Natrium

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

natrium
© Kaiya_Rose – fotolia.com

Das positive Ion der Elektrolyte

Natrium ist ein Alkalimetall mit dem Elementsymbol Na. Es ist sehr reaktiv und liegt daher meist in Verbindungen vor, so zum Beispiel in Kochsalz (Natriumchlorid). Im menschlichen Körper kommt Natrium als positiv aufgeladenes Ion (Na+) vor. Es handelt sich um das wichtigste positiv geladene Ion in den Körperflüssigkeiten. Als essentielles Mengenelement des Körpers muss es durch die Nahrung zugeführt werden.

Wechselspiel Natrium und Kalium

Natrium ist für die biochemischen Abläufe im menschlichen Organismus unverzichtbar, im Wechselspiel mit Kalium. Den beiden Stoffen gelingt es, die Spannungsdifferenz auszubalancieren zwischen Kalium-Ionen, die ins Zellinnere gelangen und Natrium-Ionen, die in das Extrazelluläre Milieu aus der Zell heraus strömen. Das Gleichgewicht zwischen Natrium und Kalium (Natrium-Kalium-Pumpe) ist sehr empfindlich und Störungen manifestieren sich schnell in gesundheitlichen Problemen. Insbesondere kann die Übertragung von Nervenimpulsen gestört werden. Die Stoffe spielen eine wichtige Rolle bei der Erregung der Nervenzellen, Übermittlung an die Muskelfasern und die Beeinflussung des Herzrhythmus.

Der Flüssigkeitshaushalt des gesamten Körpers und der Blutdruck hängen direkt von Natrium ab.

Natriumspiegel

Der Wasserhaushalt ist dabei für den Natriumspiegel viel entscheidender, als die Aufnahmemenge des Natriums selbst.

Der Natriumspiegel im Blutserum beträgt normalerweise 135 bis 145 Millimol pro Liter. Die Schwankungen sind dabei eher gering. Wenn wenig oder zu wenig Wasser aufgenommen wurde, konzentriert sich der Natriumgehalt in einem steigenden Spiegel. Wenn mehr Wasser zugeführt wurde, verdünnt sich der Natriumgehalt und der Spiegel fällt.

Das kann zum Beispiel passieren, wenn bei körperlicher Belastung durch das Schwitzen viel Natrium ausgeschieden wird und nur Wasser ohne Natrium wieder zugeführt wird.

Niere als Regulativ

Die Niere übernimmt eine Schlüsselfunktion bei der Regulation von Natrium, wobei das Organ nicht sehr schnell auf eine Veränderung reagieren kann. Bei einem Natriumüberschuss im Blutserum wird sie den Natriumgehalt verdünnen, indem sie Natrium über den Urin ausscheidet aber Wasser zurückbehält. Umgekehrt wird die Niere bei einem Natriummangel das Natrium zurückhalten und Wasser ausscheiden.

Vorkommen in Lebensmitteln

Durch den Zusatz von Kochsalz haben viele verarbeitete Produkte einen hohen, und oft zu hohen Natriumgehalt wie beispielsweise Wurstwaren, Fleischwaren, Hartkäse, Dosengemüse und Fertiggerichte. Normale Konzentrationen liegen vor in Eiern, Milch, Sahne, Weichkäse, Frischfleisch und Frischfisch (im Gegensatz zum haltbar gemachten und in Industrieprozessen bearbeiteten Produkten). Obst und Gemüse gelten als natriumarm.

Auf der Erde

In der Natur gehört Natrium zu den zehn häufigsten Elementen der Erde. Sehr viel Natrium befindet sich im Meerwasser. Es ist Bestandteil vieler Mineralien der Erdkruste.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

© 2015 Gesundbuch Verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Schreibe einen Kommentar