Krebsursache: Gene oder Lebensstil?

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Wie entstehen Krebserkrankungen?

Sicherlich sind Sie beim Arzt schon gefragt worden, ob es in Ihrer Familie Krebserkrankungen gibt. Wenn die Gene dafür vorhanden sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit für Sie größer auch an Krebs zu erkranken. Richtig? Ist eine Krebserkrankung einfach nur Pech? Eine zufällige Mutation, die jeden treffen kann?

Neueste Forschungen

Im Dezember 2015 veröffentlichte das Fachjournal Nature eine neue Studie zu diesem Thema: Substantial contribution of extrinsic risk factors to cancer development (Wesentliche Beiträge extrinsischer Risikofaktoren bei der Krebsentwicklung). Bislang ging die schulmedizinische Meinung davon aus, dass es „eine enge Korrelation zwischen gewebespezifischen Krebsrisiken und der Gesamtzahl der gewebespezifischen Stammzellteilungen“ gibt. Also ein Zusammenhang zwischen dem individuellem Risiko an Krebs zu erkranken und der individuellen Fähigkeit Stammzellen zu bilden. Die Forscher dieser Studie gehen jedoch davon aus, dass wesentlich mehr Aspekte als die genetische Disposition beim Ausbruch von Krebs eine Rolle spielen.

„Die Rate der durch intrinsische Prozesse ausgelösten Häufigkeit endogener Mutationen reicht nicht aus, um die beobachteten Krebsrisiken ausreichend zu erklären.“
(Nature, Substantial contribution of extrinsic risk factors to cancer development)

Die Vorbeugung

Die Schulmedizin tritt immer dann in Aktion, wenn eine Krankheit ausgebrochen ist. Die Naturmedizin setzt auf Prävention durch ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein und gesunde Lebensführung. Bei der Vorbeugung von Krebs kommen dem Verzicht aufs Rauchen und dem gesunden Essen eine große Bedeutung zu. Laut der Erkenntnisse dieser Studie könnten 90 Prozent aller Erkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindert werden.

„Das Krebsrisiko wird in hohem Maße durch extrinsische Faktoren beeinflusst. Diese Erkenntnisse sind für die strategische Entwicklung der Krebsvorbeugung, der Forschung und die öffentliche Gesundheit von großer Bedeutung.“
(Nature, Substantial contribution of extrinsic risk factors to cancer development)

Krebs und DNS

„Krebs wird nicht allein durch genetische Faktoren ausgelöst.“
(Nature, Substantial contribution of extrinsic risk factors to cancer development)

Die staatlich finanzierten Forschungseinrichtung Cancer Research UK untersucht in Großbritannien die äußeren und inneren Faktoren von Krebserkrankungen. Nur sehr wenige Krebsarten sind in unserem Erbgut angelegt. Die meisten seien vermeidbar, wenn die Menschen bereit wären, ihre Lebensweise grundlegend zu verändern.

Der gesunde Lebensstil 

Laut den Erkenntnissen von Dr. Emma Smith, Cancer Research UK, könnten durch einen gesunden Lebensstil 4 von 5 Krebserkrankungen vermeiden lassen. Zu einer gesunden Lebensführung gehört ihrer Meinung nach:

Obwohl kein Mensch selbst entscheiden kann, in welcher Umgebung er aufwächst und welchen Umwelt- und Arbeitsbedingungen er ausgesetzt ist oder in welche familiäre Situation er gerät, so gibt es dennoch viele Möglichkeiten das Risiko an Krebs zu erkranken zu minimieren.

Verringern Sie Ihr Krebsrisiko 
  • Verzichten Sie aufs Rauchen: Im Tabakrauch befinden sich mehr als 250 krebserregende Substanzen, wie Arsen, Vinylchlorid, Nickel und Formaldehyd. (National Cancer Institute, USA) Krebserkrankungen in Mund, Kehle, Magen, Leber und Enddarm stehen in Verdacht durch das Rauchen ausgelöst werden zu können.
  • Bewegen Sie sich mehr: Der Verzehr gesunder Nahrungsmittel führt nur in Verbindung mit Sport zu einer Gewichtsreduktion. 10 verschiedene Krebsarten stehen in Verdacht durch Übergewicht ausgelöst werden zu können. Diese Arten befallen Organe und Körperregionen wie Leber, Eierstöcke, Darm, Speiseröhre oder Brust.
  • Vermeiden Sie industriell hergestellte oder verarbeitete Nahrungsmittel: Die Farbstoffe für besseres Aussehen und die Chemikalien für eine längere Haltbarkeit schaden unserer Gesundheit ebenso wie Geschmacksverstärker.
  • Reduzieren Sie „rotes Fleisch“:  Es steht im Verdacht, Krebs auszulösen IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung, Lyon, eine Einrichtung der WHO.
  • Essen Sie öfter scharf und geben Sie Gewürzen wie Cayennepfeffer oder Ingwer einen festen Platz auf Ihrem Speisezettel.

Bemühen Sie sich um eine gesündere Lebensweise und vermindern Sie Ihr Risiko an Krebs zu erkranken. Bleiben Sie gesund.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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