Hopfen (Humulus lupulus)

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hopfen
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Ein sanftes Ruhekissen

Hopfen (Humulus lupulus) ist eine ausdauernde Kletterpflanze aus der Familie der Hanfgewächse, die vorwiegend als aromatische Zutat für Bier kultiviert wird (Echter Hopfen). Der wilde Hopfen ist nur noch selten. Für seine Heilwirkung bekannt ist der Hopfenzapfen (Lupuli strobulus oder Lupilus flos), die weiblichen Blütenstände. Die Schlaf- und Beruhigungswirkung macht den Hopfen zu einem natürlichen und medizinischen Heilmittel.

Hopfenzapfen

Als Tee, Tinktur und Gurgellösung sowie Blütenzapfen als duftende Kissenfüllung wird die Heilpflanze eingesetzt. Bereits vor 1.000 Jahren kannte man die Verwendung zu Heilzwecken zur Beruhigung, bei Menstruationsbeschwerden und als harntreibendes Mittel. Schon früh wurde Hopfen auch in der Bierbrauerei eingesetzt. Hopfen wirkt antibakteriell, beruhigend und entzündungshemmend und soll auch schmerzstillende Eigenschaften besitzen.

Die einschläfernden Eigenschaften werden bei nervösen Belastungszuständen zur Beruhigung und als Einschlafhilfe genutzt. Man sagt Hopfen einen positiven Einfluss auf Magen-Darmbeschwerden durch die Förderung von Speichel und Magensäften nach.

Bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems, die mit Unruhe und Schlaflosigkeit einhergehen, kann Hopfen gegebenenfalls als homöopathische Droge hilfreich wirken. Es wird eine krebshemmende Wirkung vermutet, die jedoch nicht wissenschaftlich belegt ist.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Beta-Sitosterol, Campesterol, Chalkone, Eugenol, Farnesol, Flavonoide, Gerbstoffe, Harze, Hopfenbitterstoffe, Isovaleriansäure, Metylbutenol, Polysaccharide, Stigmasterol. Der Harzanteil , auch Hopfenharz genannt, im Zapfen kann bis zu 30 Prozent betragen, in den Drüsen 50 bis 80 Prozent. Für das würzige Aroma stehen die ätherischen Öle sowie Gerbstoffe und Flavonoide.

Hopfen steht im Verdacht, Allergien auszulösen. Der Kontakt von Hopfen sollte vermieden werden, wenn Hautausschläge oder Kopfschmerzen auftreten. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit wird weder Kontakt noch Anwendung empfohlen.

Hinweis

Diese Informationen sind für Interessierte zur Weiterbildung gedacht und dienen nicht dem Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung, Diagnose oder Therapieanweisungen. Urs Buergi weiß, dass es in der Medizin keine Methoden gibt, die zu 100% funktionieren. Jeder Mensch ist und reagiert anders. Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus dem Gebrauch dieser Angaben entstehen könnten wird deshalb nicht übernommen. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ein.

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