Lutein

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lutein
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Mikronährstoff für die Sehkraft

Lutein von lat luteus, goldgelb ist eines der häufigsten natürlichen Carotinoide. In der Lebensmittelindustrie wird Lutein als Farbstoff unter der Bezeichnung E161b verwendet. In der Natur wird Lutein von Zeaxanthin begleitet. Als Bestandteil der Lichtsammelkomplexe in Chloroplasten spielt Lutein eine wichtige Rolle für die Energieausbeute.

Natürliche Vorkommen

Gute Lutein-Lieferanten sind dunkle Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl. In einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst und Gemüse können benötigte Mikronährstoffspeicher durch die Nahrungsaufnahme wieder aufgefüllt werden. Denn besonders im Auge ist das Carotinoid von großer Bedeutung.

Protektive Funktionen

Die Augen ermüden durch langes Arbeiten am Computer, Autofahrten im Dunkeln oder Fernsehen. Zusätzlich kann UV-Strahlung aus dem intensiven Sonnenlicht für oxidativen Stress für die Augen sorgen. Der oxidative Stress kann freie Radikale freisetzen, die hochreaktiv sind und die Zellstruktur und das Erbgut in den Zellkernen schädigen können. Antioxidantien können diese freien Radikale abfangen und unschädlich machen, indem sie selbst mit ihnen reagieren.

Besonders im Auge sind die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin als einzige Carotinoide stark angereichert und übernehmen wichtige Schutzfunktionen.

Schutzfunktion für das Auge

In der Retina des menschlichen Auges kommen Lutein und Zeaxanthin in verschiedenen optischen und geometrischen Unterformen vor (vgl. Dachtler et al., 1998; Khachik et al., 1997). Eine besonders hohe Konzentration tritt im Gelben Fleck in der Netzhautmitte auf, wo die Dichte der Photorezeptoren- und damit die Sehschärfe – am größten ist. Eine enge Beziehung der beiden Stoffe zu durch Lichteinwirkung verursachte oxidative, photochemische Vorgänge wird von Experten angenommen. Möglicherweise schützen sie die Sehzellen nicht nur vor freien Radikalen sondern auch vor kurzwelligem Licht, indem sie einen Anteil des blauen und potenziell schädlichen Lichts herausfiltern.

Es gibt Untersuchungen, die auf eine Verbindung zwischen der ausreichenden Versorgung mit den Farbstoffen und der Verminderung eines Risikos für die Erkrankung an Grauem Star oder einer altersbedingten Makuladedegeneration hindeuten.

Therapeutischer Einsatz

Die moderne Medizin vermutet eine Verbindung zwischen den antioxidativen Eigenschaften der Carotinoide und Schutzmechanismen, die beispielsweise bei altersabhängiger Makuladedegeneration und anderen retinalen Degenerationen eingesetzt werden könnten. Aus diesem Grund rücken die beiden Stoffe ins Interesse wissenschaftlicher Forschung.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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