Maracuja (Passionsfrucht)

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maracuja
© Lukas Gojda – fotolia.com

Exotischer Vitaminlieferant

Die Maracuja oder Passionsfrucht (Passiflora edulis) gehört zu der Art der Passionsblumengewächse. Das „edulis“ im lateinischen Namen bedeutet, dass die Frucht essbar ist. Im Handel sind zwei Sorten unter der Handelsbezeichnung Maracuja erhältlich, die Purpurgranadilla (Forma edulis) und die Gelbe Granadilla (Forma flavicarpa).

Die exotische Beerenfrucht ist eiförmig und wird bis zu 12 Zentimetern groß. Sie wächst an Kletterpflanzen, die bis zu 80 Meter lang werden können. Die lederartige Schale ist dunkel und das reife Fruchtfleisch ist grüngelb. Gegessen wird das Fruchtfleisch, das rund 200 Kerne umschließt. Die Kerne können mitgegessen werden, wer’s nicht mag kann das Fruchtfleisch auch durch ein Sieb streichen.

Heimat in Brasilien und Argentinien

Die Frucht ist ursprünglich in Südamerika beheimatet. Brasilien gilt als Hauptlieferant der Obstsorte. Sie wird auch in Australien, Hawaii, Kalifornien (USA), Kenia und Neuseeland angebaut.

Hoher Vitalstoffgehalt

Die Maracuja ist beliebt wegen ihrer hohen Vitaminausbeute von etwa 20 mg Vitamine auf 100 g Fruchtfleisch beziehungsweise 30 bis 50 mg pro 100 ml Fruchtsaft sowie ihrem hohen Gehalt an Phosphat und Kalzium, Mineralien, die wichtig für einen stabilen Knochenbau und die Zähne sind.

Wirksame Inhaltsstoffe

Neben Zucker (Glucose, Fructose, Saccharose) und organischen Säuren wie Zitronensäure und Apfelsäure enthält die Maracuja viele Vitamine und Mineralstoffe. Vitamin C herrscht vor, doch auch das Wachstums-Vitamin A, das auch für die Entwicklung der Zellen gut ist, Vitamin E und wertvolle Vitamine aus dem Vitamin-B-Komplex liefert die exotische Frucht wie Riboflavin und Niacin. Riboflavin ist bedeutsam für den biochemischen Energie- und Proteinstoffwechsel.

Betacarotin ist unter den enthaltenen Carotinoiden besonders bedeutsam für die Immunabwehr und den Zellschutz. An Mineralstoffen liefert die Maracuja Kalium sowie Natrium, Calcium, Magnesium, Phosphat, Eisen (interessant für Blutbildung und Leistungsfähigkeit) und Zink.

Durch den relativ hohen Säuregehalt wird Maracuja in Säften und Marmeladen gerne eingesetzt. In den Kernen befinden sich viele ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure, Ölsäure und Palmitinsäure.

Therapeutischer Nutzen

In der südamerikanischen Heimat der Maracuja werden die Blätter als harntreibendes Hausmittel eingesetzt. Präparaten aus der exotischen Pflanze werden beruhigende und schlaffördernde Eigenschaften zugeschrieben, weshalb sie auch bei Asthma, Unruhezuständen und nervösen Schlafstörungen zur Anwendung kommen können.

Als Sonnenschutz und Massageöl kommt ein gepresstes Öl aus den Maracujakernen in Kosmetika zum Einsatz (aus Passiflora edulis).

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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