Löwenzahnblätter (Taraxacum)

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loewenzahn
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Frühlingssegen

Der Gewöhnliche Löwenzahn bezeichnet eine ganze Gruppe von verwandten Pflanzenarten der Gattung Löwenzahn aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Sammelart heißt Taraxacum officinale, die einzelnen Pflanzen daraus werden der Sektion Ruderalia innerhalb der Gattung Taraxacum zugerechnet, insgesamt bis zu eintausend Arten.

Es handelt sich jedoch nicht um die Gattung Löwenzahn (Leotodon). Botanisch und bezüglich der Inhaltsstoffe gibt es deutliche Unterschiede.

Auf der nördlichen Erdhalbkugel ist der Löwenzahn weit verbreitet. Bis zu 30 Zentimeter kann der hohle Stängel des Löwenzahn werden. Er trägt die bekannte, leuchtend gelbe Korbblüte, die später zur Pusteblume wird. Stängel wie Blätter enthalten einen weißen Milchsaft. Seit dem Altertum wird die Pflanze von den Menschen genutzt.

Verwendung der Pflanzenteile

Vom Löwenzahn kann Blüte, Blatt und Wurzel verwendet werden. Löwenzahntee und Löwenzahntinktur verwenden alle drei Pflanzenteile. Aus den Blüten kann Essenz gewonnen werden. Ebenfalls aus den Blüten kann ein honigähnlicher Sirup hergestellt werden.

Die sehr jungen Löwenzahnblätterschmecken nur leicht bitter und werden roh für einen vitalisierenden Salat genutzt.

Bienen schätzen die frühblühenden Löwenzahnblüten als Bienenweide. Für ein Kilogramm Löwenzahnblütenhonig besuchen die Bienen 100.000 Löwenzahnblüten.

Wirkstoffe im Löwenzahn

Die wichtigsten Wirkstoffe des Löwenzahn sind Sesquiterpenlacton-Bitterstoffe und ein relativ hoher Kaliumgehalt. Sie regen die Produktion von Verdauungssäften an und werden daher für alle Arten von Verdauungsbeschwerden sowie Appetitlosigkeit eingesetzt. Heilpraktiker wissen, dass nicht nur die Verdauungssekrete sondern auch die Produktion von Hormonen und Enzymen angeregt werden. Löwenzahn ist also stoffwechselwirksam. Aufgrund seiner harnreibenden und entwässernden Eigenschaften wird er gegen Harnwegsinfektionen und Nierenbeschwerden verwendet.

Offenbar kann Löwenzahnextrakt das Größenwachstum hemmend beeinflussen sowie auch das Wachstum von Leberkarzinomzellen, Leukämiezellen und Pankreaskrebszellen. Bei Tierversuchen wurde ein leistungssteigernder Effekt beobachtet.

Flavonoide tragen zur gesundheitsförderlichen Wirkung bei. Der Milchsaft aus den Stängeln wird in der Volksmedizin als Hausmittel gegen Warzen und Hühneraugen angesehen.

Bei Gallensteinen und einem Verschluss der Gallenwege ist Löwenzahn nicht empfehlenswert. Der häufige Kontakt mit dem Milchsaft aus Stängeln und Blättern kann eventuell zu einer Kontaktdermatitis führen.

Kaffee aus der Wurzel

Löwenzahnwurzeln können gehackt und getrocknet zu einem Kräuterkaffee verarbeitet werden. Dazu werden die getrockneten Wurzelstücke kurz geröstet, in der Kaffeemühle gemahlen und wie Kaffee aufgegossen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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