Myrrhenharz

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Geschenk der drei heiligen Könige

Als Myrrhe (von dem semitischen Wort muss, bitter) oder auch Myrrhenharz wird das Harz des Balsambaums Commiphora myrrha bezeichnet. Myrrhe ist seit dem Altertum bekannt. Die Ägypter verwendeten das Baumharz-Granulat zur Einbalsamierung. Im Judentum war Myrrhe wichtiger Bestandteil der Bestattungszeremonie und wurde außerdem für kultische Salbungen eingesetzt. Das Wort „Messias“ bedeutet „der Gesalbte“.

Im Christentum hat Myrrhe als eines der Geschenke der drei heiligen Könige an das neugeborene Jesuskind einen guten Klang. Noch in Pestzeiten galt Myrrhe als wirksame „Pestpille“.

Räucherwerk

Als Räucherwerk gehört Myrrhe – ähnlich wie Weihrauch – zu den Grundharzen und gilt als unentbehrlich für Räuchermischungen. Wenn es nicht zum rituellen Gebrauch genutzt wird soll Myrrhenharz entspannend und reinigend wirken.

In der Naturheilkunde

Myrrhe besitzt desinfizierende, blutstillende und astringierende (zusammenziehende) Eigenschaften. Pharmazeutisch wird das Baumharz als Tinktur gegen Mundschleimhautentzündung eingesetzt. Aufgrund einer krampflösenden Wirkung kann Myrrhe hilfreich bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich verwendet werden. Die glatte Darmmuskulatur wird in ihrem Spannungszustand gelöst und neigt dadurch zu weniger Kontraktionen. Die Wirkungsweise von innerlich angewendetem Baumharz in Kombination mit weiteren pflanzlichen Ingredenzien wird erforscht zum Einsatz gegen Darmentzündung, Reizdarm und chronischen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn. Myrrhe soll bei Bronchitis Linderung bringen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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