Pepsin

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

pepsin
© lculig – fotolia.com

Im sauren Milieu zuhause

Pepsin ist ein eiweißspaltendes Enzym (auch Peptidase), das im Magensaft enthalten ist. Im sauren Magenmilieu werden unter Einwirkung von Salzsäure die Pepsine durch Abspaltung eines Molekülteils aus ihrer inaktiven Vorstufe, den Pepsinogenen gebildet. Kein anderes Enzym ist daran beteiligt, deshalb nennt sich der Vorgang Aotoproteolyse.

Das Enzym und Pepsi-Cola

Pepsin war das erste tierische Enzym, das entdeckt wurde. 1836 isolierte es der Deutsche Theodor Schwann. Und 1898 hat der Erfinder der Pepsi-Cola, Caleb Bradham aus New Bern in North Carolina sein zuckersüßes Getränk nach den Inhaltsstoffen der Rezeptur benannt, nämlich nach Kolanüssen und Pepsin – „Pepsi-Cola“ war geboren. In Kristallform wurde es rund 100 Jahre nach seiner Entdeckung von dem Amerikaner John Howard Northrop um 1930 präsentiert.

Verdauung

Pepsine sind verantwortlich für das Aufspalten von Eiweißen aus der Nahrung, um sie für den Körper in kurzkettigen Peptiden verfügbar zu machen. Der Name Pepsin kommt von griech. pepsis, Verdauung. Das Verdauungsenzym besteht aus insgesamt 327 Aminosäuren.

Pepsin kann nur im sauren Milieu wirken. Der optimale Wirkungsbereich liegt zwischen einem ph-Wert von 1,5 und 3. Ab einem ph-Wert von 6 wird das Enzym denaturiert. Bis zu einer Temperatur von 60 Grad Celsius ist das Enzym einsatzfähig.

Weitere Verwendung

Pepsin wir eingesetzt zur Untersuchung von Disulfidverbrückungen in Eiweißen. Der Vorgang wird bei niedrigen ph-Werten durchgeführt, bei denen die Gefahr von Disulfidaustauschreaktionen begrenzt ist.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Schreibe einen Kommentar