Kupfer

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kupfer
© Sebastian Kaulitzki – fotolia.com

Bezugsquelle: Kupfer Chelat

Das rote Metall der Kulturgeschichte

Dem Halbedelmetall Kupfer (lat. Cuprum) ist das chemische Elementsymbol Cu zugeordnet. Es gehört zu den essentiellen Spurenelementen im menschlichen Organismus, die über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Kupfer ist Bestandteil vieler Enzyme. Im Körper wird es in der Leber gespeichert.

Vorkommen

In der Nahrung ist Kupfer vor allem in Rindfleisch, Leber, Schokolade, Getreide, Haferflocken, Kartoffeln, weiteren Gemüsen und Nüssen enthalten. Da Kupfer vom Körper kontinuierlich ausgeschieden wird, muss es immer wieder über die Nahrung zugeführt werden.

In der Natur kommt Kupfer selten in gediegener Form vor und liegt meist in gebundener Form in Kupfererzen vor.

Antibakterielle Wirkung

Kupfer hat in seiner freien, nicht an Proteine gebundenen Form nachweislich antibakterielle Eigenschaften (bakterizide Eigenschaften). Der oligodynamische Effekt hält beispielsweise Blumenwasser, in das eine Kupfermünze gelegt wurde, davon ab, schnell faulig zu werden. Kupfer wird daher verstärkt als natürlich antibakterieller Überzug für Schalter und Türklinken eingesetzt.

Essentielles Spurenelement

Im menschlichen Körper ist Kupfer an zahlreichen Stoffwechselfunktionen beteiligt. Es unterstützt die Aufnahme von Eisen. Das Spurenelement hat einen positiven Einfluss auf das Immunsystem und unterstützt die Produktion von roten Blutkörperchen, die für die Sauerstoffversorgung der Organe und des Gehirn wichtig sind. Kupfer ist auch für die Bildung vieler Enzyme unentbehrlich.

Chelat

Anorganische Mineralien wie Kupfer sind vom Körper nicht verwertbar. Erst wenn sie „durch eine Pflanze“ gegangen sind, sind diese Spurenelemente für den Menschen verfügbar. Chelate sind Verbindungen aus Mineralien und pflanzlichen Aminosäuren und dadurch bioverfügbar. Urs Buergi rät beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln auf den Hinweis „Chelat“ zu achten.

Zink versus Kupfer

Zink kann die Aufnahme von Kupfer aus der Nahrung hemmen. Bei längerer Zusatzeinnahme von Zink kann unter Umständen ein Kupfermangel ausgelöst werden.

Kupfervergiftung

Kupfervergiftung kommt für gewöhnlich nicht häufig vor. Überschüssiges Kupfer wird vom Körper mit der Gallenflüssigkeit an das Verdauungssystem abgegeben und ausgeschieden. Bei der sehr seltenen Krankheit Morbus Wilson allerdings wird zu viel Kupfer im Körper gespeichert.

Vielfältige Funktionen im Alltag

In seiner Eigenschaft der Leitungsfähigkeit von elektrischem Strom (nach Silber und noch vor Gold) wird Kupfer für Elektroinstallationen verwendet und auch als Wärmeleiter eingesetzt. Es lässt sich aufgrund seiner relativen Weichheit gut verarbeiten. Dächer sind vielfach mit Kupfer gedeckt, für Musikinstrumente, Kochgeräte und Münzen verwendet man Kupfer. Das Halbedelmetall gehört zu den ersten Metallen, die in der Menschheitsgeschichte schon vor rund 10.000 Jahren verarbeitet wurden, wie auch Gold, Silber und Zinn.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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