Lindenblüten
(Tilia platyphyllos)

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lindenblueten
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Das unbedenkliche Hausmittel Nr. 1

Lindenblüten der Sommerlinde (Tilia platyphyllos) sind seit dem Mittelalter ein wichtiges Heilmittel und Hausmittel. Der schwach süße Geschmack und der aromatische Duft wird seit Generationen als wohltuend und angenehm empfunden. Die Blüten der Silberlinde sollten nicht verwendet werden, da sie weniger wirksame Inhaltsstoffe enthält. Naturheilkundeexperte Urs Buergi hat beste Erinnerungen an Lindenblütentee seit seiner Kindheit: „Als ich noch ein Kind war, hat mir der Lindenblütentee meiner Großmutter immer sofort geholfen.“

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Pflanzensäuren, Schleimstoffe

Therapeutische Anwendung

Lindenblüten werden als Tee aufgegossen (Ziehzeit ca. 15 Minuten) und verabreicht bei Husten und Atemwegserkrankungen, da sie hustenreizstillend wirken und Halsschmerzen lindern könne. Bei Fieber wirkt Lindenblütentee schweißtreibend und fiebersenkend sowie leicht krampflösend und entzündungshemmend.

Die Durchblutung wird angeregt, es entsteht der schweißtreibende Effekt und durch die Verdunstungskälte kann leichtes Fieber gesenkt werden. Das gilt bei allen grippalen Infekten. Die erweiterten Blutgefäße ermöglichen einen verbesserten Abtransport von Stoffwechselprodukten bei Entzündung und dadurch kann die Entzündungsheilung unterstützt werden. Die ätherischen Öle besitzen eine gewisse Wirkung gegen Keime und können die körpereigene Immunabwehr unterstützen. Lindenblütentee kann beruhigend wirken und wird auch gerne flankierend bei Rheuma, Nierenentzündung und Rückenschmerzen eingesetzt. Es sind keine Anwendungsbeschränkungen bekannt.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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