Erkrankungen
– was kann helfen?

rheuma
© psdesign1 – fotolia.com

Wie äußert sich Rheuma?

Schmerzende, entzündete Gelenke sind Symptome von nahezu 100 verschiedenen Krankheitsbildern, die medizinisch unter Rheuma oder rheumatischen Erkrankungen zusammengefasst sind. Rheuma ist eine Volkskrankheit, die alle Generationen betreffen kann, sogar Kinder können unter rheumatischen Erkrankungen leiden.

Gerötete und schmerzende Gelenke

Symptome sind oft Müdigkeit, Steifigkeit, Abgeschlagenheit und leichtes Fieber zusammen mit schmerzenden und geröteten, parallele Gelenken, also beispielsweise beide Kniegelenke oder beide Schultergelenke.

Besonders nachts, wenn der Körper zur Ruhe kommt, können die Schmerzen besonders stark auftreten. Mit der Zeit können sich die Gelenke verformen und die Beweglichkeit nimmt mehr und mehr ab.

Lebensqualität in der Krankheit erhalten

Die meisten rheumatischen Erkrankungen sind nicht heilbar. Für die Behandlung ist häufig ein Mix aus Medikamenten, Bewegungstherapie und immer stärker auch natürlichen Wirkstoffen, die den Vorteil besitzen, nebenwirkungsfrei zu sein. In erster Linie geht es darum, die Schmerzen zu reduzieren, um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten oder wiederherzustellen. Ein Muskelaufbau kann dabei zusätzlich hilfreich sein.

Vielfältige Krankheitsbilder

Rheumatische Krankheiten können Knochen, Gelenke und Knorpel betreffen, sogenannte harte Strukturen. Sie können jedoch auch weiche Gewebe befallen wie Muskeln, Bänder oder Sehnen, Nerven, innere Organe oder Gefäße.

Die häufigste rheumatische Krankheit ist die Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis), bei der die Innenhaut von Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnenscheiden entzündet sind.

Doch auch Arthrose, Gicht und Lupus erythematodes zählen zu dem weiten Kreis der rheumatischen Erkrankungen. Es existieren unter anderem rheumatische Augenentzündungen und Entzündungen der Niere.

Das kann helfen

Eine bewusste Ernährung kann in vielen Fällen zu einer signifikanten Verbesserung der Beschwerden führen. Insbesondere können natürliche und nebenwirkungsfreie Wirkstoffe Entzündungen und Schmerzen lindern. Dadurch können die betroffenen Gelenke wieder besser bewegt werden. Das ist umso wichtiger, weil der Knorpel seine Elastizität durch regelmäßige Bewegung am besten regeneriert. Um diese Beweglichkeit wiederherzustellen, stehen in der Naturheilkunde viele Hilfsmittel therapeutisch oder begleitend zur Verfügung.

Wirksame Kombinationen

Die Kombination von MSM (Methylsulfonylmethan, eine organische Schwefelverbindung), Glukosamin und Chondroitin kann die Nährstoffversorgung der Gelenke positiv beeinflussen und für einen Wiederaufbau von Knorpelgewebe und Gelenkschmiere vorteilhaft sein. Die spezielle Kombination der Wirkstoffe steigert die Wirkung der Einzelsubstanzen durch eine verbesserte Aufnahme. Die Entspannung von Muskeln kann die Schmerzen verringern.

Glucosamin zusammen mit Vitamin C und Selen hat bei vielen Patienten die Knorpelstruktur verbessert. In medizinischen Beobachtungen hatten die Einnahme von Gelatine keinen ebenbürtigen Effekt.

Vitamine als kleine Wunderwaffen

In den betroffenen Gelenken wird mehr Vitamin E verbraucht, ein Mangel kann zur Verschärfung der Beschwerden führen.

Vitamin E (Tocopherol) kann den Schmerzmittelbedarf herabsetzen. In zahlreichen Studien hat es Potenzial für den Einsatz bei entzündlichen Gelenkerkrankungen bewiesen und es wird von vielen Ärzten hochdosiert eingesetzt. Das Vitamin ist in der Lage, die Produktion von Schmerzbotenstoffen zu hemmen. Durch den Einsatz von Vitamin E können oftmals antirheumatische Medikamente heruntergefahren werden, was besonders begrüßenswert ist, weil diese Medikamente starke Nebenwirkungen haben können.

Die richtigen Fette

Fettsäuren aus vielen tierischen Lebensmitteln sind Lieferanten für Omega-6-Fettsäuren, die Entzündungen und Schmerzen unterstützen (Arachidonsäure). Deshalb gehören verarbeitete Fleischwaren wie Wurst, besonders fettreiche Lebensmittel wie Schmalz, Innereinen wie Leber und Fleisch im Allgemeinen nur sehr maßvoll auf den Speiseplan.

Omega-3-Fette hingegen können gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Sie hemmen Entzündungsbotenstoffe und können so zur Schmerzlinderung beitragen. Omega-3-Fette sind in Fettfischen enthalten wie Lachs und Makrele, aber auch in Hering, Thunfisch und Forelle.

Besonders wertvolle Eigenschaften besitzt die Omega-3-Alpha-Linolensäure. Sie kann die Produktion der entzündungsbefeuernden Arachidonsäure hemmen. Leinöl, Rapsöl, Walnussöl und Sojaöl sowie alle grünen Gemüsesorten enthalten die Substanz.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

uebersicht
Übersicht

Schreibe einen Kommentar