Muskel- und Gelenkverletzungen (Zerrung, Verstauchung)
– was kann helfen?

gelenkverletzung
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Wie äußern sich Verletzungen, Zerrungen und Verstauchungen?

Die Muskulatur und die Gelenke bieten eine breite Angriffsfläche für Verletzungen aller Art.

In unmittelbarem Zusammenhang mit äußerlicher Gewalteinwirkung auf Muskeln treten oft starke Schmerzen auf. Verletzte Gelenke schwellen meist an, sind bewegungsunfähig und druckempfindlich.

Der stechende Schmerz nach einer falschen Bewegung oder starker Belastung, die zu einer Zerrung oder möglicherweise zu einem Muskelfaserriss geführt hat, wird oft empfunden wie ein Messerstich. Dabei ist eine Muskelverhärtung deutlich spürbar, manchmal als krampfartiger Vorgang.

Wodurch entstehen Verletzungen an Muskeln und Gelenken

Durch Gewalteinwirkung von außen, beispielsweise bei einem Schlag, Stoß oder Unfall kommt es zu Prellungen der Muskeln, die gegen einen Knochen gedrückt werden. Oft sind diese Verletzungen begleitet von einem Bluterguß. Die Muskelfasern können verletzt sein. Sportliche Aktivität sollten auf jeden Fall unterbrochen werden.

Gelenke können bei der Einwirkung starker Kräfte verstaucht oder verrenkt werden.

Muskelkater tritt auf, denn die Muskeln nicht ausreichend trainiert sind. Winzige Mikroverletzungen entstehen in den Muskelfasern. Durch die Risse dringt Körperflüssigkeit in den Muskel ein und er schwillt an. Dadurch entstehen die Schmerzen. Früher dachte man, Muskelkater würde von Milchsäure verursacht, die durch die Anstrengung entsteht. Der Muskelkater tritt jedoch erst nach etwa 12 Stunden auf, wenn die Milchsäure längst abgebaut ist.

Überbelastung kann dazu führen, dass der Muskel sich verhärtet. Bei andauernder Belastung kann eine Muskelzerrung oder gar ein Muskelfaserriss auftreten. Im Extremfall kommt es zum Muskelriss.

Oft entsteht eine Muskelverletzung, wenn die Muskulatur nicht genügend aufgewärmt ist.

Das kann helfen bei Muskel- und Gelenkverletzungen

Sofort reagieren

Als Sofortmaßnahmen können Kühlung, Hochlegen der Beine und ein Kompressionsverband hilfreich sein. Durch den Druck des Verbands kann die Einblutung in zerstörtes Gewebe verringert werden. Aus diesem Grunde sollte in den ersten Stunden nach dem Vorfall auch keine durchblutungsfördernden Sportsalben aufgetragen werden.

Regelmäßig unterstützen

Magnesium unterstützt die Muskelentspannung. Eine gute Versorgung mit Magnesium reduziert die Anfälligkeit für Muskelkrämpfe und Zerrungen. Magnesiumlieferanten sind Nüsse, Bananen, Hülsenfrüchte und Kartoffeln.

Antioxidantien schützen die Körperzellen gegen freie Radikale, die die Moleküle der Zellen angreifen. Antioxidantien reagieren mit den aggressiven Substanzen und neutralisieren sie auf diese Art. Beim Heilungsvorgang nach Verletzungen werden besonders viele Antioxidantien gebraucht. Sie können die körpereigene Immunabwehr unterstützen und die Regeneration beschleunigen. In Obst und Gemüse sind Antioxidantien enthalten.

Sportler schätzen die positiven Eigenschaften des Vitamin B-Komplex. Diese Vitamingruppe ist beteiligt am zellulären Energiestoffwechsel in den Muskeln. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B6 unterstützt den Körper bei der Umwandlung von Nahrung in Glucose und damit Energie. Müdigkeit und Ermüdungserscheinungen wird damit entgegengewirkt. Es unterstützt die Regeneration von beschädigtem Muskel- und Hautgewebe.

Gesund ernähren und heilen

  • Zink ist wichtig für die Produktion von Proteinen, Grundbaustein von Gewebe und essentiell für den Wiederaufbau von Gewebeschäden nach Verletzungen.
  • Vitamin C aus Obst und Gemüse ist ein wahrer Tausendsassa und unterstützt Gesundheit, Leistung und Heilung. Es wirkt positive auf die körpereigene Immunabwehr und kann die Heilungsprozesse von Muskel- und Bindegewebe signifikant beschleunigen.
  • Grundsätzlich ist für gesunde Muskeln eine proteinreiche Kost günstig. Aminosäuren zum Aufbau von Proteinen und zur Regenration von verletztem Gewebe liefern unter anderem Milchprodukte, mageres Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte und Soja.
Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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