Kalium (Potassium)

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aprikosen
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Bezugsquelle: Kalium-Chelat

Ein essenzielles Mineral

Kalium (von arab. Kali, Pflanzenasche) ist ein metallisches Element mit dem Elementsymbol K. Auf der Erde gehört es zu den Top zehn der häufigsten Elemente. Für gewöhnlich kommt es in Mineralien gebunden an der Erdkruste vor. In der Natur liegt es nur in Kaliumverbindungen (als Kation) vor. Das liegt daran, dass es nur ein Außenelektron besitzt und mit anderen Elementen schnell und manchmal heftig reagiert.

Die englische Bezeichnung für Kalium ist Potassium, weil es 1807 erstmals von dem britischen Forscher Humphry Davy durch Elektrolyse aus Pottasche gewonnen wurde. In Frankreich wurde der Name Potassium für Kalium übernommen.

Für die Erhaltung des Lebens

Im menschlichen Organismus ist Kalium ein essenzielles Mineral, das durch die Nahrung zugeführt werden muss, da es nicht als körpereigener Stoff gebildet werden kann. Es ist das vierthäufigste Mineral im menschlichen Körper Kalzium, Phosphor und Schwefel.

Zellerhaltung und Herzgesundheit

98 Prozent des Kaliums im menschlichen Körper befindet sich in den Zellen. Kalium und Natrium arbeiten Hand in Hand zur Regulierung des Wasserhaushalts (osmotischer Druck) in den Zellen, Kalium in den Zellen und Natrium außerhalb. Deshalb ist das Gleichgewicht zwischen Kalium und Natrium extrem wichtig. Die Regulierung des Zellwachstums und die Bioelektrizität der Zellmembranen sind von Kalium abhängig. Damit steht die neuromuskuläre Reizleitung des Herzens und die Kontraktion des Herzmuskels in Verbindung. Damit der Herzmuskel ausreichend Kalium aufnehmen kann, benötigt er Magnesium. Kaliummangel kann zu Herzrhythmusstörungen führen.

Blutdruck

Für einen gesunden Blutdruck ist die ausreichende Versorgung mit Kalium essentiell notwendig. Eine gesteigerte Zufuhr von Kalium vermag den Blutdruck zu senken, und damit das Risiko für Schlaganfall und Infarkt. Erhöht sich der Natriumspiegel im Verhältnis, führt dies zu erhöhtem Blutdruck.

Muskeln

In der Steuerung der Muskelaktivität spielt Kalium eine Rolle. Die Kontraktion der Muskeln steht in direktem Zusammenhang mit den physiologischen Prozessen, an denen Kalium maßgeblich beteiligt ist. In der Körperflüssigkeit gehört Kalium zu den entscheidenden Elektrolyten und beeinflusst die Tätigkeit der Muskeln und die Nervenreizleitung. Wenn durch Schwitzen zu viel Kalium verloren wird, kann sich das durch Krämpfe äußern. Gerade Sportler haben diesen Zusammenhang schon erfahren müssen.

Knochen

Im Knochenstoffwechsel verhindert Kalium, dass zu viel Calcium durch die Niere ausgeschieden wird. Damit wird einem Calciumabbau aus der Knochenmasse entgegengewirkt. Knochendichte und Vorbeugung von Osteoporose (Knochenschwund) werden durch Kalium positiv beeinflusst.

Funktionen in jeder Zelle

Kalium verringert das Risiko für Nierensteine und fördert klares Denken durch seine Beteiligung an der Sauerstoffversorgung des Gehirns. Das Mineral unterstützt den Glucosetransport und damit die Energielieferungen für die Zellen, die Enzymfunktion in Zellen und die Biosynthese von Proteinen. Es ist beteiligt am Hormonstoffwechsel und Lipidstoffwechsel und vielen weiteren biochemischen Prozessen im Körper.

Vorkommen in der Nahrung

Pflanzliche Kaliumlieferanten sind Obst und Gemüse. Eine kleine Auswahl zeigt, dass Kalium in vielen Lebensmitteln enthalten sind: Getrocknete Aprikosen, Datteln, Rosinen, Rote Bete, Tomatenmark und Pommes frites, Kartoffeln, Spinat, Vollkornmehl, Grapefruitsaft, weiße Bohnen und Kidneybohnen sowie Esskastanien und vieles mehr. Das wasserlösliche Kalium kann sich bei einem langen Wässern teilweise aus den Lebensmitteln lösen. Kalium ist auch in Fleisch und Fisch enthalten.

Die Natriumaufnahme sollte nicht zu hoch liegen, denn ein ausgewogenes Verhältnis von Natrium und Kalium ist die Voraussetzung für die gesunde Regulation sehr vieler biochemischer Prozesse. Da kaliumreiche Nahrungsmittel entwässernd wirken, wird Dialyse-Patienten empfohlen, diese sparsam zu verzehren.

Chelat

Anorganische Mineralien wie Kalium sind vom Körper nicht verwertbar. Erst wenn sie „durch eine Pflanze“ gegangen sind, sind Spurenelemente für den Menschen verfügbar. Chelate sind Verbindungen aus Mineralien und pflanzlichen Aminosären und dadurch bioverfügbar. Urs Buergi rät beim Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln auf den Hinweis „Chelat“ zu achten.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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