PABA (paraAminobenzoesäure, Vitamin B10)

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Bezugsquelle: Vitamin B-100 Complex (Vitamin B10, PABA: 100mg/Kapsel)

Baustein für die wichtige Folsäure

Para-Aminobenzoesäure (PABA) ist eine schwache, organische Carbonsäure. In der Literatur wird sie häufig dem Vitamin-B-Komplex zugeordnet, da sie ein wichtiger Baustein der Folsäure ist, die dieser Klasse angehört. Im eigentlichen Sinne handelt es sich jedoch nicht um ein Vitamin. Wenn eine Quelle die Substanz als Vitamin ausweist, wird meist die Bezeichnung Vitamin B10 verwendet.

Die farblosen Kristalle sind wasserlöslich und leicht oxidierbar. PABA ist ein lebenswichtiger Wuchsstoff für die biochemische Bildung von Folsäure. PABA wird in Medizinprodukten, Kosmetika und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt.

Folsäure

Folsäure (Vitamin B9) wird auch unter den Bezeichnungen Vitamin B11 oder Vitamin M geführt. Folsäure hat eine kaum zu überschätzende Bedeutung in den biochemischen Abläufen des menschlichen Körpers. Neben Zellbildung und Zellteilung ist sie auch an der Synthese des Erbguts (DNA) in den Zellkernen beteiligt.

Mangel an Folsäure kann sich äußern in Blutarmut (Anämie), Anfälligkeit für Infekte durch eine verringerte Immunabwehr und verlangsamte Wundheilung. Gravierend ist ein Folsäuremangel besonders in der Schwangerschaft, da er beim ungeborenen Kind ernsthafte Missbildungen am Rückenmarkkanal auslösen kann (Spina bifida). Deshalb ist der Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft besonders hoch und bleibt es in der Stillzeit und im Wachstumsalter des Kindes. Außerdem kann die Einnahme von Antibiotika oder Barbituraten zu einem erhöhten Bedarf führen.

Mangel

PABA ist leicht giftig. Manche Quellen sprechen von kanzerogenen Eigenschaften. In jedem Falle ist PABA eine unentbehrliche Komponente von Folsäure. PABA ist bedeutsam für gesunde Haut und schöne Haare. Bei Mangel können gegebenenfalls Müdigkeit und Reizbarkeit, Kopfschmerzen, frühzeitiges Ergrauen der Haare, Verdauungsstörungen oder Depressionen auftreten.

Unterstützt bei Krankheit

Bei bestimmten Autoimmunkrankheiten wird PABA unterstützend eingesetzt. Man vermutet mittlerweile, dass Lupus, eine Immunerkrankung der Haut, möglicherweise auf PABA-Mangel zurückzuführen ist. Auf Symptome bei Haut und Bindehaut nimmt PABA einen positiven Einfluss und kommt besonders konzentriert in Hautzellen vor.

Pigmentbildung

Insbesondere bei Prozessen, die mit Pigmentbildung zusammenhängen, ist PABA im Einsatz. In der Therapie der Pigmentstörung Vitiligo, der sogenannten Scheckhaut, bei der sich pigmentlose weiße Flecken ausbreiten, konnte PABA vielfach eine Verbesserung erreichen. Augenfällige Alterserscheinung wie graue Haare können mit PABA verlangsamt werden. PABA aktiviert die Darmflora und wirkt beruhigend auf Reaktionen im Magen-Darm-Trakt bei Gluten-Empfindlichkeit. PABA kann in Sonnenschutzölen enthalten sein, da es als natürlicher Filter gegen schädliche UV-Strahlen fungieren kann.

Vorkommen

PABA-Lieferanten sind Vollkornprodukte, Weizenkleie, brauner Reis, Melasse und Hefe.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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