Kollagenhydrolysat

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kollagenhydrolysat
© Robert Kneschke – fotolia.com

Bioverfügbarer Wirkstoff aus Kollagen

Kollagenhydrolysat wird aus Kollagen gewonnen, einem Strukturprotein, das für die Festigkeit von Bindegewebe sorgt. Beim Hydrolyse-Vorgang werden die Biomoleküle wie beispielsweise Fette, Polysaccharide, Proteine, etc. in ihre Bausteine zerlegt. Das geschieht durch Wärme, Basen oder schwache Säuren und Enzyme. Das Ergebnis sind dann enzymatisch hydrolysierte Kollagene, die gereinigt, konzentriert und sterilisert werden. Das Kollegenhydrolysat ist wasserlöslich und emulsionsstabilisierend, geliert aber nicht.

Bioaktive Kollagen-Eiweiße

Kollegenhydrolysate sind durch ihre Reinheit und den neutralen Geschmack sehr vielseitig. Im Gegensatz zu Gelatine, die ähnlich hergestellt aber nicht enzymatisch aufgebrochen wird, geliert dieses kollagene Eiweiß nicht. Gelatine besteht aus relativ langen Aminosäuren, Kollagenhydrolysat dagegen aus kurzen Aminosäuren, den Peptiden. Der Vorteil ist eine verbesserte Bioverfügbarkeit, denn Peptide können über die Darmwand direkt absorbiert werden.

Kollagenhydrolysat in Wasser auflösen

Das weiße, geruchslose Pulver kann in kalten Flüssigkeiten aufgelöst werden. Es schäumt, es emulgiert, was etwas Konsistenz ergibt, und bindet. In Kollagenhydrolysat steht seit vielen Jahren eine ergiebige und bioverfügbare Eiweißquelle zur Verfügung, die vor allem in der Sportlernahrung Anwendung findet. Im Gegensatz zu Soja, aus dem ebenfalls ein Protein-Hydrolysat ghergestellt wird, besitzt Kollagenhydrolysat keinen bitteren Geschmack.

In Kosmetika beliebt

Es wird in Kosmetika und in der Pharmaindustrie gerne verwendet, zum Beispiel bei Haut- und Pflegeprodukten. Durch seinen filmbildenden Charakter sorgt es für ein Glättegefühl der Haut und hält die Feuchtigkeit. In der Haarpflege verbessert es die Kämmbarkeit und die gleichmäßige Aufnahme von Farbe in Haarfärbeprodukten.

Im Einsatz für die Knochenstabilität

Bei Osteoporose, früher Knochenschwund genannt, reduziert sich die Knochendichte. Die Knochenmasse wird schneller abgebaut als aufgebaut und dadurch entsteht ein großes Risiko für Knochenbrüche. Besonders Frauen leiden unter dieser Knochenkrankheit.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, dass 15 Prozent der 50 bis 59-Jährigen unter Osteoporose leidet und 70 Prozent der über Achtzigjährigen. Kollagen-Hydrolysat kann den Knochenaufbau bioaktiv unterstützen.

Im Einsatz für die Gelenkgesundheit

Bei Arthrose, einer degenerativen Gelenkerkrankung, wird der Gelenkknorpel abgebaut, der einen geschmeidigen Puffer zur Aufrechterhaltung der reibungslosen Bewegung der Knochen bietet. Klinische Studien haben den Einsatz von Kollagenhydrolysat positiv bewertet, da durch die gute Bioverfügbarkeit des Kollagen-Eiweißes die Zellen dazu angeregt wurden, neue Knorpelmasse zu bilden. Es wurde ein Aufhalten der Degeneration von Knorpelmasse beobachtet sowie eine Regenration der Gelenkstrukturen. Offenbar können sich die kurzen Peptidketten aus Kollagenhydrolysat in den Gelenken anreichern.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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