Natron (Natriumhydrogencarbonat)

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natron
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Bezugsquelle: Basenbad mit Edelsteinpulver

Das steckt hinter Natron

Natriumhydrogencarbonat ist allgemein unter dem Trivialnamen Natron bekannt. Es handelt sich um ein Natriumsalz der Kohlensäure.

Tatsächlich ist dies das aus der Küche allseits bekannte Backsoda, das auch unter den Bezeichnungen doppelkohlensaures Natron und Speisenatron zu finden ist oder als Markenprodukt als Bullrich-Salz und Kaiser Natron. (Achtung, die meisten dieser Produkte werden meist nicht als reines Natron angeboten). Wer kennt nicht den alten Trick, getrocknete Bohnen, Erbsen oder Linsen mit einer Prise Natron zu kochen, damit sie schneller weich werden und der Bläheffekt verringert wird. Das soll auch bei Kohl und Käsefondue funktionieren.

Das Natriumhydrogencarbonat wird in der Lebensmittelindustrie zur Herstellung von Brausepulver und Backpulver als Triebmittel verwendet. Auch in Zahnpasta kann das Natron wegen seiner abrasiven Eigenschaften eingesetzt werden.

Das weiße Pulver

Natriumhydrogencarbonat ist eine natürliche Substanz. Es liegt meist als hygroskopisches (wasseranziehendes) weißes Pulver vor. Ab 65 Grad Wärme zersetzt es sich zu Natriumcarbonat und setzt dabei Wasser und Kohlendioxid (CO2) frei.

Biologischer Nutzen

Natriumhydrogencarbonat ist Bestandteil der des Magenschleims und schützt die Magenschleimhaut vor der Magensäure.

Als Hausmittel gegen Sodbrennen ist Natron weit bekannt, meist in Kombination mit Zitronenwasser. Es kann neutralisierend auf die Magensäure wirken indem es die Reaktionsprodukte CO2 und Wasser bildet. Dabei sollte es nicht direkt nach den Mahlzeiten eingenommen werden, da es die Magensäure teilweise neutralisieren kann und damit die Verdauung behindert. Natriumhydrogencarbonat ist nach wie vor Bestandteil zahlreicher Produkte gegen säurebedingte Magenprobleme oder Sodbrennen, selbst wenn dieser Einsatz heute als veraltet angesehen wird.

Natriumhydrogencarbonat wird überall auf der Welt als Puffersubstanz in der Hämodialyse (Blutspülung) bei metabolischer Azidose eingesetzt. Der Vorteil ist unter anderem, dass es nicht erst verstoffwechselt werden muss, wie andere Bestandteile von Dialysaten. Offenbar vermag Natriumhydrogencarbonat das Risiko für Krämpfe, Übelkeit und Blutdruckabfall bei dem Verfahren zu verringern.

Bei sportlichen Aktivitäten wird manchmal Natron als ausdauersteigerndes Mittel eingesetzt.

Bei Vergiftungen kann Natriumhydrogencarbonat als Gegenmittel hilfreich sein bei Barbituraten, Salicylaten oder Trizyklischen Antidepressiva.

Es gibt zahllose weitere Indikationen für den Einsatz von Natriumhydrogencarbonat. Unter anderem sollen Forschungen zur positiven Beeinflussung von Krebsleiden durch Natriumhydrogencarbonat laufen. Von einer dahingehenden Selbstbehandlung wird jedoch unbedingt abgeraten. Die Einnahme sollte stets mit dem Arzt oder Heilpraktiker abgestimmt werden.

Basisch baden

Natriumhydrogencarbonat ist auch die Basis von Basenbädern. Der sanfte basische pH-Wert von 8,5 hilft bei Entsäuerung und und Entgiftung über die Haut und regt deren Selbstfettung an.

Die Werbung der Kosmetikindustrie mit dem angeblichen Säureschutzmantel bei einem pH-Wert von 5,5 ist blühender Unsinn. Die Haut hat diesen Wert, wenn der Körper übersäuert ist und diese Säuren auszuscheiden versucht. Der pH-Wert von 8,5 ist der natürliche Wert für Ihre Haut, denn damit wurden Sie geboren.

Basisch mineralisches Badesalz Konzentrat neutralisiert die Säuren auf der Haut.
Duch den Abbau von Säuren kann nicht nur schnellere Regeneration bewirkt werden, sondern der aktive Zellschutz wird ebenfalls gefördert. Basenbäder halten jede Haut weich und geschmeidig.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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