Kurkuma, Gelbwurz (Curcumin)

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kurkuma
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Bezugsquelle: Curcumin Gold

Bei Entzündungen und Schmerzen

Der Wirkstoff Curcumin stammt aus dem Rhizom (Wurzel) der Pflanze Kurkuma (Curcuma longa oder Gelbwurz) aus der Familie der Ingwergewächse. Es handelt sich um einen gelborangenen natürlichen Farbstoff, der nicht lichtecht ist. Als Gewürz- und Aromastoff ist Curcumin ein wesentlicher Bestandteil von Currypulver. Als gemahlenes Kurkuma-Pulver ist es auch in Reinkultur erhältlich. Als Nahrungsergänzungsmittel wird es auch in Kapselform angeboten. Darüberhinaus hat der Wirkstoff eine jahrtausendelange medizinische Tradition in Indien und China. Die moderne Medizin interessiert sich inzwischen für Curcumin und hat mit der Grundlagenforschung begonnen. Immer wieder werden erstaunliche Ergebnisse publiziert.

Bessere Aufnahme mit Piperin

Als Lebensmittelzusatz unter der Bezeichnung E 100 wird er wegen seiner Farbwirkung verwendet, zum Beispiel bei Reisgerichten, Marmeladen und Konfitüren, Senf, aber auch in Teigwaren oder Margarine. Für Textilfärbungen kommt der Farbstoff wegen seiner Unbeständigkeit nicht zum Tragen.

Curcumin kann vom Organismus besser aufgenommen werden, wenn es mit Piperin aufgenommen wird, dem Wirkstoff aus schwarzem Pfeffer. Die gleichzeitige Verwendung von hochwertigem Fett begünstigt die Nährstoffabsorption erheblich, denn Curcumin ist nicht wasserlöslich.

Immunabwehr, Entzündungen und Schmerzen

In der traditionellen indischen Medizin Ayurveda wurde Kurkuma-Pulver wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung eingesetzt. Untersuchungen haben Hinweise darauf geliefert, dass Curmumin-Präparate hohe Blutwerte von Demothoxycurcumin zur Folge haben, mit antientzündlicher Wirkung. Eine Doppelblindstudie von 2010 (Belcaro et al. In Panminerva Med., Jun/2010/52(2 Suppl. 1), S. 55-62) stellte außerdem eine signifikate Verbesserung der Schmerzsymptome bei Arthrose fest. Curcumin besitzt antioxidative Eigenschaften, die bereits in der Vorbeugung gegen Gelenkentzündungen hilfreich sein können, das Herz stärken und im Zellschutz als Anti-Aging-Mittel Alterungsprozesse verlangsamen können.

Zuckerstoffwechsel

Experimentelle Studien in der alternativen Medizin haben Hinweise darauf gemehrt, dass Curcumin Diabeteserkrankungen positiv beeinflussen kann. Daraus ergeben sich eventuell künftige Einsatzmöglichkeiten bei Hyperglykämie, Hyperlipidämie, Insulinresistenz und nekrotische Prozesse.

Die Verdauung profitiert

Curcumin bewirkt eine Förderung der Ausschüttung von Gallensäften aus der Leber, was sich positiv auf die Verdauung auswirkt. Die Gallensäure bindet Fette. Dadurch hilft sie bei Völlegefühl und kann Blähungen lindern. Blutfettwerte konnten in Untersuchungen mit Curcumin gesenkt werden und eine Reduzierung von Ablagerungen im Gefäßsystem konnte beobachtet werden. Man kann davon ausgehen, dass Curcumin wahrscheinlich eine positive Wirkung auf den Fettstoffwechsel besitzt.

Bei Verdauungsstörungen wird Kurkuma bereits heute medizinisch eingesetzt. Bei Patienten mit Gallensteinen wird von der Selbstmedikation mit Curcumin abgeraten.

Darmkrebs

Laborversuche, die noch nicht als ausreichender Beleg gelten können, weisen auf eine Verbindung der entzündungshemmenden Wirkung von Curcumin mit krebshemmenden Eigenschaften hin. In Experimenten konnte die Anzahl und auch die Größe bestehender Darmpolypen bei Patienten mit familärer adenomatöser Polyposis signifikant reduziert werden. Diese Erbkrankheit äußert sich durch die Entstehung von Hunderten von Polypen im Darm, die Darmkrebs auslösen können, wenn sie nicht behandelt werden.

Wirkstoff der Zukunft

Mögliche Einsatzgebiete von Curcumin in der Zukunft bei chronischen Darmkrankheiten wie Colitis ulcerosa, aber auch bei Krebs werden derzeit erforscht. Vermutungen in Richtung von neuroprotektiven Eigenschaften des Wirkstoffs Curcumin lenken die Blickrichtung der Forschung auf Anwendungsgebiete wie Depression, Alzheimer und Parkinson-Krankheit.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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