Resveratrol

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resveratrol
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Rotwein für Zellschutz

Resveratrol gehört zu den Polyphenolen, aromatische Verbindungen aus den sekundären Pflanzenstoffen. In Alkohol und Fetten löst sich Reservatrol gut, in Wasser weniger gut.

Ein Glas Rotwein am Tag

Resveratrol kommt in Himbeeren und Kakaobohnen vor, und besonders in der Schale roter Weintrauben. In der Schalenhaut der Trauben kann der Wirkstoff auch im Trester lange Lagerzeiten sowie den Gärprozess unbeschadet überstehen. Deswegen steckt der Wirkstoff auch in Rotwein, so dass der uralte Spruch von der Gesundheit bei einem Glas Rotwein am Tag seine Berechtigung besitzt – so lange es bei einem Glas bleibt.

Wirksamkeit in Studien

Es soll vorausgeschickt werden, dass klinische Untersuchung mit der wissenschaftlichen Bestätigung der gesundheitsförderlichen Hinweise zum möglichen Einsatz in der Humanmedizin ausstehen. Bisher haben Ergebnisse von In Vitro-Untersuchungen und Studien mit Tieren sehr vielversprechende Potenziale aufgezeigt.

Krebs

Es wird aufgrund von Studien eine hemmende Wirkung auf Krebszellen durch Resveratrol vermutet. Der Effekt scheint durch einerseits durch die Hemmung eines Proteins zum Wachstum der Krebszellen einzutreten, andererseits durch Förderung des zellzerstörenden Proteins Bax. Die Krebszellen haben im Zellkulturenversuch mit Selbstzerstörung reagiert. Der Wirkstoff konnte günstig auf kardioprotektive Effekte wirken und die Herzzellen vor der toxischen Wirkung von Medikamenten schützen. Ob Präparate mit Resveratrol beim unterstützenden Einsatz von Krebstherapien eine Zukunft haben, wird die Forschung zeigen. Forscher befürchten, dass die schlechte Wasserlöslichkeit möglicherweise hinderlich sein könnte.

Der Fettkiller

Resveratrol wirkte in Zellkulturen und bei Tieren offenbar günstig auf die Gewichtsreduzierung, auch unter fettreicher Kost. Optische Alterungsprozesse wurden verlangsamt.

Weitere Krankheitsbilder

Resveratrol hat sich offenbar günstig auf den Verlauf von Multipler Sklerose ausgewirkt. Beider Augenkrankheit Glaukom konnte ein neuroprotektiver Effekt festgestellt werden. Der Blutzuckerspiegel kann möglicherweise positiv von Resveratrol beeinflusst werden, speziell direkt nach der Nahrungsaufnahme. Es wird vermutet, dass Resveratrol die Wirkung von Insulin verstärkt und eine Schutzfunktion für die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse ausübt, wo das Insulin gebildet wird. Und Resveratrol scheint ein Schutzprogramm gegen Stress zu aktivieren mit regenerativen und zellschützenden Eigenschaften.

Vorkommen

Resveratrol ist in mindestens 72 Pflanzenarten enthalten. Gute Lieferanten des Pflanzenstoffes sind Weintrauben, Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen und Erdnüsse.

Dosierung

Nebenwirkungen von Resveratrol sind bei normalem Gebrauch nicht bekannt. Lediglich bei einer sehr hohen Dosierung von 5 Gramm pro Tag traten in einem Experiment Bauschmerzen und Verdauungsstörungen auf. Man findet oft die handelsübliche Dosierungsempfehlung von 500 Milligramm täglich.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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